Ich war immer das Vorher-Model für Fitnessstudios – das ändere ich

Eigentlich sollte dieser Text erst später erscheinen, bzw. geschrieben werden. Aber draußen ist es grau, es regnet – und immer wenn das Wetter so ist, habe ich auch eine „mentale Bewölkung“. Sprich: Mir geht es dann weniger gut, ich werde schwermütig und stürze mich dann gerne auf Dinge, die mir Freude bereiten. Das ist nach über 14 Jahren immer noch dieses Blog. Das Hobby, das Beruf wurde. Aber: Dieses Blog ist mit Schuld daran, dass ich diesen Beitrag schreiben muss. Wobei, wenn ich ehrlich bin: Die Schuld trifft alleine mich.

Doch worum soll es in diesem Beitrag gehen? Tatsächlich um mich. Einige Leser und Menschen bei Twitter haben mich darauf angesprochen, dass ich wohl ein paar Pfunde abgeworfen habe. Und viele meinten: Schreib doch mal drüber und erzähle ein bisschen. Klar, kann ich natürlich machen. Ist aber gar nicht so einfach, wie mir hinterher bewusst wurde. Ich werde viel von mir erzählen müssen (wen das nicht interessiert, der scrolle nach unten bis „Die nächste Fahrt geht rückwärts“). Muss meine Denkweise in Worte verpacken. Und letzten Endes muss ich sicherlich niemandem erzählen, dass viele Wege nach Rom führen. Gerade das Thema Ernährung und Abnahme ist sehr vielfältig – und damit ist nicht die Brigitte-Kohlsuppendiät gemeint, die euch in drei Tagen die Schläuche leerspült, sodass ihr weniger wiegt, aber eigentlich doch nichts abgenommen habt.

Aller Anfang ist schwer

Das große Problem, was ich heute sehe, ereilte mich in meiner Kindheit. Viele Kinder bekommen zu viel Nahrung oder auch gar nicht beigebracht, was gesunde Ernährung ist. Wer keine Beziehung zu dem hat, was er isst, der könnte unter Umständen schnell dick werden – gerade, wenn noch mangelnde Bewegung dazu kommt. In meinem Falle war das wohl so, da brauche ich nichts zu beschönigen. Der Babyspeck, „der sich sicher verwächst“, verwuchs nicht. Und dann wird man halt dick.

130 Kilo

Ich war also schon immer dick, glücklicherweise aber nie so dick wie Kinder, deren Gesichtsfett schon so Überhand nahm, dass man statt Augen Sehschlitze hat und zudem ein Lesezeichen benötigt wird, damit man das Kinn wiederfindet. Das mag sich lustig oder gemein lesen, ist aber nicht so gemeint, denn in den meisten Fällen sind tatsächlich erst einmal die Erwachsenen an der Misere Schuld.

In meinem Fall war es dann so, dass ich die Zahlen auf der Waage meist nur einmal zu Gesicht bekam. Nämlich immer dann, wenn ich sie hinter mir ließ. Irgendwann 1990 musste ich dann zur Kur. Gute Luft und Abspecken. 6 Wochen Langeoog. Da war ich 13. Nicht fett, wohl aber hätte ich dick gesagt – pummelig wäre zu verniedlichend. In der Kur gab es die Dicken, die abnehmen mussten, die Dünneren die zunehmen sollten und die „Normalen“, die aufgrund „Luft“ und so auf Langeoog waren. Man bewegte sich viel und die dicken Kinder bekamen spezielles Essen – im selben Raum wie die anderen, allerdings hinter Trennwänden. Kein Scherz. Sicherlich verlor ich Gewicht, allerdings wurde uns nichts großartig über Nahrungsmittel erzählt, wobei man in diesem Alter natürlich schon weiß, was eher weniger gut beim Körper ankommt.

Irgendwann im Leben merkt man selber, warum man dick ist

Obwohl man weiß, dass man dick ist und vor allem warum: Das ist keine Garantie, dass man etwas ändert. Es gibt 1000 Dinge im Leben, die man wider besseren Wissens falsch macht. Bei mir war es dann wohl das mit dem Essen (und sicher 1000 andere Sachen auch). Ich aß viel und ich aß falsch. Mit 19 (1996) kam ich zur Bundeswehr, da wog ich 111 Kilo. Glücklicherweise sah ich weniger dick aus, trotz der geringen Körpergröße von 1,75m.

118 Kilo

War alles gleichmäßig verteilt, sodass ich halt nicht so aussah, als hätte ich einen Medizinball verschluckt. Durch Fußball und die Arbeit vor der Bundeswehr war es auch so, dass ich recht breit gebaut war. Auch Muskeln, aber eben auch mehr Fett. Störte mich damals noch recht wenig, da mir das Körperfett bis dato selten einen Strich durch die Rechnung im Leben machte. Klar, als Kind hört man vielleicht mal dumme Sprüche, weil Kinder grausam, aber auch eben brutal ehrlich sind. Aber sonst keine Probleme, weder beruflich oder in der Liebe, alles tutti.

Das dicke Ende (1. Gang)

Wer jetzt dachte, dass ich bei der Bundeswehr abnahm, der liegt falsch. Kleiner Unfall beim Bund, Knie-OP und dementsprechend Soldat im Büro mit Sportbefreiung. Und die Bundeswehr hat wirklich eine gute Kantine. Mahlzeit, 118 Kilo am Ende. Fast forward: 2003 wog ich dann 148 Kilo. Und da war dann schon lange der Punkt erreicht, wo ich mich selber „fette Sau“ genannt hätte. Ich war technischer Leiter bei einem PC-Spezialist, arbeitete sitzend und mittags ließ man sich gerne mal den Grillteller Special kommen. Als fetter Mensch ist alles anders. Eine Treppe raubt dir den Atem. Du bekommst nur noch mit Mühe Klamotten. Menschen schauen dich an, wenn du auf der Straße Nahrung zu dir nimmst. Man mag nach außen hin vielleicht normal wirken, man ist aber immer im Kampf mit sich und seiner Optik. Hoffentlich zumindest, denn sonst hätte man aufgegeben.

120 Kilo

Da stand ich also mit 26 und 148 Kilo. Irgendwas musste passieren. Was macht man da also? Sport war nicht so mein Ding, ich war der Meinung, es ginge ohne. Also mal zu den Weight Watchers gegangen. Lacht nicht, mir persönlich hat das mit der Gruppe da sehr geholfen. Mobil und Apps war zu der Zeit noch nicht. Man hatte sein Tagebuch und kleine Bücher, in denen Punkte standen. Je nach Gewicht konnte man so und so viele Punkte essen. Daran konnte ich mich sehr gut gewöhnen. Letzten Endes sind Punkte irgendwie doch an die gängigen Brennwerte (Kalorien) angelehnt. Weight Watchers ist quasi für mich damals ein vereinfachtes Nährwertrechnen gewesen.

War auch für mich soweit erst einmal erfolgreich, ich habe relativ flott auch 30 Kilo abgenommen, sodass ich auf 118 Kilo kam. Ich sah also wieder aus wie ein Mensch und nicht wie der Buttergolem. Dann kamen zwei Sachen hinzu, die das Thema Weight Watchers beendeten: Zum einen ein Jobwechsel, ich war den ganzen Tag auf den Beinen und hatte keine Zeit mehr für Gruppentreffen. Auf der anderen Seite verfolgt Weight Watchers ja wirklich ein gutes Ziel: Man will den Menschen beim Abnehmen helfen. Aber man ändert ja auch ziemlich oft das Programm, damit die abnehmwilligen Dicken auch bei der Stange gehalten werden und dementsprechend Geld ausgeben. Durch den neuen Job und die Bewegung war es dann so, dass ich erst das Gewicht hielt und irgendwie 2008 sogar zweistellig war. Top! Und das alles ohne großartige Bewegung…

Und ab geht’s (aufwärts)

Schrieb ich eben, dass ich ohne Bewegung abgenommen habe? Tatsache. Falsch gedacht. Ich hatte den ganzen Tag Bewegung, war im Job ab 2004 immer auf den Beinen. Und da hatte ich meinen Körper im Zaum. Zu diesem Zeitpunkt hätte ich schon alles runterbeten können, was es zum Thema Nährwerte zu wissen gibt. Doch besser wissen und besser machen sind immer zwei Paar Schuhe. Ich wusste es besser, machte es aber nicht. Fett ist ein geiler Geschmacksträger. Und ich wechselte den Beruf. Ich wurde Blogger. Hauptberuflich. Hobby zum Beruf. Wie. Geil. Ist. Das. Denn?

125 vs 105 Kilo

Die Problematik ist natürlich: Plötzlich rennt dein Körper zahlreiche Kilometer weniger am Tag. Du knallst ihm aber weiterhin so rein, als würdest du täglich den Marathon laufen. Was aber habe ich gemacht? Nichts. Gut gegessen. Dicke nehmen einfach schneller wieder zu. Und nicht vergessen sollte man, dass es viele unterschiedliche Typen Menschen und Körper gibt. Ich selber finde Süßigkeiten weniger geil, esse dafür anderes – naja, und andere ballern sich Chips, Cola und Gummibärchen rein.

Oftmals sind Dicke wie Alkoholiker oder Drogenabhängige. Aus „Hunger“, den man sich vielleicht nur einbildet. Weil Schokolade ja lecker ist und glücklich macht. Weil Essen einen nicht doof anschaut. Man ist vielleicht süchtig nach irgendetwas. Zumindest denkt es der Körper oder der Kopf. Nicht zu verwechseln mit den Menschen die „Hihi, ich bin süchtig nach Schokolade – und muss bis zum Sommer 3 Kilo abnehmen“ sind. Ehrlich. Wenn ich die höre und lese. Da möchte ich die schütteln und anschreien. „N Scheiß seid ihr süchtig. 3 Kilo abnehmen. Das mache ich, wenn ich einmal ordentlich auf den Bello gehe. DAS SIND DIMENSIONEN!).

Auf der anderen Seite muss ich zugeben, dass ich ein sehr schlechter Mensch bin. Ich weiss nicht mal warum. Vielleicht, weil meine Denke menschlich ist, oder dumm. Was dachtet ihr, wenn ihr mich damals mit 148 Kilo auf der Straße gesehen hättet, wie ich eine Pommes esse? Oder was denkt ihr, wenn ihr einen extrem dicken Menschen schweißtriefend im Fitnessstudio seht, Tränen in den Augen, weil selbst das Binden der Schuhe die Mordanstrengung ist? Ich denke, dass viele wie ich gedacht haben. HAHA, der Schmalztitan! Ich konnte es mir wenigstens schön reden. Wer fett ist, hat das Recht über andere Fette zu lachen.

Nein, nen Scheiß habe ich. Eben genannte Beispiele. Da sieht man den lustigen Fetten, der sich auch noch ordentlich die Pommes reinschiebt. „Haha, werd mal noch fetter, damit du bloß schnell sozialverträglich abnippelst.“ Bis mir irgendwann mal der Gedanke kam: Ey, vielleicht hat der Typ schon 20 Kilo abgenommen und hat heute seinen gottverdammten Cheatday und der gönnt sich die erste Pommes seit Monaten.

100 Kilo, nach 10km, nass

Und was ist mit dem Dicken im Sportstudio? HOCHACHTUNG. Denkt mal drüber nach, was das für einen dicken Menschen heißt. Der hat sich vielleicht das erste Mal richtig in seinem Leben mit seiner misslichen Lage auseinandergesetzt. Der Dicke da schämt sich wie Sau, wenn er da unter die Pumper und geilen Körper kommt. Der geht ins Studio und sucht Hilfe, bzw. hilft sich selber. Kein Grund zum Lachen. Eher Ansporn. Höchster Respekt.

Zurück zu mir. Selbständig. Keine Bewegung. 109 Kilo im März 2010. 127 Kilo im Januar 2012. 134 Kilo im Februar 2015. Das gleiche Spiel. Sitzen. Nicht bewegen. Gut essen. Fett werden. Mit fortschreitendem Alter kamen auch die fortschreitenden Kleidergrößen. Getreu dem Motto: Bewegung nur minimal, nahm ich mal wieder das Abnehmen in Angriff. Klappte total gut, halbes Jahr 20 Kilo. Ohne Bewegung, nur durch Einschränkung der Nährwerte, die ich mir zuführte. Das, liebe Mitdicke, klappt leider nur kurzfristig. So schnell 10 Kilo runter sind, so schnell sind sie auch wieder drauf. Wie bei mir. Zwischen Anfang 2016 und Ende 2017 wog ich immer zwischen 120 und 125 Kilo. Anfang 2018 kam dann die Erkenntnis, du kannst so nicht weiterleben. Du wirst sicher früher sterben als ein anderer Mensch, der nicht so fett ist. Du lebst nicht gesund. Du hast Familie. BEKOMME DEINEN SCHEIß AUF DIE REIHE.

Das hört sich immer so einfach an. Zack, motivierender Spruch – und ab geht’s. Ne, so einfach ist es leider nicht. Ich muss leider schon wieder etwas ausholen. Weil mir motivierende Sprüche oft im Halse stecken bleiben, gerade im Bereich Social Media. „Lieb dich so, wie du bist“. „Du bist schön, so wie du bist!“. Ehrlich, da gibt es Menschen, die erzählen so etwas Leuten, die 1,50 m groß sind und 170 Kilo wiegen. The fuck! Das ist nicht schön und nicht gesund. Aber hey, der große Motivator hat einen „sozial anerkannten“ Spruch losgelassen, für den er sich gut fühlen kann – obwohl die Aussage vielleicht nicht seine Meinung widerspiegelt. Er wird virtuelle Schulterklopfer bekommen, der Fette bleibt fett und wird morgen womöglich genau so deprimiert wie immer durch das Leben gehen.

Die nächste Fahrt geht rückwärts

Da stand ich also wieder mit meinem schwankenden Gewicht. Mal 120 Kilo, mal 125 Kilo. Immer ein Ticken im Kopf. Wohl wissend, dass ich es schon zig Mal versucht habe und genau so oft auch gescheitert bin. Mensch Caschy, du bist nicht dumm, du kennst dich mit Nährwerten aus – du isst daheim fast ausschließlich gesund und gekocht wird frisch. Du bist über 40 und fett. Es wird mit zunehmendem Alter nicht mehr so einfach wie Ende 20. Warum: Weil man nicht mehr so aktiv ist.

Es muss sich was ändern. Du willst nicht mehr aussehen wie das Vorher-Model auf dem Plakat einer Fitnesssbude.

Viele meiner Bekannten im Netz haben hervorragende Erfolge in Sachen der Abnahme erzielt, jeder auf seine Weise, jeder für sich eine Motivation auch für mich. Körper und Köpfe sind unterschiedlich, die Wege nach Rom auch. Ich kenne Fette, die waren so fett, dass nur ein Magenband half – ich kenne Fette, da machte es alleine die Ernährung. Mir war klar: Ich musste zumindest meine Ernährung ändern. Und ich musste endlich damit anfangen, etwas für mich zu tun. Für mich und meinen Körper. Und wenn man mit 1,75 m zwischen 120 und 125 Kilo wiegt, dann muss man mehr tun. Ehrlich: Wenn ich da 5 Kilo abnehme oder so, dann ist das so als würde man zwei Seiten aus dem Telefonbuch reißen. Die Älteren erinnern sich vielleicht noch an Telefonbücher.

Es musste auch im Kopf „Klick“ machen. Machte es bei mir richtig, nachdem ich das Buch „Fettlogik überwinden“ las. Ok, als Dicker weiß man recht vieles, was da geschrieben steht, aber einiges muss man sich mal wieder schonungslos vor Augen halten, auch wenn man natürlich darüber streiten kann:

  • Menschen verschätzen sich gerne, wenn es darum geht, die eigene Kalorienaufnahme einzuschätzen
  • Es ist ein Wahrnehmungs- und kein Stoffwechsel- Problem
  • Übergewichtige essen meist mehr als Normalgewichtige
  • Medikamente führen nur dann zu Gewichtszunahme, wenn noch andere Ursachen wie z. B. hormonelle Störungen vorliegen
  • Übergewicht ist nicht genetisch bedingt. Genetisch begründet seien „lediglich Appetit, Vorliebe für Geschmack, Bewegungsdrang“
  • Im Alter nimmt man nicht zu, weil der Stoffwechsel langsamer wird, sondern weil der Mensch inaktiver wird, seine Zufuhr aber nicht anpasst

Bruder, muss los

Ich schnappte mir zuerst einmal Yazio. Eine App, die es in der Art häufig gibt. Kommt aus Deutschland, hat eine große Rezeptdatenbank und ihr könnt dort eintragen, was ihr esst (oder den Barcode scannen). Das wird dann in Kalorien angezeigt. „Aber ist da nicht schrecklich kompliziert und stressig?“ Nö, fand ich nicht. Wie erwähnt, hatte ich da schon etwas Vorwissen, weiß also, was eher gut und eher nicht so gut ist. Wenn man sich ein bisschen eingearbeitet hat, weiß man recht flott, was in welcher Nahrung steckt.

Macht nur nicht den Fehler und esst nur noch Dinge, die wenig Kalorien haben. Der Körper braucht auch mal die „bösen Fette“ oder so. Ausgewogen, aber gesund. Die App ist übrigens grundsätzlich kostenlos und für mich reichte das kostenlose Angebot. Ich habe mir Dinge ausgesucht, von denen ich auch gerne mal mehr essen kann. Ich mag sehr gerne Putenfleisch, das brate ich gerne mit Gemüse. Skyr Joghurt mit 0,2 Prozent Fett ist super, eher Reis anstatt Nudeln und Obst ist quasi mein Frühstück. Dabei gilt: „Frühstück ist die wichtigste Mahlzeit am Tag“ ist für mich Quatsch. Ich esse, wenn ich Hunger habe und manchmal ist Frühstück dann eben erst um 11. Aber da war ja was! Ich schaute nun zwar sehr genau auf die Nahrung, wusste aber, dass eine andere Komponente wichtig ist.

YAZIO

Ich schrieb weiter oben, dass mich schlechtes Wetter runterzieht. Das macht mich auch frustig dann. Ich suchte also etwas, womit ich den Kopf frei bekommen konnte. Oder auch den Körper. Ich war verdammt noch einmal schlecht ausgelastet. Primär habe ich erst einmal gar nicht daran gedacht, großartig Kalorien zu verbrennen, das kam ganz alleine.

Wir haben eine relativ große Garage. Also da passt das Auto rein und ca. ein Drittel ist noch frei. Quasi eine Ecke, in der ich mich breit machen könnte. Oder man fährt halt das Auto raus. Weil: Fitnessstudio kommt für mich nicht infrage. Der Zeitaufwand ist für mich zu hoch. Sicher habe ich da x Geräte und alles, aber bis ich dann da bin….in der Zeit habe ich schon in der Garage daheim 500 kcal verbrannt.

Ich fuhr zu Decathlon und schaute mich um, was ich denn machen kann. Da stand dann ein Punchingball. Der gefiel mir. Ich kaufte einen und knüppelte auf ihn ein. Hab gar nicht geschaut, wie lange oder so. Mein großer Freund war die Apple Watch. Im Nachhinein hätte Apple die erste Version überspringen können, in der aktuellen Version liebe ich die Apple Watch als Tracker für mich, da auch Wettbewerbe gegen Kollegen ausfechten kann. Das ist eine tolle Motivation. Wobei es wirklich nicht auf den Tracker ankommt, sondern nur auf euch. Mir half die Apple Watch, aber natürlich tun es auch Geräte für kleineres Geld. Ich schlug den Punchingball. Lange. Immer wieder. Dazu laute Musik in der Garage, gibt bei Spotify und Apple Music ja diverse Playlisten für Workouts. Hier bei mir lief immer viel Rock oder Hip Hop. Alternativ: Mixcloud. Mein Lieblingsportal, weil es da unendlich viel Mixe gibt.

Das hat mir echt geholfen. Machte meinen Kopf frei und ich tat etwas für mich. Vom Nichtstun nun zumindest etwas Bewegung. Ich setzte mir kleine Kalorienziele auf der Apple Watch. Ich hatte ausgerechnet, dass mein Körper so um 2.000 Kcal am Tag Grundumsatz hat, die verbraucht er also, wenn ich regungslos auf der Couch liege. Um abzunehmen muss weniger rein als verbraucht wird. Die in den meisten Dickenfällen gültige Regel. Ich habe also erst einmal dafür gesorgt, dass weniger Kalorien reinkommen als verbraucht werden. Auf der anderen Seite habe ich mich auch nie verrückt gemacht, denn ich wusste, dass mein schlaffer Körper nun auch mal anfangen wird, Muskeln aufzubauen. Letzten Endes entscheidet nicht nur eine Waage, sondern auch ein Maßband. Wobei ich erwähnen muss, dass ich mich nie gemessen habe. Ich gehe auf die Waage, den Rest habe ich an den Klamotten gemerkt.

Zurück zum Punchingball. Das ist eintönig und man kann nebenher wenig mitkriegen. Mensch braucht Abwechslung. Was machste also? Suchst dir etwas, was du mal zeitweise zwischen den einzelnen Punchingball-Runden machen kannst. Ich hab 1,5-Liter-Wasserflaschen gehoben. Mal seitlich, mal vorne am langen Arm. Klingt easy, ab einer gewissen Anzahl von Wiederholungen ist es aber ganz schön anstrengend. Die Wasserflaschen habe ich später übrigens gegen Gewichte ausgetauscht. Nicht dass es hätte sein müssen, aber ich wollte es so.

Tja und dann war es dann irgendwann so: Ich punchte, ich hob meine Gewichte – und musste dann wieder anderes haben. Ich drehte also meine Runden in der Garage. Auto raus und mal schneller gelaufen. Stellt man sich vielleicht komisch vor, aber bei der Größe unserer Garage geht das echt eine Zeitlang. Mit zunehmender Kondition wurde ich aber schneller, sodass mir das Herumkreiseln auf den Sack ging. Da stand ich also. Punchingball, Gewichte – und die Tatsache, dass ich aus Zeit- und Berufsgründen meinen Sport in der Garage machen wollte. Weil: Ist auch ein geiler Luxus, wenn man seine Sportaktivitäten daheim machen kann. Meine Frau derweil rätselte. Sie ging laufen, aber draußen im Park. Was aber machen, wenn das Wetter schlecht ist, oder es grundsätzlich dunkel, wenn Zeit zum Laufen wäre. Ich suchte etwas, sie suchte etwas. Alles, klar – also habe ich echt ein Laufband gekauft. ICH! EIN LAUFBAND! Als ob der Papst Kondome kauft!

Ich entschied mich für das Modell Domyos T540B, kostet satte 500 Euro. Gab günstigere, gab teurere. Wir entschieden uns für dieses. Maximal 16 km/h und 10 Prozent Steigung. Diverse Programme für Läufer, Ausdauer und welche zum Verbrennen von Kalorien. Klinkenanschluss, UBS-Anschluss und eine ordentliche Ablage für Getränke und ein Tablet. Und dann bin ich da – muss Anfang Oktober gewesen sein – rauf. Kalorien-Burner habe ich da gewählt. Halbe Stunde in unterschiedlichen Geschwindigkeiten und Neigungswinkeln. Auf der Ablage dabei: das iPad, habe dabei einfach auf Amazon Prime Video oder Netflix Serien geschaut.

Ich, der Bewegungs-Legastheniker – auf einem Laufband. Und mir fing es an, richtig Spaß zu machen. Immer mehr. In relativ kurzer Zeit stellte sich das Gefühl ein, dass auch mein Kopf freier, ich entspannter wurde. Bekomme ich heute mal längere Zeit keine Bewegung, so werde ich rappelig. Nein, ich bin wahrhaft kein Sportler. Aber eines unterscheidet mich dann doch von den Leuten, die nichts tun: Ich tue was. (No shit, Sherlock?)

Irgendwann wollte ich auch etwas für die Ausdauer tun. Kalorien-Burner sind zwar nett, richtig und wichtig, aber man will sich vielleicht selber ein bisschen fordern. Ich fing an langsam zu laufen. Erst waren es nur kurze Strecken, die ich schaffte, dann längere. Ich lief diese erst langsam, jetzt laufe ich nicht schnell, aber weniger langsam. Mein Motor ist quasi bei 8,5 km/h auf Touren, da verbrenne ich auch was – und dann laufe ich regelmäßig 10 Kilometer am Stück. Kann auch mal weniger sein, kommt tatsächlich darauf an, was noch an Energie in mir steckt und was Körper und Geist sagen. Aber 10 Kilometer sind eigentlich immer mein Feelgood-Ziel, wobei ich auch mal 15 Kilometer schaffte.

Wohin geht die Reise?

Und das, was mich Leser fragten und in 5 Sätzen erklärbar gewesen wäre, habe ich nun in eine lange, persönliche Geschichte gepackt. Aber wie eingangs erwähnt. Schlechtes Wetter, Regen. Ich fühlte mich heute antriebslos und schlapp. Bin dann aber 10 Kilometer gelaufen, habe eine Serie auf Netflix geschaut und mich entschlossen: Schreib doch mal einfach was. Heute schon. Auch wenn das Ziel noch weit ist.

Was das Ziel ist? Tja, ehrlich gesagt würde ich mal die 90 fallen sehen. Die 89 Kilo, das wäre mal was. Die habe ich nur 1x gesehen – damals als ich sie überholte. Ich weiss nicht einmal mehr, wann das war. Aber es muss ewig her sein. Bestimmt 25 Jahre. Vielleicht auch 1-2 Jahre länger. Traurig eigentlich.

Ich bin jetzt knapp zweistellig. Den März habe ich in Kilo gemessen nichts verloren, wobei ich dennoch an meinen Hosen einen Unterschied merke. Im Februar selber konnte ich gar nichts machen, da ich mir beim Schuhe zumachen – das muss man sich mal vorstellen – den Hexenschuss aus der Hölle geholt habe, zudem sind mir noch die Wirbel rausgesprungen. Fast ein Monat Lebenszeit verschenkt mit Schmerzen des Todes of Doom.

Habe ich Tipps parat? Nein, nicht wirklich. Weil jeder anders ist. Ich kann nur erzählen, wie es bei mir momentan klappt. Und ich bin optimistisch. Obwohl ich weiß, dass es auch anders gehen kann. Ich bin so oft mal mehr oder weniger fett gewesen. Ich weiß, wie Hinfallen ist. Aber man kann aufstehen. In meinem Fall war es vielleicht so, dass Bewegung / Sport der Schlüssel war, der in den ganzen Jahren das fehlende Puzzleteil war. Mein Körper und vor allem meine Seele sprechen zumindest davon.

Und wichtig: Vergesst das Cheaten nicht. Also nicht jeden Tag, aber wenn ihr Bock hab, dann gönnt euch auch mal die fette Pizza. Und seid nicht traurig, wenn die Waage mal 2 oder 3 Kilo mehr zeigt, obwohl ihr im Rahmen gegessen habt. Jeder Körper ist anders. Der speichert auch gerne mal die Masse an Flüssigkeit – und bei manchen wandert die Nahrung in 4 Stunden von vorne bis hinten durch, bei anderen sind es 72 Stunden.

99,x Kilo, von XXXL auf XL

Ansonsten: Wenn ihr das Thema Gewicht angeht, legt euch ein paar Euro für Klamotten zurecht. Ich hab ja recht flott über 20 Kilo verloren, was bedeutete, dass mein kompletter Schrank wegkonnte. Keine Übertreibung. Extrem viele und auch hochwertige (ja, sackteure!!!) Sachen, die einfach wie ein Lappen am Körper hangen. Bewahrt nichts davon auf, vielleicht ein Kleidungsstück zur Erinnerung. Macht es wie ich, verschenkt den Kram – oder verkauft es. Klamotten die mit mehr Kilo passen, sind nur Grund dafür, sich wieder gehen zu lassen. Ich selber hatte das Glück, zwei Hosen „von damals“ aufzubewahren. Zwei fast nagelneue Levis, Größe 38, die passen schon extrem gut (aber auch nicht mehr lange, das ist spürbar), vorher gondelte ich bei 42 oder 44 rum. Macht euch da also frei, kauft aber bestenfalls nicht zu viel oder zu teuer nach. Ich kegelte alles raus, besorgte noch recht günstig zwei weitere Hosen, zwei Hemden und einen ganzen Schwung billige, schwarze Shirts. Die nächsten 10 Kilo muss mein Kleiderschrank halt noch leer bleiben. Dank Home Office ganz okay schaffbar.

Nein, ich bin noch lange nicht an meinem Ziel angekommen, ich denke aber, dass ich dieses Mal auf einem guten Weg bin. Und auf den wollte ich euch ein bisschen mitnehmen. Ich weiß natürlich, dass jeder anders tickt und man nicht alles 1:1 nachstellen oder nachmachen kann. Wer weiß, vielleicht kann ich ja noch einmal einen Erfolgspost absetzen, das würde mich sehr freuen.

Ich danke euch sehr fürs Lesen – und vielleicht konnte ich ja einen oder zwei von euch motivieren, nun auch das anzugehen, was ihr schon lange vorgehabt habt.

Falls ihr Fragen habt, immer gerne her damit.

Für die Schlingel, die einfach überlesen haben, meine Hilfsmittel:Fettlogik überwinden„, Withings Body Cardio Waage, Hanteln, Punchingball, Laufband Marke Domyos T540B, iPad mit Serien, als Tracker die Apple Watch, Yazio für die Kalorien und einige Mitstreiter, mit denen ich dann Battles über die Apple Watch austrage. Ein paar kurze Hosen zum Laufen sowie ein paar Shirts. Nehmt atmungsaktive, kosten nicht die Welt – also wenn ihr laufen wollt. Nehmt erst 1-2 Stück mit und achtet auf eure Nippel beim Laufen 😉

 

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog
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137 Kommentare

  1. Danke für den ausführlichen Bericht, den ich in einem Technikblog nicht erwartet hätte. Und ich habe ihn mit großem Interesse gelesen. Ich muß sagen Hut ab.
    Ich hatte nie solche Gewichtsschwankungen, aber übergewichtig war ich auch. Und da muß ich dir zustimmen- es gibt nicht den einen Weg, der garantiert Erfolg bringt. Es sind meistens eine Reihe von Maßnahmen die man durchziehen muß. Und manchmal muss man auch seine Strategie ändern.

  2. Solche Beiträge wünschte ich mir öfter als gefühlt einmal im Jahr.

    • +1
      Lese auch gern „quer“.
      Bei mir sinds nur 90 KG aber trotzdem 15kg zuviel. Mein Schweinehund muss auch langsam geprügelt werden. .

    • +1 der letzte über deine Gewichtsgeschichte ist tatsächlich schon ne Zeit her. Ich mag diese Artikel auch sehr gerne. Vielen Dank dafür:)

    • kingduevel says:

      +1
      Bin bei der Thematik selbst zwar genetisch bedingt raus, sollte meinen Hintern aber mal hinsichtlich der Bewegung und Ernährung hoch bekommen.

      Aber deine persönlichen Beiträge hier sind super!!! Gern mehr davon.

  3. Großartig. Freut mich.
    Viele Grüße und weiterhin Freude dabei.

  4. Das verdient wirklich Respekt! Ich müsste auch mal den inneren Schweinehund überwinden und was tun…
    Und wie ich sehe wart ihr im Legoland. Mein Sohn ist verrückt nach Ninjago

  5. Hut ab! Schon bis hier hin eine echt starke Leistung!

  6. karsten meyer says:

    Respekt und danke für den Bericht. Bleib dran!

  7. Respekt Caschy! Starke Geschichte, Teile davon waren mir noch in Erinnerung 🙂

  8. Irgendwie sprichst du mir aus der Seele Cashy.
    Zu viel auf den Rippen und mit Apps zum Kalorienzählen angefangen, aber das ist nicht alles.
    Wenn nicht immer dieser miese Schweinehund wäre, der einen dann doch lieber auf das Sofa drückt als einen vor die Tür zu jagen.
    Aber vielleicht motiviert mich dein Beitrag nun endlich auch mehr zu tun.

  9. Toll! Gerade neue Technik ausprobieren ist für manche hier ja motivierend. War bei mir auch immer so. Früher reichte schon ein Cardioband mit Uhr. Später auch die AppleWatch. Heute könnte ein Laufband ebenfalls der nächste Schritt sein. Mit den Whitings-/Nokia-Waagen habe ich allerdings keine guten Erfahrungen gemacht. Maßen immer anders, wenn ich sie an anderen Stellen in der Wohnung aufstellte. Vermute, dass die Füße der Waage zu eng beieinander stehen, so dass die Dinger zu kippelig auf minimal unebenen Flächen reagieren.
    Mein Tipp, für alle, die wie ich nicht ewig Musikgedudele ertragen können: Podcasts.

    • Blacky Forest says:

      Eigentlich sind die Füße nicht zu eng beeinander. Es wird ja, meines Wissens nach, extra eine Kalibrierung durchgeführt, deswegen ist es egal. Wobei ich schon festgestellt habe, dass viele Leute die Kalibrierung nicht machen. Empfiehlt sich vor jedem Wiegen und dauert nur ein paar Sekunden mehr. Dafür stimmt dann auch die Anzeige.

  10. freut mich für dich, dass es jetzt so bergauf (bzw mit dem Gewicht bergab) geht!

    Versuche jedes Jahr mehrfach mit dem Sport anzufangen, habe bisher aber jedes Mal wieder nach 2 Wochen schleifen gelassen & aufgehört..

    Vielleicht reicht dein Post ja mal als Ansporn :).

    Fahre eigentlich gerne Fahrrad, bin aber Schönwetterradler, was zu sehr wenig Bewegung führt…

    Ein Laufband wäre echt eine gute Idee, v. a. weil ich die geliebten Serien nebenbei gucken könnte, aber dafür fehlt mir Platz und Geld

  11. Sehr gute Sache!
    Ich weiß genau wie das ist. Ich war immer sehr dünn (65 bei 1.95) aber dann durch einen Bürojob schnell und viel zugenommen. Wie bei Caschy war ich erst straff und fand das nicht schlecht aber mit einem Schlag rutscht das alles nach unten und ich sah auf wie ein Kloß. Als ich mich dann zum Schuhe anziehen setzen musste (weil der Bauch beim Bücken im Weg ist), gab es dann weniger Essen und viel Fahrrad. Damit bin ich dann gut unter 100 gekommen und später dann Baustelle und die Kilos purzelten weiter.
    Aus meiner Sicht geht es aber nur mit Bewegung+Ernährung. Dabei kommt es gar nicht so drauf an, was man isst. Eine gute Mischung von allem (außer Zucker, auch wenig Fruchtzucker), und statt Reis/Nudel/Brot (pure Kohlenhydrate/Zucker) lieber Kartoffeln in allen Formen.
    Und die Waage ist auch nicht wichtig. Ab einem gewissen Punkt wird man auch wieder schwerer, obwohl man immer noch (Fett) abnimmt aber Muskeln aufbaut und die schwerer als Fett.

    Auch klar ist, die Dicken fressen am meisten. War bei mir auch so, ist einem Selbst aber gar nicht so bewusst. Und ich denke mir auch meinen Teil, wenn sicher der/die Dicke drei Portionen bestellt und das dann direkt reinstopft. Ist traurig aber ich habs ja auch so gemacht.

    Dicke darf man auch Dicke nennen, ist schließlich ein Zustand, genau wie klein/groß/dünn/muskulös was auch immer.

    Sport bei Dicken sieht komisch aus? Wayne! Ich freue mich über jeden den ich sehe und der sich bewegt oder es versucht und sieht es noch so unbeholfen aus. Wer sich darüber lustig macht, soll was hinter die Ohren bekommen!

    Ich wünsche allen maximal Erfolg!

  12. Alle Achtung! Und schön geschrieben.

    Weiter so.

  13. Günter Bröcker says:

    ….toller Bericht, und verdammt ehrlich obendrein. Kenne Deine Probleme und habe sofort mich selbst erkannt. Bin auf dieser Achterbahnfahrt seit über 3 Jahrzehnten. Nichts desto Trotz ein neuer Anstoß auch endlich mit Sport anzufangen. Mal sehen wie weit ich komme. Würde mich freuen und bin interessiert daran wie es weiter geht. Wäre gut wenn Du dieses Thema ab und an in Deinen Blog (auch wenn er eigentlich ein technischer ist) aufnehmen würdest. Beste Grüße und weiterhin viel Erfolg! Günter

  14. Respekt, vor dem Mut das zu schreiben und das durchzuhalten. Ist Wurscht was die anderen sagen, es ist dein Körper und dein Leben. Mach das beste draus, auch wenns manchmakl antrengend ist.

  15. Hut ab Cashy, hoffentlich geht Dir der Schweinehund artig aus dem Weg. Ich drücke Dir die Daumen und lese gerne wieder davon.

  16. Wenn man erstmal an dem Punkt ist, wo Bewegung/Sport Spaß macht, ist das Wichtigste passiert. Man fühlt sich einfach besser nach Sport! Der Kopf wird frei.
    Ich drücke die Daumen, dass dein Körper mitmacht und nicht Knie oder Rücken für Probleme sorgen. Falls doch, empfehle ich eine gute Physiotherapie – besser als Ärzte und Medikamente.

  17. Danke für den tollen Artikel.

  18. Sascha Pallenberg says:

    Jau hier auch so. Seit August 2018 jeden Tag. Warum? Weil mein Ruecken durch war und ich mich unwohl fuehlte.
    Hab den Sprung von knapp 105 bis auf die 91 geschafft und laufe im Schnitt so meine 11km am Tag.
    Unter die 99 will ich auch noch.
    Caschy, du packst dat!

    Cheers,

    Palle

  19. Schöner, ehrlicher Beitrag. Danke dafür!

  20. Jonas Weber says:

    Hi Caschy,
    vielen lieben Dank für diesen ausführlichen Bericht. Es war eine Freude, ihn zu lesen.
    Ganz viele Grüße aus dem Süden!

  21. was mir hilft ist intervall fasten. das heißt essen nur von ca. 12 uhr bis ca. 18 uhr. je weniger man cheatet, desto mehr hilft es.

    • Intervallfasten hat mir sehr gut geholfen und vor allem – zumindest bei mir – keinen Jo-Jo-Effekt. Ich habe die 1-Tages-Regel gemacht, geht sehr gut und notfalls hilft mal ein Liter Wasser gegen den Hunger. Abnahme in drei Monaten 11 Kilo und das mit 68 Jahren.

  22. Respekt. Und toller Bericht.

    Am Ende ist es so (bei mir auch): Ernährung + Bewegung. Man muß nicht unbedingt Marathon laufen, aber jeden Tag bzw. regelmäßig. Und gesund essen, sehr wenig Kohlenhydrate, Rohkost und ab und an das Frühstück fallen lassen. Das hilft bei mir.

  23. So heute schreib ich auch mal was 🙂
    Klasse Bericht!
    Bin echt am überlegen mir doch auch mal ein Laufband zuzulegen, hab mich die letzten Monate auch wieder zu sehr gehen lassen und die hart erkämpften verlorenen Kilos wieder drauf.. Das muss sich ändern!
    Vielen Dank für die Inspiration Caschy und weiter so!

  24. Danke, Caschy!!
    Hab selber kein Gewichtsproblem (nur paar Jahre um 2008 wg tgl VIEL Schokoeis).
    Ich schaff die Bewegungsmotivation nicht – obwohl mir zB Walking Freude machte.
    Laufband aufstellen mit 76?

    Sorry: was meint „achtet auf eure Nippel beim Laufen“??? Busen??

  25. Danke für die sehr persönliche Einsicht 🙂

  26. @caschy
    Ich kann Dir aus Erfahrung sagen, die Kilos hat man schneller drauf als man denkt, aber doch schleichend. Man nimmt nicht von heute auf morgen 20 Kilo zu, das zieht sich über einige Monate, und man redet sich das dann gerne schön.

    Mir hat damals die Bundeswehr geholfen, ich habe in den drei Monaten Grundausbildung die 20 Kilo die ich mir in den Monaten dafür drauf gefuttert hatte wieder abgenommen. Später kamen wieder ein paar Kilo dazu, aber seid ich mich bewusster und gesünder ernähre nimmt man automatisch ab.

    Es ist aber generell wie mit allem. Ich verbiete mir nichts, und ich mache daraus keine Religion. Ich achte einfach darauf, mich die meiste Zeit bewusst und gesund zu ernähren, aber natürlich esse ich auch mal noch eine Pizza oder ein Eis :).

  27. Ein ehrlicher Beitrag, auch lustig, das man so jovial übers „Dicksein“ schreiben kann. Oder man kann es auch als Hilferuf werten, verdammt, ich will/muß abnehmen und Mut machen, einfach versuchen. Nicht schlecht Caschy

  28. Ichbinfraulinssen says:

    Danke für den Bericht! Auch ohne selbst Übergewicht zu haben -habe ich ihn gern gelesen! Viel Erfolg weiterhin : -)

  29. Ein bisschen denke ich mir „hast du das Recht, darauf überhaupt einen Kommentar abzugeben?“ weil ich bei 1,55 so 53kg wiege und tatsächlich zu den idiotischen Jammerlappen gehöre, die mit tragischer Stimme kundtun, dass sie zum Kuchen gegriffen haben und sich jetzt fett fühlen. Tut mir leid. Aber ich habe deine Erzählung trotzdem mit Begeisterung gelesen. Ich habe nie über die Übergewichtigen gelacht, wenn sie sich im Fitness abgemüht haben und ich gehe mit Leidenschaft Freunden und Kollegen und Freunden auf den Geist, die sich zu sehr gehen lassen, selbst wenn es bei jedem selbst klick machen muss. Das ist halt auch irre Schwer. Auch ich muss meinen inneren Schweinehund regelmäßig bekämpfen, obwohl ich echt gern zum sport gehe, aber ich weigere mich auch, gegen so ein dummes Tier in meinem Kopf zu verlieren. Und ich möchte dir all meinen Respekt zollen, dass du da so dran geblieben ist.
    Du bist ein tolles Vorbild und zeigst, dass immer weitergehen und nicht aufgeben, Erfolg versprechen kann.
    Ohne Sport und richtige Ernährung könnte ich auch nicht auf hohem Niveau jammern. Wenn man dann den Dreh für sich raus hat, dann ist man auch einfach glücklicher. Gutes gelingen weiterhin und gut schauste aus 🙂

  30. Hey. Mir ist noch eingefallen weils hier ja auch um Ernährung geht.
    Ein sehr guter Freund kann wegen einer Magenerkrankung kaum noch aus dem Haus.
    Ich würde ihm gerne irgendwie Job mäßig helfen aber kenne mich da nicht so aus.
    Gibt es (seriöse) Online Börsen für Nebenjobs?
    Das ist ein ganz feiner Kerl mit eben diesem Handicap.
    Er ist Netzwerktechniker, technikbegeistert, wirklich kein Gerät bleibt softwaremäßig original, macht ab und zu eine Website (wordpress glaube ich), wechselt seine Smartphones wie andere die Unterhosen und quasi rund um die Uhr im Internet unterwegs. Computertechnisch auch gut ausgestattet.
    Ist mir eben bei Caschys Text eingefallen, das man ja heutzutage auch von zuhause aus arbeiten kann. Aber ich habe davon keine Ahnung.
    Ich wäre dankbar für jeden Tipp, der Mensch liegt mir sehr am Herzen.

    MFG Astrid

  31. danke für diesen schönen beitrag, dafür lese und liebe ich diesen blog. seelenverwandtschaft.

  32. Geht auch einfacher: meatheals.com
    Damit geht es erst richtig ab…

    Sicher, wieder so ein scheiss Diättip – aber Versuch macht klug

    • Genau, versuchen kann man es mal. Für mich wäre es nichts. Ich esse gerne Fleisch, habe aber auch immer wieder Bock auf die verschiedensten Gemüsesorten. So ist eben jeder anders, wie caschy schon richtig angemerkt hat.

  33. Tolle Story. Mir hat es Spaß gemacht zu lesen. Ich glaube die < 90 Kilo werden kommen, ob im April oder Oktober, ist nicht so wichtig. Aber Vorsicht, dann kommt schon wieder Dezember!

  34. Danke Dir!
    Toll das so offen zu lesen. An manchen Stationen erkenne ich mich wieder. Dein Verhalten und Dein Durchhalten motivieren mich zum nächsten Schritt.
    Viel Erfolg weiterhin!

  35. Guten morgen, eine sehr schöne Geschichte die mich teilweise sehr an mich erinnerte
    und richtig Spass gemacht hat beim morgen Kaffe zu lesen. Mach weiter so.
    Beste Grüße

  36. Ich freue mich für Dich dass Du angegriffen und bisher so gut durchgehalten hast. Auch wenn man sich klar machen muss, dass das keine Phase ist die es durchzuhalten gilt, sondern auf Lebenszeit gilt um nicht rückfällig zu werden! Ich wünsche Dir viel Erfolg dafür, meinen Respekt hast Du sowieso!

    MfG – Bitfox

  37. Sehr guter und ausführlicher Artikel. Auf jeden Fall Hochachtung dafür, dass Du Deinen Weg hier beschreibst.
    Bei mir war es nicht ganz so krass, es ging eher darum 12kg zu viel loszuwerden und dabei noch etwas Fett in Muskeln umzuwandeln. Die Kalorientracker-App (in meinem Fall Lifesum) hat dabei einen sehr guten Anfang gemacht. Und als das Potential von „weniger Essen“ erschöpft war, kam die Bewegungsmotivation der Apple Watch hinzu.
    Mittlerweile noch etwas mehr Nahrungsumstellung (Süßes nur noch ausnahmsweise, Fett und Kohlenhydrate in Maßen), und auf einmal lebt es sich sehr gut mit regelmäßiger Bewegung und gesunder Ernährung.

  38. So einen Bericht hätte ich im einem Technikblog nicht erwartet. Da hast du eine schöne Lebensumstellung hinter dir. Ich denke der Beitrag kann einige Personen inspirieren.

    Bei mir war es ähnlich vom Ablauf und auch ähnlich von den Mitteln. Wichtig finde ich aber das man deine eigenen Motivatoren findet und Spaß dabei hat. Sonst klappt das glaube ich nicht auf Dauer.

  39. Danke für den tollen Bericht.

    Noch meine Erfahrungen zu -25 kg:

    Kalorienzufuhr:
    Ich habe aufgehört, Reste unbedingt aufessen zu müssen. Ich rette nicht die Welt, wenn ich die letzte Kelle Eintopf, die nicht zum Aufheben reicht, noch in mich reinstopfe. Auch wenn meine Kinder das letzte Kuchenstück, das unbedingt noch sein musste, doch nur halb schaffen, hebe ich es für sie auf oder werfe es weg. Ich bin nicht der Mülleimer…
    Außerdem habe ich einfach eine Mahlzeit pro Tag weggelassen. Meist „frühstücke“ ich erst nach 12. Am freien Wochenende gibt es ein spätes Frühstück und dann wieder Abendessen. Heute heißt das Intervallfasten. Ich habe aber einfach festgestellt, dass ich wenn ich esse, viel esse, daher sind 5 Mahlzeiten am Tag nicht mein Weg.

    Und mein Laufband ist ein Rudergerät. Mein iPad ein BWare 24Zoll Monitor mit einem FireTVStick und ein BT Kopfhörer. Machte keinen 70 Euro fürs Entertainment…

    Aber ich bin wie ein trockener Alkoholiker, auch meine Droge ist ständig verfügbar und deren Aufnahme ist in der richtigen Dosis lebensnotwendig also nicht zu vermeiden. Auch nach 6 Jahren im Bereich des Zielgewichts, geht es nur mit bewusstem Umgang. Dass ich einfach von selber weniger essen würde, hat sich noch nicht eingestellt…

  40. „Sport sollen die anderen machen“ – „Mein Körper ist nicht für Sport ausgelegt“ – „Ich habe es in den Knien, da geht kein Sport“ – O-Ton Caschy, ich weiß nicht wie lange her. Es liegen bereits zu viele Erfahrungen dazwischen. Aber damals sphärten wir noch gemeinsam auf dem Saturn. Mit meiner eigenen Erfahrung, kurz vorher, selbst von 130kg auf 97kg herabgearbeitet zu haben (bereits 2x), fand ich diese, seine Wahrheit zumindest interessant. Aber verständlich. In dem Zustand regiert dein Körper deinen Geist. Wobei es dem völlig egal ist, ob Alkohol, Rauschgifte, Zucker oder Fett im Plenum dieser Regierung sitzen. Das Spiel scheint sich gedreht zu haben. Kopf an Körper… selbst Laufen, auf dem Laufband geht. Caschy!! Deinen Beitrag habe ich verschlungen, mit dem Bild der runden Knutschkugel hinter dem Beraterdesk der Computerabteilung. Und ich muss ganz deutlich sagen: Diese deine Wahrheit gefällt mir sehr viel besser! Ich freue mich sehr für dich. Und wer weiß! Gibt es einen Bremerhaven-Marathon? Vielleicht laufen wir den mal gemeinsam?

  41. „Oftmals sind Dicke wie Alkoholiker oder Drogenabhängige.“
    Kann ich aus eigener Erfahrung so unterschreiben, auch wenn das viele nicht hören wollen. Das Essen ist oftmals (nicht immer) eine Ersatzbefriedigung. Junkie / Junkood.

    Bewusst genießen ist die Devise!

  42. Analogkäse says:

    Da zitiere ich mal den Fernsehkoch.
    „Wer Scheiße frisst, brauch sich nicht wundern wenn er Scheiße aussieht.“

  43. Bin ich jetzt ein komischer Mensch, nur weil ich den ganzen Text über gerätselt habe ob es „dieses Blog“ oder wie ich finde „dieser Blog“ heißen müsste? jedenfalls ist jetzt mein Kaffee kalt. Habe ich gerne gelesen

  44. Toller Beitrag! Gerade bei Techies nicht außer acht lassen. Bei mir waren die ersten 7 Kilo nach dem Tod meines Mannes weg. Und das war quasi der Startschuss. Von 112 kg bin ich jetzt auf 95. Die 89 ist das nächste große Ziel. Und es ist okay zwischendrin auch mal wieder mehr zu wiegen und die Methode zu wechseln. Den Fehler Klamotten neu zu kaufen und davon zu viel hab ich letztes Jahr auch gemacht. Weiß jemand wo man Markenkleidung für Männer in großen Größen verkaufen kann?

  45. Mit dem grauen Besen siehste aber aus wie 100. 🙂

  46. Sehr schöner Artikel Cashy!

    Geht mir ähnlich. 105 kg bei 1,85 m, ich wog mal 85 kg bei gleicher Größe…
    Sport vernachlässigt, Arbeiten angefangen (oh man)

    Jetzt mache ich mir meiner Verlobten eine 5:2 „Diät“ seit rund 8 Wochen und bin bereits „Uhu“ (unter 100) und muss sagen, das hilft.
    Bewegung dazu wäre natürlich noch besser, aber dazu kann ich mich noch nicht aufraffen.
    Und durchziehen muss man es natürlich

  47. Chapeau Caschy!
    Beim Lesen fragte ich mich immer wieder, woher Du mich so gut kennst, obwohl wir uns noch nie begegnet sind… 😉

  48. Nur ein Gast says:

    Toller Bericht und auch Hut ab von mir!

    Ich gehöre zu der Sorte Mensch mit einem (teils nervenden) Bewegungsdrang. Daher war ich nie wirklich dick. Aber dann trat die Liebe in’s Leben und ich wurde träge. Prompt trugen mein 186cm bis zu 98kg mit sich herum. Die Liebe machte sich aus dem Staub und nachdem ich Captain Morgan nicht mehr den Kurs bestimmen lassen wollte, begann ich wieder mit dem Training. Hanteln hatte ich noch und ergänzte meine „Battle Gear“ um ein Powerrack und weiteres Spielzeug. Ich habe einen Decathlon 10 Minuten entfernt was ein segen für mich ist. Kraftsport, Laufen, Powerwalks mit Zusagewichten. Ich konnte meinen Drang wieder ausleben und nun habe ich den Zeiger unter die 85kg gezwungen und einen durch hartes Training gephotoshopten Körper. So toll, so anstrengend.
    Ich habe sehr viel über Ernährung gelernt. In so vielen Lebensmitteln ist viel zu viel Zucker oder Salz. Ich habe gelernt genau auf meinen Körper zu hören. Sachen, die mir früher nicht schmeckten, liebe ich nun. Ob Salat, Obst, Gemüse, eiweißhaltige Produkte. Mein Körper ruft danach und ich liefere es. All das habe ich mir selbst beigebracht. Richtig zu essen bedarf genau so viel Training wie Sport. Zu all dem gehört einfach ein gewisses Maß man Disziplin. Das nervt an manchen Tagen und kostet oftmals viel mehr Kraft, als man denkt, aufbringen zu können. Aber wenn man dann am Cheatday bei Meccis sitzt und sich nicht doof dabei fühlt, dann lohnt es sich auch wieder.
    Ich sehe hier in Hamburg immer mehr beleibtere Menschen Sport treiben und sie alle haben meine Anerkennung. Sie haben den Kampf mit sich selbst aufgenommen und nur wer das selbst mal durchgemacht hat, weiß, wie furchtbar hart die ersten Schritte sind.

  49. Käpt'n Nuss says:

    Sehr schöner Artikel. Ich finde mich vollkommen wieder.

    Eine Anmerkung nur: Tatsächlich fällt das Abnehmen mit zunehmendem Alter nicht nur schwerer, weil man sich weniger bewegt, sondern weil der Stoffwechsel sich verändert, die Muskelmasse sich abbaut und durch Fettzellen ersetzt wird – was man deshalb erstmal gar nicht merkt – wenn man nicht gegenhält.

    Im Prinzip helfen drei simple Regeln: Bewegen, normal (gar nicht mal wenig!) essen und Stress reduzieren.

    So einfach ist das. Leider aber eben nicht einfach einzuhalten, gerade wenn man „voll im Leben“ steht, also Familie und Beruf unter einen Hut kriegen will. Wenn man dann abends nach Hause kommt, mag man sich meistens kaum noch zu sportlicher Aktivität aufraffen. Fußball geht aus zeitlichen Gründen leider nicht mehr, an Muckibuden mag ich mich nicht gewöhnen. Ich habe mich daher für ein Indoorbike entschieden, gerade im Winter sinnvoll. Im Sommer fahre ich so oft wie möglich draußen, sofern ich es schaffe. Derzeit spannen die Klamotten aber wieder etwas mehr. Blöd.

  50. Ich habe im letzten Jahr auch ordentlich abgespeckt. Allerdings ist es bei mir immer noch keine Bewegungsfreude, bin auch mal tagelang faul, und ich muss mich zur Bewegung zwingen.
    Auch wenn ich mein heimliches Zielgewicht noch nicht ganz erreicht habe, fahre ich so zumindest derzeit im Gewichthaltungsmodus knapp über dem Ziel.
    Auch wenn ich jetzt viel mehr gehe, könnte ich wohl nicht täglich so weit joggen. Nach mehreren Tagen mit 8 km gehen spüre ich aber dann auch meinen Bewegungsapparat und brauche eine gewisse Pause.

  51. Daumen hoch caschy! Die 8x kg packst du auch noch. Aber ist Laufband nicht auf Dauer eintönig? Schon mal draußen versucht?

  52. Hey Caschy,
    Wenn du mich überholst (181cm mit 96kg), komme ich ja sogar noch in Zugzwang.
    Also weiter so!
    Ja, du hast Recht, letztlich ist es eine Kopf- und Willenssache und man muss dafür entscheidungsmäßig bereit sein.

  53. Sehr schöner Beitrag Caschy! Viel Erfolg weiterhin! 🙂

  54. habe ich in einem rutsch gelesen. topp und weiter so und keine angst, sowas kann man auch in einem technikblog schreiben.

  55. Super Beitrag. Danke Cachy.
    Ich selbst gehöre zu den Glücklichen, die essen können, was sie wollen; keine Probleme mit dem Gewicht trotz einigermaßen hohen Alters (Mitte 50).
    Ich treibe absolut keinen Sport; verputze manchmal eine Tafel Schokolade am Abend vor dem Fernseher
    aber:
    bei mir gibts es nur 2 Mahlzeiten am Tag (Frühstück und Abendbrot).
    nur am Wochenende (Freitag, Samstag und Sonntag) gibt es warme Mahlzeiten (also abends).
    Frühstück besteht aus einer Kumme Kornflakes (Crunchy Nut) mit Milch und etwas Haferflocken.
    Abendessen 2-3 Scheiben Brot mit Auflage; dazu Mozarella, Avocado, Tomaten und so´n Zeug.
    Bis auf dir CornFlakes kauft meine Frau alles nur Bio-Ware ein.
    Dazu täglich mindestens 1,5 Liter Leitungswasser + sonstige Getränke (mal ein Bier, mal ein Wein etc.)
    Damit halte ich mein Gewicht seit Jahren bei knapp über 70 Kilo und 1,79m Körpergröße.
    Vielleicht hilft es ja dem Einen oder Anderen.

  56. Das Leben ist manchmal hart : Bei mir war es übergewicht, dann depressionen, dann hab ich diät gemacht 15 kilo waren weg, danach ist mein Vater gestorben und die Depressionen kamen zurück natürlich damit auch das das Übergewicht. An sich ein Teufelskreis. Aber das Leben geht weiter, Darum mache ich jetzt jeden monat 80 km wandern. Es ist ein Ziel, weil ohne Ziel klappt’s bei mir net.

  57. Wow gratuliere Carsten! Danke für den offenen Artikel!

  58. helixrider says:

    Danke für das Teilhabenlassen an Deiner ganz persönlichen Geschichte. Ich habe großen Respekt vor Deiner Disziplin – viel Erfolg auch weiterhin

  59. Toller Bericht.
    Ich habe selbst von Februar 2018 bis Februar 2019 mein Gewicht von 150kg auf 83kg durch Ernährungumstellung und Sport runter gebracht. Neben viel Arbeit und Durchhaltevermögen was dazu gehört, muß man im Kopf dafür bereit sein.
    Viel Spaß und alles gute für die Zukunft.

  60. Als Technik freak fehlt dir eine app: Gewichtskurve mittels Trendgewicht. Die app rechnet die wasserschwankungen raus und du siehst dann sofort, ob das Gewicht nach oben oder unten geht, das ist in manchen Situationen so nicht zu erkennen.
    Wie das funktioniert, steht hier
    http://kochkatastrophen.blogspot.de/2014/02/gewicht-teil-2-das-trendgewicht.html
    Viele Grüße
    Marc 🙂

  61. Würde man(n) beim eintippen pro Buchstabe 1Gramm abnehmen, dann gäbe es (hier) nur noch sehr kurze und sehr wenig zu lesen. 😉
    Laufen=Joggen? Aufrecht zu gehen haben wir gelernt, aber wie man individuell angepasst optimal=gesund läuft, nicht. Das zu harte auftreten während des laufens plus andere körperliche Verspannungs-Faktoren können zu über- lastung der Knochen-Wirbel führen.

  62. Toller Beitrag. Wünsche dir weiterhin viel Erfolg dabei. Dein Sohnemann wird es dir danken. Ich finde es immer sehr interessant wie die Technik dabei helfen kann, auch wenn man nur seine Motivation daraus zieht. Ich habe da mittlerweile genau den gegenteiligen Weg eingeschlagen. Musik stört mich eher beim Training. Ich mag es dabei die Natur zu genießen. Und mich störte es irgendwann das für das ganze tracking und deren Auswertung so viel Zeit drauf geht die ich schon direkt fürs Training nutzen könnte. Mit 2 Kindern ist die freie Zeit sehr begrenzt. Mein Rennrad hat einen festen Tacho zur Geschwindigkeitskontrolle und damit ich einen Überblick über die laufleistung der Komponenten habe. Neuerdings besitze ich zwar auch ein tracking Armband, aber nur damit ich bei intensiven mountainbike Intervallen meinen puls im Auge habe. Angenehmer als ein brustgurt. Das Smartphone ist nur auf unbekannten Strecken als Navi dabei.

    Schönen Sonntag noch allen…

  63. Würde man(n) beim Eintippen pro Buchstabe 1Gramm abnehmen, dann gäbe es (hier) nur noch sehr kurze und sehr wenig zu lesen. 😉
    Laufen=Joggen? Aufrecht zu gehen haben wir gelernt, aber wie man individuell angepasst optimal=gesund läuft, nicht. Das zu harte auftreten während des laufens, plus diverse Körper Verspannungen können überlastend-schädigend, für die Muskelatur und die Knochen-Wirbel sein.

  64. Danke für den tollen Bericht, habe wiederholt sehr schmunzeln müssen.
    Ich gebe Dir recht, jeder nimmt auch anders ab.
    Bei mir waren es aber drei Dinge, um wirklich die Kilos zu verlieren:
    1) alle Getränke durch reines Wasser tauschen (mal mit etwas (!) Saft)
    2) Morgens und abends normal essen, dafür abends bzw. ab 18 Uhr nichts (mehr)
    3) Bewegung, Bewegung, Bewegung, und damit meine ich nur schnelleres Spazierengehen. Ein Tracker motivierte mich dabei ungemein.

    Jetzt schaffe ich es, mmeine verlorenen 12 Kilos auch zu halten.

  65. Als sonst stiller Blogleser muss ich heute mal doch was schreiben. Der Artikel ist wirklich gut geschrieben und die Geschichte berührt. Sie haben meinen vollsten Respekt! Und das sagt jemand der nie wirklich nie Probleme hatte mit seinem Gewicht, bzw. eher aufpassen musste genug zu essen bei dem ganzen Sport. Bleibt mir nur noch zu sagen, bleib dran. Es ist alles möglich, auch was Sie nie für möglich halten. Ernährung so wählen, dass man langfristig damit gut klar kommt und dann bei der Bewegung am Ball bleiben. Dann wird das auch über Jahre halten. Danke, dass Sie ihre Geschichte mit uns geteilt haben. Das ist alles andere als selbstverständlich und definitiv mutig!

  66. Schöner Artikel. Sind aber noch zwei (weit verbreitete) Irrtümer drin:
    1. Nicht vom Fett wird man fett, sondern von Kohlehydraten. (Bei der Pizza ist nicht der Käse das Problem, sondern der Boden….). Isst man wenig Kohlenhydrate, muss der Körper aus dem Fett die Energie beziehen, und die ist in Mehlspeisen, Süßigkeiten, Reis etc. viel konzentrierter vorhanden.
    2. Der Versuch, das „Idealgewicht“ zu erreichen. Treibt man viel Sport, wird man irgendwann kaum noch weiter abnehmen, weil Muskeln aufgebaut werden. Es ist also nicht wichtig, mit 1,75 Meter unbedingt unter 80Kg wiegen zu wollen. Viel wichtiger ist, dass diese 80Kg aus möglichst viel Muskeln und möglichst wenig Fett bestehen.

  67. Weniger essen und mehr Bewegung ist leider keine dauerhafte Lösung. Das funktioniert nur anfangs, aber dann passt sich der Körper der Kalorienreduzierung leider an. Auf Dauer hilft nur Intervallfasten. Kalorienzählen ist Unsinn.

    Weiterführend: https://idmprogram.com/the-failure-of-the-calorie-theory-of-obesity/

    • Das ist schlicht und ergreifend falsch. Der Körper braucht einfach nur weniger Energie als vorher, wenn man weniger wiegt. Und das muss man im Blick haben. Der Körper passt sich an gar nichts an. Wer es genauer wissen will, dem empfehle ich (übrigens auch Cashys Empfehlung) das Buch „Fettlogik überwinden“.

      Kalorienzählen ist das beste, was man Anfängern empfehlen kann. Mit dem zusätzlichen Wissen über den täglichen Kalorienbedarf ist es das einzige was verlässlich funktioniert. Weniger Zufuhr als Verbrauch und man nimmt ab. Das gilt in jedem körperlichen Zustand.

  68. Von einer Stelle, wo ich locker mehrere Kilometer während der Arbeit lief, landete ich vor einigen Jahren auf einem Bürostuhl vor einem Computer. 8–9 Kilogramm später überall Röllchen: Am Kinn, am Bauch. Nach zwei Jahren bin ich zurück in meinen alten Beruf. Nur: Wie von dem Gewicht runter kommen? Ein regelmäßiger Trainingsplan? Illusorisch mit kleinen Kindern. Die Kilos wurden langsam weniger, als ich anfing meinen täglichen Arbeitsweg mit dem Fahrrad zurück zu legen: 2 x 9 Kilometer pro Tag. Der Anfang war nicht immer leicht, nach einem dreiviertel Jahr fuhr ich mit einem 30er-Schnitt. Wesentlich langsamer als mit anderen Verkehrsmitteln war ich dann im Stadtumland auch nicht. Die Investition war minimal, für 70 EUR hatte ich mir eine platzsparende Regenhose (eingepackt faustgroß) gekauft. Das Fahrrad war vorhanden, wenn auch vernachlässigt. Zusätzliche Freizeit musste ich der Familie für das „Training“ nicht abknapsen.

    • Gut, dass es für Dich funktioniert. Auf meinem Arbeitsweg wäre das nur sinnvoll, wenn man seinem Leben ein Ende setzen möchte. 😉

  69. Danke für den Bericht, find ich großartig! Bleib standhaft. Kann sein, dass ich Dich mal zitiere – bin Internist und seh viele Leute mit dem gleichen Problem, aber noch in der „Aber das ist ja nur mein Stoffwechsel, ich esse doch ganz normal“ -Phase.

    • @Martin
      – und @alle, die nicht ein Gewichtsproblem sondern ein Gemüts- /’Willens‘-/Tun-Problem haben

      76 Jahre
      von 187 auf 182 cm
      Gewicht von 75 kg im Lauf der Jahre auf 85 >95 >105 >110 >100 >90 >83-85 gewechselt
      ab 2003 Medizin zur Schlaganfall Prophylaxe (Schlaganfälle – meine Einschätzung: leichtere 2003, 2004, 2010).
      Seit 2017/18 lieber liegend als in Bewegung.
      Alterungsprozess in meinem relativ ‚jungen‘ Leben für meinen kritisch denkenden Geist rasant. Daraus erwächst mir kein Bewegungsimpuls obwohl mir die seltene Bewegung gefällt.

      Infantil wünsche ich mir Rettung, wissend (?? denkend/’glaubend‘, dass die nur und zwar ausschließlich nur aus mir selbst kommen kann …
      Seit 2 Jahren Escitalopram 10 >20> >15 will nach 10 evtl 0

      Therapie mit 76 (Plätze 0)??? ….
      Prokrastinieren ….

      Martin, was sagst du deinen Patienten, welche Erfahrungen machst du selbst, was gilt für die meisten und welche Was für Einzelne?

  70. Hey – cooler Beitrag. Ich hab das Problem eher seit den 2000ern.
    Beziehungsende mit 208Kg dann ging es Richtung 90. Dann Beruflicher Umschwung mit viel Körperlich schwerer Bewegung man pegelt sich also bei 100 Kilo ein dann folgt eher sitzende Berufliche Tätigkeit… das ist ein Auf und Ab auf der Waage.

    Seit 2008 mache ich Ernärungsexperimente – komplett Eiweissreich ist aber ne verdammt öde Sache.
    Fazit ist – Bewegung ist alles – und man muss dran bleiben. Ich merk das schon wieder dieses Jahr. Da hast du mit dem Knie zu tun oder dem Rücken und zack hast du wieder 8 Kilo mehr nur weil du eben nicht so kannst wie du willst und da kann man nicht viel mit Essen kompensieren.

    Ich sag mir aber auch ich will leben und da ess ich halt auch mal n Burger wenn mir danach ist. Man soll sich mal in das Leben nicht so reinstressen

    https://www.welt.de/gesundheit/article150429381/Wenn-auch-gesundes-Essen-krank-macht.html
    https://www.welt.de/icon/fitness/plus189947747/Kann-man-sich-zu-gesund-ernaehren-Ja-und-das-macht-krank.html

    Von daher – nimm nicht soviel ab sonst kann man dich ja gar nicht mehr „diggern“ ^^

  71. Toller Bericht, bleib dran!

    Was ich festgestellt habe ist, Sport macht glücklich, ja wirklich, ist fast wie Schokoloade essen.

    Nur man sollte es nicht übertreiben, besonders wenn man im Alter 40+ ist. Der Körper braucht Regenerationsphasen, also Tage an den man mal keinen Sport macht. Sonst passiert es schnell, das das Knie zwickt oder der Rücken nicht mehr mit macht 🙂

  72. Bei dicken oder gar fetten im Fitnessstudio denke ich auch immer „Wehe einer lacht oder lästert! Bei ihm/ihr hats „Klick“ gemacht und geht es an!“

    In diesem Sinne: Dranbleiben, bei deiner Größe ist <90kg locker machbar. Und von dem Hexenschuss nicht ärgern lassen 😉

  73. Ich zitiere dich mal: „Höchster Respekt.“
    Für die Worte.
    Die Ehrlichkeit.
    Den Einblick, weil das ja schon sehr Privat ist.

    Kenne vieles, nicht alles. Aber verstehe dich, seine Story und deine Motivation.
    Viel Erfolg weiterhin!

  74. In so kurzer Zeit so viele positive Kommentare zu einem nicht Tech-Artikel in einem Tech-Blog!!! Wahnsinn. Keine Trolle, keine Hater und das obwohl Apple erwähnt wurde.

    Aber allen diesen Kommentaren möchte ich mich anschliessen. Toll, was Du geschafft hast. Danke für den Artikel und weiterhin viel Glück, mit dem Abnehmen, und dass Du es auch weiterhin schaffst trotz Rücken-bedinten Rückschlägen am (Punching-)Ball zu bleiben!

  75. Danke für den Artikel, für die Offenheit und den Mut darüber zu schreiben. Is doch schon sehr privat und geht im Grunde überhaupt niemanden was an. Aber mit dieser persönlichen Note werden die Tips viel besser, als wenn du nur geschrieben hättest „Hey, nutzt doch mal Yazio – ist kostenlos und hilft mir gut!“
    Und auch wenn das hier ein Technikblog ist, hat der Artikel hier gut rein gepasst. Der gibt dem gesamten Blog eine persönliche Note!

  76. Toller Bericht! Kann den Tipp, sich auch mal „das Böse“ zu gönnen, nur unterschreiben! Hatte von Sommer 2016 auf Frühjahr 2017 15 Kilo abgenommen – mit Kalorien zählen und „Low Carb“ unter völliger Vermeidung von Pizza, Pasta und Brot. Danach hab ich binnen einem Jahr alles wieder zugenommen, weil meine Lust auf Carbs schier unabweisbar war… ätzend!

    Also: nie zu einseitig essen!!! Auch nicht, wenns „nur das Gesunde“ ist!

  77. wow – sehr cool, weiter so! Das wichtigste kommt aber leider in deinem Artikel nicht rüber: Es macht Spaß! Ich bewege mich auch mal mehr mal weniger. Guter Ausgleich zur Tastatur – mittlerweile nur noch an der Straße mit Knöpfen im Ohr, danach: Raus damit und den Wind und den Vögeln zuhören! Weiß nicht ob es stimmt, aber ich habe das Gefühl das es die Achtsamkeit fördert! Lass es dir weiterhin gutgehen!

  78. Hi Caschy,
    auch ich lese schon (sehr) viele Jahre diesen Blog und kann ebenfalls nur sagen:
    Höchster Respekt… Und mach weiter!!!
    Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, man erreicht sehr viel mehr als man glaubt… 🙂

    Auch ich hatte vor ein paar Jahren mit knapp über 40 meine ca. 120kg erreicht, dazu schlechtes Essen ohne jegliche Bewegung in meinem IT-Job. Ein schleichender Prozess… Dann ein gesundheitlicher Denkzettel. Naja…

    Heute ernähre ich mich fast nur aus der Obst-/Gemüse-Abteilung (natürlich trotzdem ab und zu ne Pizza mit gut Käse), viel reines Wasser, mehrmals die Woche Sport (auch lieber zu Hause oder Joggen). Ich bin jetzt schwankend zwischen 75-80kg, habe hervorragende Blutwerte und bin dankbar, dass ich kerngesund bin. Von XXXL auf M bzw. teils sogar S… (War teuer…)
    Das Buch „Fettlogik überwinden“ kann ich ebenfalls sehr empfehlen. Genauso wie Serien gucken beim Sport zu Hause. 🙂
    Es ist auch unglaublich motivierend, wenn man plötzlich wieder etwas tun kann, was vorher unmöglich war… So banale Dinge wie: Sich im Stehen die Schuhe zubinden, im Schneidersitz sitzen können oder im Urlaub morgens am Strand entlang zu joggen.

    Deine Erfahrung motiviert wahrscheinlich viele Menschen, von denen du vermutlich nicht mal etwas weißt… Manche Wahrheit darf auch mal in solcher Runde ausgesprochen werden und das Leben dreht sich nicht nur um Technik.
    Gerne würde auch ich häufiger darüber lesen. Mach weiter so! 🙂

  79. Danke für diesen tollen Bericht. Ich erkenne mich in vielen Punkten wieder.

    Chapeau Carsten

  80. Ich mag dich, Caschy!

  81. Auch von mir große Anerkennung für diesen sehr persönlichen Blog. Ich erkenne mich in vielen Dingen wieder. Man muss es wollen und man muss sich darauf einstellen für „immer und ewig“ mit den Pfunden zu kämpfen. Ich bin der typische JoJo Abnehmer und haben die letzten 35 Jahre zig mal abgenommen und wieder zugenommen (gerade bin ich mal wieder beim Abnehmen). In dem Moment, wenn man die Zügel schleifen lässt, schleichen sich die Pfunde von hinten an und überfallen Dich wieder. Was mir übrigens zur Zeit als Bewegung hilft ist Beat Saber (lacht nur, Workout in VR, aber es macht unheimlich Spass, gibt es auch für die PSVR).

  82. madeline t. says:

    Beweg dich du Luder und heul hier nicht Rum. Immer diese Memmen.

  83. Ein toller Motivationsbeitrag!
    Mir erging es ähnlich – mein Leben lang. von 1963-67 wuchs ich überwiegend bei meiner Oma auf, meine Mutter war berufstätig. Grießbrei mit „guter Butter“, „aufessen damit morgen die Sonne scheint“… legten damals den Grundstein für meine nun 55jahre andauernde Fettleibigkeit. Bilder aus dem Kindergarten kotzen mich noch heute an: 10-12 „Fidoliten“ und dann kam ich, der Dicke. Schon damals doppelt soviel – wie die anderen. Wer musste bei der Aufführung in der Grundschule den Bär darstellen – ich, ich brauchte ja auch kaum eine Verkleidung! Wie Rainer Calmund sagte: In meinem Leben habe ich mindestens schon 600 Kilo abgenommen – das Dumme ist nur, das ich 800kilo wieder zunahm. Seit 2 Monaten bin ich aus gesundheitlichen Gründen „wieder dran“ und Dein Beitrag ist eine tolle Motivation – denn es geht. Jeder Dicke ist nicht gern dick, aber er weiß auch, warum er dick ist – und auch, was er tun bzw. lassen muss, um abzunehmen. Das Problem ist nur – das man dies anschließend Lebenslang weiter durchhalten muss und das ist das tragische, das schaffen die wenigsten. Calmund nicht, Joschka Fischer nicht und ich habe es auch bislang nie geschafft. Trotzdem wünsche ich es Dir – halte Durch! Abnehmen ist eine Kopfsache – sonst nichts. Ich habe mir immer gesagt: Gutes Essen muss nicht sein – es ist nur Treibstoff für den Körper…..den Seelenfrieden muss man sich auf andere Arten holen…..und da bist Du mit Fitness, Sport und einer guten Beschäftigung – bestens dabei. Ich lese schon lange Dein Blog – aber das war einer mit der besten Beiträge 🙂 Toi Toi Toi also!

  84. Ich kann nur sagen: RESPEKT. Und weiter so…
    Hätte ich nicht gedacht, aber ich habe den Artikel bis zum Ende gelesen. Danke Cashy.

  85. Sehr geiler Artikel. Motivation pur. Laufband wird jetzt auch bestellt 🙂

  86. Na endlich mal wieder ein sehr schöner Artikel hier im Blog – Cashy’s Blog!

    Respekt und weiterhin gutes gelingen du schaffst die es das die 90 dich überholt!

    P.S.: Sehr geil auch wenn der Grund nicht geil war: Schmerzen des Todes of Doom – habe mich fast verschluckt!

  87. Hi, alles schön beschrieben und alles richtig gemacht! Wichtig ist, solange durchzuhalten, bis man sich unbehaglich fühlt, wenn man nicht joggt. Ich bin 72 und jogge jeden 2.Tag ca. 5km eine sehr schöne Waldstrecke mit Steigung die mich ab und an in die Verzweiflung treibt und ich fluche: Quäl dich Du Sau!. Öfter geht nicht wg. Rücken und Knie aber als Ausrede gilt nur Starkregen.

    • Hab mir von dir kopiert und nehm jetzt zur Devise – bzw ab Rückkehr nach D im Mai:

      „Wichtig ist, solange durchzuhalten, bis man sich unbehaglich fühlt, wenn man nicht joggt. Ich bin 72 [ich 76] und jogge jeden 2.Tag ca. 5km eine sehr schöne Waldstrecke mit Steigung die mich ab und an in die Verzweiflung treibt und ich fluche: Quäl dich Du Sau!. Öfter geht nicht wg. Rücken und Knie aber als Ausrede gilt nur Starkregen.“

  88. Hi Caschy,

    ich verfolge Deinen Blog so ziemlich von Anfang an, schon zu der Zeit, als du noch Hobbymäßig gebloggt hast und noch mehr die Rede von den neuesten Freeware-Tools und PC-Einstellungen die Rede war. 🙂

    Ich kenn‘ dich also schon ein bisschen und muss dir definitv widersprechen, wenn du in deinem Bericht sagst, du seist ein schlechter Mensch. (oder hab ich da irgendwas falsch verstanden oder interpretiert?). Du bist definitv ein guter Menscht. Du bist immer fair und gut zu allen gewesen; zumindest so weit ich das online feststellen kann.

    Ich bin von deiner Abnehm-Tour beeindruckt. Du zeigst Willen und bist konsequent. Es freut mich sehr für Dich, dass Du gegen dein Gewicht ankämpfst. Ich möchte Dir an dieser Stelle meinen höchsten Respekt zollen und hör‘ ja nicht auf, damit aufzuhören!! Deine Familie, wird es dir danken! Und du dir selbst sicher auch. 😉

    Auch ich bin gerade in einer Phase, wo ich mich sowohl ernährungsmäßig als auch bewegungsmäßig versuche, noch ein paar Pfunde loszuwerden. Hierbei denke ich auch über ein Laufband nach und wollte fragen, wie zufrieden du damit bist. Würdest du dieses Laufband weiterempfehlen oder doch lieber ein anderes haben wollen? Es gibt so viele Modelle und es ist schwer sich zu entscheiden. Vor allem fehlen mir persönliche Erfahrungen und den Bewertungen alleine im Netz schenke ich nicht so recht den glauben, denn da ist das Laufband für 200 Euro ebenso top wie das für 2000 Euro. Für mich: Die Mitte machts. Ich brauche keinen Porsche unter den Laufbändern, möchte aber jetzt auch keinen Fiat Panda Baujahr 2000. 😉 – ich wäre quasi so der Mittel-Typ. Meinst Du, dass „Dein“ Laufband diesem Qualitätsstandard entspricht?

    Ich danke dir ganz herzlich und mach‘ einfach weiter so! Sowohl menschlich, als auch körperlich.

    Alles gute für die Zunkunft und beste Grüße

    Michael

    • Moin Michael! Schön einen „so alten“ Leser hier zu haben. Zur Sache mit dem schlecht: Ich bin seit jeher eigentlich politisch inkorrekt und mache viele schlechte Scherze. Aber auch über mich 😉

      Die Sache ist, dass ich schlecht pauschal sagen kann: Jau, nimm das. Ich weiss ja nicht einmal, ob es Bänder gibt, die besser sind für kleineres Geld. Bei Decathlon hatten die halt n paar Ausführungen da, sodass ich gucken konnte. Ich würde es mir im Nachgang gesehen auf jeden Fall noch einmal kaufen, weil ich ja nun schon einige Monate drauf rumrenne. Musste aber halt schauen, wo du das hinstellst, als Nachbar unter dir, würdest du mich wahrscheinlich nerven, selbst mit Dämmmatte. Kann mir vorstellen, dass man das in Wohnungen als zu laut empfindet.

      Fahr vielleicht mal zu so nem Laden hin und lass dir das zeigen. Bin da auch wie du: Porsche brauche ich nicht, aber auch nicht den Panda 😉

      • Hi Caschy,

        vielen Dank für Deinen Tipp. Die Geräuschkullisse wäre nicht das Problem. Mir ist einfach nur wichtig, dass es ordentlich funktoniert. Ich brauch auch sonst keinen großen Firlefanz. Auf Software, die meinen Fettgehalt ausrechnet und so Spielchen kann ich verzichten. Der Spiegel ist mein ehrlichster Freund, da brauche ich keine Diagramme und so’n Zeugs. Zusätzlich noch ein wenig an der Ernährung schrauben, konsequent bleiben und Geduld haben. Das sind die wichtigsten Komponenten. Bin da halt mehr Old-School. Das Einzige: Gute Laufschuhe…. alles andere ist für mich viel Hokus-Pokus. Oh, ich schweife ab…. 🙂

        Das mit dem politisch inkorrekt kann ich nachvollziehen. So geshen bin ich auch ein schlechter Mensch, aber ebenso wie Du, welcher auch Witze über sich selbst machen und lachen kann.

        Caschy, mach einfach weiter so, bleib wie du bist und nochmals mein größter Respekt, wie du deine Pfunde vernichtest….. Dieser Respekt gebührt übrigens allen, die sich selbst in den Arsch treten und sich aufraffen. etwas für Ihren Körper zu tun. In diesem Sinne: Carry on und nochmals Danke für Deine Zeit!

        Beste Grüße

        Michael

  89. Hey Caschy,
    ich sitze hier gerade vor meinem PC und habe mir ein schön deftiges Frühstück reingeballert, aber alles im Gesunden rahmen, nen bissi Erdnussbutter, ein EI, Hähnchenbrust und nen Apfel, dazu noch so nen neumodischer Energyteedrinkdings. Und warum mach ich das Samstagmorgens um 8? Weil ich gleich auf eine Wanderung gehe, 40Km, einfach mal ein bisschen Bewegung in den Apparat reinbringen.
    Wieso Erzähle ich dir das alles?
    Ganz einfach, ich hatte zwar nie so große Sprünge was das Gewicht angeht, aber deine Geschichte erinnert mich an vielen Punkten an meine aktuelle Situation.
    Und ich muss sagen, einfach mal nen bisschen Bewegung, 2-3 mal Sport die Woche und die Ernährung mal ein wenig anpassen, und schon passiert das alles von alleine, es klingt einfach, ist es nicht, aber wenns läuft dann läufts!

    Vielen dank für deine schöne Story, sie bekräftigt mich weiter zu machen und zeigt mir das auch mal 2-3 Kilo mehr auf der Waage nach dem Wiegen kein schock auslösen müssen ( Wie letzte Woche :().

    Liebe Grüße
    Der Flo

  90. Hallo cashy,

    es freut mich, dass du es bereits geschafft hast, so viel abzunehmen und dich wohl damit fühlst! Das ist wirklich ein schöner Erfolg für dich! 🙂

    Ich möchte dir bei deinen Methoden jetzt auch gar nicht dazwischenreden oder irgendwas, nur bin ich dann doch stutzig geworden, als du – fast beiläufig – beschrieben hast, wie du dir einen schweren Hexenschuss geholt hast. Es ist in meinen Augen recht wahrscheinlich, dass er auch, oder gerade ohne Training ebenfalls gekommen wäre, jedoch ist das für mich auch ein Hinweis darauf, dass dein Training mit dem Laufen (10km am Stück!) schon sehr einseitig ist und deine Wirbelsäule und Gelenke stark belastet. Es war bei mir dasselbe (obwohl ich nicht übergewichtig bin), nachdem ich „aus dem Nichts“ begonnen habe zu laufen und deutliche Rückenprobleme bekommen habe. Diese sind m.M.n. der schlechten Haltung (vor allem bei zunehmender Strecke und abnehmender Kraft) und der mangelnden Vorbereitung der Sehnen und Gelenke in den Beinen zuzuschreiben, die keine Federwirkung besitzen und somit die Kraft direkt auf den (unteren) Rücken übertragen. Auch das Knie ist sehr schnell überlastet (hab ich auch in den Kommentaren hier gelesen) – man muss sich nicht damit abfinden, sondern kann aktiv etwas dagegen tun!

    Wenn du also Lust hast würde ich dir empfehlen auch in diesem Bereich aktiv zu werden, um auch eine dauerhafte orthopädische Gesundheit sicherzustellen, denn wenn man sich nicht ohne Schmerzen bewegen kann wird auch das Kalorienverbrennen schwierig. Auf youtube z.B. wird man dazu auch reihenweise fündig!

    Liebe Grüße,
    Sebastian

  91. Hallo Caschy,
    sehr interessanter Beitrag, habe ihn nur schnell quer gelesen. Ich arbeiten an dem gleichen Probelm wie Du. Ich möchte Dir und euch die das interessiert die Schlagworte „Fasten“(für die Härteren) oder „Heilfasten“ (für die etwas weicheren, wie mich) als Anregung mit auf die Reise geben. Es gibt hierzu sehr viel Material (leider auch viel Schrott). Zum Abschluss noch eine Sache die wichtig ist, weniger Zucker.

    Viele Grüße
    Tombär

  92. Ein echter Caschy 🙂
    Ich drück Dir dir Daumen. Ich muß derzeit den inneren Schweinehund überwinden zu sorgen, daß ich nicht das gleiche machen muß, von daher komt Dein Artikel genau richtig.
    Und ich drück mal die Daumen, daß es weiter geht. Wenn Du einen Strand in der Nahe hast, joggen am Strand machte mir immsr Spaß, leider war lange der einzige Strand bei bei der Abgrund zum Tagebau 😉

  93. DANKE. Diesen Text habe ich gebraucht. Knete für ein Laufband habe ich derzeit nicht, will aber auch nicht ins Fitnessstudio… ich muss da meinen Weg finden. Aber ich werde mir diesen Text mehr als ein zweites Mal durchlesen.
    Ich bin 46, habe immer mal wieder versucht abzunehmen, bin jetzt wieder bei 110 kg und 1,66 m Größe. Fühlt sich scheiße an, aber ich habe es bisher nicht gebacken bekommen und finde mich in etlichen Dingen in Deinem Text wieder. Es tut gut, das so zu lesen, weil es ehrlich ist. Ungeschminkt. Ungeschönt. Du machst damit hoffentlich nicht nur mir Mut, nicht nur den ersten Schritt, sondern alle weiteren zu machen. Ich bin gespannt, ob ich es jetzt schaffe.

    Gruß
    Andy

    P.S.: Mir wurde Dein Text über die Pocket-Empfehlungen im Firefox angezeigt.

  94. Wow, gut geschrieben und für mich (Jahrgang 74) absolut nachvollziehbar. Mir geht es ganz genau so! Ich versuche mich zu motivieren, endlich wieder Sport zu treiben und Dein Blog ist auf jeden Fall ein weiterer Meilenstein der Motivation für mich! Ich gehe allerdings lieber ins Fitness-Studio statt in der Garage auf der Stelle zu laufen, aber das muss ja jeder selber wissen. 🙂 Nochmal herzlichen Dank für den Artikel! You rock! 😉

  95. Hallo Caschy,
    ich bin kein regelmäßiger Besucher deines Blogs, stoße aber immer wieder auf ihn, weil mir Google viele Beiträge vorschlägt, die meinen Interessen entsprechen. Und ich lese dann immer gerne in deinem Blog.

    Heute ist es Zufall, dass ich auf diesen Beitrag zum Thema abnehmen gestoßen bin. Weder habe ich danach gesucht noch großes Interesse an dem Thema. Dennoch habe ich das Thema gelesen und schreibe nur, um die meinen Respekt mitzuteilen. Mach weiter so!
    btw. der Absatz man solle den „Dicken“ im Fitnessstudio Respekt zollen (die tun ja was) anstelle sie (z.T. mitleidig) zu belächeln hat mich ganz schön zum nachdenken angeregt. Recht hast du.
    Viele Grüße Tobias

  96. Hut ab, bleib dran – ich weiß wie schwer es manchmal ist und erkenne mich in deinem Artikel wieder. Vor ziemlich genau einem Jahr war ich auf 105 kg. Hab meine Ernährung umgestellt, nicht gehungert, auch mal als Belohnung Döner oder Burger gegessen, 5-6 Mal die Woche Training am Ergo(begonnen mit 40 Minuten und 80 Watt, heute bei 90 Minuten zwischen 150 und 200 Watt) und bin jetzt bei 88 kg und einem großen Stück mehr Lebensqualität angelangt. Momentan stagniert es ein wenig, aber ich bleib dran, denn 10 kg möchte ich mir noch runterräumen.

    Wir schaffen das. Kleinere Rückschläge stärken den Charakter,
    Gruß aus Österreich

  97. Hey! Gut geschrieben!

    Auch ich habe im Jahr 2017 meine Fettlogik überwunden und bin von 90 kg auf 58 kg (Frau, 163cm).
    Gratuliere dir zu deinem Erfolg!

  98. Es hat nicht viel damit zu tun das man nicht lernt, was man essen darf. Gewichtzunahme hat mehr damit zu tun, das man nicht darauf achtet, was man essen sollte. Der Körper gibt genug Signale. Zudem sind oft emotionale Blockaden dafür verantwortlich das man zuviel isst. Man versucht die innere Leere zu füllen. Ausserdem spielt uns die Nahrungsmittelindustrie aus, indem sie Nahrungsmittel so konzipiert, das wir nicht aufhören können zu essen.

    Dünn oder Dick sein ist immer eine geistige Haltung und das Ergebnis von Glaubenssätzen. Das Essverhalten ist lediglich ein Symptom einer falschen Einstellung. Und Übergewicht das Symptom von schlechtem Essverhalten…

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