Instagram testet Verstecken der Like-Anzahl zu Posts

Doppeltap, fertig – so kann man bei Instagram ausdrücken, dass einem ein Bild gefällt. Damit das auch andere wahrnehmen, wird bei jedem Bild angezeigt, wie viele Nutzer es denn mit einem Like versehen haben. Likes als digitale Währung, als Maßstab dafür, wie beliebt oder erfolgreich etwas ist. Eine dumme Denkweise, die aber gesellschaftlich akzeptiert ist, das zeigt der Erfolg der sogenannten Influencer, denen auch heute noch von Firmen der Zucker in den Arsch geblasen wird, wenn sie ein Produkt zusammenhanglos vor die Linse halten und ein Hochglanzfoto posten. Habe ich nie verstanden, auch diejenigen nicht, die sich hier influenzieren lassen, also brav jedes Mal den Like-Button verdreschen.

Likes werden bei Instagram künftig eventuell eine untergeordnete Rolle spielen, zumindest nach außen hin. Instagram testet nämlich gerade, nicht mehr die Anzahl der Likes zu einem Post anzuzeigen. Die Anzeige verschwindet aber nur für das Publikum, der geneigte Nutzer sieht also nicht mehr, ob die Bots des Influencers nun für 5 oder 50000 Likes gesorgt haben.

In der App erklärt Instagram diesen Schritt auch. Man möchte, dass sich die Follower auf die geteilten Inhalte konzentrieren und nicht darauf, wie viele Likes diese Inhalte haben. Nur derjenige, der den Post veröffentlicht hat, bekommt die Anzahl der Likes zu sehen. Böse Zungen würden eventuell behaupten: Instagram nimmt den Druck von den Nutzern, viele Likes haben zu müssen, sorgt aber weiterhin dafür, dass sich die Ersteller an ihren Likes laben können.

Ob Instagram die Funktion einmal für alle verteilt, ist nicht bekannt, aktuell handelt es sich nur um einen Test mit einigen Nutzern. Schaut Ihr drauf, wie viele Likes ein Bild hat bevor Ihr Euch entscheidet, ob Ihr es gut findet oder nicht?

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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3 Kommentare

  1. Finde ich sehr gut. Die Entwickler sollten das Gleiche auch mit den Follower-Anzeigen machen. Gerade auf die Jugend haben diese Kennzahlen einen meiner Meinung nach gefährlichen Einfluss. Die profilieren sich mit ihren 12 Jahren schon über Follower-Zahlen und wer mehr Likes hat. Gibt mir schon zu denken.

  2. Ein Traum.
    Glaube nur noch nicht ganz daran, dass Instagram mutig genug ist, dieses Update für alle auszurollen.

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