Telegram führt Sprachchats offiziell für Kanäle ein

Clubhouse hat es vorgemacht: Audiochat für größere Zahlen an Gesprächsteilnehmern und Mithörern gewinnen offenbar an Beliebtheit. Da lag es nahe, dass schon bald auch andere Betreiber nachziehen würden. Nun ist es direkt bei Telegram so weit: Ab heute stehen die Sprachchats in Kanälen für alle zur Verfügung. Zuvor testete man das Feature mit einem kleineren Teilnehmerkreis.

In den Kanälen gibt es für Sprachchats keinerlei Beschränkung für die Teilnehmerzahl Das jüngste Update des Messengers bringt auch die Möglichkeit mit sich, Sprachchats nun aufzuzeichnen. Damit die Chats in Kanälen nicht im Chaos enden, gibt es außerdem Mechanismen zum Handhaben, Einladungslinks für Sprecher und Zuhörer, Titel für Sprachchats und eine Möglichkeit für Personen des öffentlichen Lebens, Sprachchats als ihre Kanäle statt als individuelle Person beizutreten.

Wer einen Sprachchat starten möchte, sollte das Profil einer Gruppe oder eines Kanals als Inhaber öffnen und dann über das Punkte-Menü die passende Option wählen. Auch können Inhaber und Admins nun Sprachchats aufzeichnen, um die Gespräche z. B. zu archivieren oder später noch einmal zu veröffentlichen, damit diejenigen reinhören können, welche das Event verpasst haben. Damit da kein Teilnehmer am Ende böse überrascht wird, sind Chats, die aufgezeichnet werden, mit einem roten Licht neben ihrem Titel markiert.

Sinnvoll ist da natürlich Teilnehmer bei größeren Chats stumm zu schalten und auf Meldung freizugeben, daher können sie eben nun virtuell wie in der Schule die Hand heben, damit Admins aktiv werden können. Der Text der jeweiligen Nutzer-Bio ist in der Teilnehmerliste sichtbar, damit Admins dadurch Informationen erhalten, die helfen, die richtigen Teilnehmer auszuwählen. Bei den Einladungslinks können Sprecher und Zuhörer direkt separiert werden, damit ein Sprecher nach dem Beitritt nicht erst freigeschaltet werden muss.

Zusätzlich haben Sprachchats haben jetzt optionale Titel, die helfen sollen, die Themen der Unterhaltungen zu sehen, bevor der Beitritt erfolgt. Neu ist zudem noch die Option das Anhören langer Sprachnachrichten später an der Stelle fortzusetzen, an der abgebrochen wurde. Sinnig, wenn man sich da ein längeres Event später zu Gemüte führt. Für Android-Nutzer noch eine gute Nachricht: Jetzt kann gewählt werden, welche Aktion dem Linkswischen in der Chatliste zugeordnet wird: Chats archivieren, anheften, stumm schalten, löschen oder als gelesen markieren. (Bei iOS sind all diese Wisch-Aktionen immer verfügbar, je nachdem, in welche Richtung gewischt wird.)

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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2 Kommentare

  1. Telegram beschte .

  2. fehlt nur noch standardmäßige Verschlüsselung ohne opt in und die Befreiung von Telefonnummer.

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