Razer Sila: Gaming-Router soll Prioritäten setzen

Razer hat nicht nur ein Gaming-Smartphone veröffentlicht und plant bereits einen Nachfolger, auch mit einem Gaming-Router will man nun Spieler ködern. Sila nennt sich das Endergebnis und kostet 299,99 Euro . Ausgetüftelt hat man das Produkt gemeinsam mit der Firma Ignition Design Labs. Der Router arbeitet mit Tri-Band-Technik und kann im 5-GHz-Bereich bis zu 1.734 Mbps übertragen. Neun Antennen und zusätzliche Software-Features von Razer sollen bei Online-Gaming für eine besonders stabile und schnelle Verbindung sorgen.

Der Razer-Chef Min-Liang Tan gibt zu Protokoll, dass weder geringe Latenzen noch hohe Bandbreiten etwas nutzen, wenn das Wi-Fi-Netzwerk instabil laufe. Genau da solle der Razer Sila ansetzen und für Gamer die höchste Verlässlichkeit offerieren. Eigentlich hat aber offenbar Ignition Design Labs den Router gestaltet. Razer stellt im Wesentlichen seine Marke und seine Software zur Verfügung. Ob so ein Gaming-Router natürlich in der Praxis wirklich sinnvoll ist oder bestenfalls für einen Placebo-Effekt sorgt, darüber kann man sicherlich streiten.

Der Sila nutzt eine Technik namens FasTrack, welche im Grunde genommen unterschiedlichen Anwendungen Prioritäten zuweisen kann. Laut Razer erkenne FasTrack dann eben wenn ihr am Zocken seid und weise dem Datenverkehr des Spiels dann die höchste Priorität zu. Öffnet also parallel eure Herzensdame ein YouTube-Video, bricht nicht plötzlich bei euch die Online-Partie ein. Um Interferenzen zu vermeiden, könnt ihr zudem bestimmten Geräten geschützte Kanäle zuweisen. Der Router kann allerdings das meiste auch einfach automatisch hinter den Kulissen regeln.

An physischen Anschlüssen bietet der Router viermal Ethernet (dreimal WAN und einmal LAN), einmal USB 2.0 und einmal USB 3.0. Der Razer Sila kann darüber hinaus Mesh-Netzwerke aufbauen. Zwei Razer Sila-Router erzeugen eine WLAN-Abdeckung für über 550 m² große Bereiche, während drei Router eine Fläche von bis über 550 m² in mehrstöckigen Gebäuden versorgen können. Über eine offizielle App könnt ihr die Funktionen des Razer Sila auch am Smartphone fernsteuern. Allerdings ist der Hersteller nicht der erste mit einer derartigen Idee – Netgear hat etwa den Nighthawk R7900 im Gepäck, der ganz ähnlich arbeitet und zu einem vergleichbaren Preis über die Ladentheke wandert.

Über Razer.com ist der Gaming-Router Razer Sila ab sofort erhältlich. Im Retail-Handel soll er noch im Laufe des vierten Quartals 2018 verfügbar sein.

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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9 Kommentare

  1. Kurugefasst. Razer hat in einem Standard-QOS Algorithmus Gaming eine höhere Priorität eingeräumt und verkauft es werbewirksam.

  2. In der Fritze heißt das „Priorisierung“, kostet die Hälfte und hat nicht dieses schäbige Razer Logo drauf ;-))

    …O.K…..das Fritze Logo ist auch unterirdisch

  3. Hmmm mal überlegen, was kostet noch ein UBNT Amplifi-Set aus Router + 2 Mesh Adapter? UVP 340€?
    Dafür kommt der auch auf netto ~6GB/s , hat vermutlich eine deutlich größere Abdeckung und lässt sich dabei auch noch leicht erweitern und warten?
    Es müssen definitiv die LEDs mit Synapse Integration sein, die diesen überhöhten Razer-Preis wieder Mal rechtfertigen…

  4. Auf der Webseite sind es 3 LAN-Anschlüsse und einer für WAN, die der Router hat. Nur zur Info.

  5. Hi Herr lieber Autor, ich glaub du meinst 3 Lan und 1Wan Port? Weil umgekehrt macht nu wenig Sinn.

  6. Priorität für das gaming Gerät in Fritze einstellen, fertig, hab noch nie Probleme damit gehabt, Spiel aber auch nicht im WLAN.
    Und außerdem würde ein echter Pro Gamer wohl eher ein LAN Kabel durch die Wohnung ziehen anstatt mit störanfälliger Funk Technik im anderen Zimmer zu spielen 🙂

  7. Der größte Schwachsinn EVER , zum Daddeln reicht die Fritzbox wenn ich im ganzen Haus wlan habe möchte und viele Kinder habe, dann nehme ich ACCES Point mit Power over Ethernet die dinger sind ja so klein geworden und billig.

  8. Schwachsinn. Bleibt einfach bei Fritzboxen. Immer dieser Marketingscheiß. Viel heiße Luft und wenig dahinter fasst die Firma Razer eigentlich sehr gut zusammen. Kurzgesagt: Teuer ohne Mehrwert. Apple in Grün.

    • @Phipps: Was hat das mit Apple zu tun?

      Komisch dass Razer in diesen Mark geht… da ist nicht viel zu holen aus meiner Sicht. Hat das Gerät eigentlich ein Modem mit an Board?

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