Volvo Care Key soll sicheres Car-Sharing ermöglichen

Habt ihr „Kinder“ im Haus, die bereits den Führerschein besitzen oder gerade dabei sind, die Ausbildung dazu zu meistern? Ist das der Fall wird euch sicherlich schon einmal der Gedanke gekommen sein, ob die Tochter oder der Sohn vorsichtig mit dem Auto unterwegs sind und nicht zu schnell fahren. Volvo hat für genau dieses Szenario eine Absicherung vorgesehen – den Care Key.

Der Care Key wird allen Volvo-Autos ab 2021 automatisch beiliegen und bietet dem Besitzer die Möglichkeit, eigene Geschwindigkeitslimits festzulegen. Damit könnt ihr verhindern, dass andere Personen zu schnell mit eurem Auto unterwegs sind. Volvo fährt aktuell eine generelle Initiative gegen zu schnelles Fahren und wird ab nächstem Jahr alle Autos mit einem Geschwindigkeitslimit belegen, man wird nicht mehr schneller als 180 km/h fahren können.

“We believe that a car maker has a responsibility to help improve traffic safety,” said Mr. Samuelsson. “Our recently announced speed limit fits that thinking and the Care Key is another example. Many want to be able to share their car with friends and family, but are unsure about how to make sure they are safe on the road. The Care Key provides one good solution and extra peace of mind.”

“If we can encourage and support better behaviour with technology that helps drivers to stay out of trouble, that should logically also have a positive impact on insurance premiums,” said Mr. Samuelsson.

Diese Maßnahme soll nicht nur für die Sicherheit des Fahrers und der Insassen sorgen, sondern auch finanzielle Vorteile haben. So verhandelt der Autohersteller gerade mit Versicherungen, dass diese Besitzern von Volvos mit Geschwindigkeitsbegrenzung und Care Key spezielle Angebote zukommen lassen.

Nun kann man die Diskussion führen, ob Volvo die Fahrer hier bevormunden will. Die andere Frage ist, ob 180 Sachen nicht vollkommen ausreichend sind, um zügig auf der Autobahn unterwegs zu sein.

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Oliver Posselt

Hauptberuflich im SAP-Geschäft tätig und treibt gerne Menschen an. Behauptet von sich den Spagat zwischen Familie, Arbeit und dem Interesse für Gadgets und Co. zu meistern. Hat ein Faible für Technik im Allgemeinen. Auch zu finden bei Twitter, Instagram, XING und Linkedin, oder via Mail. PayPal-Kaffeespende an den Autor

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14 Kommentare

  1. Alter Hut – U.A. Ford kann das mit „MyKey“ schon ein bisschen länger.

  2. Ich vermute, dass im Unfall Fall relativ unerheblich ist, ob sich gewisse Unfallszenarien mit 140, 180 oder 200 km/h ereignen. Ein einheitliches Tempolimit von 130 auf Autobahnen, 80 auf allen Strassen ausserorts und 30/50 innerhalb Ortschaften, halte ich für sehr viel sinnvoller. Dazu eine technische Einrichtung in jedem PKW, die bei 130 abregelt und bei LKW mit 80 km/h.

    Wer wirklich testikeltechnische Unterstützung braucht, kann sich vielleicht beim Wettkampf um die sinnloseste Beschleunigsleistung ereifern.

    • Mag sinnvoller sein, das kann aber ein Hersteller nicht alleine entscheiden, dazu müsste es gesetzliche Regeln geben. Und gerade in Deutschland und der EU ist es nun mal unheimlich schwierig, sinnvolle Gesetzesvorhaben auf den Weg zu bringen.

    • Da halte ich gar nichts davon! Ein Auto was bei 130 abregelt kaufe ich nicht. Persönlich fahre ich nicht schneller als 150 aber eine Einrichtung zum abregeln würde ich nicht akzeptieren.

      Viel schlimmer finde ich in Autos riesen Displays, ala Tesla, die den Fahrer ablenken. Das interessiert aber leider niemanden.

      • Zum Glück.

      • Wolfenheimer says:

        Nicht nur a la Tesla sondern auch bei allen neuen Volvomodellen. Völlig falsche Entwicklung und genauso heuchlerisch in Bezug auf die Verkehrssicherheit wie die Geschwindigkeit auf 180 zu begrenzen, aber sämtliche neuen Modelle die ersten Monate nur in der Top-Motorisierung anzubieten. Ich habe selbst einen V50 aber die Entwicklung der letzten Zeit wird mich nicht wieder zu Volvo greifen lassen.

      • Ich persönlich würde auch kein Auto kaufen, welches bei 130 km/h abriegelt (meins riegelt bei 165 km/h aus technischen Gründen ab, und selbst das hat mich in der einen oder anderen Situation schon tierisch genervt), aber wäre das gesetzlich Pflicht, wäre es mir egal, denn dann bin ich mit 130 km/h kein Hindernis. Wie gesagt, dazu müssten alle an einem Strang ziehen, wird nicht passieren, also braucht man auch nicht darüber zu diskutieren.

    • Wie war das mit Homophoben? Die größten sind meistens selber latent Homosexuell und schämen sich nur?

      Gilt das auch für Leute, die Autos mit Schwanzverlängerungen gleichsetzen?

      Ich fahre gerne schnell, ich fahre gerne langsam, gerade so wie es mir passt. Und ich hoffe das geht vielen so.

  3. Volvo hat einen Marktanteil von 1,2% … die sind also völlig irrelevant. Die versuchen mit so einem Schnulli 0,01% mehr zu bekommen!

    Anstatt zB in Leichtbauweise Autos zu produzieren so dass die keine 2 Tonnen mehr wiegen müssen. Das wäre mal was aber nein man muss einen schrottigen „Care Key“ als Feature verkaufen. Das würde mal CO2 sparen, aber Care Key ist wichtiger.

  4. Mein Auto soll bei 250 km/h abgeregelt sein, keine Ahnung ob das stimmt, ich bin noch nie so schnell damit gefahren, also stört es mich nicht. Wer nie in die Geschwindigkeitsregion 180 km/h kommt, den wird auch da eine Abregelung nicht stören.

  5. Zur Info: das 180km/h Limit kommt ab Modelljahr 2021, das wird ab KW20/2020 produziert (also ~Mai 2020). Die deutschen Volvo Händler sind aber dagegen, gibt gerade auch Verhandlungen zwischen den Händlern und Volvo wie das „Problem“ für alle Beteiligten gut gelöst werden kann 😉

    • Hast Du mehr Information hierzu oder eine Quelle? Nicht, dass ich Dir nicht glaube, aber ich stelle mir schon seit Ankündigung die Frage, wie diese Ankündigung bei den deutschen Volvo-Händlern wohl ankommt. Ich meine, Volvo verkauft schon noch den einen oder anderen mehrere hundert PS-starken Wagen, warum sollte man den Aufpreis für einen stärkeren Motor als die Basis bezahlen, wenn ich dadurch keinen Vorteil habe, zumindest in der Endgeschwindigkeit (auch wenn man diese kaum noch erreicht auf unseren überfüllten Straßen). Und dann zu einer Zeit, in der Volvo mehr Autos als je zuvor in Deutschland verkauft. Nicht gerade ein kluger Schachzug.
      Ich bin überzeugter Volvo-Fahrer, aber so lange es keine allgemeine Geschwindigkeitsbegrenzung im Autoland Deutschland gibt, möchte ich auch weiterhin über die volle Leistung meines Volvos verfügen, vor allem wenn ich dafür bezahlt habe.

      Aber grundsätzlich bin ich auch für ein Tempolimit in Deutschland. Als Pendler die Schnauze gestrichen voll von den ganzen Halbstarken und Möchtegernschumis. Es gibt nichts schöneres, als im Ausland Auto zu fahren.

  6. Ich bin ein relativ-Vielfahrer mit meinen 60k bis 65k Kilometern im Jahr. Von einem Tempolimit halte ich nichts. Es muss aber IMMER situationsbedingt gefahren werden. Es gibt im Norddeutschland zum Beispiel Bereiche auf Autobahnen (A1 & A7) die in Kurven eine Tempolimit von 120 km/h haben. In Süddeutschland gibt es dann Bereiche die in noch „schärferen“ Kurven keine Begrenzung (A7) haben, wo bei jedem kleinem Hubel das Auto am Heck (bei einem Frontantrieb) bei 180km/h leicht ausbricht (so 1 bis 2 cm). Das finde ich viel bedenklicher, das solche Bereiche nicht staatlich reguliert werden. Ich bin zum Beispiel für ein generelles Überholverbot für LKW auf Autobahnen. Tagsüber fahren zu viele Autos auf den zwei-, drei- und selten auch vier Fahrstreifen der Autobahnen. Wenn ein LKW einen anderen LKW mit einer Differenz von bis zu 5 km/h überholt weichen auch die langsameren PKW auf die dritte Spur aus (deren gutes Recht!). Dabei schauen aber viele nicht in den Rück- und Seitenspiegel. Und noch mehr machen keinen Schulterblick. Ich behaupte nicht, das ich ein besonders guter Autofahrer bin, aber trotz meiner möglichen 220 km/h, fahre ich soweit wie möglich vorausschauend, was mir in vielen Situationen vermutlich schon das Leben gerettet hat. Und vorausschauend fahren wohl auch wenig „Schnellfahrer“.
    Wir sollten aufhören über staatliche Regularien zu diskutieren und mehr Menschlichkeit fordern und fördern. Der Mikrokosmos „Auto“ (jeder Autofahrer steckt in einer Zelle und kann so viel meckern wie er will. Der andere Verkehrsteilnehmer bekommt dies ja nicht mit. Und wenn er es mitbekommt, dann meckert er auch in seinem Kosmos zurück. Eine echte Konfrontation (verbal) findet nicht statt. Jeder empfindet das er selbst Recht hat) ist nicht gut. Eine Kommunikation findet nicht mehr statt und das ist das was uns Menschen ausmacht.
    Nachts, wenn niemand auf der Autobahn ist fahre ich mit 220 km/h über die Autobahn. Tagsüber, wenn das nicht möglich ist, dann fahre ich auch keine 220 km/h sondern die Geschwindigkeit die mir ermöglicht wird unter Einhaltung des Abstandes zum Vordermann (-frau / -diversen).
    Statt zu meckern sollten wir uns an die eigene Nase fassen und uns fragen, muss ich so dicht auffahren? Oder, wenn der hinter mir Lichthupe anmacht, habe ich vielleicht nicht in den Rückspiegel geschaut?

    Ich halte auch nichts davon den eigenen Kindern die Geschwindigkeit durch ein Unternehmen regulieren zu lassen. Kindererziehung gehört zu den Aufgaben der Eltern. Wer das nicht kann sollte dies entweder lernen (man hat ja schließlich 17 bis 18 Jahre Zeit) oder keine Kinder auf die Welt setzen.

    Ich wünsche Euch einen schönen und hoffentlich genau so sonnigen Tag wie ich ihn habe.

  7. Andreas_Va says:

    Allgemeines Tempolimit wäre top!
    Auch ich liebe es im AUsland Auto zu fahren. In Deutschland macht es echt keinen Spaß!

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