Kommentar zu Apple: Wo Licht ist, da ist auch Schatten

So. Wir haben es hinter uns gebracht. Apple hat die Katze aus dem Sack gelassen und mehrere Neuerungen enthüllt. Ich möchte einfach ein paar Worte da lassen. Eine erste Meinung, wie das Spektakel auf mich wirkte. Wo fange ich an – wo höre ich auf? Ich denke, ich lasse einfach mal meine Meinung in Reihenfolge der Beiträge da.

Wie gesagt – ich kommentiere aus meiner Sicht, anhand meines Benutzerprofils. Wer da nicht reinpasst, der hat sicherlich eine andere Meinung – aber wir können in den Kommentaren ja gerne drüber plaudern.

MacBook Air

Ich startete meine heutige Beitragsreihe mit der Vorstellung der neuen MacBook Air, Version 2012. Änderungen? Es war absehbar – wir sehen lediglich ein Prozessor-Upgrade. Dritte Generation der Intel Core i-Serie aka Ivy Bridge. Der Rest bleibt gleich. Kein Retina-Display weit und breit. Hier kommt es auf euer Nutzerprofil an, ob ihr aktualisiert. Ich habe ein MacBook Air mit 2nd Generation Core i5 hier. 1,7 GHz, 4 GB RAM.

Was mache ich? Schreiben. Schreiben. Schreiben. Das könnte ich auch mit einem Gerät für viel weniger Geld machen. Ich benötige kein Upgrade auf die Ivy Bridge. Die Akku-Laufzeit wurde nicht verbessert. Was würde ich merken? Eine schnellere Umwandlung von Filmen? Schnellere Reaktionszeiten? Sicherlich. Benötige ich aber nicht. Apple hat mit dem MacBook Air den Consumer im Auge, verändert deswegen nur wenig.

Ein einfacher Refresh, der für viele enttäuschend ist – hatte man doch ein besseres Display erwartet, nicht nur CPUs und USB 3.0. Doch mal ehrlich, ich sag euch was: ich bin auch enttäuscht – und trotzdem ist es weiterhin eines der besten Geräte. Denn andere Notebooks bieten bei 13,3 oder 14 Zoll eine kleinere Auflösung an (das MacBook Air hat 1440 x 900, die meisten anderen Geräte 1366 x 768). Trotz alledem muss sich Apple jetzt stärkerer Konkurrenz stellen. Zumindest in meiner Gunst, denn die neuen ASUS UX-Geräte wissen mir schon zu gefallen.

Für Bestandsnutzer des Vorgängers ist das Upgrade vielleicht enttäuschend, der Consumer findet ein Book vor, welches immer noch vor vielen anderen Geräten steht. Zu haben ist das 11,6″ MacBook Air 2012 für ab 1049 Euro, das MacBook Air mit 13,3 Zoll schlägt mit ab 1249 Euro zu Buche.

Hier noch einmal die technischen Grunddaten:

MacBook Air 13,3 Zoll:

Akkulaufzeit: Bis zu 7 Stunden
Prozessor: Intel Core i5, dritte Generation (Dual Core 1.8GHz)
RAM: 4 Gigabyte ab Werk
Flashspeicher: 128 GB / 256 GB GB SSD
Auflösung: 1440 x 900 Pixel
Grafik:  Intel HD 4000
Konnektivität: WLAN (n-Standard) , Face Time Kamera,  Bluetooth
Gewicht: 1,35 Kilo
Anschlüsse:  Thunderbolt, SD-Reader, USB 3.0

MacBook Air 11,6 Zoll

Akkulaufzeit: Bis zu 5 Stunden
Prozessor: Intel Core i5 Ivy Bridge, dritte Generation (Dual Core 1,7 GHz)
RAM: 4 Gigabyte ab Werk
Flashspeicher: 64 GB / 128 GB SSD
Auflösung: 1366 x 768 Pixel
Grafik:  Intel HD 4000
Konnektivität: WLAN (n-Standard) , Face Time Kamera HD 720p,  Bluetooth
Gewicht: 1,08 Kilo
Anschlüsse: Thunderbolt, SD-Reader, USB 3.0

MacBook Pro

Auch im MacBook Pro fand sich im normalen Upgrade nichts Überraschendes, CPU-Upgrade und USB 3.0. Hier hat Apple anscheinend schon etwas professionellere Anwender im Blick, mehr Speicherkapazität, mehr Power.

Optional mattes Display. Ansonsten? Kleine Auflösung von 1280 x 800, alternativ für mehr Geld optional 1680 x 1050 Pixel. Solide aber unspannend irgendwie. Mechanische Festplatten in den neuen Geräten? In der Preisklasse geht es doch schon langsam mit SSDs rund. Die kleinste Ausstattung des 13,3 Zoll MacBook Pro liegt bei 1249 Euro, das 15,4 Zoll MacBook Pro bekommt ihr für ab 1549.

Technische Grunddaten MacBook Pro:

Akkulaufzeit: Bis zu 7 Stunden
Prozessor: Intel Core i5 und i7 Ivy Bridge, dritte Generation (Dual Core 2,59GHz / 2,9 GHz Quad Core)
RAM: 4 / 8 Gigabyte ab Werk
Flashspeicher /  ATA: 500 GB / 750 GB ATA
Auflösung: 1280 x 800 Pixel
Grafik:  Intel HD 4000
Konnektivität: WLAN (n-Standard) , Face Time Kamera,  Bluetooth
Gewicht: knapp 2,04 Kilo
Anschlüsse:FireWire 800, Thunderbolt, SD-Reader, USB 3.0

MacBook Pro mit Retina-Display

Der definitive Star des Abends. Fast so dünn wie das MacBook Air soll es sein, lediglich 1,80 cm hoch und 2,02 Kilo schwer. Damit ist es sicherlich das leichteste und portabelste MacBook, dass es bisher gab. 15,4 Zoll ist es groß und bietet eine gigantische Auflösung von 2880 x 1880 Pixeln. Dies entspricht 220 ppi. Wie auch beim iPhone oder dem iPad gibt Apple an, dass man die Pixel mit dem bloßen Auge nicht mehr erkennt.Höhere Auflösung, bessere Schwarztöne und besserer Betrachtungswinkel.

Ja, das ist gigantisch und Apple passt das neue Betriebssystem auf die Auflösung an. Man hat des Weiteren Adobe im Boot und auch Diablo 3 wird es für das Gerät geben. Tja, 13,3 Zoll und es wäre interessant – 15,4 Zoll große Geräte schleppe ich nicht mehr mit mir herum – das sind auch so die Stimmen aus dem Netz- und Freundeskreis. Eher 13,3 Zoll oder 14 Zoll.

Apple spricht ganz klar die Profis mit dem Gerät an. Leistungsstark ist es auf jeden Fall. Fotografen und Filmemacher dürfen die Kreditkarte zücken. Denen drücke ich auch die Daumen, dass andere Apps angepasst werden. Nicht-Retina-Apps auf einem Retina-Display können ganz schön enttäuschend wirken..

Der das neue MacBook Pro 2012 mit Retina Display verbaute Akku soll 7 Stunden lang halten,damit werden ähnliche Werte wie die des MacBook Air erzielt.

Die Preise für das MacBook Pro mit Retina-Display beginnen bei 2.279 Euro.

Akkulaufzeit: Bis zu 7 Stunden
Prozessor: Intel Core i5 und i7 Ivy Bridge, dritte Generation, Quad Core bis 2,7 GHz (Turboboost bis 3.7 GHz)
RAM: bis 16 GB
Flashspeicher: bis 768 GB
Auflösung: 2880 x 1800 Pixel 
Grafik: GeForce GT 650M (neueste Kepler-Technologie)
Konnektivität: WLAN (n-Standard) , Face Time Kamera, Bluetooth
Gewicht: knapp 2,2 Kilo
Anschlüsse: Gigabit-LAN, Thunderbolt, SD-Reader, USB 3.0, HDMI, Dual Mic

Mountain Lion & iOS 6

Schöne Änderungen im Betriebssystem von Apple. Man verzahnt mobiles System wunderbar mit dem Desktop. Über alle Änderungen brauche ich nicht berichten, wer Interesse hat, kann dies in den gesonderten Beiträgen nachlesen. Ich kann Tabs synchronisieren, Apps, Aufgaben, kann Nachrichten überall lesen. Man muss den Hut ziehen, denn bei Apple weiss man, was man bekommt.

Ich kann mir Apple-Geräte anschaffen und nach dem Motto „it just works“ leben. Das ist wirklich grandios für Anwender. Für Frickler wie mich ein Horror. Ich suche gerne Lösungen, die überall funktionieren. Jeder Dienst mit allen Systemen und so. Bei Apple gibt es das eher weniger. Erinnerungen? Habe ich überall: iPad, iPhone und Mac. Aber nirgends anders.

Aber sieht es woanders besser aus? Nö. Bietet Google nicht. Bietet Microsoft nicht. Bietet Linux nicht. Darf man das miteinander vergleichen? Nicht wirklich. Apple ist eine eigene Welt für sich. Man baut Geräte, verkauft Medien und bietet die Plattform. Kann Google nicht. Kann Microsoft nicht. Deswegen darf man das alles nicht direkt miteinander vergleichen. Apple macht einen guten Job im eigenen Ökosystem. Es ist dann allerdings schwer, fremde Lösungen in den eigenen Workflow mit einfließen zu lassen.

Vieles von dem, was ich mit iOS und Mountain Lion lösen und erleben kann, kann ich sicherlich auch mit Microsoft, Google und Co erledigen. Vielleicht nicht so schick, nicht so nahtlos, aber es funktioniert. Man versucht immer im Falle Apple von einem goldenen Käfig zu sprechen. Das mag stimmen, 95 Prozent der Nutzer werden allerdings nicht darüber nachdenken und einfach zufrieden sein. It just works.

Apple ist jetzt da, wo Microsoft und Google noch hin wollen. Man verzahnt Mobile und Desktop. Glaubt nicht, dass Microsoft und Google das nicht wollen – ihr eigenes Ökosystem für den Nutzer attraktiv machen. Es sind alles Firmen, keine Glaubensgemeinschaften. Sie alle handeln im Sinne der Gewinnmaximierung, nicht im Sinne des Samaritertums. Dies sollten wir auch immer bei unseren Diskussionen hier bedenken. Apple ist jetzt nicht sicherlich nicht da, weil die Kunden freiwillige Gehirnspender sind – sondern weil sie etwas richtig machen – von manchen Geschäftsgebaren und Firmenpolitik mal abgesehen.

Fazit? Verdammt, ich wollte mich gar nicht in ausschweifenden Plaudereien verlieren, nun ist es aber doch passiert. Eigentlich wollte ich nur ein kurzes Fazit von dem schreiben, was ich heute „erlebt“ habe. Apple hat eine gewohnt gute Show hingelegt, da macht ihnen keiner was vor.  Software-Updates fand ich in der Gesamtheit gut, es bleibt abzuwarten, wie gut die neuen Maps von Apple wirklich sind. Hardware-Preise wie gewohnt „stabil“, für mich aber enttäuschende Upgrades in Sachen Hardware. In Sachen Software und Ökosystem-Verzahnung glänzt man, in Sachen Hardware hat man meiner Meinung nach viel an Strahlkraft verloren.

Sorry für das Geschwafel – aber ich bin halt ein Blogger, der einfach mal „drüber reden“ muss, anstatt einfach Zahlen und Fakten in das Blog zu klöppeln. Würde mich freuen, wenn ihr in die Diskussion mit einsteigt.

Und was ich vergessen habe in den Beiträgen zu erwähnen: auch der Mac Pro hat ein Update erhalten, des Weiteren gibt es neue Smart Cover für das iPad, einen Thunderbolt-to-LAN-Adapter und eine neue Airport Express. Ihr wollt die Keynote selber schauen? Hier geht es lang. Meine Beiträge, die zu diesem Beitrag führten?

* Apple WWDC 12: neue MacBook Pro vorgestellt, eines mit Retina-Display
Apple WWDC 12: neue MacBook Air vorgestellt
Apple WWDC 12: iOS 6 mit neuen Maps
Apple WWDC 12: die Eröffnung und Mountain Lion

So, over & out.

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei LinkedIn, Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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64 Kommentare

  1. Das MacBook Pro ohne Retina hat weiterhin sein Superdrive-Laufwerk, klickst du Caschy http://www.apple.com/macbook-pro/features/13-and-15-inch/

  2. Ich hab iwi das Gefühl das, seit Jobs nicht mehr am Leben ist, sich Designtechnisch nix mehr großartig ändert.. war früher iwi anders. Oder täuscht des?

    Ansonsten haut mich vieles auch ne um… eben halt simple Hardware Upgrades mehr nicht.

  3. Cool, den Satz mit dem Superdrive einfach gelöscht, ohne einen Hinweis zu hinterlassen und ich sehe aus wie ein Dödel. DANKE 🙂

  4. Er hat auch nichts gegenteiliges erwähnt/geschrieben.

  5. @Kritiker Hat sich wohl leider überschnitten: hatte veröffentlicht, war noch im Backend, als ich schon Info via Twitter bekam 🙁

  6. Naja, die Airport Express sieht jetzt aus wie das Apple TV und das neue MBP (Retina) hat ja auch ein neues Design, wenn auch ähnlich zum alten MBP.

    Das MBP Retina ist sicher schick, aber schweineteuer. Und auch die alten MBP sind mal eben 200 Euro teurer geworden. Apple dreht wieder an der Preisschraube, leider nach oben.

  7. Ich frage mich wieso du dich für das „Geschwafel“ entschuldigst. Wie du sagst du bist Blogger und du kannst doch schreiben soviel du Lust hast. Ich finde das gut und wenn mir manche Sachen zu lang sind überfliege ich diese (bsp. Lion weil ich keinen Mac besitze). Ich finde gut wenn du schreibst so viel du willst und man auch mal ein wenig zu lesen hat. Gerade deine Kommentare lese ich sehr gerne.

  8. Erstmal ein Lob für deinen Artikel, wegen so etwas lese ich schon seit Jahren dein Blog! Daten und Fakten bekomme ich auch auf der Apple-Seite, aber eine fundierte, gut geschrieben Meinung dazu ist echt was anderes.
    Ich seh‘ das alles eigentlich ganz ähnlich – nette neue Software, weiterhin tolle Geräte, gerade für Otto Normaluser, aber keine hardwaremäßige Sensation. Bloß was erwarten wir? Noch mehr Leistung muss Apple im Moment einfach nicht bieten, um den markt zu bedienen. Das Apple-Ökosystem sehe ich allerdings etwas kritischer: Wie du bin ich eigentlich ein Fan von plattformübergreifenden Lösungen, deswegen gefällt es mir nicht so sehr, wenn Apple zu sehr auf die Verzahnung der eigenen OS‘ setzt statt mehr Offenheit zu bieten. Deswegen werde ich beispielsweise im mobilen Bereich auch Android treu bleiben: Ich brauche mir keine Sorgen machen, dass ich irgendwann ganz aufs Google-Ökosystem beschränkt bin, denn ich bin gezwungen, Dienste zu nutzen, die ich mit Windows/Linux/Mac auch nutzen kann.

  9. Ähhh…
    bin ich hier jetzt auf einem Apple-Blog gelandet?

  10. Das Macbook Pro mit Retina Display hat kein Gigabit-Lan. Ist oben falsch aufgelistet…

  11. Super Blog und guter Beitrag,
    was haltet ihr von der Facebook Integration? Wird das Pflicht sein oder ist das optional?
    (Habe leider kein Mac und bin kein Facebook Fan)

  12. Hab ich was verpasst? Du schreibst, dass „Apps“, die nicht an die „Retina“-Auflösung (übrigens mMn. ein ziemlich bescheidener Markenname ;)) angepasst sind bescheiden aussehen könnten… Gibt es für MacOS tatsächlich Fullscreen-Programme, die in ihrer Auflösung starr sind?

    Dachte dieses Manko hätte man nur bei den mobilen Plattformen?! Zumindest bei meinem Windows7 habe ich (bis auf Spiele) noch keine Anwendung gesehen, die sich starr in einer Auflösung befindet und sich gleichzeitig auf Fullscreen zwingt?!

    Im Übrigen finde ich die Vermischung der Begriffe „Apps“ und Programme ziemlich bescheiden… Ich weiß, dass „Apps“ ursprünglich für Applications steht – inzwischen ist der Begriff „Apps“ allerdings unweigerlich mit kleinen Helferlein verbunden, die in 99% der Fälle nicht an die Funktionalitäten von Desktop-Software heranreicht…Oder hat der angebissene Apfel „Apps“ inzwischen tatsächlich auch für seine Desktop-Plattform eingeführt? o.O

  13. Sehr gute Einschätzung der Entwicklung von Apple, besonders in Hinblick auf den Aufbau einer umfassenden Computing-Plattform, die einfach funktioniert. Apple muss für die meisten User gar nicht unbedingt großartig in jedem Feature, sondern einfach nur „insgesamt gut genug“ sein. Das gelingt ihnen zur Zeit und tatsächlich ist Apple hier deutlich weiter als Google und Microsoft (und, auf andere Art, Facebook oder Amazon).

    Spannend wird sein, wie es Apple weiter gelingen wird, seine Kunden komplett in die Apple-Welt einzubinden und andere Plattformen (s.o.) oder Stand-alone Produkte (Dropbox, Read-it-later etc.) an den Rand zu drängen.

    Viele interessante Sachen zum Thema Neudefinition von insbesondere Mobile Computing durch Apple erfährt man auf http://www.asymco.com, und dem dort angeschlossenen Podcast.

  14. Ich muss Dir widersprechen. Apple hat heute eine verdammt lahme Leistung hingelegt. Es wurde so viel erwartet. Natürlich viel lächerliches (ich schrieb es bereits bei Google Plus), aber wenn man dann sieht, was wirklich bei rum kommt, kann man sich nur am Hinterkopf kratzen und fragen: Ist das grade wirklich passiert? Das für mich schlimme und zugleich unverständliche ist: Die Nutzer springen drauf an. Als ich vom iPhone 4s gehört habe, habe ich gelacht, ich habe zwar nicht auf dem Boden gelegen (Rofl), aber ich habe gelacht und gesagt: Das wird im Leben nichts, wer kauft sich zu einem Aufpreis ein solches Telefon. Und ich wurde von den Zahlen in den Boden gestampft.
    Nun sitzte ich hier, und überlege mir schon wieder: Wer wird sich sowas für das Geld kaufen. Und vermutlich werde ich schon wieder von den Zahlen überrannt, aber ich kann es nicht verstehen. Jeder der einen gesunden Menschenvertandt hat und viel Geld hat, kauft sich ein Lenovo PC. Wer etwas schickes haben will, wird sich was anderes kaufen, aber wer will ein Apple PC für so viel Geld kaufen. Und jetzt kommt das verrückte. Viele Menschen werden trotzdem drauf anspringen. Viele werden sogar dafür Schlange stehen.

    Mir ist es mittlerweile egal geworden, wofür Menschen ihr Geld ausgeben, seitdem ich gemerkt habe, dass es ja eh nichts bringt. Wer genug Geld hat, kann sich gerne ein Macbook Air kaufen (Meiner Meinung nach ein tolles Gerät, aber schon überteuert), aber wer sich das neue Mac Book kauft, der hat nicht mehr alle Latten am Zaun. Mac OS überzeugt mich nicht, die Hardware schon gar nicht und bei den Preisen hört es erst recht auf. Deswegen verstehe ich nicht, warum so ein Hype um diese Veranstaltung gemacht wird, man bekommt kleine Änderungen präsentiert, die groß gehyped werden und am Ende merkt der Endnutzer, dass er nach Strich und Faden verarscht wird. Und jeder, der das nicht merkt, schimpft sich Apple-Fanboy.

    (Das war ein sehr absoluter und sehr angreifender Post. Dies war auch so gemeint, weil ich entsetzt bin, dass sich ein Unternehmen soetwas leistet. Ich bin sehr kritikfreundlich und würde mich über Anregungen und anderweitige Kritik freuen. Auch wenn man damit rechnen muss, dass ich meine Meinung im Ganzen beibehalte [ich bin entsetzt!], möchte ich doch hören, was heute noch für Apple spricht)

  15. @TobsCore
    Ich bin genau deiner Meinung. Es ist bei mir zwar so das ich das Betriebssystem auch sehr toll finde, auch die Hardware ist nicht unbedingt schlecht. Nur mit den Preisen wirkt das einfach nicht nach guter Performance oder guten Öko-System. Es ist eher ein „Ausbeuten“. Wer zum Beispiel findet für 200€ einen 4GB Riegel im Laden? Niemand! Denn den gibt es schon ab 15€ gleiche Qualität, alles das selbe. Nur verlangt Apple dafür 185€ Aufschlag -> Gewinn. Das gleiche bei den Festplatten. Da sind auch Preise angegeben die einfach unrealistisch sind. Für deren Preise gibt es oft schon 7200er mit mehr Kapazität.
    Das schärfste ist aber ihr Marketing. Sie verkaufen die neuen Macs mit 2x schnellereren SSDs, das hat aber nicht Apple verbessert, sondern sie haben jetzt einfach mal einen 6GB/s SATA anschluss dazu gegeben. Aber dann sagen wieder alle Apple hat’s erfunden.
    Übrigens Lenovo hat meist die selbe Leistung für 500€ weniger und das bei den Buissness ThinkPads, wenn das runter fällt tut nur dein Fuß weh. Bei einem MacBook haste aber dicke Kerben drinne.

    MfG Stephan

  16. Leute, hört doch endlich einmal auf von gesundem Menschenverstand und Rationalität im Zusammenhang mit crApple zu sprechen. Das Ganze läuft da nämlich auf einer gänzlich anderen Gefühls- und Trieb-Ebene ab.

  17. Wo ist jetzt der Schatten?

  18. @TobsCore
    Wie soll man dir denn antworten – mit dem Ansatz „das OS ist Mist, die Hardware noch mehr und die Preise sind nur für Volltrottel und jetzt bringt ihr mir Beweise, dass das nicht stimmt“ willst du genau was erreichen? Beweisen, dass du dir jenseits deiner Anforderungen und Maßstäbe keine anderen vorstellen kannst? Warum soll dich jemand überzeugen, wenn du den „richtigen“ Weg schon gefunden hast? Ist doch prima so, das Entsetzen ist vielleicht etwas unnötig (und auch ungesund auf die Dauer). Ansonsten ist vielleicht etwas Neugier auf „andere“ technische Lösungen jenseits der eigenen nicht verkehrt – Bang & Olufssen ist auch sauteuer und macht „nur“ Musik, aber vielleicht ist ja doch was dran… 😉

    P.S: warum sollte ich mir ein Lenovo Thinkpad kaufen, wenn die bis heute nicht in der Lage sind, ein auch nur rudimentär funktionierendes Touchpad in ein Notebook einzubauen?

  19. Retina Display ist ein Spiegeldisplay, ein nogo für Professionelle arbeit, meiner Meinung nach hätten sie hier auch was Mattes liefern müssen.

  20. @Tobscore:

    Zu den Preisen für Apple Notebooks:

    Du darfst auch nicht einfach die Prozessorleistung vergleichen. Natürlich gibt es Laptops, die günstiger sind und mehr Leistung haben. Aber das Gesamtpaket ist entscheidend. Bei den günstigen Laptops hat man meistens ein schlechteres Display, die Tastatur tippt sich, als wenn ein Schwamm drunter liegt etc pp.

    Das heißt nicht, dass nur Apple gute Notebooks herstellt, aber wenn man gleiche Qualität bei anderen Herstellern haben will, dann löhnt man auch ähnlich viel.

    Es ist ja auch kein Zufall, dass z.B. Die Asus Zenbooks (Prime) als Konkurrenz zu den Macbook Airs auch ungefähr 1200-1500 Euro kosten.

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