Twitter: Analyse zeigt, dass das 280-Zeichen-Limit vorrangig positive Auswirkungen hat

Mehr „Bitte“, mehr „Danke“ und weniger Abkürzungen – das sind laut Twitter die hauptsächlichen Auffälligkeiten, wie sich die Community seit der Erhöhung des Zeichenlimits auf 280 statt 140 Zeichen geändert habe. Das geht aus einer Datenanalyse hervor, die das soziale Netzwerk nun nach einem Jahr seit Änderung der Begrenzung vorgenommen hat.

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Video-Link: https://twitter.com/TwitterData/status/1057290498203926528

So sei unter anderem die Anzahl der höflichen Umgangsformen untereinander im vergangenen Jahr erheblich angestiegen.

Begriffe wie “Bitte” (+ 58 Prozent), “Danke” (+31 Prozent) oder “Entschuldigung” (+44%) wurden von den deutschen Twitter-Nutzern im vergangenen Jahr deutlich häufiger verwendet als vor der Einführung der 280 Zeichen. Auch in den USA lässt sich ein ähnliches Bild erkennen. Die Begriffe “please” (+ 54 Prozent) und “thank you” (+22 Prozent) wurden hier ebenfalls vermehrt verwendet.

Wo die Höflichkeit zugenommen hat, wurde auf der anderen Seite mit dem hinzugewonnenen Platz beim Verfassen eines Tweets auch mehr darauf geachtet, nicht mehr so oft mit Abkürzungen zu arbeiten. Demnach seien Begriffe wie „gr8“ (-36 Prozent), “b4” (-13 Prozent) und “sry” (-5 Prozent) im englischsprachigen Raum deutlich weniger verwendet worden, die eigentlichen Wörter hinter den Abkürzungen, “great” (+32 Prozent), “before” (+70 Prozent) und “sorry” (+31 Prozent) konnten deutlich häufiger gelesen werden.

Am Ende hat das Aufstocken des Zeichenlimits aber doch gar nicht so viel am eigentlichen Twitter-Feeling geändert. In der Timeline schöpften gerade einmal ein Prozent aller Tweets das neue Zeichenlimit voll aus, lediglich zehn Prozent überschreiten die damaligen 140 Zeichen. Damit bleibe auch die durchschnittliche Zeichenzahl eines Tweets mit 36 statt vorher 35 Zeichen nahezu unverändert.

Viele Zahlen, wenig Änderung. Dabei ist es genau das, was man seitens Twitter schon im Vorfeld prognostiziert hatte. Meine persönliche Timeline hat sich gefühlt ebenso wenig geändert, allerdings bin ich gerade bei umfangreicheren Themen auch dafür dankbar, dass mehr Info pro Tweet möglich ist.

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Benjamin Mamerow

Nordlicht, Ehemann und Vater, hauptberuflich mit der Marine verbündet. Außerdem zu finden auf Twitter. PayPal-Kaffeespende an den Autor. Mail: benjamin@caschys.blog

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2 Kommentare

  1. Ich persönlich finde – früher konnte ich viele Tweets in Timeline mit einem Blick runterlesen und bin dann bei interessanten Dingen hängen geblieben.

    Nun aber gibt es mehr lange Texte – da geht das nicht mehr, da längere Texte mit vielen Worten, oft auch Füllworte. Oft auch Geschwafel, wo früher knackig kurz auf den Punkt geschrieben wurde. Ausgeschriebene Worte statt Abkürzungen hemmen auch die Textaufnahme.

    Ist also für mich schwieriger, aufwendiger und zeitfressender geworden, größere Mengen an Tweets zu erfassen

  2. Tobias Claren says:

    Naja, man kann auch 10.000 Zeichen posten, wenn man drauf verzichtet dass diese von Google, Twitter etc. indexiert werden. Einfach online eine Seite suchen die Text in ein jpg umwandelt (gibt es), und es als Bild anhängen.

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