Teufel Bamster Pro Test: Kleiner Bluetooth-Lautsprecher mit gutem Sound

Teufel ist immer eine Alternative, wenn man auf der Suche nach Kopfhörern, Lautsprechern und Co. ist. Das Unternehmen aus Berlin hat sich nicht nur im traditionellen Audio-Segment einen guten Namen gemacht, mit dem Raumfeld-Zukauf hat man auch im Multiroom- und Streaming-Markt etwas in petto. Der Protagonist des heutigen Tests ist ein kleiner Bluetooth-Lautsprecher mit dem Namen Bamster Pro.

Der Lieferumfang

In der Teufel-typischen, schwarzen Pappbox mit roten Akzenten findet sich ein gut verstauter Bamster Pro nebst einer Ladestation für den Speaker und ein bisschen Papierkram. Teufel hat beim Verpackungsdesign einen guten Job gemacht, denn die Teile sind nicht nur zweckmäßig irgendwie in der Box untergebracht. Alles hat seinen Platz und ist mit entsprechenden Zwischenschichten gesichert.

Design, Materialien und Verarbeitung

Der Bamster Pro ist ein Bluetooth-Lautsprecher, der 20,40 Zentimeter lang, 8,20 Zentimeter tief und 7,80 Zentimeter hoch ist. Damit hat er die typischen Maße eines länglichen Bluetooth-Lautsprechers. Der Body wirkt solide, besitzt eine rechteckige Grundform mit abgerundeten Seiten und kommt mit einem Gehäuse aus sandgestrahltem und matt-eloxierten Aluminium daher, Fingerabdrücke sieht man darauf leider ziemlich schnell.

Im Gegensatz zu vielen Konkurrenten ist der Speaker nur liegend einsetzbar und hat einen leicht abgeschrägten Boden aus ABS-Kunststoff, der schlagfest ist und über zwei Gummifüße verfügt. Links und rechts wurden große Aussparungen angebracht, die den Bass-Treibern Platz zur Entfaltung lassen.

Beim Transport des Bamster Pro sollte man in jedem Fall aufpassen, dass keine Kleinteile in die Treiber marschieren und diese zerstören. Ein Gitter hätte solche Szenarien sicherlich verhindern können.

Im Boden befinden sich ebenfalls ein 3,5-Millimeter-Anschluss zum kabelgebundenen Betrieb von anderen Audiogeräten und ein microUSB-Port. Letzterer bietet eine Powerbank-Funktion für Smartphones an, kann aber auch zum Aufladen des Bamster Pro selbst benutzt werden, sollte man die Ladestation nicht zur Hand haben, die den Akku über zwei Kontakte im Boden auflädt.

Das Gesicht des Lautsprechers wird durch den großen Metallgrill und die Steuereinheit geprägt. Dort finden sich der Power-Button, Vor- und Zurück, ein Knopf für die Ladeanzeige, der Bluetooth-Button, ein Dynamore-Knopf (dazu später mehr), ein LED-Ring und der große Teufel-Knopf mit einem Drehmechanismus.

Technik und Akkulaufzeit des Teufel Bamster Pro

In dem kleinen aber ziemlich schweren Kerlchen hat man in Berlin eine Menge Technik verstaut. Für den guten Klang sollen zwei 50 Millimeter große Breitband-Lautsprecher in Kombination mit zwei 46 Millimeter großen Tieftönern sorgen. Diese werden von zwei Class-D-Verstärkern befeuert, die insgesamt 20 Watt Gesamt-Ausgangsleistung vorweisen und im Zusammenspiel mit den Treibern einen Schalldruck von maximal 90dB auf einen Meter Entfernung erzeugen. Der abgedeckte Frequenzbereich liegt bei 59 – 20000 Hertz, was ziemlich gut ist.

Damit auch irgendwas aus dem Ding herauskommt, könnt ihr eure mobilen Endgeräte per Bluetooth 4.0 aptX  (NFC ist an Bord) koppeln, kabelgebundene Geräte können über den 3,5-mm-Eingang angeschlossen werden.

Der Bamster Pro merkt sich die Einstellungen auch bei Trennung des Netzes. Außerdem wurde eine Ein- und Ausschalt-Automatik verbaut, um den Akku nicht zu sehr zu strapazieren, wenn man den Speaker nicht benötigt.

Teufel hat innerhalb des Lautsprechers einen 2.500 mAh starken Lithium-Ionen-Akku platziert, der für knapp 10 Stunden Musikhören ausreichen soll, in meinem Test bin ich auch an diesen Wert herangekommen. Dennoch hängt es stark davon ab, in welcher Lautstärke ihr euch beschallen lasst.

Die Bedienung

Der große Teufel-Button inklusive der ringsherum angeordneten Buttons ist die zentrale Steuereinheit des Lautsprechers. Wenn ihr den Ring um den großen Knopf dreht, könnt ihr die Lautstärke entsprechend regulieren, das Level wird an dem LED-Ring angezeigt. Dieser zeigt übrigens auch den Füllgrad des Akkus an, wenn ihr die Akku-Taste drückt. Das Ganze ist in jedem Fall hilfreich, wenn man wissen möchte, wie lange der Strom noch ausreicht.

Die Kopplung mit dem Smartphone etc. könnt ihr über den Bluetooth-Knopf triggern. Habt ihr ein Gerät erfolgreich verbunden, leuchtet der Bluetooth-Button permanent in Teufel-typischem Rot. Dasselbe gilt für den Dynamore-Knopf (wenn eingeschaltet) und den Power-Button.

Der Teufel-Knopf dient zum Starten oder Stoppen der Musik und kann auch zum Entgegennehmen von Anrufen oder zum Auflegen verwendet werden. Die verbaute Freisprecheinrichtung funktionierte in meinem Test sehr gut.

Der Klang

Der Sound des Bamster Pro ist überraschend gut, wenn man seine Größe in Betracht zieht. Die Höhen sind klar und deutlich, ohne dabei schrill oder nervig zu klingen, die Mitten sind sehr präsent und stellen sich sehr differenziert dar. Der Bass ist das aufregendste an dem kleinen Bluetooth-Lautsprecher, denn die beiden Subwoofer im Boden des Bamster Pro machen einen hervorragenden Job.

Der Bass ist für die Größe verdammt gut, druckvoll und kräftig. Es gibt natürlich auch Limitierungen, denn ab bestimmten Lautstärke-Bereichen ist auch das verbaute System nicht mehr in der Lage, den saubersten Klang zu produzieren. Bei der Größe aber auch kein Wunder. Alles in allem produziert der Bluetooth-Lautsprecher einen hervorragenden Klang.

Dieser wird meiner Meinung nach noch einen Ticken besser, wenn man Dynamore anschaltet. Dabei handelt es sich um eine von Teufel entwickelte Technologie, die den Sound räumlicher und voluminöser klingen lässt. Man hat das Gefühl, dass der linke und rechte Treiber wesentlich weiter auseinander stehen. Das Stereo-Erlebnis wird dabei um einiges angehoben.

Der BAMSTER PRO ist das erste Produkt, welches die von Teufel hier in Berlin entwickelte Dynamore – Technologie verwendet. Diese passt die im linken und rechten Kanal identischen Signale so an, dass das wahrgenommene Stereopanorama weit über die tatsächlichen Ausmaße hinaus vergrößert wird. Auch dank des innovativ abgestimmtem Cross-Correlation Filters klingt die transportable Box so breit wie zwei kompakte Regallautsprecher. Dabei wurde genauestens darauf geachtet, dass keine negativen Klangverfärbungen, wie bei konventionellen Stereoverbreiterungen, auftreten.

Mein Fazit zum Teufel Bamster Pro

Mit dem Bamster Pro setzt Teufel eine starke Marke im Segment der kleinen Bluetooth-Speaker. Die verwendeten Materialien sind wertig und sehr sauber verarbeitet. Ein sehr gutes Klangbild und die Dynamore-Funktion runden das Bild für mich ab. Einzig der Preis könnte einige potentielle Käufer abschrecken, denn das Berliner Unternehmen ruft aktuell 219,99 Euro dafür auf. Ein stolzer Preis, für den man aber einen ordentlichen Gegenwert erhält. Will man in diesen preislichen Regionen kaufen, dann gibt es noch Alternativen, beispielsweise Libratone oder auch die Boom-Reihe von UE. Kollege Carsten reicht beispielsweise ein günstiger Lautsprecher von Anker, der ihn auf Reisen begleitet.

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Oliver Posselt

Hauptberuflich im SAP-Geschäft tätig und treibt gerne Menschen an. Behauptet von sich den Spagat zwischen Familie, Arbeit und dem Interesse für Gadgets und Co. zu meistern. Hat ein Faible für Technik im Allgemeinen. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Instagram, XING und Linkedin, oder via Mail. PayPal-Kaffeespende an den Autor

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3 Kommentare

  1. Ich habe den Bamster Pro auch seit ein paar Tagen im Einsatz, es gab ihn günstig als „b-Ware“. Kann den Bericht voll bestätigen, der Sound ist für die Größe beeindruckend.

  2. Ich habe mir den Bamster Pro heute bestellt und bin gespannt auf den Sound. Ich hatte bisher den Bose Soundlink Mini 2, bin aber nicht wirklich zufrieden mit dem Lautsprecher. Ich verstehe auch nicht, warum so viele Hersteller auf APTX verzichten.

    • Da kannst Du dich wirklich drauf freuen. Habe ihn seit zwei Monaten. Mit ’nem Equalizer auf dem Smartphone kann man noch einen für sich besser passenden Sound rausholen.

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