Messenger Signal macht eigene Kosten öffentlich

Beim Messenger Signal hat man verkündet, welche Kosten man hat, um das Ganze am Laufen zu halten. Die Kosten für Signals technische Infrastruktur betragen jährlich 14 Millionen Dollar, wobei die Personalkosten 19 Millionen Dollar pro Jahr erreichen. Als Non-Profit-Organisation hat Signal ebenso Entwicklungskosten wie andere Unternehmen. Angesichts wachsender Nutzerzahlen prognostiziert Signal einen Kostenanstieg auf 50 Millionen Dollar pro Jahr bis 2025. Insgesamt arbeiten derzeit rund 50 Vollzeitmitarbeiter bei Signal. Signal strebt mit seiner Blog-Publikation mehr Transparenz an und möchte das Bewusstsein für die vielfältigen Geschäftsmodelle in der Technologiebranche erweitern.  Signal ist im Gegensatz zu fast allen anderen Consumer-Tech-Unternehmen auch eine gemeinnützige Organisation.

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Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei X, Threads, Facebook, LinkedIn und Instagram.

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45 Kommentare

  1. ich fände es gut und absolut angemessen, wenn es 1€ im Monat kosten würde, so wie posteo bei Mails

    • Das Problem bei solchen symbolischen Beträgen ist, dass damit tatsächlich einige ausgeschlossen werden während auf der Einnahmenseite wenig ankommt, weil das meiste von Gebühren und Verwaltung aufgefressen wird. 12€ im Jahr würden deutlich mehr tatsächlich in die Kasse spülen, aber eine 12€-Zahlung würde dann schon sehr viele dazu bringen, einen anderen Messenger zu nutzen.
      Schau‘ dir die Nutzerzahlen der kostenpflichtigen Messenger an. Threema kostet nur einmalig einen lächerlichen Betrag, trotzdem kann ich die Kontakte mit Threema an einer Hand abzählen – bei mehreren Hundert Kontakten im Telefonbuch… wobei Signal jetzt auch nicht soooo viel besser da steht in der Hinsicht.

      • Threema – den ganz wichtigen Leuten bei mir habe ich denen das als Appgeschenk „untergejubelt“, weil mir Signal gerade irgendwie auf den Zeiger geht.

        Immerhin nutzen die Beschenkten Threema auch jetzt; inkl anrufen.
        Ziel erreicht.

      • @Harry:
        Bist du dir sicher, dass das am Preis liegt, dass so wenige Leute Threema nutzen? Ich habe bei mir im Freundeskreis eher die Erfahrung gemacht, dass es am Herdentrieb liegt, dass die Leute Messenger wie WhatsApp nicht aufgeben wollen, da sie dort 20-30 Kontakte haben – und diese Wiederrum nicht vom Wechsel überzeugen können.

        • Der Preis ist das Eine, das andere ist, dass es bei Threema keinen Rufnummernzwang gibt. Tatsächlich nutzen also mehr Leute Threema, als der automatische Adressbuchabgleich ausspuckt. Meiner Erfahrung nach haben 90% der Leute min. einen alternativen Messenger installiert. Ist tatsächlich nicht mehr so schwer als WhatsApp-Verweigerer.

          • Man sollte mal Session versuchen, ist auch kostenlos

            • Bist du ein werbebot?

              Session ist nix für Otto normalos, meine Mutter, oder Handy Akkus. Und würden die Nutzerzahlen von Signal, geschweige denn WhatsApp erreicht, geht alles in die Knie.

          • Was nutzen die Kontakte, wenn ich sie nicht sehe? Wenn sich das in der Masse durchsetzen soll, muss es einfach sein. Und dazu gehört eben auch, dass man gleich sehen kann, welche seiner Kontakte man über diesen oder jenen Messenger erreicht. Der fehlende Rufnummernzwang mag dem Datenschutz dienlich sein, hilft aber nicht, eine App populär zu machen.

        • Wenn die App kostenfrei für die Nutzer wäre, würden sicher auch nicht alle wechseln, aber mehr. Also ja, es liegt auch am Preis.

    • Je User sind das am Ende weniger als 1 Dollar/Jahr an Kosten. Reicht also 1 Dollar/Jahr als Abo oder Kauf zur Finanzierung. Aber wäre vielen wahrscheinlich gleich wieder zu viel.

      • 1 oder sogar 5 Euro pro Jahr würde ich zahlen. Zahlungsabwicklung müßte aber möglichst unkompliziert bleiben z. B. in-App-Kauf, damit nicht nochmal Daten an einen anderen dienstleister gehen – für den App-Store des Smartphone-OS ist ja eh schon alles incl. Zahlungsdaten eingerichtet.

        • Kannste machen. In App Kauf in Signal (iOS) als Einmalige Zahlung. Geht über Apple Pay und da es eine non-Profit ist, kommt alles an ohne Abzüge.
          Monatlich gehts leider erst ab 5€ los, weshalb ich per Kreditkarte auf der Website monatlich spende.

  2. 380000€ Lohn pro Mitarbeiter. Auch nicht schlecht. Für echte Transparent brauch es aber etwas mehr.

  3. Stauumfahrer says:

    Nicht schlecht. Prinzipiell verdient dort jeder dann durchschnittlich 380.000$ pro Jahr…suchen die noch Leute?

    • Klar suchen die noch Leute — und wenn du zu den 1% der besten Software-Entwickler etc. gehörst kannst du dort auch 150-250k pro Jahr verdienen.
      ABER: Das kannst du dann halt auch überall in den USA weil das dort ein einigermaßen normaler Lohn ist 😉
      Ist vergleichbar mit 80k in Berlin was gut drin ist wenn du sehr gut bist.

    • Das sind Kosten die durchschnittliche je FTE (Full Time Equivalent) entstehen und NICHT was sie verdienen.

  4. Schade, dass sie den vielfach gemeldeten Bug unter iOS mit der ausgeblendeten letzten Zeile in jeder Nachricht beim Schreiben nach wie vor totschweigen und ignorieren – erst heute habe ich wieder einmal das Problem bei denen gemeldet.

    Hoffentlich bringt Apple nächstes Jahr schnell die angekündigte RCS Unterstützung und macht Messenger überflüssig.

  5. Haben sie doch schon richtig oft gemacht. Musst nur auf der Website schauen.

    Und jedesmal haben sie alle Informationen veröffentlicht die sie hatten : wann der Account Erstellt wurde und wann der Account zuletzt online war.

    Mehr Informationen können sie nicht teilen weil sie nichts anderes haben.

    • Thodde ist nur einer der von Threema Bezahlten die durch Foren gehen um den Messenger zu bewerben. Das sollte eigentlich alles über Threema sagen…

  6. 19 Mio Personalkosten bei 50 Vollzeitbeschäftigten sind 380k im Jahr pro Person.
    Kommt das nur mit etwas viel vor?

    • Naja den Deutschen kommt das viel vor – die müssen davon aber auch nicht ihre Rente finanzieren.

    • Personalkosten sind nicht gleich Gehaltskosten, welche eher im Bereich 10Mio. liegen (Quelle: https://projects.propublica.org/nonprofits/organizations/824506840 ). Ich vermute, dass da auch die Kosten für Honorarkräfte und/oder Aufwandsentschädigungen für Freiwillige enthalten sind.
      Die Gehälter sind damit zwar für uns immer noch hoch, aber im normalen Bereich für das Silicon Valley.

    • Blacky Forest says:

      Tatsächlich ist das zu einfach gerechnet. Es fehlen Informationen, was alles berücksichtigt wird.
      Und die Gehälter im Silicon Valley sind sehr hoch, genauso wie die Nebenkosten.
      Es gibt Artikel im Netz, die schreiben über eine Armutsgrenze von 120k pro Jahr dort.

      • Was verdienen denn Starbucks-Mitarbeiterinnen in San Francisco? Auch ab 120k pro Jahr?
        Oder pendeln sie aus Iowa zur Arbeitsstelle?

  7. ich verstehe immer noch nicht den Hype um Signal. Es stehen wahrscheinlich keine wirtschaftlichen Interessen im Vordergrund die Metadaten auszuwerten wie beim Meta Konzern.
    Aber es ist eine amerikanische Firma und unterliegt deren Gesetzgebung. D.h. den Zugriff auf die Metadaten kann sich der Staat problemlos erzwingen ohne das die Firma darüber was sagen darf.

    Dazu gibt es keine echte Mehrgeräteoption unter Android und immer noch ein Rufnummerzwang bei der Registrierung.

    Das alles nur weil Snowden gesagt hat er würde es nutzen.

  8. Seifenspender says:

    Habe den Artikel zum Anlass genommen und 5 Euro gespendet.

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