Sygic: Karten- und Navigationslösung wechselt auf das Abo-Modell

Die Karten- und Navigationslösungen von Sygic kennen vielleicht einige von euch. Die App ist zu haben für Android und iOS und eine der letzten großen Neuerungen war die Gangbarmachung des Systems für Android Auto. Sygic bot in der Vergangenheit einige Module kostenpflichtig an, so konnte man die Real View Navigation, das Cockpit oder die Dashcam separat erwerben. Damit ist aber nun Feierabend, denn wer mehr möchte, der muss ins Abo wechseln. Derzeit wird das Premium-Abo für 12 Monate für knapp 30 Euro angeboten, später soll es wohl knapp 56 Euro kosten. Eine Option mit drei Monaten Vollzugriff auf die Funktionen gibt es auch, hierfür möchte man dann knapp 14 Euro haben. Bin mal gespannt, wie die Community das aufnimmt.

Es gibt zwei Stufen für das Premium+-Abonnement – mit entweder 3 Monaten oder 12 Monaten Gültigkeit. Je nach gewähltem Plan sind die Zahlungen vierteljährlich oder jährlich wiederkehrend, Sie können Ihr Abonnement jedoch jederzeit kündigen. Während des Abonnements erhalten Sie alle zukünftigen App-Updates und Funktionen, einschließlich regelmäßiger monatlicher Karten-Updates.

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Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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27 Kommentare

  1. Wir nutzen Sygic als „Lifetime“ Premium Kunden und hoffen doch sehr, dass sich das aufgrund der Umstellung auf ein Kundenmelkmaschinenabo nicht ändert!

  2. Endlich! Je weniger Apps ohne funktionierendes Businessmodell, desto besser.

    • Ich wollte hier kurz was sinnvolles drunter schreiben, aber dann dachte ich mir doch eher „Don’t feed the troll“.

  3. Haben diese Abo-Lösungen eigentlich einen echten Mehrwert gegenüber den kostenlosen Navi-Apps von Google und Apple (oder weiter gefasst natürlich auch diverse andere Anbieter)? Ich meine, die wichtigsten Dinge sind doch vermutlich aktuelle Karten (bei Google und Apple so weit gegeben) und Verkehr (ebenfalls gegeben). Die werden doch vermutlich nicht noch genauere Verkehrsdaten anbieten können, oder?

    • Seh ich auch so, eine von den beiden und du hast alles was man braucht.

      • TomTom ist vom Routing generell, aber auch was das Ausweichen auf Alternativstrecken im Falle des Falles nach wie vor besser und schneller als Google oder Apple.
        Das Erkennen von Staus und gesperrten Strecken/Straßen im Allgemeinen ist bei TomTom auch meistens zuverlässiger.
        Darüber hinaus habe ich die Karten offline auf dem Gerät, alle und jederzeit.
        Und es wird mir einigermaßen zuverlässig angezeigt, wie schnell ich da wo ich gerade bin, fahren darf. (Jut, macht mein Auto von sich auch aus, aber alle machen das halt auch nicht).
        Und, speziell im Falle von Google Maps: da kann ich mir alleine die Optik schon nicht antun. Das ist alles, aber nicht übersichtlich, simpel und ansehnlich auch nicht.
        Die Sprachausgabe ist auch fürchterlich. (Bei Apple zwar nicht, aber davon ab kann das auch nix besser als Google Maps).

  4. Ich rege mich inzwischen über so etwas gar nicht mehr auf. Apple will es so und die Entwickler brauchen Geld (manche sind gierig), so ist das eben. Ich habe mich vor ein paar Tagen erst von 30 Apps verabschiedet und es werden sicher noch ein paar mehr. Entweder gibt es Alternativen (gerne mit Einmalkauf) oder ich überlege, welche App ich wirklich brauche und lösche die nicht notwendigen. Irgendwann lebe ich vielleicht mit dem, was das Smartphone mitliefert (Apple selbst liefert ja auch stetig immer mehr Funktionen von Haus aus mit) und das war’s dann halt.

    • Na siehste: so hilft dir Apple, dich mal damit zu befassen, was du tatsächlich möchtest (so dass du dafür bereit bist Geld auszugeben). Das geht nur über Abos. Wir leben ja nichts mehr im Zeitalter, wo Apps nur Hobbies waren. Apps sind Ermöglicher einer ganz neuen Wirtschaftsepoche. Das muss auch im monitären Bereich endlich mal dem infantilen Selbstverstädnis entwachsen.

  5. Sygic gibt fast wöchentlich Updates ohne Änderungen raus, um negative Rezensionen zu verhindern.

    Wer den Wikipedia Eintrag zur Firma liest, der lässt die Finger davon:
    „2012 stellte die Stiftung Warentest im Rahmen einer Studie bei Sygic eine mangelnde Verschlüsselung der Nutzerdaten fest. Im Jahr 2020 wurde im Rahmen einer Untersuchung durch norwegische Journalisten und Datenschutzaktivisten bekannt, dass durch Smartphone-Apps der Firma Sygic systematisch Bewegungsprofile ihrer Nutzer erstellt werden. Diese Daten werden unter anderem in den USA an die Firma Venntel verkauft, die diese wiederum auch an US-Geheimdienste wie FBI und CIA weiterverkauft.“

    Wettbewerber TomTom (von denen Sygic übrigens die Karten bezieht) ist zwar auch Auffällig geworden „Im April 2011 wurde bekannt, dass TomTom in den Niederlanden Geschwindigkeitsdaten der Nutzer unter anderem an die niederländische Polizei verkauft hatte. Diese Daten wurden im Rahmen der PC-Synchronisation des Navigationsgerätes an TomTom übertragen und anonymisiert weiter vertrieben. Die Polizei der Niederlande soll mit den Daten geplant haben, an entsprechenden Punkten Radarkontrollen zu installieren. TomTom sagte aufgrund des negativen Medienechos zu, diese Art der Datennutzung künftig zu verhindern.“ Aber dort king es um anonymisierte Daten und man hat auf Kritik reagiert.

    • Wie verhindern wöchentliche Updates denn negative Rezensionen?
      Ich führe kein Buch, aber ich schätze Sygic ist eher so alle 2-3 Monate mal mit einem Update in meiner Liste.

      • Das betrifft den iOS App Store. Ich hab auch kein Buch geführt aber ob die letzte Version vor nem Monat oder ein bis zwei Wochen kam, daran kann ich mich erinnern. Und es waren etliche „Updates“ in kürzester Frist.

        Zum Thema Rezensionen und Updates gibt es das hier https://communities.apple.com/de/thread/200038223 hier etwas. Außerdem die gelegentliche Bitte einiger Entwickler nach einem Update erneut zu bewerten.

  6. Bei mir fliegt alles raus, was ein Abo braucht. Photoshop gegen Pixelmator Pro getauscht. Adobe Premiere gegen das eh bessere Final Cut Pro. Kaufe gerne alle paar Jahre eine neue Hauptversion, aber bin nicht bereit monatlich zu zahlen und hinterher nichts zu haben.

  7. Meine Motivation ein Abo für für eine Navigationsapp abzuschließen ist eher gering.

    1. Im Normalfall kommt man mit Google Maps und Apple Karten schon recht weiter.
    2. Das Navi meines Autos hat sich als überraschend brauchbar herausgestellt und ich bekomme kostenlose Updates.

    Allgemein kommt hinzu, dass die Abos bei Apps mit der Zeit überhand nehmen und ich nur noch in Ausnahmen bereit bin ein Abo abzuschließen. Irgend wann wird es einfach zu viel.

    • Wie lange bekommst du denn kostenlose Updates für dein Autonavi? Und was gibts danach, etwa ein Abomodell?

  8. Unter iOS ist das aber schon länger. Bin Anfang des Jahres auf ein iPhone gewechselt und hatte mich da schon gewundert, dass es nur ein Abo gab, das ich nicht abgeschlossen habe. Unter Android hab ich eine Lifetime-Lizenz gekauft. Mal gespannt wann die „Lifetime“ der Software als „am Ende“ gilt, und dann ein Abo abgeschlossen werden muss. Eine Namensänderung und neu im Store einstellen ist sicher schnell gemacht.
    PS: Ich hoffe auf eine gute Pixel Watch und dann geht es wieder zurück zu Android. 🙂

  9. Ich habe fast 100€ in Sygic investiert, nachdem Navigon von Garmin in die Tonne getreten wurde (die haben sich damit einen Platz auf meiner Blacklist verdient). Es hieß damals, Carplay wird nachgereicht. Kam aber nur gegen weitere Kohle, die ich nicht abgedrückt habe. Ich habe Sygic nie benutzt, war die größte Fehlinvestition ever. Bin nun bei Magic Earth sehr glücklich.

    • Gustavson says:

      Nur frage ich mich halt, wie Magic Earth Geld verdient. Früher haben die ja ihre Navi Route 66 verkauft. Entwicklung ist teuer. Gibt es da irgendwelche Infos?

  10. Magic Earth ist mindestens genau so gut und kostet nichts.

  11. Gustavson says:

    Nicht schlimm. Sygic war eh unbrauchbar geworden über die Jahre. Statt das Routing endlich zu verbessern, wurden immer irgendwelche unsinnigen Features eingebaut und verkauft. Nutze das schon seit Jahren nicht mehr obwohl ich da irgendeine teure Lifetime-Prämium-World Lizenz mal gekauft habe.
    Und Tschüss Sygic.

  12. Unabhängig davon wie man Sygic an sich bewerten möchte, für so etwas wie eine Navi-App sehe ich sogar einen Sinn im Abo-Modell, da ja ständig die Karten upgedated werden müssen. Da gibt es meiner Meinung nach sehr viel mehr Software, für die kein Abo nötig wäre – Passwort-Manager z.B. 🙂

    • Gustavson says:

      Ach komm. Abo-Modell, das ist doch nur ein Kasten Bier pro Tag. Das kann man sich doch leisten. Oder war es mittlerweile Kasten Bier pro Stunden? Oder 10 Schachteln Kippen am Tag. Ist doch nix.

  13. Wie kann bitte Sygic meine Bewegungsdaten verwerten bzw. verkaufen, wenn sie die gar nicht bekommen? Ich habe die App einmal via Shell ClubSmart günstig erworben und einmalig alle Features zugekauft (was ich von den Kosten her nicht übertrieben fand). Grund des Erwerbs/Nutzung: Navigon hat seinen Betrieb einer App als Offline-Lösung eingestellt.

    Sygic nutze ich ausschließlich, wenn ich mit einem Mietwagen im Ausland unterwegs bin und im Fahrzeug kein Navi inkl. sein sollte – und sie funktioniert exzellent. Größter Vorteil, auch ggüb. Google Maps & Co.: Sygic ist eine komplett funktionierende Offline-Navigation, die weltweit nutzbar ist. Im Dezember 2019 waren wir zum wiederholten Male zwei Wochen auf Mauritius – inkl. eines Mietwagens für 10 Tage. Aufgrund der Non-EU Datenratenpreise dort hätte ich Google-Maps beileibe nicht nutzen wollen. Die aktualisierten Karten von Sygic für MU dort waren höchst aktuell und fehlerfrei, die App half uns (nur mit GPS on) perfekt durch den Verkehr der Insel und durch die Hauptstadt.

    Wie sich das bei Sygic nun zukünftig auswirken wird, werde ich sehen…

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