Sony Honda Mobility: Stoßstange von E-Autos wird zur Werbetafel

Das E-Auto Afeela kann quasi Werbung auf der Stoßstange anzeigen.

Das E-Auto Afeela kann quasi Werbung auf der Stoßstange anzeigen.

Sony Hony Mobility ist erst kürzlich Bestandteil einer News gewesen, denn man kooperiert mit Microsoft für mehr generative KI in Fahrzeugen. Allerdings ist man noch auf andere Ideen gekommen: So zeigt man ja mit dem E-Auto Afeela auch schon ein erstes Fahrzeug. Das kann seine vordere Stoßstange zu einer Werbetafel für Spiele wie „Fortnite“ und Filme wie „Spider-Man: Across the Spider-Verse“ umfunktionieren.

Dies zeigt Sony Honda Mobility in einem Video zum Fahrzeug und stellt das eher als coole Funktion für die Besitzer dar. In Wahrheit freut das wohl eher die Konzerne, die ihre Marken ohne einen Obolus von euch beworben sehen. Immerhin: Statt kostenlos für Milliardenkonzerne Werbung zu verbreiten, könnt ihr auf der Stoßstange z. B. auch eigene Texte anzeigen lassen. Man spricht hier auch von einer „Media Bar“, vielleicht wäre aber die Bezeichnung „integrierte Reklametafel“ besser.

Ob das Ganze in Deutschland erlaubt wäre, ist natürlich ohnehin so eine Sache, könnte als Ablenkung im Straßenverkehr gelten. Allerdings sitzen da auch im Innenraum allerlei Bildschirme, auf denen man sich austoben kann – natürlich abseits der Fahrt oder wenn man als Passagier mitfährt.

Reichlich abenteuerlich ist da auch die Funktion „Monster View“, die offenbar zu einer Art AR-Spiel führt, bei der auf dem Dashboard-Screen dann Monster angezeigt werden, die es auf der Straße zu fangen gilt. Das klingt auch nicht so ganz ungefährlich.

Am Ende kann man Sony Honda Mobility diese Experimente vielleicht noch nicht ganz verübeln, ob sie es wirklich mal auf europäische Straßen schaffen, bezweifele ich in dieser Form jedoch. Aktuell ist das E-Auto Afeela auch noch ein Prototyp. Da werden also vor dem offiziellen Start, der in den USA für 2026 eingeplant ist, sicherlich noch einige Anpassungen vorgenommen.

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Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden.

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23 Kommentare

  1. Fritz Mukula says:

    Ich kann nur hoffen, dass sowas in Deutschland nie erlaubt sein wird. Die meisten sind schon mit einem Kreisverkehr überfordert und wenn da noch überall irgendwelche bunten Werbeanimationen auf den Stoßstangen zu sehen sind oder „coole Sprüche“ durchscrollen, dann gute Nacht. Außerdem zahle ich inzwischen monatlich sehr viel Geld, damit ich so wenig Werbung wie möglich sehen muss, also bitte bloß nicht noch eine Werbefläche!

  2. Zurück in die Zukunft…..oder ich bin zu alt für diesen Scheiß ,-)

  3. „Monster“ kann doch jetzt schon jeder mit seinem Gefährt fangen. Aber im Ernst: Die Menscheit stirbt irgendwann wegen Schwachsinnigkeit aus. Ich bin mir sicher.

  4. Ich hab mir zu Beginn meines Fahrerlebens überlegt, ob ich neben einer lauten Anlage mit CD-Wechsler auch eine Lauftext Display hinten ans Fenster reinhänge, wie es damals manche Diskotheken hatten. Die konnten auch die Wellenmuster der Musik abgreifen und das wäre schon sehr spacig geworden.

    Im Ernst, mir war klar, dass irgendwann ins Auto auch sowas wie Werbung kommt. Bei den ganzen Displays die da verbaut werden ist das fast nur logisch. Und bestimmt ist das ganze dann wieder gekoppelt an 9,99 Euro Verträge, damit man überhaupt die Sitzheizung, die Nebelscheinwerfer oder man überhaupt die Fensterheber hinten bedienen kann.

    Ansonsten könnte ich mir für diese vordere Leiste nur vorstellen, dass das mal das Nummernschild ersetzen soll.

  5. Endlich eine echte Möglichkeit, dem Drängler die Meinung zu sagen 😉

    • Das braucht man gar nicht ironisch meinen. Für automatisch Einblendungen „Sicherheitsabstand einhalten“ oder ähnliches gar nicht so schlecht.

      • Ich wollte sowas schon seit Jahren mal bauen, mit einer LED-Laufschrift. Ich wollte den Abstand zum Hintermann messen und einblenden. Man kann das ja mit Zusatzinformationen anreichern: bei aktueller Geschwindigkeit erlaubter Abstand, wirklicher Abstand und was der Bußgeldkatalog dafür bereit hält :-).

        • Und ich blende dann die Zeit über die Frontscheibe ein, in der der Vordermann schon längst auf die Nebenspur hätte wechseln können. Denn neben den Dränglern gibt es genauso viele die meinen, dass es auf der Überholspur auch schön wäre bzw. ihre Mitbürger maßregeln wollen.

  6. Peter Brülls says:

    Das ist garantiert nicht erlaubt, weil eine keine der zulässigen und geforderten Beleuchtungseinrichtungen.

    • Ich würde keine Garantie dafür übernehmen, ob das erlaubt wird oder nicht. Tagfahrlichter und andere Beleuchtung, die sich über die ganze Fahrzeugfront oder das Heck erstrecken, waren auch mal nicht zulässig.

      Aber die Idee mit dem Werbung oder Abo für bestimmte Komfortfeatures ist schon eine geniale Geschäftsidee.

  7. TierParkToni says:

    „Idiocracy meets Reality“ – mehr gibt’s dazu nicht zu sagen.
    Es hat seinen Grund, warum viele inzwischen von „größer, schneller, weiter“ wegrücken und sich auf einen gesunden Minimalismus fokussieren (wobei es auch da etliche Übertreiber gibt, die quasi fast pur-asketisch leben) …
    Nahezu jeder hat sich vor der ersten Mitfahrt in meinem Tesla darüber mokiert, dass da ja kein Tacho oder Drehzahlmesser hinterm Lenkrad ist. Und als Sie dann selber die ersten Meter gefahren sind, kam nach der Fahrt ein „das gefällt mir irgendwie, auch wenn es komisch ist“ (oder so ähnlich, aber in dem Kontext) …

    • Hallo TierparkToni, blendfreie rundinstrumente haben den Vorteil intuitiv eine Größe darzustellen, aber vor allem das Anwachsen oder Absinken, Zeiger nach rechts oder links, ohne den „absoluten“ Wert (er-)kennen und kognitiv verarbeiten zu müssen und noch viel weniger um ein „Delta X“ irgendwie aus der Veränderung diskreter zahlenweerte abzuleiten und zu bewerten. Lenkt also weniger ab. bindet weniger aufmerksamkeit die für den Verkehrsablauf überbleibt. Gleiches haptische Schalter anstelle von Menüs: davon ausgehend daß man nicht alle Woche sein Fahrzeug wechselt sind Grriffe wie „Licht an“ oder Rückscheibenheizung an“ oder das Ziehen des Warnblinkerknopfes schnell im „Fingergedächtnis“ verankert, bedürfen also keiner kognitiven Prozesse mehr zur Umsetzung. Selbst das gute alte Autoradio mit lautstärke- und Senderwahldrehknopf und „Statomat“-Festsendertasten war ohne den Blick von der Fahrbahn abwenden zu müssen einhändig – es war ein Festeinbau, mußte also nicht „gehalten“ weerden – bedienbar, man konnte an der Stellung eingerasteter Stationstasten sogar erkennen welches Programm lief ohne auf die Skala gucken zu müssen. Setz dich mal in einen echten Oldtimer ohne all den digitalen Schnickschnack und lass Dich auf ein Fahrgefühl ein daß es erlaubt nach einer Eingewöhnung den Fahrzustand intuitiv zu erfassen. Sound und vibrationen sagen dem Kenner des Fahrzeuges ohne Blickablenkung von der Fahrbahn schon wie hoch der Motor dreht oder wie schnell – nicht auf den einzelnen km/h genau, aber in hinreichender grobauflösung er unterwegs ist. sozusagen „mit dem Podex fahren“ Das konnten einst Autofahrer ganz ohne Assistenzsysteme. Geht dieser „Kulturtechnik“ wohl ähnlich wie der Beherrschung einer lesbaren handschrift: wird durch (über-)Technisierung von Alltagsprozessen aus dem Pool beherrschter Fähigkeiten verdrängt.

      • sozusagen „mit dem Podex fahren“ Das konnten einst Autofahrer…
        Nein, sie mußten es! Es gab keine Assistenzsysteme. Und wenn der Pop wehtat, machte man eine Pause, ohne Pausen-Assistenzsystem. 😉

  8. Komisch, man soll zum einen nicht seine Aufmerksamkeit vom Verkehrsgeschehen ablenken, also kein Kommunikationsgerät in die Hand neehmen und auch sonst nur den Blick vom Verkehr abwenden wenn es unbedingt notwendig ist und die Fahrsituation es erlaubt. Und dann Werbung allüberall, auch an Autos? eigentlich sollte das Gegenteil gelten: Werbung , alles was die Aufmerksamkeit vom Verkehrsgeschehen ablenken könnte sollte aus dem Sichtbereich der Autofahrer verbannt werden. vor allem bewegliche Werbung, die lenkt Aufmerksamkeit noch ganz anders ab als die klassische statische Werbetafel – es sei denn sie zeigt die berühmte Frau die nichts anhat als den gurt auf dem Schild an der Straße von zu Hause in die Stadt wo ich immer langfahr … aber die könnte man ja jetzt auch animiert darstellen, wenn sie sich abschnallt …

  9. Keine Idee scheint absurd genug, um sie nicht zu realisieren.
    Klar, das wird so in DE nicht kommen, aber Idiosyncrasy lässt grüßen.
    Vielleicht noch unterflur Laserlicht und Hornblaster Installation.
    Da gibt es noch etliche Dinge, die warten.

  10. Juhu, endlich bekomme ich den Knight-Rider Sensor in mein Auto 😀

  11. Hey KI, generiere mir ein Bild von einem Auto in Form einer Litfaßsäule.

  12. Wenn der Preis der Stoßstange beim Autokauf abgezogen wird, bin ich dabei….

  13. Und wieder Ressourcenverschwendung der übelsten Art.

    Offenbar haben immer noch zu viele den Schuss nicht gehört 🙁

    • >>Offenbar haben immer noch zu viele den Schuss nicht gehört

      Welchen Schuss sollte man denn hören? Ob im Stoßfänger eines Autos ein Display, auf dem Reklame angezeigt wird, eingebaut ist oder nicht ist doch relativ egal. Wenn es dafür einen Markt gibt, dann sollte er genutzt werden. Ohne florierende Märkte würde auch das Geld für Klimaschutz fehlen.

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