Vom Fettsack zum Fitsack: Ein halbes Jahr später

Vielleicht erinnern sich noch einige hier an meinen Beitrag, in dem ich beschrieb, wie ich Dinge in meinem Leben änderte. Da ging es darum, dass ich die meiste Zeit meines Lebens aussah wie ein Vorher-Model für Fitnessstudios. Kennt ihr sicher, nach Weihnachten herum werden wieder Werbespots am laufenden Band abgespielt und euch motivieren wollen, doch in einem Studio zum fitteren Menschen zu werden. Ein Studio brauchte ich persönlich nicht, mir reichten für die meisten „Erfolge“ die vier Wände meiner Garage. Wer Lust hat, kann sich ja mal vorab den Beitrag noch einmal durchlesen, da steht dann drin, was ich falsch machte, wie viel ich so immer mal wog, was ich vom Verspotten von Mensch halte – und das wichtigste: Was ich für mich änderte, wie ich die Sache anging.

Ihr habt den Beitrag gelesen? Dann seid ihr ja jetzt wieder im Boot. Fast genau ein halbes Jahr später möchte ich nachlegen.

Was hat sich bei mir geändert? Was habe ich schleifen lassen, was konkret geändert – und was sagt mein Körper?

Als ich den letzten Beitrag schrieb, wog ich gerade zweistellig und ich fand schon, dass man den Unterschied ganz gut sehen konnte. 125 Kilo Höchststand 2018 vs. 99,8 Kilo eben Mitte März 2019. Ich versuche immer noch, im Rahmen meines gesetzten Kalorienziels zu essen – und für jemanden, der übergewichtig ist, heißt die Faustregel sicherlich erst einmal: Weniger reinschaufeln als vom Körper verbrannt wird. Würde ich regungslos auf der Couch sitzen, würde mein Körper ca. 2.000 Kalorien verbrennen. Ich selber habe ein Ziel von 1.600 Kalorien, allerdings kann ich das logischerweise nicht einhalten, wenn ich mich betätige. Und mittlerweile betätige ich mich echt täglich. Mein Vergangenheits-Ich würde meinem Heute-Ich nicht glauben.

Legoland September 2018:

Legoland September 2019:

Die Parallele zum ersten Beitrag: Ich tracke Kalorien immer noch mit der App Yazio und ich komme immer noch prima mit der kostenlosen Version aus, Rezepte und sowas brauche ich nicht. Ich habe das ganz gut drauf mittlerweile, mich gesund zu ernähren und dabei satt zu werden. Klar, das geht niemals ohne Einschränkungen. Brot? Eine echte Kalorienbombe, die ich zum Glück meist ohne Entzugsgefühle weglassen kann.

Stattdessen viel Obst, Gemüse, Putenfleisch. Wer keine Zeit hat, selbst zu kochen: Schaut euch Frosta oder andere Fertiggerichte dieser Art an. Viel drin mit wenig Kalorien – und Frosta beliefert quasi jeden Supermarkt unter zig günstigeren Marken, einfach mal auf die Packung schauen, ob die Ware auch aus Bremerhaven kommt, dann ist es Frosta. Ich gönne mir natürlich auch Cheat-Days. Pizza Salami, dicker Teig, Käse im Rand, Jalapeños. Quasi Pizza mit Pizza überbacken. Ein Kalorien-Schlachtfest, welches so schwer im Magen liegt, dass man in der Nacht aufwacht. Muss auch mal sein.

Angesichts dessen, was ich so esse und wie ich mich eigentlich sportlich betätige, müsste ich vielleicht schon weniger wiegen können. Man hat ja so Ziele – und manche setzt man irgendwann mal eine Ecke höher. Mein hartes Ziel: 85 Kilo. Aber: Obwohl schon dicht dran gewesen, ist mein Körper unfassbaren Schwankungen unterworfen, von 90 bis 93 Kilo ist da alles drin. Mal auch weniger, aber das ist dann eben nach dem Laufen, da verliert man ordentlich:

Habe also nicht viel in Kilos abgenommen seit dem letzten Beitrag, bin aber trotzdem dünner. Fett abgeworfen, Muskeln aufgebaut. Merke ich an Klamotten, sehe ich im Spiegel. Konkret sind es so ziemlich genau 30 Kilo Abnahme von September 2018 bis September 2019. Aber eben „nur“ knapp 10 Kilo im letzten halben Jahr. Klar, geht nicht endlos weiter – das muss jedem klar sein, dass es nicht nur zwischendurch so Phasen gibt, irgendwann kommt man in die Nähe dessen, für das mal wohl geschaffen ist.

Vielleicht habe ich aber auch zu oft nicht bei Yazio eingetragen, man muss da knallhart zu sich selbst bleiben, wenn man sich selbst um seine Nahrung kümmert, ist das Eintragen von Kalorien in eine App ja keine Raketenwissenschaft – die Datenbank ist ja unfassbar groß.

Trotz Hanteln und Punchingball bin ich in der letzten Zeit kaum auf dem Laufband gewesen. Hätte ich nie gedacht. Aber ich laufe jetzt draußen. Fast jeden Tag. In der Nähe (kleiner Spurt von 1,5 Kilometern) ist ein Park mit Bootsteich, da drehe ich seit Monaten zu unterschiedlichen Zeiten meine Runden. Tag für Tag sieht man dort die gleichen Menschen, die ebenfalls etwas für sich tun. Man nickt sich zu, sagt Moin – man kennt sich.

Ich habe mich ein wenig professionalisiert. Achtete ich vorher nur so halbwegs auf die Ausrüstung, so ist es nun anders. Ich lasse mir zwar nicht die Füße vermessen, habe aber so meine Favoritenschuhe und wetze gerade das zweite Paar New Balance durch. Laufschuhe. ICH! Auch die Klamottenauswahl ist eine andere geworden, lief ich früher in normalen kurzen Hosen und Shirts, so habe ich nun mittlerweile einen halben Schrank voll mit Sportklamotten. Quasi luftig und schnell trocknend. Für den langen Marsch.

Für den langen Marsch habe ich nun auch so einen Gürtel, an dem zwei kleine Flaschen sind, die ich mit Wasser auffülle, bevor ich lang rennen gehe. Das hatte den Grund, dass ich einmal, als der Lauf länger wurde, ein richtiges Pappmaul hatte. So schlimm, dass ich dann nach Hause lief, obwohl ich noch ne Schippe drauflegen hätte können. Durst ist halt schlimmer als Heimweh. So ein Gürtel mit Flaschen kostet um 20 Euro und vorne kann man noch was in die Tasche packen. Handy, Schlüssel oder Geld. Bei mir ist es das Handy, muss ich eben nicht mehr dieses Oberarm-Teil mit mir herumtragen.

Ja, draußen laufen. Auf dem Laufband kann ich Serie schauen. Geil. Aber draußen ist das schon anders. Anderes Laufen, komplett. Andere Luft, unterschiedliches Wetter und trotz immer gleicher Strecke immer andere Eindrücke. Powerbeats Pro auf und los. Viel Musik. Unterschiedliches, aber viel Sunshine Live aus der Konserve. 90er-Edition, Dance, Rave und sowas. Und dann lief ich halt draußen rum. 10 Kilometer habe ich auf dem Laufband schon immer gemacht – das war so mein Stand im März 2018. Klar, schon mal etwas mehr, aber eigentlich immer 10 Kilometer.

Draußen ist halt immer anders – und der Körper verhält sich auch nicht jeden Tag gleich. Mal wetze ich die 10 Kilometer im Park in 56 Minuten, mal brauche ich eine Stunde. Ginge sicher schneller, aber ich will ja auch mal weiter kommen. An guten Tagen mit viel Zeit, da hänge ich auch mal noch eine Runde ran. Pro Runde sind das so zwei Kilometer. Die 10 Kilometer, die mache ich mittlerweile fast jeden Tag, das brauche ich auch für meinen Körper und meinen Kopf – des Weiteren hat mich mein Sohn dazu verdonnert, dass ich ihm bei Pokemon Go Eier ausbrüte. Für 10 Kilometer klopfe ich mir persönlich nicht auf die Schulter, das ist die Pflicht, alles darüber die Kür. Das ist das Schöne am Laufen: Der Erfolg kommt flott und zumindest mir macht es sehr viel Spaß. Hohe Steigungskurve, das werdet ihr auch feststellen, wenn ihr anfangt und am Ball bleibt.

Ich habe neulich sogar am Stadtlauf teilgenommen, mich dort für den 10-Kilometer-Lauf eingetragen. Leider nicht mehr, muss ich im Nachhinein sagen. Da 10 Kilometer quasi mein täglicher Spaziergang sind, war so ein Lauf dann halt auch nichts wirklich Forderndes. Klar, war geil mit den vielen Leuten, hat auch Spaß gemacht – doch im Ziel dachte ich: „Mist, hättest auch mehr machen können“.

Das Problem: Das Mehr ist auch gleich ein ganzes Stück mehr. Nach 10 Kilometer kommt eben der Halbmarathon. Das sind etwas über 21 Kilometer. Puh. Das ist weit. Und lang. Und dann dachte ich halt auch so meine Läufe draußen: Ja, 15 und 17 Kilometer habe ich wohl gerissen, war aber auch anstrengend. 20 Kilometer vor vielen Monaten auf dem Laufband, aber auch wesentlich langsamer. Halbmarathon-Strecke, das lag aber sowas von weit weg von mir.

Das war es dann also in den letzten Monaten. Quasi alles wie immer. Ein paar Kilos verloren und mehr draußen laufen. Nebenwirkungen? Klar, man sieht besser aus, wenn Fett zu Muskeln werden. Aber, und das muss ich auch ehrlich sagen, auch wenn ich nun nicht zu stark betroffen bin: Im zunehmenden Alter ist das Bindegewebe nicht mehr das beste. Je nach körperlicher Verfassung und abgenommen Kilos sieht man am Ende doch nicht perfekt aus. Ich habe irgendwie über 30 Kilo in einem Jahr abgenommen und der Körper hat sich nicht 1:1 um- oder zurückgebildet. Durch meine Vorgeschichte eh nicht – ich war ja schon einmal, wie im ersten Beitrag beschrieben, 148 Kilo fett – bei einer Größe von 175 cm.

Da hat man halt an manchen Stellen „Winkespeck“. Kennt ihr bestimmt, wenn alte Menschen winken und die Haut des Oberarms lustig flattert. Man hat halt mehr Haut als drunter ist. Sieht man am Oberarm, den Innenseiten der Oberschenkel, dem Bauch und meist überall dort, wo vormals fette Menschen eben Fett hatten. Bei mir ist das noch soweit okay, ich muss als nichts operativ machen – noch schäme ich mich, ins Schwimmbad zu sehen. Wenn ich liege, sehe ich also nicht aus wie eine geschmolzene Kerze in der Sonne oder ein Flughörnchen. Aber: Natürlich sieht man es mir ohne Kleidung an, dass ich ein vormals fetter Mensch bin. Wunden der Zeit. Für immer mein Kleid.

September 2019 links, September 2018 rechts:

Ach, so: Natürlich will ich euch nicht den Rest der Überschrift vorenthalten. Halbmarathon. Nach dem Stadtlauf nach 10 Kilometer dachte ich: Ja, wäre ja schön, auch mal den Halbmarathon zu schaffen. Kam mir aber so unendlich weit weg vor, die 21+ Kilometer. Also richtig weit weg. Hab ich aber neulich tatsächlich das erste Mal geschafft. War nach der IFA, am 8. September. Am Sonntag habe ich noch mit meiner Familie gut gefrühstückt (ausnahmsweise!) und wir haben den Tag langsam angehen lassen. Besuch bei den Schwiegereltern, Pflaumenkuchen, Kaffee, Prinzenrolle. Mehr reingeballert als das, was ich an diesem Tag wohl verbrauchen würde. Naja, ist halt so. Läuft man heute noch ein bisschen. Daheim die knappen Klamotten an, Powerbeats Pro auf, Sunshine Live an und losgespurtet.

Zu diesem Zeitpunkt hatte ich übrigens auch mal die App Strava ausprobiert. Ich sage mal so: Für Sportler, die ihre Zeiten im Blick haben wollen und die Community-Funktionen schätzen (Gruppen, Follower-Funktion, Herausforderungen etc.) sicherlich eine nette Sache, ich würde auch weiterhin ausschließlich mit meiner Apple Watch und deren Funktion klarkommen. Diese Apple Watch ist mein Livesaver und Mittelpunkt meines sportlichen Lebens.

Wetter war nicht sonnig, aber auch nicht kalt, die Luft frisch. Wenig beim Laufen geschwitzt und der Puls war konstant nicht zu hoch. Zeit war auch da, also mal ne Extrarunde. Und noch eine. Und noch eine. Und irgendwann kommt der Punkt, da denkt man dran, dass man ja heute die Distanz schaffen könnte. Ich, der ehemalige Fettsack, der schon geschwitzt und geschnauft hat, wenn er nur ein paar Stufen hoch muss. Oder an Stufen gedacht hat. Und heute das, nicht mal ein Jahr später.

Während die Musik dudelte, dachte ich so: Kommt wohl gleich so ein Punkt, wo ich sage: „Ne, geht nicht mehr…“ Aber der kam nicht. Jeder abgelaufene Kilometer brachte eine Benachrichtigung auf die Apple Watch. Über 20 waren es schon. Persönlicher Rekord schon jetzt. Doch der Heimweg musste gerissen werden, um die Distanz des Halbmarathon zu schaffen. Ja, was soll ich sagen. Gegen Ende wurde es zäh, das merkte ich an der Atmung (ich habe sicher ausgesehen und mich angehört, wie eine alte Dampflok) und auch in den Beinen.

Aber ich habe es geschafft.

Die letzten Kilometer wurden zwar langsamer abgelaufen, aber ich habe meinen persönlichen Rekord gebrochen, das für mich Unmögliche geschafft. Nein, die Distanz war nicht ansatzweise so leicht, wie die täglich von mir gelaufenen 10+Kilometer, aber sie ist schaffbar – offenbar zumindest an Tagen, an denen es Körper und Geist gut mit mir meinen. Wenn mir 1000 Sachen im Kopf herumschwirren oder ich eh gerade so eine „dunkle Phase“ habe, dann fällt das Laufen schwerer – als würde ich noch zusätzlich im Kopf parallel laufen müssen, so viel Energie kostet mich eine nicht freie Birne.

Ich war dann ein paar Tage in den USA und hatte leider keine Zeit für Sport – wohl aber für gutes Essen und ein paar Bierchen, aber dafür habe ich dann gleich nach dem Heimkommen wieder einen Halbmarathon hingelegt, also gestern, am 13. September. Knapp 22 fluffige Kilometer. War. Das. Geil. Aber nach so ein paar Tagen ohne Sport auch schwer, was sich gleich in einer höheren Herzfrequenz ausdrückte: 145 vs. 156 bpm im Schnitt.

Und nun, wie geht es weiter? Ich habe tatsächlich mal Lust, so einen richtigen Halbmarathon zu laufen. Nicht nur im Park bei uns, sondern eben richtig. Mit anderen Menschen und natürlich wieder gegen mich selber. Ob ich das jemals packe – und vor allem, was mache ich wohl im Winter auf meiner Laufstrecke? Ich weiß es nicht. Ich weiß nur, dass das Umkrempeln vieler alter Essgewohnheiten und der Sport mein Leben verändert haben. Klar, man bleibt zwar innen drinnen der gleiche Depp, aber das Gefühl, etwas für sich zu tun, das ist besser als das, nichts zu tun.

Mich hat vor allem motiviert, die vielen Mails, Twitter- oder Facebook-Nachrichten zu lesen, die ich nach meinem ersten Beitrag bekam. Mir ist auch, wie ich es wollte, keiner mit klugen Ratschlägen ums Eck gekommen. Weil viele Wege nach Rom führen und jeder seinen eigenen finden muss. Aber es war eben motivierend – viele schreiben mir heute noch, dass sie wegen dieses Beitrages von mir eben auch den Arsch hochbekommen haben. Und das macht mich schon ein wenig stolz. Früher habe ich ja eher als schlechtes Vorbild getaugt – nun ist es vielleicht auch einmal anders herum. Ich mache jetzt aber erst einmal weiter. Man hat ja Ziele. Halbmarathon „so richtig“ heißt meines – und eben 85 Kilo. Das wird sicher noch dauern. Aber in der Zwischenzeit, da kann ich halt laufen und ein wenig gesünder leben. Bringt ja nichts, wenn ich 12 bis 14 Stunden arbeite und mit Mitte 40 mit Herzverfettung vom Stuhl kippe. Dann fall ich lieber gesund um 😉

Falls ihr Fragen habt, immer gerne her damit.

Meine Hilfsmittel damals zum Start: „Fettlogik überwinden„, Withings Body Cardio Waage, Hanteln, Punchingball, Laufband Marke Domyos T540B, iPad mit Serien, als Tracker die Apple Watch, Yazio für die Kalorien.

Momentane Ausrüstung, September 2019: Withings Body Cardio Waage, Yazio-App, testweise die Strava-App, meine unverzichtbare Apple Watch, Beats Powerbeats Pro, 2 Paar New Balance Laufschuhe, AiRunTech Gürteltasche und diverse Shirts, gerne mag ich die Nike Park VI.

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei LinkedIn, Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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109 Kommentare

  1. Nicht schlecht! Leider schaffe ich es nicht einen Zeitraum für Sport in meinen Alltag zu packen. 2:00 Uhr aufstehen, bis 4 Uhr an den Schreibtisch, dann duschen und frühstücken, um 5:00 Uhr ins Büro, dort um 6:00 Uhr spätestens mit der Arbeit beginnen. Gegen 16:00 Uhr Feierabend und gegen 17:00 Uhr daheim sein. Dann habe ich nicht mehr die Kraft für Sport etc. und freue mich, wenn ich neben dem Alltag noch einen Spaziergang schaffe.

  2. Gratulation!
    Dann ist ja im nächsten Jahr der 1/2 beim Bremerhaven Marathon fällig. Und man kann sich wieder auf der Kennedybrücke anrempeln .
    Ich kann das alles gerade total nachvollziehen. Muss momentan meinen Kleiderschrank neu bestücken, da durch das viele laufen und die Ernährungsumstellung das meiste wie ein Sack an einem hängt. Von daher lese ich es gerade total gerne, dass es anderen ähnlich ergeht.
    Mir geht es so, dass ich über mich selber erstaunt bin, was ich noch vor ein paar Monaten zu leisten im Stande war und was ich jetzt schaffe.
    Ich kann nur sagen: Weiter so, Cashy. ‍♂️‍♂️‍♂️

  3. Bloß keine Halbmaratons. Ich bin jetzt über 60 und alle meine Normal bis etwas übergewichtigen Freunde, die so weit wiederholt gejoggt sind, haben jetzt massive Gelenkprobleme.

    • Hans Günther says:

      Wenn man sich da langfristig und ordentlich drauf vorbereitet, sollte man keine Gelenkschmerzen haben…

      • @Hans Günther „sollte man keine Gelenkschmerzen haben“

        Das „schneller höher weiter Maximalprofit“ ohne Rücksicht auf sich, andere, oder die Umwelt scheint wohl eine genetische Krankheit von Neoliberalen und anderen Profiteuren des herrschenden Raubtierkapitalismus zu sein, aber das Problem erledigt sich mit der kommenden Zeit von ganz alleine, zum Glück für den Planeten. Das werden alle Gretas dieser Welt nicht verhindern. „Selbstoptimierung“ ist da nur ein weiterer kranker Ast.

        Wenn man die vielen Sportkrüppel sieht, im Profisport, die haben sich bestimmt auch alle nicht „ordentlich“ vorbereitet. Oder das Doping schon bei Amateuren. Also, Eile mit Weile ist allemal besser als hinterher beim Therapeuten sitzen oder auf dem OP Tisch liegen, nicht übertreiben.

        • Himmel. Hier wird ja alles durcheinander geworfen, Hauptsache nörgeln können.

          Profisportler bereiten sich tatsächlich nicht auf eine langfristige ordentliche Sportausübung vor. Der Zweck von Profisport ist es, im Zeitraum der höchsten Leistungsfähigkeit auch die höchste Leistung zu erzielen. Je nach Sportart sind das meist nicht mal ein Dutzend Jahre, in der Regel deutlich weniger. Und der Maßstab ist hier normalerweise von außen vorgegeben.
          Mit etwas Glück wird wenigstens noch abtrainiert, aber auch das ist nicht unbedingt üblich.

          Hier geht es um Freizeitsport mit einem selbst gesetzten Ziel, weil sich jemand dafür motiviert. Abgesehen von „Sport“ gibt es keine Überschneidungen.

          Übrigens muss das niemand für dich übernehmen und somit auch keine Ausreden konstruieren.

  4. Respekt davor, wirklich.
    Aber es klingt leider wie Werbung für Kopfhörer und Smartwatches. Gut, ist ja auch ein Technikblog – aber ohne die Produktplatzierungen wäre es glaubhafte gewesen.

    • Kostenlose Apps nicht vergessen. Und ungenannte Typen der Schuhe. Und die Waage. Und mein Laufband. Und die Tasche. Und FROSTA! (So, habe noch einmal alle genannt, da bekomme ich dann das Doppelte. Leider ist das doppelte von nichts eben auch nichts) 😉

      • Ich finde es gut, dass die eingesetzten Produkte genannt wurden. Wie Du gesagt hast Caschy, führen viele Wege nach Rom. Und die eingesetzten Produkte sind interessant, aber letztendlich nur Tools, die Deine eigene Motivation nur unterstützen können. D.h. Sport und Abnehmen erfordert einen persönlichen Entschluss und Durchhaltevermögen. Und beides hat man oder hat man nicht. Wenn letzteres der Fall ist, hilft auch keine Apple Watch.

    • Auch ich finde es gut das die verwendeten Produkte erwähnt wurden.
      Bin gerade auf der Suche nach einem Leistbaren Laufband um die Winterzeit zu überbrücken.
      Und durch Caschy’s Beitrag mit der Verlinkung zum Domyos Laufband habe ich nun einen Kandidaten in die engere Auswahl bekommen den ich vorher gar nicht kannte.
      Von daher – DANKE für die Verlinkung der Produkte.

      Und warum macht ein Beitrag ohne Verlinkung eine Leistung glaubhafter?!?

  5. Hey Caschy,

    ich kommentiere normalerweise nirgendwo, aber bei dieser Leistung bleibt mir nichts anderes übrig. Mega super gut! Mach weiter so. Eine Veränderung wie diese ist nicht einfach und daher hast du meinen vollsten Respekt!

    Liebe Grüße
    Daniel

  6. Ich lese Deinen Blog schon seit Jahren, echt toll, das Du auch sowas Persönliches postest.
    Ich selbst habe mich Anfang Juni aufgerafft, um mal von 92 kg bei 178 cm runterzukommen. Bin jetzt mit Radfahren und Wandern auf 82 kg runter. Und mit leichter Ernährungsumstellung, klappt ganz gut.
    Mach weiter so, viel Spaß beim Laufen und Daumendrück beim Halbmarathon.

  7. Ich bin im gleichen Alter, mache mein Leben lang schon Sport, hatte nie Gewichtsprobleme und ziehe gerade deshalb den Hut, wenn andere sich selbst eingestehen, alles umkrempeln zu müssen. Und dann das auch tun. Ich bin auch oft bequem, hab mal keine Lust zum Sport zu gehen, schaffe es aber trotzdem regelmäßig. Und feiere mich dafür. Das ist aber nicht ansatzweise zu vergleichen mit dem Weg, den du hier beschreibst. Solche Willensleistungen musste ich nie vollbringen. Gut, wusste vielleicht schon eher, dass man den Körper nicht einfach so gehen lassen kann. Für den einen gehört es seit der Kindheit dazu, sich immer zu bewegen, der andere muss eben erstmal drauf kommen. Ich bewundere jeden, der ins Fitnessstudio kommt, aussieht wie ein Mops und sich dort abquält. Und dran bleibt. Und nach etlichen Monaten der Plackerei eben dann aussieht, als würde er sich schon ewig fit halten. Und immer weiter macht.

  8. Du cooler ehrlicher Mensch. Keep going.

  9. Hey Caschy, vielen Dank für das Update. Ich habe echt großen Respekt vor deiner großartigen Leistung. Ich finde es auch gut, dass du direkt dabei schreibst was du alles so verwendest. Bin sicher nicht der einzige den das interessiert. Mach weiter so! Halt uns auf dem Laufenden wie der halb Marathon dann lief. Ich finde das super, dass du dir mit deinem Schreibstil und Beiträgen treu bleibst. Warum nicht mal etwas aus dem Leben wo die Technik nur Begleiter ist oder gar nicht vor kommt. Das gab es früher schon und jeder entwickelt sich weiter. Siehe Spiegel
    Ich drücke dir die Daumen dass du dein Ziel erreichst und auch halten kannst. 🙂
    Viele Grüße

  10. Hey Carsten, einfach nur WOW! Danke für Nennung deiner „Werkzeuge“ und Hilfsmittel. Ich schaue mir Yazio auf jeden Fall genauer an, habe dort jetzt schon viele interessante Ansätze und Rezepte gefunden.
    Die Leser, die dich länger kennen, wissen wie der Beitrag gemeint ist ☺️. Freue mich schon auf deinen nächsten Beitrag aus dieser Reihe.

  11. Respekt!!!

    Kannst du kurz was zum Laufband sagen? Für meinen „Start“ suche ich auch eines. Empfehlenswert? Vor/Nachteile?

  12. Lieber Caschy, ein herzliches Dankeschön von meiner Seite, ich werde Deinen Blog zum Anlass nehmen mich wieder aufzuraffen. Ich habe es die letzten zwei Jahre einfach zu sehr schleifen lassen. Meine Tochter nehme ich gleich mit auf den Weg (die ist im Fitness Studio angemeldet, geht aber nicht hin)…… Ich wünsche Dir ein wunderschönes Wochenende und nochmal VIELEN DANK!

  13. Wie bei mir, Peter, seit Anfang 2019 Zucker(getränke) weggelassen, von 118 kg auf 109 KG, Jeans von 38 auf 36 (die fängt auch schon an zu rutschen).
    Nicht auszudenken, was passiert, wenn ich jetzt mein Laufband reaktivieren.

  14. Glückwunsch, ein schöner Erfolg, der vielleicht dem ein oder anderen auf diese Weise noch motivieren und als Blaupause dienen kann.

  15. meinen tiefsten Respekt! mach weiter so!!

  16. Wollte auch kurz meinen Respekt zollen.
    Tolle Leistung, weiter so

  17. Respekt. Diese Eier such ich bei mir noch 😀

  18. Kudos! Ganz fetten Respekt!

  19. „Aber es war eben motivierend – viele schreiben mir heute noch, dass sie wegen dieses Beitrages von mir eben auch den Arsch hochbekommen haben. Und das macht mich schon ein wenig stolz.“
    Und das völlig zurecht.
    Auch von mir einen herzlichen Dank für dieses Update und noch mehr für den ursprünglichen Artikel. Letzerer war für mich eine Art schriftlicher Arschtritt. Ich habe mir ein Laufband, eine Tischtennisplatte und Hanteln besorgt, und seitdem knapp 35 kg abgenommen. Deine Art und Weise, deinen (Leidens)-Weg zu beschreiben, war einfach unfassbar aufrüttelnd, weil ich mich in so vielem wiedererkannt habe. Für diese Offenheit gebührt dir großer Respekt und ich finde es toll, dass die von dieser profitierenden dich das auch wissen lassen.
    Ohne deinen Artikel hätte auch ich meinen Arsch vermutlich nicht hochbekommen, daher nochmal Danke dafür !
    Ich freue mich schon drauf, neues von deiner Erfolgsgeschichte zu lesen, bleib sportlich. 😀

  20. Glückwunsch! Sehr motivierend Deine Geschichte. Viel Erfolg beim Weitermachen!

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