Mastercard Priceless Specials: Coins einlösen ab sofort möglich – doch nicht ohne Aufwand

Mastercard-Besitzer, die sich damals für das Bonusprogramm Priceless Specials registrierten, bezahlten vor einiger Zeit teuer mit ihren persönlichen Daten, da der Partner von Mastercard ein Tor zu den Daten offen lies. Nachdem das Programm lange Zeit geschlossen war, informierte man unlängst darüber, dass Kunden in der Lage sein werden, die bestehenden Coins einzulösen. In der Nacht zu Montag bekamen die betreffenden Personen nun eine Mail, die über den Prozess aufklärt.

Ab sofort könnt ihr in den nächsten 12 Monaten – bis 13. Juli 2021 – die bisher gesammelten Coins auf der neuen Webseite einlösen. Den Link dafür bekommt man jedoch erst, nachdem man einen Legitimationsprozess über die Partner Teleperformance und IDNow durchgemacht hat. Dazu ruft man eine Telefonnummer an, man muss Fragen zur Mitgliedschaft und zu „Aktivitäten im Zusammenhang mit Priceless Specials“ beantworten, einen einmaligen Code und den Personalausweis vorlegen und die letzten drei Abrechnungen der bei dem Bonusprogramm hinterlegten Kreditkarte bereithalten. Das wären bei mir Abrechnungen für eine längst gesperrte Karte, das Portal ist ja schon eine Weile zu.

Ganz ehrlich? Ist ja schön und gut, das Mastercard nun einen auf Sicherheit macht, das Ganze riecht jedoch stark nach Schikane. Den Aufwand, den der Nutzer hier gehen muss, steht beim Großteil wahrscheinlich in keinem Verhältnis zum Nutzen der Einlösung – Es ist ja nicht mal klar, gegen was man Coins tauschen kann.

Sehr geehrter Herr Vonundzu,

am 4. Juni 2020 hat Mastercard Sie per E-Mail darüber informiert, dass das Priceless Specials Bonusprogramm eingestellt wird. Im Zuge der Einstellung des Programms können seit dem 4. Juli 2020 keine weiteren Coins mehr gesammelt werden.

Was passiert jetzt?

Sie haben nun die Möglichkeit, Ihre gesammelten Coins über einen Zeitraum von zwölf (12) Monaten bis zum 13. Juli 2021 einzulösen. Wir haben eine neue Webseite entwickelt, auf der Sie Ihre Coins einlösen können.

Was muss ich machen, um meine gesammelten Coins einzulösen?

Um Ihre Coins einzulösen, müssen Sie uns zunächst anrufen und einen Legitimationsprozess durchlaufen.

Dieser Prozess ist notwendig, um sicherzustellen, dass der/die Benutzer/-in auch der/die rechtmäßige Inhaber/-in des Benutzerkontos für das Bonusprogramm ist, das mit der E-Mail-Adresse verknüpft ist. Die persönlichen Daten, die wir von Ihnen erheben, werden verwendet, um Ihre Identität zu überprüfen, damit Sie Ihre Coins einlösen und an Gewinnspielen teilnehmen können, falls Sie dies möchten.

Der Legitimationsprozess wird von unseren Partnern Teleperformance und IDNow durchgeführt. Um den Legitimationsprozess zu beginnen, rufen Sie bitte unter folgender Nummer an:
+49 69 427268390

Als Teil des Legitimationsprozesses werden Ihnen Fragen zu Ihrer Mitgliedschaft und zu Ihren Aktivitäten im Zusammenhang mit Priceless Specials gestellt. Dies wird Ihnen während des Anrufs näher erläutert.

Wir sind für Sie montags bis freitags von 8:00 – 20:00 Uhr und samstags von 8:00 – 16:00 Uhr zu erreichen. An Sonn- und Feiertagen bieten wir unseren Dienst nicht an.

Bitte halten Sie für den Anruf folgende Dokumente bereit:

  • Ihren einmaligen Code HIER-SOLLTE-IHR-CODE.STEHEN
  • Die letzten drei Kreditkartenabrechnungen vor Juni 2020 der Karte/-n, die für das Bonusprogramm registriert wurde/-n (keine neuen Karten oder Ersatzkarten)
  • Ihren Personalausweis oder Reisepass

Ihre Sicherheit ist uns wichtig. Daher speichern oder verwenden wir Ihre persönlichen Daten nur in Übereinstimmung mit unserer Datenschutzerklärung, die Sie unter https://specials.mastercard.de/datenschutz einsehen können.

Nachdem Sie den Legitimationsprozess erfolgreich durchlaufen haben, können Sie auf das neue Portal zur Einlösung Ihrer Coins zugreifen. Gleichzeitig wird Ihnen Ihr endgültiger Coinstand per E-Mail mitgeteilt.

Weitere Informationen

Weitere Informationen zum Legitimationsprozess, zur Einlösung der Coins oder allgemeine Fragen zur Einstellung des Bonusprogramms finden Sie hier: https://www.mastercard.de/de-de/faq-pricelessspecials.html

Sollten Sie darüber hinaus Fragen haben, können Sie uns unter germany@mastercard.com kontaktieren.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Priceless Specials Team

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Oliver Posselt

Hauptberuflich im SAP-Geschäft tätig und treibt gerne Menschen an. Behauptet von sich den Spagat zwischen Familie, Arbeit und dem Interesse für Gadgets und Co. zu meistern. Hat ein Faible für Technik im Allgemeinen. Auch zu finden bei Twitter, Instagram, XING und Linkedin, oder via Mail. PayPal-Kaffeespende an den Autor

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21 Kommentare

  1. Sebastian says:

    Also fassen wir zusammen. Es gab ein sehr großes Datenleck, das Vertrauen wurde extrem geschädigt und viele hatten einen hohen Aufwand durch die Geschichte. Und als Konsequenz geht man los holt noch zwei neue Firmen ins Boot und tauscht somit weiter Daten aus bzw. ergebt ggf. sogar noch neue?

    Zeugt nicht unbedingt davon das man irgendwas gelernt hätte oder nun zumindest den Betroffenen irgendeine vernünftige und leichte Lösung anbietet dieses Kapitel abzuschließen.

  2. Das ist nicht deren ernst? Oder?
    Ich finde sie sollten die betroffenen Kunden anständig entschädigen.
    So ein lapidares „soooryyy… Aber unser Dienstleister hat die Daten verloren“ find ich ne Frechheit.

    Und jetzt so ein Aufwand um die lächerlichen Punkte für wahrscheinlich lächerliche Prämien zu bekommen. Unfassbar.

  3. Danke für die Info. Ich habe mir spontan überlegt, ob diese Mail nicht ein Fake ist. Da lasse ich gerne anderen den Vortritt…das sieht ja so aus, als wollte da jemand ihm noch fehlende persönliche Daten einsammeln.

  4. Ich muss sagen, dass ich von MasterCard wirklich extrem enttäuscht bin. Auch wenn hier eine externe Firma das Hauptverschulden trägt, ist es doch so, dass im Prinzip MasterCard nach außen hin immer so aufgetreten ist, dass man eben nicht davon ausgehen musste, dass MasterCard priceless von einer anderen Firma veranstaltet wird.
    Selbst dass es ein Datenleck gegeben hat, mag durchaus möglich sein aber hier wurde wirklich alles falsch gemacht, was man nur falschmachen konnte. Erst wurden wochenlang Hinweise auf ein bestehendes Datenleck ignoriert, dann wurde alles auf die externe Firma geschoben und die Maßnahmen, die dann getroffen wurden, waren auch ein Witz.
    Da wurde einem ein Dienst für ein Jahr kostenlos zu Überwachung der eigenen Daten im Internet angeboten, der selber einmal von einem riesigen Datenleck betroffen war.

    Ich hätte mir von einem Zahlungsanbieter eine andere Art gewünscht. Da ich eine Kaffeemaschine gewonnen hatte und daher meine Daten für die Übersendung eingeben musste, sind bei mir wirklich ALLE Daten betroffen gewesen. Ich hatte die Liste selber gesehen und da standen Name, E-Mail, Geburtsdatum, Postadresse, Telefonnummer etc. drin.

    Letztlich hat sich Mastercard niemals entschuldigt und will jetzt noch mehr Daten von mir haben. Eine Frechheit und ein totaler Ausfall in der Öffentlichkeitsarbeit!

    • Bin ich volkommen bei Dir.
      Wenn Mastercard sich mit seinem Namen hin stellt und das Branding zu lässt, erwarte ich auch eine gewisse Verantwortung.
      Immer alles auf andere schieben ist alles andere als Vertrauenswürdig.

  5. Pi-Nutzer says:

    Weder wurde ich damals als Betroffener informiert, noch hab ich besagte Mails erhalten.
    Einfach nur ein Armutszeugnis für Mastercard…

  6. Hat sich jemand angemeldet & kann über die einzulösenden Sachen berichten?

  7. Ganz sicher werde ich mich nicht erneut mit frischen Daten verifizieren. Vor einer Woche habe ich den ersten SPAM an die eigens für Mastercard angelegte Email Adresse bekommen. Bin gespannt, wann mit meiner Adresse, etc im Netz Mist gebaut wird und sich möglicherweise dadurch mein Schufa Score verschlechtert.

  8. Grumpy Niffler says:

    Das ist schon echt maximal peinlich. Habe damals alle Karten gesperrt und werde da jetzt sicher nicht meine alten Abrechnungen rauskramen für ein paar mickrige Punkte. Mastercard hat sich mit seinem gesamten Verhalten in der Angelegenheit echt disqualifiziert. Eine ordentliche Entschuldigung und evtl noch ein brauchbares Angebot an alle betroffenen Kunden wäre der richtige Weg gewesen (und das schon vor Monaten).

  9. Die können sich meine angesammelten Coins in die Haare oder sonstwohin schmieren!! Ich werde am Telefon keine persönlichen Daten herausgeben. Mit der Mitteilung von heute werde ich genauso verfahren wie mit der vom 4. Juni: schreddern

  10. Es gab ein Datenleck bei Mastercard und theoretisch kann jetzt jeder unsere Daten habe und uns eine Mail schreiben und jetzt bekommen wir eine Mail in der wir noch mehr Daten angeben sollen…. MasterCard könnte zumindest auf ihrer Seite die Echtheit dieser Mail bestätigen….

  11. Ich habe denen erstmal eine E-Mail m.d.B. um Mitteilung des Punktestandes geschrieben, was nach deren FAQ so möglich ist. Das Problem in meinem Fall ist, dass ich gar nicht mehr genau weiß, welche Karte ich seinerzeit dort registriert hatte. Die Nummer jedenfalls, die mir damals in der Bestätigungs-E-Mail mitgeteilt wurde, kann ich so gar nicht zuordnen … 🙁

  12. Dachte erst, es handelte sich hier um eine Phishing-Mail.
    Die wollen jetzt noch mehr Daten, Legitimationen, Kreditkartendaten längst vergangener Abbuchungen? Das kann nicht deren Ernst sein.

  13. Thorstenb says:

    legitimationsprozess hab ich mal durchgezogen jetzt.
    und die versprochene email mit dem link zu den prämien kommt aktuell aber nicht.
    da gibt es probleme.
    wird bis zu 24h dauern….

    passt also alles!
    #kraa

    • Also das Programm war so lukrativ, da müsste halt irgendwo gespart werden. Leider hat man sich da für Sicherheit entschieden
      Hoffe dass ich da noch irgendwas gutes rausholen kann, wenn die E-Mail irgendwann ankommt…

  14. Ich habe die Verifikation gerade durchlaufen. Man muss zwei „Tests“ richtig bestehen, dann wird der Zugang wieder freigeschaltet.

    Ein „Test“ ist, den einmaligen Code aus der E-Mail richtig vorzulesen, als anderen „Test“ sollte ich zu EINER Transaktion von EINER meiner Karten den Buchungstext vorlesen (die letzten 4 Ziffern der Kreditkarte sowie Datum und Betrag wurden mir genannt). Das war eine aktuelle Buchung von Mai 2020.

    Das ganze hat keine 4 Minuten gedauert. Sehr freundlich und keine Warteschlange.

  15. Empfinde es auch als absolute Frechheit. Zumal man vor Anmeldung keine Ahnung hat, ob es sich überhaupt lohnen wird…
    MasterCard hat während des Skandals auf voller Linie versagt und das hier reiht sich komplett ein.
    Hätte ich die freie Wahl, würde ich auf VISA wechseln…

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