macOS 10.15 Catalina kann komplett per Stimme gesteuert werden, unterstützt iPad als zweites Display

Auf der diesjährigen WWDC 2019 von Apple gab es nicht nur das umfangreiche Infopaket zum kommenden iOS 13 zu sehen, natürlich hatte Apple auch macOS 10.15 – namentlich Catalina – mit im Gepäck, das neben diversen iTunes-Neuerungen und einem neuen Namen auch mit vielen weiteren neuen Features aufwarten wird.

Neu ist unter anderem „SideCar“. Hierbei handelt es sich um die Möglichkeit, ein vorhandenes iPad als zusätzliches Display zur Erweiterung seines Systems nutzen zu können. Dies soll sowohl mit, aber auch ohne Kabelverbindung funktionieren, so Apple und vor allem mit allen Apps, die auch für das iPad konzipiert wurden.

Besonders beeindruckend fand ich die neue Funktion „Voice Control“, mit deren Hilfe Menschen mit körperlichen Behinderungen in der Lage sein sollen, ihren Mac oder auch ihr iPadOS- und iOS-Gerät komplett per Spracheingabe zu bedienen. Das klappte in der gezeigten Demo schon außerordentlich gut.

Natürlich werden auch die in der Präsentation von iOS 13 modernisierten Apps wie der Safari-Browser oder die neu gestalteten und verbesserten Erinnerungen auch ihren Weg zu macOS Catalina finden. Außerdem wird App-Entwicklern mit dem Release von macOS 10.15 auch endlich Projekt Catalyst zur Verfügung gestellt, womit sich Apps für den Mac basierend auf iPad-Apps wesentlich einfacher entwickeln lassen sollen. Somit wird es für die Entwickler deutlich einfacher, Apps gleichzeitig sowohl für macOS, aber auch für iOS und iPadOS zu entwickeln, ohne lang portieren zu müssen.


Apropos Entwickler. Mit macOS Catalina halten auch das RealityKit und der neue Reality Composer Einzug ins System. Hiermit lassen sich entsprechend AR-Inhalte entwerfen, dank des Composers sogar mit wesentlich besseren Effekten, wie beispielsweise Tiefenunschärfe und mehr. Auch Motion Capturing in Echtzeit soll sich damit bewerkstelligen lassen. Dass das alles auch schon ausgesprochen gut funktioniert, zeigt man dann auch direkt auf der Bühne unter anderem anhand einer Minecraft Earth AR-Demo.

Mit macOS Catalina überprüft Gatekeeper nun alle Apps auf bekannte Sicherheitsprobleme, während neue Datenschutzmaßnahmen erfordern, dass alle Apps vor dem Zugriff auf Benutzerdokumente eine Berechtigung erhalten. Mit der Option Mit Apple Watch genehmigen können Benutzer viele Sicherheitsabfragen genehmigen, indem sie einfach auf die Seitentaste ihrer Apple Watch tippen. Nun unterstützen alle Macs mit dem T2 Security Chip ein Aktivierungsschloss, um diese für Diebe weniger attraktiv zu machen.

Die Entwickler-Beta von macOS Catalina könnt ihr euch bereits ab heute laden, die für alle Nutzer zugängliche öffentliche Beta startet dann ab Juli 2019, finale Veröffentlichung soll dann im Herbst (vermutlich im September) sein.

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Benjamin Mamerow

Nordlicht, Ehemann und Vater, hauptberuflich mit der Marine verbündet. Außerdem zu finden auf Twitter. PayPal-Kaffeespende an den Autor. Mail: benjamin@caschys.blog

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Ein Kommentar

  1. Interessant wäre zu wissen, ob man noch Zugriff auf die Dateien in der Systempartition erhält. Diese soll ja mit Catalina wie bei iOS nun eigenständig und damit abgegrenzt zur Datenpartition sein.

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