NIO: Power Grid Service in Deutschland geplant: Power-Swap-Stations speisen Energie ins Netz zurück

Über den chinesischen Elektrobauer NIO und seine Power-Swap-Stations haben wir bereits häufiger berichtet. Weitere 50 Stationen hat man derzeit in Deutschland in Planung. Diese ermöglichen einen vollautomatischen Batterietausch binnen 5 Minuten. Gleich drei neue Stationen hat NIO jetzt an deutschen Standorten eröffnet: In Lehre (Niedersachsen), Reiskirchen (Hessen) sowie Schipkau (Brandenburg) sind die beiden letztgenannten direkt an der Autobahn (A5 bzw. A13) zu finden. Insgesamt kommt man derzeit auf elf deutsche Power-Swap-Stations (PSS).

NIO berichtet zudem, dass die PSS auch genutzt werden können, um die Netzstabilität zu sichern. So werden z. B. in Dänemark die gelagerten Akkus dann geladen, wenn es sich am wenigsten auf das Energienetz auswirkt. In Zeiten von überschüssiger Energie wird geladen, der Strombedarf wird zu anderen Zeiten zugunsten der Stabilität reduziert. Die Akkus können das Netz sogar unterstützen. Hierzu wird Energie aus lagernden Batterien zurück ins Netz gespeist.

Für 2024 plaudert NIO auch weiter aus dem Nähkästchen. So plant man den oben beschriebenen NIO Power Grid Service noch in diesem Jahr auch in Deutschland sowie weiteren Ländern wie den Niederlanden, Norwegen sowie Schweden zu verwenden, um mit automatischer Frequency Restoration Reserve (aFRR) dazu beizutragen, Versorgungsschwankungen auszugleichen. Diese resultieren aus dem steigenden Anteil an Wind- und Sonnenenergie. Im Rahmen der Initiative könne man eine kontinuierliche Stromversorgung für Krankenhäuser, Schulen und Haushalte sicherstellen. Einnahmevorteile aus Netzausgleichsdiensten wolle man an seine Nutzer weitergeben.

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Baujahr 1995. Technophiler Schwabe & Lehrer. Unterwegs vor allem im Bereich Smart Home und ständig auf der Suche nach neuen Gadgets & Technik-Trends aus Fernost. X; Threads; LinkedIn. Mail: felix@caschys.blog

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3 Kommentare

  1. Ich finde das Vorgehen von NIO eine feine Sache. Jetzt noch Tankstellen mit einbeziehen, um zukünftig deren Auskommen und die bestehende Infrastruktur, die eh schon in Bau und Grundstücken baulich besteht, sichern, dann steigt auch die Akzeptanz bei den Elektroautos. Dann sieht es auch auf dem Land besser aus. Die „tote“ Wartezeit des Ladens reduziert sich auf die normale Tankzeit, die jeder gewohnt ist. Sehr schön. Mit den Ambitionen, zur Netzstabilität beizutragen, sieht man, dass im Unternehmen tatsächlich Köpfe sitzen, die sich, lokal auf Deutschland bezogen, mehr praktische Gedanken machen, als unsere Entscheider hierzulande. Da sollte man mal investieren, anstelle irgendwo sinnlos Ladesäulen hinzupflastern, die einen in den Wahnsinn treiben. NIO sollte das Prinzip lizensieren.

  2. Totaler Unsinn solange es keinen übergreifenden Standard dafür gibt.
    Man stelle sich vor bspw. Mercedes hätte Stationen aufgebaut an denen man den Benzintank hätte wechseln können. Den verantwortlichen CEO hätte man eingewiesen.

    • Hallo Mule, ein Benzintank verliert aber nicht mit der Zeit seine kapazität , es geht immer gleich viel rein. Und auch mit gleicher Füllzeit, egal ob Winter, Sommer, oder ob der Tank vorgewärmt wurde. E-Autos zumindest für den MIV hätten nie ohne standardisiertes SWAP-Konzept auf den markt kommen dürfen. Im Smartphone kritisieren alle fest verbaute Akkus – und im Auto soll das richtig sein? Geht man vom Smartphone weg z. B. zu kommerziellen handfunkgeräten sind dort Wechselakkus, und zwar ohne das Gehäuse öffnen zu müssen, einfach einschieben, einrasten funken Stand der Technik – egal ob Motorola, Kenwood/JVC odr billig-Dinger wie Retevis. Wechselakkkus können vom Gerät unabhängig z. B. in Standladern geladen werden während man mit der Handfunke mit einem Zweitakku unterwegs ist. Ich verweise immer wieder auf die Postkutsche : Pferdewechsel, man hat damals auch nicht gewartet bis die Viecher gesoffen, gefressen und geschlafen hatten , außer die Kutsche und die Fahrgäste mußten sowieso irgendwo über Nacht bleiben. Nein die CEOs die meinten man könne autos vermarkten die einem zig-Minütige zwangsaufenthalte zum Nachladen aufnötigen und einen extrem teueren Werkstatt-Eingriff um kapazitätsmüde Akkus auszutauschen die hätte man abholen sollen. Als Ergebnis haben wir ein e-Auto-Konzept das weder in Sachen Flexibilität, noch Nutzerfreundlichkeit eine wirkliche Alternative zum Verbrenner ist.

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