Netzneutralität: Telekom StreamOn und der Vodafone Pass verstoßen gegen EU-Recht

Das Thema Netzneutralität ist ein wichtiges. Seit Jahren gibt es da unterschiedliche Ansichten, wenn es um Angebote wie Telekom StreamOn und den Vodafone Pass geht. Verstoßen diese Angebote gegen die Netzneutralität? Bekannt sind StreamOn der Telekom und Vodafone Pass sicherlich. Nutzer bekommen in vielen Tarifen die Möglichkeit, Dinge wie Video oder Musik unterwegs zu streamen. Das Ganze läuft über das Mobilfunknetz des Anbieters, anfallendes Datenvolumen dieser Dienste wird nicht berechnet.

Beispiel: 5 GB Datenvolumen laut Vertrag – aber an ein paar Tagen kann man ohne Anrechnung auf diese 5 GB mal eben locker 10 GB Volumen mit Netflix und anderen Diensten verbrauchen. Verbraucherschützer und viele andere Gruppen sind dagegen schon auf die Barrikaden gegangen, ein Kampf, der schon Jahre dauert.

Nun gibt es neue Urteile, die sich gegen die Telekom und Vodafone mit ihren Zero-Rating-Angeboten richten. Der Europäische Gerichtshof hat heute die zwei Nulltarif-Optionen für unvereinbar mit EU-Recht erklärt. Sie sollen gegen die Netzneutralität verstoßen, also gegen die Pflicht, alle Daten im Internet ohne Diskriminierung oder Störung gleich zu behandeln. Dementsprechend seien diese Tarife mit dem Unionsrecht unvereinbar, so der Gerichtshof der Europäischen Union in drei Urteilen vom 2.September 2021 (Az. C-854/19C-5/20 und C-34/20).

Der Anwalt Christian Solmecke kommentiert das Ganze wie folgt:

Nach der EuGH-Entscheidung dürften die Tarife StreamOn und Vodafone-Pass nun aber generell vor dem Aus stehen, weil sie grundsätzlich und nicht nur in Einzelheiten gegen die Netzneutralität verstoßen. Die Entscheidung hat damit auch eine Signalwirkung für andere Anbieter, die solche Angebote wohl nicht mehr machen können. Möglicherweise könnte das aber auch zu einem Vorteil für die Kunden werden: Denn die einzige rechtlich legale Alternative, um dauerhaftes Musik- und Videostreaming zu ermöglichen, wäre wohl eine EU-weite Datenflatrate.

Mal schauen, ob die Angebote von den Anbietern nun irgendwie angepasst werden – oder generell vor dem Aus stehen. Wie bei der Fair-Use-Nutzung könnten Vodafone und Telekom ja auch sagen: Es greift keine Flat mehr, sondern nur noch x GB für die Dienste, die es on top gibt.

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115 Kommentare

  1. Ich sehe da nicht, wie die Daten „besser“ behandelt werden sollen. Sie werden ja lediglich nicht am Tarif angerechnet, haben aber keine Priotisierung o.Ä.

    Habe ich da einen gedanklichen Fehler oder ist das alles einfach nur irgendwie Käse?

    • Es ist eine Priorisierung, da Netflix zb. gesondert abgerechnet wird und das ist nicht mehr zulassig.

    • Naja, sieh es mal so:

      Du hast du Auswahl, einen von zwei Streamanbietern zu nutzen.

      Welchen würdest du eher nutzen? Den, wo kein Datenvolumen für draufgeht oder den anderen?
      Finde ich nicht so okay. Warum dann nicht einfach generell mehr Datenvolumen draufpacken und alle Anbieter gleich behandeln?

      • Ist doch Käse. Es sind doch eh alle mit an Bord gewesen. Da wurde also keiner bevorzugt. Außerdem konnte quasi jeder sich bei der Telekom melden und bei StreamOn mitmachen.

        • Von den großen Playern war nahezu jeder an Board, aber kleiner eben nicht und damit erschwert man den Neueinsteigern den Wettbewerb.

    • Keine Priorisierung, aber der Kunde mit Audiopass schließt eher ein Abo bei einem Dienst ab der kein Datennvolumen verbraucht als bei einem neuen Anbieter, der nicht in einem solchen Pass enthalten ist. Ob und wie leicht man seinen Dienst in ein solches Programm einbringen kann ist dabei egal.

    • Naja indem der Kunde weiß, dass er bei bestimmten Diensten keine Daten „verbraucht“, nutzt er diese möglicherweise bevorzugt. Nicht-Partner Dienste werden dadurch schon benachteiligt.

    • Der Fehler liegt darin, das sie nur die Daten EINIGER Anbieter nicht anrechnen. Und zwar solcher, mit denen sie Verträge machen und die bestimmte technische Voraussetzungen umsetzen (beides ist für neue und kleine Anbieter z.B. gar nicht realistisch machbar).

      Und genau DAS ist eine Ungleichbehandlung von Daten. Sie differenzieren die Daten danach, von WEM sie kommen, um sie dann anzurechnen oder eben nicht.
      Abgesehen davon, wird auch die Qualität reduziert, das nur am Rande.

      P.S.: Das Urteil war erwartbar. Es ist eine Schande, wie die großen Netzbetreiber sich absichtlich dumm gestellt haben, um weiterhin echte Flatrates zu vermeiden.

      • >> um weiterhin echte Flatrates zu vermeiden.

        Die Netzanbieter wollen die echten Flatrates nicht vermeiden, sondern teuer verkaufen.
        Die Flatrates gibt es schon lange ab 30€ mtl. in den Netzen von o2 und Vodafone und ab 80€ im Netz der Telekom.

    • „Sie werden ja lediglich nicht am Tarif angerechnet“ Ist das nicht schon besser als andere Daten? Erstmal klingt das natürlich cool wenn die Daten von zB Netflix nicht angerechnet werden. Aber was ist mit Disney+? Da wird man sich vorher überlegen ob man da was mobil streamt oder gar ein Abo abschließt. Neutral ist das nicht.

    • Nehmen wir an, du möchtest einen Streaming Dienst nutzen.
      Anbieter A ist dein eigentlich favorisierter, aber nicht im StreamOn Paket enthalten.
      Anbieter B ist zwar auch gut, aber eigentlich willst du da nicht hin. Der Dienst ist aber im StreamOn Paket mit dabei.

      Nehmen wir weiter an, du hast „nur“ einen 5GB LTE Vertrag und es ist dir somit nicht egal, wie viel Datenvolumen du durch streaming verbrauchst.

      Für welchen Anbieter entscheidest du dich? Ich lehne mich mal weit aus dem Fenster und behaupte, für Anbieter B. Somit ist (in)direkt durch (monetäre) Priorisierung der Daten von Anbieter B die Netzneutralität verletzt worden.

      Nehmen wir sogar noch weiter an, dass Anbieter B mit deinem Mobilfunk-Anbieter einen Vertrag abgeschlossen hat, damit er in das StreamOn Angebot aufgenommen wird, haben wir keine Netzneutralität mehr, sondern Netzdiktatur (in Ermangelung eines besseren Wortes), in welcher der/die reichsten Anbieter bestimmt/bestimmen, wo du streamst und durch deren Angebot dann auch, was du streamst.

      Ist also nicht so einfach wie „Die Daten werden nicht dem Tarif angerechnet“, das ganze zieht nen ordentlichen Rattenschwanz hinter sich und finde ich ziemlich ätzend. Außer, man hat Bock drauf, dass seine Entscheidung, wo man streamt nicht von einem selbst gefällt wird.

      • „Nehmen wir sogar noch weiter an, dass Anbieter B mit deinem Mobilfunk-Anbieter einen Vertrag abgeschlossen hat, damit er in das StreamOn Angebot aufgenommen wird, haben wir keine Netzneutralität mehr, sondern Netzdiktatur (in Ermangelung eines besseren Wortes), in welcher der/die reichsten Anbieter bestimmt/bestimmen, wo du streamst und durch deren Angebot dann auch, was du streamst.“

        Das brauchen wir nicht anzunehmen, das ist definitiv so.
        Ich unterstelle dabei explizit nicht, das die Telkos Geld von den Streaminganbietern erhalten, das weiß ich nicht. Aber um in so ein „Stream On“ Programm aufgenommen zu werden, muss der Anbieter einen Vertrag mit einem Telko schließen, bestimmte Zusagen einhalten und auch technische Richtlinien beachten (hatte da mal einen Artikel zu gelesen).

        Jetzt stellen wir uns das mal nicht aus der Perspektive des Kunden vor, sondern aus der eines innovativen Streaming-Anbieters (der leider noch nicht zu den Großen gehört).
        Wie viele Telkos gibt es in Europa? Dutzende? Und weltweit?
        Jetzt darf ich mit allen Verträge machen in denen ja auch Dinge stehen, die ich beachten muss, dazu wollen die einen Telkos diese technischen Rahmenbedingungen, die anderen diese und die dritten wieder andere.
        Kann ich das als neuer Anbieter umsetzen? Werde ich für die Programme überhaupt angenommen?

        Exakt das ist die Ungleichbehandlung, die gegen die Netzneutralität verstößt.
        Daten sind unabhängig vom Anbieter und Empfänger gleich zu behandeln.

        • Hallo Robert, das ändert nichts daran daß die endkunden die „gekniffenen“ sind – entweder sie verbraten ihr Onlin-Volumen oder sie müssen viel mehr für echte Flats zahlen. Vielleicht ein prinzipientreues , aber VerbraucherInnen-unfreudliches urteil. eigentlich solten die Interessen von menschen , namentlich von VerbraucherInnen immer über abstrakten Prinzipien stehen. Der Mensch ist das maß der Dinge, nicht das Prinzip.

          • Im ersten Moment mag es nicht verbraucherfreundlich aussehen, aber im Grunde drängt es die Netzbetreiber nun dazu ihre Tarifmodelle anzupassen, da sich die Leute daran gewöhnt haben. Daher dürfte es künftig wohl zu Tarifmodellen die in der Bandbreite beschränkt sind führen. Das spielt den Netzbetreibern sogar teilweise in die Karten, da jeder wieder nach möglichst hohen Datenraten strebt ohne zu wissen, dass StreamOn angeblich auf 1,7Mbit/s limitiert war.

      • Ich mag StreamOn und finde die Entscheidung schade, kann sie aus meiner Sicht auch nicht nachvollziehen.

        M.M. nach wird (oder sollte) die Entscheidung für einen Anbieter nicht von einem StreamOn Paket abhängen. Es ist einfach nur eine weiter Variable bei der Kaufentscheidung.
        Ich habe alle meine Dienste schon vor StreamOn so genutzt wie ich sie jetzt auch noch nutze. (Habe seit wenigen Monaten StreamON)
        Den Vorteil den ich jetzt habe: Ich lade nichts mehr daheim für Unterwegs in Spotify oder Netflix runter.
        Zusätzlich wird mein Datenvolumen einfach Generell entlastet, dadurch nutze ich jetzt Dienste die nicht in StreamOn enthalten sind ebenfalls intensiver als vorher.
        Meine Entscheidung für einen der Dienste wäre nicht von StreamOn abhängig gemacht worden sondern vom Gesamtpaket.

        Soweit ich das gesehen habe sind gerade bei den Datenintensiven Diensten wie Video und Musik Streaming auch alle großen dabei.
        Wenn ich hier einen kleinen Dienst nutze hat das sicherlich einen triftigen Grund und alleinstellungsmerkmal (Spezielles Nischen Genre, bessere Qualität, Datenschutz,..) auf den ich so viel Wert lege, dass die anderen Anbieter eh keine Option sind.
        Wen ich dann den anderen Dienst buche habe ich keinen Nachteil weil die anderen Anbieter im StreamOn Paket enthalten sind.

        Für mich ist es eigentlich ein WinWin Paket gewesen, vor allem vor dem Hintergrund das ich nicht denke, dass die Konsequenz von dem Verbot so etwas wie eine „echte“ Flatrate sein wird (Was ich seit ich StreamOn habe für mich persönlich defacto habe).

        • Ich kann das Gegenteil berichten, denn ich habe ungefähr zu gleichen Zeit Netflix abonniert und einen Vertrag bei Vodafone abgeschlossen, als Vodafone den Video-Pass einführte, damit ich unterwegs Serien gucken kann und ich habe täglich in der Bahn ca. 3 GB mit Netflix verbraucht.
          Zu Hause guckte ich wenig, und seit dem Beginn der Corona-Ära und Home Office fast gar nicht mehr.

    • Naja, indem machne Daten anders behandelt werden, ist das schonmal nicht neutral. Und Dienste, deren Daten nicht zum Volumen zählen haben definitiv einen Wettbewerbsvorteil, v.a. im Hinblick auf die spärlichen und/oder teuren Internetvolumen. Wäre mobiles Volumen kein Problem, wäre eine Besserstellung einzelner Dienste nicht nötig

  2. Zwei Möglichkeiten:

    – Die fallen ersatzlos weg, Nachteil für die Kunden
    – Es kommen günstigere echte Flats

    • „– Es kommen günstigere echte Flats“
      LOL

      • Eben, StreamON sind bei der Telekom Optionen mit einen Tag kündigungsfrist – das geht schnell und dann kommen alle aus den löchern – ICH WILL EIN SONDERKÜNDIGUNGSRECHT – das wird lustig :D.

    • Wenn die erstes Wählen, ist der Imageschaden groß. Vor allem weil in DE mittlerweile jeder weiß, das Deutschland das einzige EU-Land ist das wie n bockiges Kind keine passablen Unlimited Tarife anbieten will.

      • Nicht Deutschland als einziges EU-Land bietet für dich keine passablen unlimited Tarife an, sondern die Provider. Ich zahle für O2 unlimted max 25 Euro im Monat (in Deutschland), finde ich eigentlich ok.

        • >> Ich zahle für O2 unlimted max 25 Euro im Monat (in Deutschland), finde ich eigentlich ok.

          Das war mal eine Aktion von o2, nun ist der Tarif zu dem Preis nicht mehr verfügbar, daher zählt es nicht. Ich kenne Leute, die einen negativen Preis auf ihren Tarif hatten, diese Tarife gibt es aber nicht mehr.

          • Letzten Monat gab es das noch bei Mobilcom für 29,99, momentan 34,99. Muss man halt mal ein bisschen schauen wann ein gutes Angebot dabei ist.

            • Direkt bei o2 kostet Unlimited Max 30€ mtl.
              Freenet Funk kostet 0,99€ pro Tag.
              Ich habe mir aber den günstigeren Tarif mit 120 GB und Connect (10. SIM-Karten) für 22,49€ mtl. genommen.

              • Woher kommst du den Preis bei o2? Das o2 im kleinsten Tarif 2Mbits anbiete ist ja wohl ein schlechter Scherz

                • o2 hat seit fast einem Jahr eine Aktion laufen, bei der man dauerhaft nur die Hälfte zahlt, wenn man durch einen Freund geworben wird.

                • Im übrigen StreamOn war auf 1,7Mbit/s limitiert, da wirken die 2Mbit/s gar nicht mehr so mickrig oder?

          • Einfach jemanden suchen der bei o2 ist und sich nen 50% Neukundengutschein geben lassen. Kann jeder 3 Stück generieren und bringt dich rechnerisch auf 25 € im Monat für 5G unlimited.
            Man darf halt nicht einfach immer das erstbeste Angebot nehmen was man sieht.

        • Sorry, aber wer will o2 haben? Ich bin beruflich viel unterwegs. Da stinkt o2 leider in vielen Regionen und Orten leider total ab. Ich würde o2 nicht mal nutzen, wenn ich noch Kohle drauf bekommen würde.

          • Die letzten 2 Jahre unter einem Stein verbracht? Klar Telekom ist nach wi vor deutschlandweit gesehen deutlich besser, aber o2 hat stark aufgeholt und je nach Region eine attraktive Alternative geworden.

            • Von was reden wir? Von Empfang (Telefonie) oder auch von schnelle und zuverlässigen Datenraten? Mir bringt es nichts, wenn mein Smartphone LTE/5G anzeigt ich aber nur ein paar MBit bekomme. Das verwechseln hier nämlich einige Leute leider…

              • Sowohl als auch. Klar die durchschnittliche Datenrate ist bei der Telekom höher, zur Wahrheit gehört aber auch, dass sich das meiste was man am Smartphone macht ohne Probleme und große Einschränkungen auch mit weniger als 10 Mbit/s machen lässt. Nebenbei StreamOn war sogar auf 1,7Mbit/s beschränkt und hat den Leuten locker gereicht.

          • Kann ich nicht bestätigen habe o2 und Telekom und habe teilweise mit o2 mehr Empfang

            • Kann ich nur bestätigen. Habe sowohl Telekom als auch O2 in meinem Handy. In der Summe mag Telekom noch vorne liegen, ich bin aber immer wieder überrascht, wie oft der Empfang bei O2 besser ist.

            • Was heißt denn bei dir Empfang? Du kannst jetzt mehr telefonieren als vorher? In dem Artikel geht es um StreamOn und Daten. Und da ist o2 leider weiterhin abgeschlagen. Die Datendurchsätze sind teilweise unterirdisch. Ja, sie sind besser geworden, aber auch nur ein bisschen.

    • Krümelmonster says:

      Dritte Variante: Sie handhaben es so wie StreamOn im EU-Ausland (als deutscher Vertragsinhaber), dann ist StreamOn keine Flat, sondern gedeckelt mit xx GB. Das könnte man innerhalb Deutschlands auch so handhaben.

      Als sehr intensiver StreamOn-Nutzer bin ich von der Entscheidung primär verärgert, denn Telekom und Vodafone-Verträge gehören zu den teuren. Da kommt irgendwie das „Ich habe dafür doch bezahlt“-Gefühl auf. Mir sind die Bedenken der Verbraucherschützer egal, was solche Dienste angeht, in der Praxis habe ich mich damit abgefunden, dass es hier keine günstigen Flats geben wird. Daran wird auch dieses Urteil wieder nichts ändern. Der Staat schafft hier keine Bedingungen, um Flats für 20-30 EUR dauerhaft anbieten zu können und dabei gleichzeitig wirtschaftlich zu handeln. Der schwarze Peter liegt eindeutig nicht nur bei der Telekom, oder Vodafone.

      • Es sind kostenfreie Optionen bei StreamON – die werden einfach von heute auf morgen gekündigt – jetzt StreamON auf ein extra Volumen zu beschränken wäre auch nicht zulässig – wenn dann muss das Volumen für alles steigen – das wird nicht kommen. Man wird StreamON kündigen und dann wird man die Volumen die man grad in den Young Tarifen gegeben hat auch in den normalen Tarifen gewähren.

  3. Endlich!
    Das war so wichtig.
    Nun kann endlich ein richtiger Kampf zwischen Anbieter beginnen und damit die Preise purzeln.

      • Tut mir wirklich leid für dich, dass du nicht verstehst, was dahintersteht und um was es geht.
        Ich liebe meine ECHTE Flatrate auf dem Handy und zahle nur 20€ im Monat.

        • Welcher Tarif ist es denn?

          • Bestimmt so ein „grandfathered“ Tarif bei o2, den es in der Form nicht mehr gibt?

            Aktuell kann man „O2 Free Unlimited Smart“ für den Preis bekommen, dieser bietet aber nur 10 Mbit/s.

            • @Alex
              lol.. fast.. ich habe zwei Verträge bei O2.
              Einmal meinen Unlimited Max und den von meiner Frau mit 20GB für 22€ im Monat.
              Ist also nur durch die Kombination so günstig.

              • Dann solltest du aber den gesamten Preis nennen, denn ich kann ja auch sagen, dass ich bei Vodafone einen Unlimited Tarif für 18€ mtl. habe.
                Ist ja zwar nur durch die Kombination mit einem DSL-Vertrag für 50€ so günstig…

            • Der mit 24 Monaten Laufzeit? Der kostet ohne Bindung 45€. Ach nö …

    • Hallo Stefan LG , das wird nicht kommen. Der Kunde ist „gekniffen“und das nur wegen Prinzipienreiterei des EuGH . Aber das ist leider wohl auch ein Zeichen unserer Zeit abstrakte Prinzipien über tatsächliche , real nutzbare Vorteile für VerbraucherInnen zu stellen. Viele Leute können sich die teuren Datenflats nicht leisten, für sie waren diese angebote ein Segen. Ein Gericht, der im sinne der ihm zum Schutz der Interessen der ihm anvertrauten BürgerInnen urteilt, darf nicht abstrakte Prinzipien zum nachteil der bürgerInnen „reiten“. KundInnen sollten KönigInnen sein, nicht RichterInnen.

      • Es ist m.E. eher ein Zeichen unserer Zeit, dass Leute, die von den betreffenden Sachverhalten keine Ahnung haben, in diesem Fall Netzneutralität und Jura, anderen die das studiert haben oder zumindest erhebliche berufliche Erfahrung gesammelt haben, erklären wollen, wie die Welt funktioniert. Und dass oftmals auch aus rein egoistischen Motiven.

        • Danke, so ähnlich wollte ich das auch schreiben.
          Also wer, wenn nicht ein oberster Gerichtshof, ist denn EXAKT dafür zuständig, „abstrakte Prinzipien“ (wir nennen es auch Gesetze und Richtlinien, aber pssst 😀 ) anzuwenden auf konkrete Fragen?

          Das die Auslegung nicht Jedem gefällt, liegt in der Natur der Sache. Aber ein Gericht kann schlicht nicht Gesetze ignorieren, um vermeintlich „Bürgerfreundlich“ zu sein, lieber Andreas

  4. Die werden schon einen Trick finden das so weiter zu führen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass StreamOn abgeschafft wird und ich statt 25GB dann zB 60GB bekomme.

    • Genau das wird aber passieren und damit ist die Netzneutralität wieder hergestellt.
      Dafür bekommst du dann mehr GB fürs gleiche Geld, wenn nicht sogar ne echte Flat.

      • Und genau das werden die Unternehmen versuchen zu vermeiden. Sie werden wohl weiterhin erfolgreich mit Tricks, also kleinen Änderungen, wie bisher diese Tarife wie StreamOn anbieten können. Das hat die letzten Jahre immer wieder geklappt.
        Ich persönlich mag StreamOn weil damit alle meine datenintensiven Dienste abdeckt werden und ich mir somit seit Jahren keine Gedanken mehr über Datenvolumen gemacht habe.

        • Das ist eben nicht mehr erlaubt.
          Ich hoffe das da nichts mehr kommt es muss endlich abgeschafft werden.

          • Du hast doch deine Flat. Dann lass den anderen doch ihre. Ich weiß nicht, warum du dich da so dran aufgeilst. Komischer Typ

          • Oh ja , Stefan, es ist ja soooooo befriedigend, nur wegen der Wahrung eines abstrakten Prinzips menschen etwas Freude nehmen zu können. man kann sich dann im Lichte des selbstgerechten Wahrers von heren abstrakten Grundsätzen suhlen. Ob es Menschn dadurch schlechter geht , ist doch egal. Das Prinzip zählt! herzlos , rechhaberisch . Sorry wenn das jetzt harsch rüberkommt, aber deine Äußerungen hier zeugen von einer „akademischen herzlosigkeit“- ich finde da keinen passenderen Begriff. Das sind die gleichen Einstellungen , als wenn Richter das „Containern“ verbieten weil es juristisch „Diebstahl“ ist. Oder wie damals als man die kostenlosen zeitungen verbot weil durch sie angeblich der Wettbewerb auf dem printmarkt verzerrt würde. Gönnen können ist menschlichkeit – auch wenn es vielleicht mal nicht so hell, sondern nur noch grau legal ist.

            • Zum 10.ten mal den nahezu gleichen Kommentar posten zeugt im Gegensatz natürlich nur von deinem puren Egoismus.

              Ein Gericht hat entschieden, dass das Angebot nicht rechtens ist. Ende.
              Dein Vergleich zur Zeitung hinkt an so vielen Stellen, dass es im Grunde schon kein Vergleich mehr ist. Die Zeitungen wären nämlich vielmehr die Anbieter wie Spotify und Youtube.

      • Wie willst du das den Leuten erklären die zwischen 100 GB bis 1 TB über StreamON verbraucht haben?

  5. >> Es greift keine Flat mehr, sondern nur noch x GB für die Dienste, die es on top gibt.

    Dann sagt Vodafone, dass man im Video-Pass pro Tag 40 GB im Red M und 60 GB im Red L Tarifen für Netflix etc. hat. Das wären dann 5 und 15 Stunden Netflix in FullHD. Und kann weitere 5 Jahre die Zero-Rating-Tarife unter einem anderen Namen verkaufen.

    • Das ist es ja gerade.
      Nicht nur Teile sind nicht in Ordnung, sondern das komplette Konstrukt ist nicht in Ordnung.
      Damit wäre deine Idee auch komplett hinfällig und nicht zulässig, weil wieder priorisiert wird.

  6. Ich glaube ja nicht, dass „x GB on Top“ für bestimmte Dienste ein Ausweg sind. Da wird dann ja noch immer Datenverkehr ungleich behandelt, wenn ich mein „Normales“ Volumen verbraucht habe, aber bestimmte Dienste noch mit dem „On Top“-Volumen nutzen kann. Man kann nur hoffen, dass die Anbieter sich endlich dazu durchringen etwas großzügigere Volumen in ihre Tarife zu packen, so dass nur wenige eine Flatrate überhaupt noch brauchen und die Preise dafür dann auch sinken.

    • StreamOn wurde doch aktuell auch schon gedrosselt wenn das normale Datenvolumen verbraucht wurde, oder? Dann wäre das da ja eigentlich auch so… wobei ob das dann wieder rechtlich erlaubt ist.

      Bin gespannt was die Telekom (bzw. Vodafone) jetzt draus macht, wäre echt schade wenn das ersatzlos wegfallen würde, gerade für Spotify hab ich es unterwegs gerne genutzt.

  7. Dann werde die entweder wegfallen oder es werden Full Flats aber dann Teurer. Also alles negativ für den Kunden. Bin ja mal gespannt. Meine TV Geräte laufen alle auf Multisim kartendie inkluisiv sind. Damit die Bandbreite nicht von meinem DSL abgeht. ;-).

    • Noch teurer kann es nicht werden! Das ist schon teurer als in allen anderen EU-Ländern

      Die können auch einfach für gleiches Geld alles frei schalten. By the way: die Telekom hat binnen 5-6 Jahren ihre Handypreise um 10€ verteuert

  8. Erster Fehler im System…. fast alles, was sich Flatrate nennt ist keine. Alles Volumentarife und durch juristische Mogeleien sind die Anbieter noch nicht verklagt worden. Alleine die Tatsache das hier bzgl. von nicht berechneten Streaming Diensten diskutiert wird und der restliche Traffik dann bei 29GB oder was auch immer faktisch gekappt wird bspw. durch die klassische Drosselung auf 32kbit oder was des ist … Flatrate heißt ein Preis und unbegrenzte Nutzung… typische Anbieterverarsche… echte Flatrates gibt es nur bei Festnetz.

    • setz mal die Deutschlandbrille ab, echte Flatrates gibt es schon in uns angrenzenden Ländern

    • Im Gegenteil es gibt fast nur Flatrates. Es gibt selten Tarife wo die Verbindung nach Verbrauch des Volumes gekappt wird. Man hat also eine 64 kbit/s Flat mit entsprechenden Highspeed-Volumen.

    • Nein?
      O2 Ulimited Tarife sind unbegrenzte Tarife
      und es gibt noch diverse andere auch bei der Telekom und Vodafone.

    • Flatrate bedeutet Pauschaltarif. Die Definition ist auch gegeben, wenn irgendwann gedrosselt wird.

  9. Die Leute, die krampfhaft an StreamON festhalten, sollten wirklich darüber nachdenken, ob das so förderlich ist.

    StreamON und Vodafone Pass sind definitiv nicht Netzneutral.
    Netzneutral heißt: Alle Webseiten werden gleich behandelt. Und darumzulegen gibt es nur zwei faire Möglichkeiten:

    1. Apps, Desktop Version, Mobile Seite, Webseite, egal, StreamON und Vodafone Pass behandeln alle gleich, Keller muss sich als Partner melden. Lediglich Werbung wird vom Datenvolumen abgezogen.

    2. Die Telekom und Vodafone gehen auf alle Webseiten-Betreiber und App-Betreiber zu, und bieten Aktive eine Partnerschaft an und zwar kostenlos

    StreamON und Vodafone Pass ist bloß der verzweifelte Versuch, weiterhin für teuer Geld Handytarife zu verkaufen.

    Bei unseren EU-Nachbarn werden Unlimited Tarife (mit Thethering und Hotspot) ab 30€ angeboten, in 24 – 12 – 1 Monatsverträgen die alle nicht wesentlich teurer sein dürfen. Deals gehen meistens über die Handysubvention und nochmal ordentlich Preisnachlass bei Kombianheboten. Aber auch für Einzelprodukte sollte es bezahl bleiben.

    Das das alles in der jetzigen Weise gegen die Netzneutralität verstößt, war klar. Ich würde mich aber als Kunde nicht an einem Alibi-Produkt festhängen weil damit wird echter Fortschritt verhindert.

    Mal sehen, wann die Anbieter es ändern müssen und welche Lösung sie dafür anbieten. Ob sie einen Schritt zurück machen (und sich weiter von Rest der EU entfernen) oder endlich einsehen, sie es anders/besser/fairer gestalten

    • Das ist alles schön und gut, aber wenn ich als Kunde zwischen einem Tarif mit der echten Flatrate wählen kann und einen 10€ günstigeren Tarif, der zwar nur 32 GB Datenvolumen, dafür aber den Video-Pass bietet, werde ich den günstigeren nehmen, denn für die 240€ Ersparnis in zwei Jahren kann ich mir ein besseres Handy oder Tablet kaufen, ich verbrauche ohne Video-Streaming eh nicht mehr als 20 GB.

      Und wenn echte Flats erschwinglich werden, werden die Netze durch Kiddies mit YouTube lahmgelegt.

      Das einzig Faire wäre, die Flatrates und Zero-Rating-Tarife ganz abzuschaffen und nach Datenvolumen zu berechnen, dann wird jeder wirklich das zahlen, was er verbraucht.

      Bei einer Flatrate bezahlen ja immer die anderen für einen Power-User.

      • Sorry aber jemand wie du ist kein Mensch mit dem ernsthaft über sowas reden sollte wenn er sowas hier sagt „ Und wenn echte Flats erschwinglich werden, werden die Netze durch Kiddies mit YouTube lahmgelegt“ wer bist du?

      • „ Das einzig Faire wäre, die Flatrates und Zero-Rating-Tarife ganz abzuschaffen und nach Datenvolumen zu berechnen, dann wird jeder wirklich das zahlen, was er verbraucht“ ?

        Hast du verstanden, was ich gesagt habe? Bzw vorgeschlagen habe? Sieht nicht danach aus

  10. Als Ausweg aus dem Dilemma könnte man ja wie bei alten o2Free Tarifen verfahren. Jeder mit Videopass bekommt eine 5Mbit/s Softdrossel, jeder mit Audio/Social Media Pass eine 1-2Mbit/s Drossel nach verbrauch des Volumens.

    • Da es nur Optionen unabhängig vom Vertrag sind und dort LTE Max festgeschrieben ist wird das nicht gehen. Dann muss man in neue Tarife wechseln sobald die Tarifoptionen gekündigt werden.

      • Richtig es sind kostenlose Optionen, die ohne Auswirkung auf den Hauptvertrag gekündigkt werden könnten. Um aber einen Aufschrei der Kunden zu umgehen könnte man eben die Bedingungen der Option verändern. Dann ist es eben nicht mehr StreamON Video für Netflix und Co sondern StreamOn Video mit 5Mbit/s nach Verbrauch des Volumens weitersurfen….

        Alternativ könnte man natürlich den Aufschrei akzeptieren und das ganze komplett wegfallen lassen.

        • Nein, dass funktioniert nicht, da es weiterhin eine Bevorzugung von Diensten ist und genau das wurde untersagt.

          • Du hast mich nicht verstanden oder meinen Ausgangspost nicht gelesen.
            Ich meinte es vielmehr so, es gibt zum Magenta S die kostenlose Option 2Mbit/s mit der man nach Verbrauch des Volumens statt mit 64kbit/s mit 2Mbit/s weitersurfen kann. Der Magenta M bekommt die kostenlose Option 5Mbit/s für alles was nach Verbrauch des normalen Tarifvolumens anfällt.

            Und genau das ist nach wie vor erlaubt, da es eben keine Dienste bevorzugt, sondern nur deinen Speed von denn vertraglichen 64kbit/s auf 2 oder 5Mbit/s anheben würde, aber eben für alles und nicht nur besondere Dienste. Und damit entspricht es genau der früheren Weitersurfgarantie von o2.

            • Sry, du hast recht.
              Ja das könnte passieren und wäre eine positive Entwicklung.
              Bessere wären aber echte Flatrates abgestuft in der Geschwindigkeit.

            • Ja, das würde gehen, wird so aber nicht kommen, wenn dann muss man in neue Tarife wechseln – StreamOn wird einfach gekündigt. Die aktuellen Magenta Tarife werden die gleichen Volumen Updates bekommen wie gerade die Young Tarife und man wird irgendwann neue Tarife mit unterschiedlichen Tempos vorstellen.

              • Nein man muss dafür nicht in neue Tarife wechseln, auch wenn du es hier immer wieder anmerkst. Die bisherigen StreamOn Pakete wurden immer als „kostenlos zubuchbare Optionen“ vermarktet, auch wenn dies meist ausgesehen hat als wäre es ein fester Tarifbestandteil. Dadurch könnte die Telekom diese einfach nicht mehr anbieten und das sogar ohne ein Sonderkündigungsrecht anzubieten. Ich denke jedoch nicht, dass sich die Telekom den entsprechend folgenden und in meinen Augen gerechtfertigten Aufschrei der Kunden geben will. Daher wird es wohl auf eine Erhöhung des Volumens oder z.B. durch die Einführung von ähnlich kundenfreundlichen Optionen hinauslaufen.

  11. Für mich als Kunden hat das jetzt nur Nachteile. Unbegrenzte Datenflats werden garantiert nicht in preislich vergleichbare Regionen wie StreamOn kommen, also danke für nichts liebe Verbraucherschützer…

    • Die Telkos verstoßen – vom obersten EU-Gericht bestätigt – gegen eine EU-Richtlinie, die in nationale Gesetze umgesetzt wurde (sie handeln also illegal) und Du bist auf die Verbraucherschützer sauer?
      Spannend.

      • Hallo Robert, ja, wenn Verbraucherschützer eben nicht die Interessen von Verbrauchern schützen – also KundInnen die gern Stream On und Co. genutzt hätten sondern ein abstraktes Rechtsprinzip „netzneutralität“ was auf dem papier toll klingt aber dem Endkunden letzlich nichts in heller und Pfennig bringt, sondern im Gegenteil Vorteile wegnimmt. Wenn etwas als „Recht“ niedergeschrieben wird heißt das ja nicht daß es für die „normalen“ menschen, also du und ich , einen Vorteil bringt. manchmal ist eben ein bisschen am Rande der legalität doch für den otto und Emma NormalbürgerIn ein Vorteil.Und den läßt sich nun mal niemand gern nehmen . Verbraucherschützer sollten die interessen von KundInnen schützen , nicht abstrakte Rechstgrundsätze oder die Partikularinteressen von (Nischen-)Anbietern.

        • Ich denke, den Verbraucherschützern ist die Netzneutralität völlig egal. Sie nutzen diesen Weg, um ihr eigentliches Ziel, mehr Wettbewerb und bessere Preise für die Kunden, zu erreichen.
          Die Verbraucherschützer haben schon erkannt, dass diese Pseudo-Angebote, den Wettbewerb im Ganzen behindern und mittel- bis langfristig echte Flatrates, wie sie im europäischen Auslang längst Normalität sind, verhindern.

        • Ist für Verbraucher natürlich auch immer gut, wenn der Verbraucherschutz Wettbewerb verhindert indem er die Eintrittshürden für neue Anbieter für gut befindet….

  12. Wurde auch Zeit das dieses illegale Verhalten verboten wird. Man sieht auch daran wie sinnvoll und notwendig europäische Gesetzgebung und Gerichte sind. Gute Entscheidung.

    • Müsste man dann nicht alle Firewalls abschaffen die Behandeln Daten auch unterschiedlich?!

      • Nein, denn Firewalls schützen im Grunde dich vor bösen Einflüssen. Und das entspricht dem Grundsatz, dass deine persönliche Freiheit dort endet, wo die des nächsten beginnt.

      • So ein blödsinn.
        Das ist was ganz anderes.

      • Stehen Firewalls nicht gerade an der GRENZE von zwei Netzen, um Dein eigenes Netz zu schützen?

        Also stell Dich bitte nicht dümmer, als Du bist.
        Netzneutralität gilt für Netzbetreiber, was Du beim Übergang in DEIN EIGENES Netz anstellst, ist Deine Sache. Netzbetreiber hingegen haben alle Daten unterschiedslos und ohne Diskriminierung durchzuleiten, das war immer der Grundsatz des Internets und darum geht es bei Netzneutralität.

        Und falls Du jetzt gleich noch fragst, ob das dann auch für Telefonie über Deinen Anbieter gilt, die ja schließlich auch „nur noch“ IP-Paket ist: Das ist ein Service INNERHALB eines Telko-Netzes, darf also unterschiedlich behandelt werden. Außerdem realisieren das viele Anbieter ohnehin über ein separates VLAN.

        • Aber Telkos blocken doch auch z. B. Skype weg wenn man keine Telefonieoption hat.

          • In 2005 vielleicht. Und auch damals war das schon hochumstritten, ob das überhaupt zulässig ist. Problem wie immer: Ein Betroffener muss klagen und das dauert Jahre und kostet tausende Euro.
            Wenn sie das heutzutage noch machen, verstoßen sie klar gegen die Netzneutralität, die mittlerweile laut EU-Richtlinie verbindlich ist. Man hätte auf dem Klageweg also exzellente Aussichten, dagegen vorzugehen.

  13. die haben doch jetzt eh soviel Nutzungs Daten gesammelt das sie entsprechende Flatrates den Kunden anbieten werden , das wird dann echte MP3 Flat Rate für alle Musikdienste heissen oder MPEG-X für Videostreams damit umgeht man das mit der Netzneutralität bezogen auf Bevorzugung von Diensten

    • Auch das ist nicht zulässig – alle Dienste müssen gleich behandelt werden nicht nur alle Dienste in einem Bereich

      • Was hat das mit Diensten zu tun wenn ich bestimmt Datei Typen unabhängig vom Dienste flat in meinen Netzen laufen lasse

        • Irgendwo kommen die mp3s ja her auf Dateitypen kann man das auch gar nicht realisieren.

        • Einen bestimmten Typ Datei, Protokoll oder Anbieter zu bevorzugen oder benachteiligen, ist doch genau die Definition von Verstoß gegen die Netzneutralität!

          Leute, was ist daran so schwer zu verstehen?
          Zero Rating verstößt gegen Netzneutralität, gerade eben festgestellt. Hier ging es um „wo kommt es her“
          Jetzt zu sagen: Cool, dann machen wir Zero Rating nach Dateityp, löst das Problem nicht, sondern ist genauso illegal. Beispiel: Du schreibst von mp3. Abgesehen davon, das diese technisch eh überholt sind: Was, wenn mein Anbieter keine mp3, sondern aac ausliefert? Oder ogg? Oder flac? Oder der Stream verschlüsselt ist und so die Telkos gar nicht erkennen können, welcher Dateityp es ist?
          Netzneutralität ist genau das: Ob es https ist oder ftp, ob mp3 oder ogg, ob von Netflix oder von Amazon Prime geht die Telkos einen Scheiß an, sie haben das einfach anstandslos durchzuleiten und keine Priorisierung oder Diskriminierung vorzunehmen.
          Einzige Ausnahme ist allgemeines Netzmanagement, wenn ein Segment ansonsten überlastet würde, das ist natürlich erlaubt – darf aber auch nicht bestimmte Anbieter diskriminieren.

  14. Die Telekom bietet ja mi Magenta Eins unlimited schon eine echte Flat an. Leider kostet die im Moment bei mir 10 EUR mehr, ohne das ich einen Mehrwert hätte. StreamOn deckt alles ab, was irgendwie datenintensiv ist.

  15. Es ist schon bemerkenswert wie manch einer meiner „Ärgerlich, jetzt hab ich ja nur Nachteile“ ohne das eigentliche Problem hinter Vodafone Pass / StreamON zu verstehen.

    Deutschland muss endlich mit anderen EU Ländern mitziehen. Ohne Wenn und Aber. Preislich und von der Tarifstruktur her.

    Die einfache Lösung ist jetzt, das alle Tarife erstmal auf MBits umgestellt werden: 50 / 100 / Max und dann kann man drüber reden welche preisliche Reduzierung es geben soll. Kann nicht sein das sich hier alle eine goldene Nase verdienen aber kaum Leistung bringen. Und der höchste Preis rechtfertigt sich nicht Leistungen, die man vllt gar nicht braucht oder nur selten nutzt. Das haben die ÖPNV bei ihrer Ticket-Logik auch solangsam verstanden

    Die EU kommt einem lockst weg. Wenn sich Deutsche Anbieter dazu entscheiden wichtige Leistungen zu streichen und ein Fake-Spiel beginnen wollen von wegen „Die EU ist Schuld“ kann ich nur empfehlen sich darauf nicht einzulassen. Anbieter in Deutschland sollten mit der Zeit gehen und sich nicht dagegen wehren

    • Wieso sollte man Freiwillig ein Konzept aufgeben mit dem man gut verdient und man muss auch die Kosten für die Frequenzen wieder reinbekommen und die Preise im Ausland sind zwar geringer aber auch das Gehaltsgefüge dort.

  16. Ich bin positiv überrascht wie viele hier das wirkliche Problem erkannt haben und sich über dieses Urteil freuen. Leider kenne ich im Bekanntenkreis genug Leute die StreamOn oder Pass genutzt haben und nicht verstanden warum das allgemein nicht gerade von Vorteil ist.
    🙂

  17. Poweruser009 says:

    Es geht hier bei dem Urteil um StreamOn der ersten generation und betrifft die aktuelle Version nicht.

  18. Es sieht ein wenig so aus als wäre die Sache mit den Datenvolumina ein künstlich erschaffenes Konstrukt dee Telkos, wenn sie gleichzeitig doch Mbits freischalten könnten statt Datenvolumen.

    Witzigerweise gibt es nämlich echte Internetverträge für Zuhause (ohne LTE) über DSL mit 100 GB Speicher in 16 Mbits.

    Warum also sollte man die Mbits-Logik nickt auch im Mobilfunk einführen?

  19. P.S.
    Folgende Passage muss die Telekom streichen unter Punkt 2
    https://www.telekom.de/hilfe/mobilfunk-mobiles-internet/mobiles-internet-e-mail/streamon/voraussetzungen-streamon

    Tethering ist mit dem EU-Entscheid also offiziell erlaubt.

    Und wenn die Anbieter das Urteil zur Netzneutralität verstehen, müssen alle Seiten, egal ob App oder Mobile Internet, ermöglichen. Auch von allen bisherigen Partnern. Ich bin gespannt darauf wie die Bundesnetzagentur das öffentlich kommunizieren wird. Auf das Thema ist sie ja bisher nicht eingegangen leider. Ich hoffe, das dafür nicht ein weiteres konkretes EU-Urteil nötig ist. Es würde ohnehin darauf hinauslaufen

  20. Die Telekom hat sich auf teltarif schon geäußert:
    „Die betrof­fenen Firmen betonten beide, dass man die Tarife ja schon längst geän­dert habe. Für das jetzige StreamOn ändere sich also nichts, sagte ein Telekom-Spre­cher. „Soweit das Urteil darüber hinaus Aussagen zu Zero-Rating im Allge­meinen enthält, haben diese mit dem Verfah­rens­gegen­stand zunächst nichts zu tun. Was daraus folgt, muss der Gesetz­geber klären.““

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