LastPass 4.0 bringt Neuerungen auf alle unterstützten Plattformen

Lastpass Logo ArtikelDer Passwortmanager LastPass, letztes Jahr von LogMeIn übernommen, erhält sein erstes großes Update seit der Übernahme. Version 4.0 steht für alle Plattformen bereit, es gibt neue Browsererweiterungen und neue Apps für Android und iOS. Die Neuerungen befinden sich nicht nur unter der Haube, sondern fallen auch optisch auf, es gab nämlich ein größeres Redesign, das sich durch das komplette Produkt zieht. Das soll sich auch auf die Bedienung auswirken, die noch intuitiver gestaltet wurde. So hat man zum Beispiel die Möglichkeit, sich Inhalte des Vaults als Liste oder Gitter anzeigen zu lassen, außerdem ist alles visuell besser aufbereitet, was sich bereits an den größeren Icons bemerkbar macht.

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Für Nutzer, die mit der bisherigen Erscheinung von LastPass bereits zufrieden waren, gibt es zudem eine Option, das alte Design beizubehalten. Größere Änderungen werden ja nicht immer wohlwollend von den Nutzern aufgenommen. Das Ganze gilt allerdings anscheinend nur für eine Übergangszeit „in den nächsten paar Monaten“. Zu den Neuerungen gehört auch ein Quck-Add-Menü, das neue Elemente sofort speichern lässt, egal ob es sich um eine Webseite, eine Notiz oder andere Inhalte handelt.

Auch ist es möglich, mehrere Elemente auf einmal zu wählen und gleichzeitig Änderungen an diesen vorzunehmen. Dabei hilft auch das neue Hover-Menü, das bestimmte Aktionen direkt ermöglicht, wie zum Beispiel das Teilen eines Logins. Das Teilen von LastPass-Inhalten mit anderen Nutzern wurde ebenfalls erneuert, hierfür steht das neue Sharing Center zur Verfügung, über das Logins auf mehreren Accounts synchron gehalten werden kann.

Hier reiht sich dann auch die neue Funktion des Notfall-Zugriffs ein. Man kann andere Nutzer festlegen, die im Notfall auf die eigenen Passwörter zugreifen können. Damit dies nicht missbräuchlich geschieht, kann der Nutzer eine Zeitspanne festlegen, die ablaufen muss, bevor ein Dritter Zugriff erhält. Legt man fest, dass drei Tage nach der Anfrage der Zugriff erfolgen darf, kann man innerhalb dieser drei Tage auch den Zugriff verweigern. So etwas kann in Unglücksfällen sehr praktisch sein.

Die Updates des Dienstes sollten laut LastPass heute noch verfügbar sein, unter Android und iOS ist allerdings noch kein Update in den App Stores zu finden. Hier heißt es wohl, sich noch ein wenig in Geduld zu üben.

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Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

9 Kommentare

  1. Als langjähriger begeisterter Benutzer von LastPass werde ich mir die Updates in Kürze wohl näher anschauen. Danke für die Info.

    Antti

  2. Unter Android ist mir LastPass gerade vor etwa einer Stunde aktualisiert worden.

  3. Wie sieht es denn eigentlich mit der Sicherheit aus?
    Wurde Lastpass nicht vor ein paar Monaten gehackt?

  4. Wunderte mich schon, warum keiner kommt und „buuuuuuh“ ruft und die Autoren hier öffentlich steinigen will. War zumindest jedesmal so, wenn es um Passwortmanager geht.

    @Daniel – es wurden Daten kompromittiert, ja. Allerdings nur verschlüsselten Daten – ein sicheres Masterpasswort, idealerweise mit 2FA zusätzlich abgesichert und keine (dumme) Passwort-Recovery-Frage, und alles ist gut. Solch ein Anbieter ist natürlich ein begehrtes Ziel und viele nutzen die Security-Möglichkeiten nicht so aus, wie man es sollte.

  5. Karl Kurzschluss says:

    Bin gespannt auf das neue Design. Ich konnte mir vor ein paar Jahren unter „LastPass“ nun wirklich nichts vorstellen. Mittlerweile leiste ich mir die „Premium“-Version schon wiederholt und kann mir nicht vorstellen, jemals „ohne“ die Software zu leben. Als Erstes wird nach dem neuen Browser die „LastPass“-Erweiterung installiert.

  6. Hm, eigentlich bin ich ja zufrieden mit 1Password. Allerdings siehts abseits von Apple Plattformen damit eher dürftig aus was Design und Funktionlität betrifft.
    Lastpass waren wegen der grausigen amateurhaft wirkenden Website für mich immer ein rotes Tuch. Ist jetzt wirklich alles Hübscher und durchdachter?

    @Matze: Die Passwort Recovery Frage hat doch nichts mit der Sicherheit der Verschlüsslung zu tun oder? Wenn die Diebe den Datensatz haben ist doch einzig und alleine nur das Master Passwort entscheiden?

  7. LastPass-Inhalte mit anderen Nutzern teilen: verwendbar, um auf eigenen mobilen Geräten mit eigenen anderen Mailadressen + anderen LastPass Konten ’synchronisierte‘ Passwörter zu nutzen? Jemand schon getestet?

  8. @Daniel – die LP-Website braucht doch niemand. Ich habe ausschließlich die Chrome-Extension installiert und das ganze integriert sich so nahtlos, dass ich nicht einmal die Windows-Version installiert habe. Positiver Nebeneffekt: funktioniert auf meinem Chromebook 100% genauso und das hat bislang noch kein Anbieter hinbekommen (eingeschränkt Keeper, aber das ist Krüppelzeug verglichen mit Lastpass).

    Zur Recovery Frage: klar, aber wenn Deine Frage „Wie heiße ich mit Vornamen“ heißt ist es relativ einfach, das Passwort zurückzusetzen. Solche Fragen würde ich bei einem Passwortdienst definitiv gar nicht erst nutzen/füllen.

  9. @Matze
    Die Frage ist doch ob LastPass unter iOS und OS X genauso nahtlos verläuft? Die Frage war von Daniel war die das 1Password unter Windes alles andere als eine gute Figur macht, wa sich bestätigen kann. Wenn also LastPass auf allen unterschiedlichen Betriebssysteme gleich ist erwäge ich nämlich auch einen Umstieg. Bei 1Password werden wir nämlich wohl vergebens auf eine vernünftige Windows Version warten, deren Steckenpferd ist ja schon immer das Apple System gewesen.