The Old Reader wird privat, Feed Export möglich

Einige von Euch nutzen den RSS-Reader The Old Reader. Als Alternative zu Googles eingestelltem Reader war er für viele genau das Richtige. Diese Zeit könnte nun vorbei sein, wenn Ihr Euch zu spät registriert habt. Den Machern scheint das Projekt über den Kopf gewachsen zu sein, die drastische Maßnahme ist nun die Privatisierung der Seite. Das heißt, dass ab sofort keine Registrierung mehr möglich ist und bisherige Nutzer ihn nur weiter verwenden können, wenn sie vor dem 13. März auf The Old Reader gesetzt haben.

theoldreader

[werbung] Die Migration auf private Accounts erfolgt automatisch, innerhalb noch dieser Woche wird man als Nutzer erfahren, ob man einen privaten Account erhält oder nicht. Für alle möglich ist der Export der Reader-Daten im OPML-Format, um die abonnierten Feeds in einen anderen Reader zu übertragen. Die OPML-Datei erhält man über das Einstellungs-Menü: „You will have two weeks to export your OPML file regardless of our decision. OPML export link is located at the bottom of the Settings page — use the top-right menu to get there. All posts that you saved for later by using Pocket integration will obviously remain in your Pocket account.

In zwei Wochen wird die öffentliche Seite des Projekts dann offline gehen. Als Begründung geben die beiden Verantwortlichen an, dass die Work-Life-Balance in den letzten Wochen sehr gelitten habe. Da man aber weiterhin das Ziel hat, einen sehr guten RSS-Reader zu basteln, geht man nun den Weg des beschränkten Nutzerkreises, was den Aufwand sehr stark minimiert.

Solltet Ihr The Old Reader genutzt haben, exportiert Eure Feeds oder hofft auf einen privaten Zugang. Ich selbst habe den Reader nie genutzt, was man aber in den Kommentaren immer so gelesen hat, scheint er einer der besseren gewesen zu sein. Schade drum.

Update: Die Androhung der Schließung hat anscheinend gewirkt. Wie man in dem gleichen Artikel nun mitteilt, scheinen sich Unterstützer gefunden zu haben, die The Old Reader am Leben erhalten werden. Auf jeden Fall kann man sich wieder registrieren.

UPD: It looks like this scary post worked. We have received a number of proposals that we are discussing right now. Chances are high that public The Old Reader will live after all.

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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16 Kommentare

  1. Da lob ich mir die selbstgehostete Lösung 🙂

  2. Schade! Hab erst gestern vom Old Reader erfahren und bis jetzt nur Gutes gehört gehabt.. Was ist denn nun die beste Alternative ;)?

  3. Nutze ihn nicht standardmässig, aber habe halt bei allen mal reingeschnuppert. Jetzt mal geschaut wie es bei mir aussieht, eingeloggt und hatte direkt oben als roten Balken den Hinweis das ich wohl nicht zu den auserwählten gehöre.

  4. Für alle die nicht dabei sind und die Einfachheit des Google readers gemocht haben. Inoreader.com ist beinahe eine Kopie des Google readers, gratis (ich hab aber schon was gespendet, bin sehr zufrieden) und mittlerweile gibt es auch eine Android app, erst in der alpha mit ein paar kleinen Macken, aber schon mehr als nutzbar (gelegentliche Neustarts der app).

  5. Ich hab ihn mal ein bisschen getestet.

    Da ich kein wirkliches Interesse an dem Reader habe hab ich gleich mal mein Konto gekündigt um Platz zu machen für jemanden den ihn wirklich nutzen will.

  6. Andreas Driesen says:

    @Michael: Ich habe wirklich viele durch, Inoreader, TinytinyRSS, AOL Reader, The Old Reader… Feedly ist und bleibt der Beste! Die kommen bald mit einer Pro Version für wenig monatliches Geld mit mehr Funktionen um die Ecke. Haben also im Gegensatz zu allen anderen ein Geschäftsmodell! Ich kann den nur empfehlen. Webversion ist super (cloud.feedly.com) und die Apps sind sehr schick, wenn auch noch Funktionen wie offline sync oder eine Suche fehlen, aber das kommt noch alles: http://feedly.uservoice.com/

  7. Schade darum – für mich war er die beste Alternative zum Google Reader. Ich hab ihn die letzten Monate intensiv genutzt – hab mich aber leider zu spät angemeldet. Tja, Feedly ich komme – obwohl ich dich nicht mag ….

  8. @Dominik
    Danke für den Inoreader.com-Tip! Für mich auch die beste Google-Reader-Nachfolge.

  9. Hab mich sogar vor ein paar Tagen selbständig von The Old Reader verabschiedet, nachdem der Dienst tagelang ausgefallen ist. Klar, kostenlos und von einem kleinen Kreis, ich darf da jetzt nicht so viel erwarten, aber ich möchte trotzdem einen Feed Reader nicht tagelang missen. 😉

    Bin jetzt erstmal beim AOL Reader und bis auf die mangelnde „eingeloggt bleiben“-Funktion ist das ganz solide, hat auch eine schöne „Markierungs“-Option, um Nachrichten für später zu markieren.

    Will mir auch noch den Digg Reader später ansehen, ansonsten trauer ich immer noch ein wenig dem Google Reader nach.

  10. Extrem schade drum … tut mir leid für das tolle Team

    wie Hubert sagt der beste Ersatz für den Google Reader. Schlank rank und mit guten Features. Werde nötigenfalls mal den Digg Reader genauer anschauen, die Jungs da haben sich den A… aufgerissen und haben das Ding in wenig Zeit realisiert und erste Tests zeigten, dass es funzt.

    Aber bei TheOldReader hat sich das Mini-Team leider übernommen, resp es wurde von einer Springflut überrollt. Dann noch die völlig kaputte Maintenance der HW vor 10 Tagen… Kein Wunder sind sie am Ende der Kräfte und Nerven. Wäre cool wenn eine potenten Firma das Projekt übernehmen und weiterführen würde.

    Und sorry, aber mit Feedly kann ich noch immer NIX anfangen. Dutzende Male reingeschaut, aber das Hochglanz-Dings passt nicht. Und dass der Feed-Export noch immer so handgestrickt funktioniert kann ja nicht deren Ernst sein.

    PS: Sascha, danke für diesen Artikel und mach weiter wie bislang.

  11. @Andreas: Wie Du richtig schreibst, die Apps sind bei Feedly echt schicki-micki – aber wichtige Funktionen fehlen. Und genaus dies ist für mich die FALSCHE Reihenfolge.
    Zuerst kommt die Funktion, danach kann man polieren.

    Dass bei Feedly vor lauter Hochglanz-Features die Funktion sogar zurückstecken muss ist unglaublich (Seiten-Wegklapp-Effekt wenn Du unten ankommst, statt Scrollen wo Du auch die untersten Artikel lesen kannst) – aber das ist wohl dem Zeitgeist geschuldet: Mehr Schein denn sein.

    Und wer die Uservoice (feedly.uservoice.com) nutzt um ein Feature vorzuschlagen, darf sich darauf gefasst machen, auch schon mal gehörig angeschnauzt zu werden.

  12. Schade, damit hab ich dann wohl endgültig verloren, wenn nicht noch ein Wunder geschieht. Der hochgelobte Feedly versagt nämlich krassestens, wenn es um den IE hinter einer Firewall geht … the old reader hat das ohne Weiteres gekonnt. Wenn Feedly mal zuhören würde, was die User wollen, wäre es die Alternative, so ist es nur ein nettes Teil, das mir nix bringt. AOL Reader lässt mich nicht rein (closed, leider zu spät …), Digg funktioniert hier nicht, weil Social Network … Kann nur hoffen, dass der Inoreader geht, ansonsten schaue ich mir doch mal den TinyRSS an.

    Google, ich mag euch nicht mehr.

  13. @Andreas zu spät ich habe jetzt zu inoreader.com gewechselt. Gefällt mir wesentlich besser.

  14. Ich hab mir jetzt mal den inoreader angeschaut. Mal gucken, wie es weitergeht, aber der funktioniert auch hinter besagter Firewall. Wenn sich mit dem old Reader nicht was grundsätzliches ändert, ist der inoreader wenigstens eine Alternative.

    Trotzdem hab ich eins gelernt: Auf google ist kein Verlass … Das ist wohl,die schlimmste Werbung, die sie sich selbst bereiten konnten.

  15. Tja Ralf, wo Du recht hast, da haste recht: „Trotzdem hab ich eins gelernt: Auf google ist kein Verlass … Das ist wohl,die schlimmste Werbung, die sie sich selbst bereiten konnten.“

    Mich persönlich hat Google nicht nur mit dieser Abschaltung, sondern auch früheren Dienstentferungen enttäuscht. Oder mit solchen Spielchen wie: Wir nehmen Google Notebook weg, weil zuwenig genutzt – aber nicht ein Jahr später kommt Google Keep. Hahaha, für wie lange ??

    Wie Du sagst: Auf Google ist kein Verlass – wie man sich als Firma selber so blöd ins Knie schiessen kann? Keine Ahnung.

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