Synology: DS Video streamt nun auf Chromecast

Synology hat heute Updates der Android-Apps veröffentlicht, die in unmittelbaren Zusammenhang mit dem Erscheinen des DiskStation Managers 5.0 stehen. Erst jüngst erschien die aktualisierte DS Audio-App für iOS, mit der alle Benutzer eines Chromecast-Streamingssticks von Google Audio-Inhalte vom NAS auf das TV-Gerät bringen können. Nun hat man auch auf der Android-Plattform nachgearbeitet, hier steht derzeit das Paket DS Video frisch aktualisiert bereit, auch hier ist die Unterstützung für Chromecast gegeben. Um Filme vom Synology NAS auf das TV-Gerät zu streamen, langt es aber nicht, nur die DS Video-App zu aktualisieren, im Paket-Manager eures NAS werden auch Updates warten, zum Beispiel das Update für die Video Station.

dsvideo

Sind die Updates erledigt, so kann direkt vom Android-Gerät aus auf das NAS zugegriffen werden und der Film an das TV-Gerät übergeben werden. Nun habe ich ja den direkten Vergleich und glücklicherweise ein TV-Gerät mit DLNA und Co, weshalb ich direkt am Smart TV auswählen kann, auf welche Ordner ich auf meiner DiskStation zugreifen will. DS Video über Chromecast war für mich persönlich nicht die Offenbarung, dafür mit großer Geduld verbunden. Was praktisch ist: keine Fernbedienungs-Frickelei und bequeme Auswahl über das Smartphone. Ein weiterer Vorteil ist, dass man so ziemlich alles abspielen kann an Dateiformaten, die Synology NAS kümmert sich darum.

DS video
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Entwickler: Synology Inc.
Preis: Kostenlos
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Kommen wir nun zum Nervfaktor: Filme brauchen teilweise 30 Sekunden, bis sie starten – kann an der Umwandlung auf der Synology liegen. Aus diesem Grunde ist das Vorspulen ebenfalls mit Geduld verbunden. Mal einen Film anspringen und sich dann für einen anderen entscheiden? Dann vielleicht mal damit leben, das auch hier Wartezeiten auftreten, oder die App den Streamings-Stick oder das NAS gar nicht mehr erkennt – alles in meinen Tests passiert. Wer „mal“ einen Film oder eine Serie schauen will, der kann sicherlich damit leben. Der Power-User wird sicherlich eine andere Lösung besitzen oder sich ganz schnell entschließen, etwas anderes zu nutzen. Wer ein NAS von Synology mit aktivierter und aktualisierter Video Station hat, der kann das Ganze ja mal mit diversen Dateitypen ausprobieren und Feedback hinterlassen. In der DS Video-App findet ihr nach Auswahl des Films rechts oben das Icon, über welches ihr die Zielquelle auswählen könnt.

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Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

15 Kommentare

  1. Benutze Chromecast mit Plex und muss sagen, dann liegt es wohl eher an Synology.
    Nicht das beim streamen über Plex nicht auch Wartezeit anfällt, aber eher so 5 Sekunden. Das ist jetzt nicht super komfortabel, aber ehrlich, wieviel spult man denn? Ganz abgesehen davon das sich die App merkt, an welcher Stelle des Films man war (egal bei welchem Gerät) und einem dann die Stelle direkt vorschlägt. Würde mal davon ausgehen, dass, folgende Updates vorausgesetzt, sich das noch bessert.
    Bin mal gespannt auf andere kommentare. Hatte eigentlich vor mir nen entsprechendes NAS zuzulegen da der Rechner nicht immer laufen soll.

  2. ich habe mal ein paar Tage mit der Kombination Synology Video Station und als Empfänger WDTV (DLNA) herumgespielt. Für mich nicht zu gebrauchen, das ewige Warten auf den Filmstart nervt, spulen war praktisch nicht möglich. Mittlerweile habe ich ein xbmc auf dem PC, die Filme und die xbmc-Datenbank liegen auf dem NAS. Am TV hängt ein Raspberry Pi mit xbmc drauf, welches auf die Datenbank und Filme auf dem NAS zugreift. Das funktioniert nicht out of the box und man muss ein kleines bisschen herumfrickeln, aber wenn man es eingerichtet hat läuft’s wie ’n Länderspiel!

  3. Zum Vergleich, für Interessierte ohne Chromecast: ich streame von meiner DS209 via schnödem altem SMB Protokoll auf meine diversen XMBC clients (HTPC, MacBook, Ubuntu, Raspi, Nexus 10, SGS 3). Alle Clients beziehen die Medieninformationen (SMB Pfad, Inhalt, Abspielposition, gesehen/ungesehen, Schauspieler etc) aus einer SQL Datenbank, die ebenfalls auf der Synology liegt. Universell, stabil, schnell und extrem platformübergreifend.

  4. @kOOk Wozu hast du in dieser Konstellation noch ein XBMC auf dem PC?
    PS: „läuft wie ‘n Länderspiel“ ist super 🙂

  5. Moin aus Bremerhaven 🙂
    Achtung als kleiner hinweis, wer sich DSM5.0 auf seinem Synology installiert…..kann maximal noch 3 Platten gleichzeitig über USB einbinden.
    Bin zurück auf DSM 4.3

  6. @Troy:
    Das ist prinzipiell eine gute Lösung, die ich auch schon länger im Einsatz habe. Was mich jedoch dabei stört: Du kannst es nicht unter iOS nutzen. XBMC gibt es dort nur auf Jailbreak-Geräten (was für mich keine Lösung ist).
    Auch nachteilig ist, dass die Clients die Datenbank aktualisieren müssen, was u. U. bei größeren Datenbeständen länger dauern kann. Plex ist da mit seiner Serverkomponente deutlich weiter. Aber das ist der Unterschied zwischen einem echten „Mediacenter/-server“ (Plex) und einem „Medienclient“ (XBMC).

    Perfekt wäre eine Lösung, bei der die Daten auf der DS liegen und ein Streamen inkl. Abspielposition auf sämtliche Endgeräte möglich wäre inkl. iOS. UPnP/DLNA bietet das soweit ich weiß nicht, außerdem fehlen hier auch die Medieninformationen, aber da bin ich nicht sicher.

    Plex ist daher denke ich noch die beste Lösung.

  7. @clenze
    Am PC hängt ein Beamer, ich kucke damit auch Filme. Ausserdem geht das Arbeiten am PC schon bequemer und vor allem schneller als mit dem Raspi.

  8. @Norman: Ja aber ganz ehrlich, muss ich auf meinem iPhone einen Film streamen? Normalerweise will ich meine Filme daheim auf dem TV gucken oder nicht =P

  9. @Yannick: Nicht auf dem iPhone, wohl aber auf dem iPad. Insbesondere, wenn man vielleicht eine Familie hat und der Fernseher schon „belegt“ ist oder man sich irgendwohin zurückziehen mag.

  10. @Norman: tja, das ist leider wieder mal ein ganz objektiver Beweis für die negativen Seiten der Geschlossenheit von iOS. Betrifft mich glücklicherweise nicht.

    Was die Aktualisierung der Datenbank betrifft – das macht man natürlich auf dem schnellsten verfügbaren Client. Die Content-Scraper im xmbc brauchen eben ein bischen Leistung. Das sehe ich im praktischen Einsatzt nicht als ein Problem.

    @Yannick: wie @Norman schon sagte, das Streamen auf ein Tablet ist ein sehr relevanter Use-Case, ich hänge meins z.B. über das Display vom Hometrainer und sehe statt kriechender Sekunden nun spannende Serien.

  11. Weiß jemand ob die „Startzeit“ und das Vorspulen bei Filmen, die auf einer DS214play liegen, schneller ist?

    Das DS214play ist ja speziell für Multimediazwecke konzipiert, hat einen eigenen h264-Transkoder sowie einen Dual-Core Atom.

    Gruß

  12. @Troy: Da gebe ich dir recht. Ich mag zwar iOS, aber das ist ein Nachteil.

  13. Warum muß der Fikm auf der Synology denn gewandelt werden?
    Ich hab da alles mögliche in MP4 Files liegen, und das kann meine uralte EVA8000 (2007 gekauft, gibt schon lange keine neue Firmware mehr dafür) auch direkt vom Fileshare abspielen.
    Kann der Chromcast das nicht auch?

  14. Hab mir den Stick zugelegt, was fürn Dreck!!! Hätte gedacht, dass ich nun bequem die Aufnahmen (mpeg2) am TV gucken kann. Er kann das Format nicht… wie alle anderen Formate, die ich probiert habe, ebenso… jemand ne Idee?

  15. @mike3k: Ich habe bisher nur ein wenig mit Big Buck Bunny in Verbindung mit dem CC experimentiert. Den als mpg4 angebotenen Download spielte der CC nicht ab, den mit h.264 hingegen schon.
    Wenn ich das richtig verstanden habe unterstützt der CC nur sehr wenige Codecs, die dann aber in Hardware. Von einer Konvertierung durch die Video Station habe ich auch nichts merken können.

    http://www.bigbuckbunny.org/index.php/download/