BitTorrent Sync erscheint in verbesserter Version 2.3

24. Januar 2016 Kategorie: Internet, Software & Co, geschrieben von: André Westphal

bittorrent logoBitTorrents Sync hat seit der ersten Ankündigung im Jahre 2013 viel Aufsehen erregt: Über Sync lassen sich Dateien entweder lokal oder online über mehrere Endgeräte synchronisieren. Zum Einsatz kommt dafür eine modifizierte Variante des BitTorrent-Protokolls. Mittlerweile funktioniert das Procedere mit Windows, Windows Phone, Android, iOS, Linux an Apple Macs, Amazon Fire sowie unter BSD. Das interessante an Sync ist, dass diese Methode der Datensynchronisierung einige Sicherheitsbedenken von Cloud-Diensten aushebelt und das Potential hat mehr Leistung zu liefern. Jetzt ist Sync in der neuen Version 2.3 erschienen und liefert einige, erweiterte Funktionen mit.

Weiterhin soll Sync als mächtige Lösung dienen, um Dateien direkt zwischen Endgeräten hin und her zu bugsieren, ohne dass sie online in einer Cloud landen. Neu in Version 2.3 sind verschlüsselte Ordner. Sie können auch in einer Weise geteilt werden, welche der anderen Seite zwar Lese- aber keinen Schreibzugriff auf die Dateien gewährt. Die Kommunikation zu diesen Ordnern kann über AES-128-verschlüsselte Channels geschehen. Übertragene Daten werden dann mit einem Session-Key bei der Übertragung verschlüsselt und erst danach vor dem lokalen Speichern entschlüsselt. Es ist auch die doppelte Verschlüsselung über sowohl Session- als auch Storage-Keys möglich. In jenem Fall kommen die übertragenen Daten immer noch über AES-128 verschlüsselt an. Das kann sinnvoll sein, wenn man die Daten z. B. auf einem dritten Gerät sichern möchte, sie dort aber ohne Lese- oder Schreibzugriff rein verschlüsselt als Backup lagern sollen.

sync encrypted

Neben den verschlüsselten Ordnern und ihren Optionen sind noch weitere Neuerungen in Sync 2.3 enthalten. Etwa lässt sich Sync nun als Dienst unter Windows betreiben, auch wenn man nicht eingeloggt ist. Das eignet sich für den Betrieb in Verbindung mit Servern. Zudem kann Sync nun ab Android 5.0 Daten auf oder von der SD-Karte verschieben. Via „Selective Sync“ ist es nun möglich unter Linux nur die Dateien zu sichern, die man haben mächte, statt komplette Ordner übernehmen zu müssen.

Außerdem hat man die Möglichkeiten neue Ordner anzulegen benutzerfreundlicher gestaltet. Etwa kann man von Hand den Dateipfad verändern, sollte etwas verschoben worden sein. Hinter den Kulissen haben sich außerdem zahlreiche Bugfixes und Stabilitätsverbesserungen ergeben. Das komplette Changelog findet ihr hier. Mit Ausnahme des „Selective Sync“ für Linux sind alle genannten Features übrigens in sowohl der kostenlosen als auch der Pro-Variante von Sync enthalten. Mit dem Code „2dot3launch“ erhaltet ihr bei Interesse 25 % Rabatt auf Sync Pro und Workgroups. Das Angebot gilt noch bis zum 31.01.2016.

sync 2.3

Für Geschäftskunden läuft zudem noch die Sync IT Alpha. Sync IT ist eine Weiterentwicklung der Sync-Engine mit speziellen Anpassungen für Skalierbarkeit, noch mehr Datensicherheit und Backup-Möglichkeiten. Aktuell arbeite man mit Partnern aus dem Handel, Bildungsinstitutionen sowie anderen Interessierten an der Weiterentwicklung. Wer am Alpha-Programm teilnehmen möchte, kann sich nun in einer zweiten Runde hier bewerben.

Nutzt jemand von euch BitTorrent Sync als Alternative bzw. Erweiterung zu Cloud-Diensten? Klar, ein vollständiger Ersatz ist Sync nicht, da man weiterhin an den jeweils lokal verfügbaren Speicherplatz gebunden bleibt. Was haltet ihr von den neuen, verschlüsselten Ordnern?

Über den Autor: André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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