QNAP TS-hx86: Neue NAS-Serie bietet Intel-Xeon-Prozessor und 2,5-Gigabit-Ethernet-Anschlüsse

Der taiwanesische Hersteller QNAP ist kein unbeschriebenes Blatt im Bereich NAS für den Heimanwender. QNAPs neue TS-hx86-Serie richtet sich hier wohl eher an Unternehmen und Enthusiasten. Wahlweise 6 oder 8 Einschübe für Festplatten mit 3,5 Zoll sowie zwei weitere 2,5-Zoll-SSD-Einschübe bietet man da an. Mit zwei M2-NVMe-Gen-3-Steckplätzen schluckt man auch zwei weitere SSDs, die sich zum Beispiel als Cache einsetzen lassen.

In beiden Modellen werkelt ein Xeon-SoC aus dem Hause Intel. Im „kleinen 6-Bay“ bietet man da einen Zweikerner mit Taktfrequenz von 2,5 GHz bzw. 3,2 GHz Turbo Boost (Xeon D-1602). Im 8-Bay kommt ein Quad-Core-Prozessor mit 2,6 GHz und bis zu 3,2 GHz Turbo Boost (Xeon D-1622) zum Einsatz. Im TS-h686 setzt man auf 8 GB DDR4-RAM, bei der TS-h886 auf 16 GB. Die beiden RAM-Steckplätze sollen jedoch Gesamtkapazitäten von bis zu 128 GB DDR4-ECC-Speicher schlucken.

Ganze vier 2,5-GbE-RJ45-Ports hat man im NAS verbaut, diese unterstützen sowohl Port-Trunking als auch Failover. Mittels zwei freier PCIe-Steckplätze hat man außerdem Platz für Netzwerkkarten in Größenordnungen von bis zu 40 GbE. Auch weitere M2-SSD-Steckplätze lassen sich über den freien PCIe-Slot ermöglichen (Stichwort: QNAPs QM2-Karten). Mit entsprechenden Erweiterungskarten lässt sich der Slot ebenfalls optional auch für Grafikkarten, eine HDMI-Ausgabe, erhöhte Video-Transkodierung und Streaming-Leistung oder zum Durchschleifen von GPU-Signalen für virtuelle Maschinen nutzen. Ihr seht schon, der Steckplatz ist bei QNAP vielfältig einsetzbar und man unterstreicht abermals die professionelle Nutzung des NAS.

Außerdem kommt QuTS hero zum Einsatz, welches auf dem ZFS-Dateisystem basiert. Auch Googles G Suite und Microsoft 365 sind für Remote/Cloud-Sicherungen implementiert.

Basierend auf dem ZFS-basierten QuTS-hero bietet die TS-hx86-Serie Datenintegrität, Selbstreparatur und unterstützt mehrere RAID-Konfigurationen mit Triple Parity und Triple Mirror zur Verbesserung der Datensicherheit. Leistungsstarke Inline-Datendeduplizierung, -komprimierung und -verdichtung reduzieren den Gesamtspeicherbedarf erheblich – besonders hilfreich für die Steigerung der SSD-Speichereffizienz, wenn hochrepetitive Daten oder massive kleine Dateien erzeugt werden, während gleichzeitig sowohl die zufällige Schreibleistung als auch die Lebensdauer der SSD verbessert wird. Darüber hinaus unterstützt QuTS hero nahezu unbegrenzte Snapshots und Versionierung für einen verbesserten Datenschutz. Das hochentwickelte blockbasierte Echtzeit-SnapSync stellt sicher, dass sowohl das primäre als auch das sekundäre NAS identische Daten beibehalten und bietet damit die stärkste Unterstützung für einen unterbrechungsfreien Geschäftsbetrieb.

Preise und Verfügbarkeitsdaten nennt man seitens QNAP noch keine. Der Online-Händler Cyberport listet das 8-Bay TS-h886 jedoch bereits für rund 1850 Euro. QNAP selbst spricht lediglich von einer „erschwinglichen NAS-Lösung für High-End Unternehmen“.

Wichtigste technische Daten

TS-h686: 4 x 3,5-Zoll-Laufwerkseinschübe und 2 x 2,5-Zoll-SSD-Einschübe, Intel Xeon D-1602 2 Kerne/4 Threads 2,5 GHz-Prozessor (Turbo Boost bis zu 3,2 GHz), 8 GB DDR4 ECC-Speicher (2 x 4 GB)

TS-h886: 6 x 3,5-Zoll-Laufwerkseinschübe und 2 x 2,5-Zoll-SSD-Einschübe, Intel Xeon D-1622 4 Kerne/8 Threads 2,6-GHz-Prozessor (Turbo Boost bis zu 3,2 GHz), 16 GB DDR4 ECC-Speicher (2 x 8 GB)

Tower-Modell, Hot-Swap-fähige 2,5-Zoll/3,5-Zoll-SATA-Laufwerkseinschübe mit 6 Gbit/s, 2 x M.2 NVMe Gen 3 x4 SSD-Steckplätze; 4 x 2,5 GbE RJ45-Anschlüsse, 2 x PCIe Gen 3 x8 Steckplätze; 3 x USB 3,2 Gen 1 (5 Gbit/s) Anschlüsse

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Felix Frank

Baujahr 1995. Technophiler Schwabe & Student auf Lehramt. Unterwegs vor allem im Bereich Smart Home und ständig auf der Suche nach neuen Gadgets & Technik-Trends aus Fernost. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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6 Kommentare

  1. Leider sind die Erweiterungskarten für M.2 SSDs bei QNAP sehr teuer wie ich finde: knapp 190 Euro für die Variante mit 2 Slots. Lustigerweise kostet die Variante mit 4 Slots nur 10 Euro mehr… was einem eigentlich klar machen sollte wieviel Aufschlag QNAP da einpreist. Synology ist da leider auch nicht viel besser.
    Die 4 2.5GbE Ports und die Variante mit den 2 SATA SSD Slots finde ich schon viel interessanter. Mit der Xeon-CPU bin ich mir unschlüssig. Klingt erstmal gut, aber ich vermute das treibt den Preis so gewaltig in die Höhe, oder?

  2. Ich will ja nicht meckern aber auf den Bildern sieht man deutlich das die 4 oder 6 Einschübe; also keine 6 oder 8 haben und (wahrscheinlich) hinter der Klappe die 2,5 sind…

  3. Was mich als Qnap-User momentan total anfrisst, ist die Tatsache, dass Qnap plötzlich Dienste ins Abomodell schiebt, die vorher inkludiert waren, ohne das vernünftig zu kommunizieren. Das wäre mal einen Blogeintrag wert.

  4. Thomas Müller says:

    Das ist alles Geldschneiderei und in den allerwenigsten Fällen wirklich sinnvoll. Jeder, der ein bisschen technikbegeistert ist bekommt das selbst besser hin als QNAP oder Synology.

    Openmediavault oder Freenas bieten Lösungen die teilweise einen besseren Funktionsumfang haben. Gerade beim Festplatten- und Systemstandby funktionieren die beiden oben genannten Systeme mehr schlecht als recht.

  5. Interessant wäre mal ein Artikel QNAP vs. Synology vs. Openmediavault. Wo alles beleuchtet wird, auch die laufenden Kosten.

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