App Annie liefert Jahresrückblick auf die beliebtesten Apps des Jahres 2016

22. Januar 2017 Kategorie: Internet, Mobile, Social Network, Software & Co, geschrieben von: André Westphal

App Annie hat einen Jahrerückblick zu den Top-Apps des Jahres 2016 in Deutschland veröffentlicht. Dabei ist ganz spannend, wie sehr Mark Zuckerbergs Kindlein Facebook dominiert:  Gleich vier der fünf Top-Apps (ohne Spiele) stammen nämlich von Facebook. Zudem scheinen die Deutschen auch gerne Geld für Apps und In-Game-Käufe auf den Tisch zu legen: ca. 700 Mio. Euro gaben die Deutschen laut App Annie 2016 für Apps aus uns verbrachten über 90 Minuten täglich mit der Nutzung ihrer Anwendungen. Insgesamt konnte der App-Markt dabei ein Wachstum verbuchen – vorherige Prognosen, dass es zu Stagnation kommen könnte, liefen demnach ins Leere.

Umsätze und Download-Zahlen sind auch in Deutschland gestiegen. Die erfolgreichste App? Wenig überraschend bleibt das der WhatsApp Messenger. Auf Platz 2 liegt dann direkt der Facebook Messenger. Es folgt auf der dritten Position die eigentliche Facebook-App für den Zugang zum Social Network. Schauen wir weiter auf den vierten Platz, mogelt sich Snapchat zwischen die durch Facebook dominierte Rangliste. Denn auch Position Nummero 5 wird von einer Facebook-Tochter belegt: Instagram. Also kurz als Liste geordnet:

Top-Apps nach Download-Zahlen in Deutschland (2016)

  1. WhatsApp Messenger
  2. Facebook Messenger
  3. Facebook
  4. Snapchat
  5. Instagram

Dabei liegen die Apps laut App Annie sowohl unter Apple iOS als auch Android weit vorne in der Beliebtheitsskala der User. Wie es weltweit im Vergleich zu Deutschland aussieht, hat App Annie übrigens ebenfalls zusammengefasst.

Facebook dominiert dann ebenfalls bei den kombinierten Download-Zahlen aus iOS und Android, aber die Rangliste verschiebt sich etwas, da nun auf Platz 1 die Haupt-App für Facebook steht, WhatsApp folgt und erst dann der Facebook Messenger auf Rang 3. Instagram rutscht hoch auf Platz 4 und Snapchat wandert einen Platz nach unten. Ein wahnsinniger Kontrast zu Deutschland ist das aber natürlich nicht gerade. Laut App Annie gab es außerdem in der täglichen Nutzungszeit 2016 in Deutschland großes Wachstum. Demnach war Deutschland 2016 unter den wichtigsten zehn Ländern für App-Umsätze weltweit. Die durchschnittliche,tägliche Nutzungsdauer sei gegenüber 2015 um etwa 10 % gestiegen.

Oben seht ihr übrigens nochmal, dass die Rangliste sich verschiebt, wenn man nach Umsätzen und nicht nach Download-Zahlen geht. Hier geht es dann aber wieder um die weltweiten Zahlen – Platz 1 belegt dann Spotify, gefolgt von Produkt, Netflix, Tinder und schließlich dem in Deutschland nicht verfügbaren HBO Now. Auch in Deutschland entsteht ein anderes Bild, wenn man nach Umsätzen sortiert und nicht nach Download-Zahlen:

Top-Apps nach Umsätzen in Deutschland (2016)

  1. Lovoo
  2. Spotify
  3. Tinder
  4. BILD
  5. Netflix

Falls wir uns dann speziell Games ansehen, steht der Dauerbrenner „Clash of Clans“ übrigens auf Platz 1. Auch die anderen Spiele-Kracher sind keine Überraschung:

Top-Spiele nach Umsätzen in Deutschland (2016)

  1. Clash of Clans
  2. Clash Royale
  3. Pokémon Go
  4. Summoners War
  5. Game of War – Fore Age

Mal sehen, ob es hier 2017 ein paar Neuerungen geben wird. 2016 war ja „Pokémon Go“ der größte Newcomer. Da Nintendo bald auch „Super Mario Run“ für Android veröffentlichen will und noch weitere Mobile Games plant, könnten sich ein paar Veränderungen anbahnen. Spiegeln die Daten von App Annie denn auch eure Nutzung einigermaßen wider? Überrascht hat mich persönlich, dass die User von Lovoo und Tinder offenbar so zahlungsfreudig sind. Mobiles Flirten ist damit hierzulande wohl schwer angesagt.


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Über den Autor: André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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