HP: Weiterhin Ärger wegen Sperrung von Patronen ohne HP-Chips

Caschy hatte im März 2023 schon darüber berichtet, dass HP einige Kunden verärgert hat. So sperrt man mittlerweile Tintenpatronen von Drittanbietern ohne HP-Chips in aktuellen Druckern. Tauchte früher „nur“ eine Warnung auf, die auf mögliche Probleme hingewiesen hat, so läuft jetzt gar nichts mehr. Immer noch sorgen da Firmware-Updates, welche die Richtlinien umsetzen, für Verwirrung und Ärger bei betroffenen Kunden.

Hewlett-Packard (HP) setzt da Firmware-Updates ein, welche anschließend verhindern, dass Tintenpatronen von Drittanbietern ihren Dienst verrichten. Der Hersteller selbst begründet diesen Schritt mit dem Wohle der Kunden: Patronen von Drittanbietern könnten einerseits eine schlechtere Druckqualität verursachen und andererseits unsicher sein und die Sicherheit gefährden.

Parallel gibt HP aber auch zu, dass man so ein geistiges Eigentum schützen wolle. Wenn man ehrlich ist, dürfte es darum gehen, dass HP mit den Verkäufen von sehr teuren Patronen hohe Margen erzielt und diese absichern will. Die Kunden sind nun verärgert, weil die Anpassungen greifen, nachdem sie ihre Geräte lange im Betrieb hatten. Verbraucherschützer betrachten die Schritte von HP ebenfalls skeptisch.

Je nach Druckermodell besteht wohl teilweise die Chance, die „Sicherheitsfunktion“ zu deaktivieren, welche die Sperrungen auslöst. Das funktioniert aber nur bei einigen Druckern, bei anderen wieder nicht. Teilweise bleibt Betroffenen also nur, entweder die Tintenpatronen nur noch direkt von HP zu beziehen oder zu Drucker-Konkurrenzmodellen zu greifen.

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19 Kommentare

  1. Na gut das ich vor einigen Jahren keine weiteren HP Drucker mehr gekauft habe!
    Und bei meinem 3 Canon Geräten geht das mit den günstigen Patronen bisher gut.

  2. Grund genug, den Hersteller zu meiden.
    Bin ich froh, das ich Tintentanks am Drucker habe, die Nachfüllflaschen kosten ein Bruchteil der Patronen und reichen bei mir locker 2 Jahre.

  3. Eigentlich unbegreiflich dass ein so aggressives und kundenfeindliche Verhalten noch immer legal ist. HP & Co haben es geschafft, dass ihre kaputten Produkte zu den meistgehassten der IT-Branche geworden sind. So ein Verhalten ist weder vom Kundenschutz noch vom Umweltschutz her (er-)tragbar.

    • Nope. Kapitalismus. Die haben schon Strafen bekommen deswegen, auch Entschädigungen. Mittlerweile sind die Geräte entsprechend gekennzeichnet was bei den Strafen damals eine Rolle spielte. Aber im Endeffekt wird es sich halt einfach rechnen, sonst würden sie es nicht machen.

  4. Nicht nur deshalb, aber HP Drucker kommen in unserem Betrieb grundsätzlich nicht mehr in Frage.

  5. Auf die Idee Patronen von Drittanbietern zu benutzen würde ich gar nicht kommen. Ich nutze HP Instant Ink, 99 Cent für 15 Seiten im Monat (jetzt nur noch 10, ich weiß, alter Vertag, sind bei mir immer noch 15). Nicht genutztes Volumen wird von 2 Monaten übertragen, also bis zu 45 Seiten möglich. Und die Patronen, die ja auch größer sind, halten echt ewig. Für den kleinen Otto Normalo völlig ausreichend.
    Mit dem mickrigen Inhalt der Nachbauten käme ich gewiss teurer und das bei schlechterer Qualität. War jedenfalls früher so.

    • Sehe ich ähnlich, aber ich bin vielleicht als (noch hoffentlich lange) kostenfreier Nutzer von Instant Ink auch die Ausnahme.

    • Vor ein paar Jahren habe ich für die 950 XL Patronen noch ca. 80 € bezahlt.
      Jetzt kosten die Patronen 180 €.
      Da helfen sehr lange haltende Patronen auch nicht mehr viel.
      Zudem hatte der OfficeJet 8620 einen Preis, der nicht auf eine Subvention durch die Patronen hindeutet.

  6. Name ist Egal says:

    Ich weis gar nicht warum die Nutzer beschweren. Das ist ein Garantiefall beim „Hersteller“ der kompatiblen Patronen. Der hat dafür sorge zu tragen das diese funktionieren. Auch nach einem Firmwareupdate des Druckers.

  7. bin daher weg von HP und hab mir einen EPSON EcoTanc Drucker gekauft. Dieser druckt viel sparsamer und man füllt die Tanks im Drucker mit Farbe auf. Spezielle Patronen adé!

  8. Wenn die neue EU Richtlinie in Kraft tritt, wird sowas illegal. Gottseidank.

  9. Hatte auch das Problem bei einem HPO Laserdrucker. Glücklicher Weise konnte ich ein alte Firmware zurückspielen und nun schützt ein Admin Passwort vor erneuter Aktualisierung.

  10. Brother ist genauso schlimm. Habe hier einen voll funktionsfähigen Multifunktionsdrucker stehen, wo ich nach jedem Druck Patronen raus und rein geben muss weil er die „nicht erkennt“, keine Originale. Originale kosten 300€!!!
    Habe einen neuen gekauft… so geht Umweltschutz.

  11. HP hat gerade auch massive Probleme mit einem Update, das reihenweise den OfficeJet Pro 9022e mit einem Blue Screen lahmlegt – weltweit.

    Seltsam, dass darüber keiner berichtet. Sucht mal in den HP Foren nach 83C0000B – z.B. hier: https://h30434.www3.hp.com/t5/Printing-Errors-or-Lights-Stuck-Print-Jobs/HP-9020e-error-code-83C0000B/td-p/8682735

    Bin leider selber betroffen…

  12. Das betrifft aber doch nur die Drucker mit einem kleinen „e“ am Ende oder?

  13. Die meisten, die sich darüber aufregen, scheinen Leute zu sein, die sich nicht mit einer fundierten Kaufentscheidung beschäftigen woll(t)en. Dass HP solche“Spiele“ macht ist (a) bekannt und (b) steht auf dem Karton.

    Es gibt Szenarien, in denen das ganze wirtschaftlich ist: Günstiger Drucker, dazu Instant Ink – wer nur wenige Seiten im Jahr druckt ist damit gut bedient. Wie DeziByte schrieb kostet dann eine Seite aktuell 10ct. Wer immer nur wenig druckt hat für 12€ im Jahr ein Sorglospaket – was will man mehr.
    Alternativ kann man auch selbst die Patronen kaufen – die Schwarzpatrone für gut 800 Seiten kostet 35€, also 4,5ct/Seite. Sprich man hat im worst case dieselben Druckkosten, kann allerdings frei über sein Druckvolumen entscheiden.
    Und wer noch mehr drucken will holt sich die Tank-Modelle. Legt beim Kauf 100€ drauf (und hat meist keinen Scanner dabei) und ist dann bei Druckkosten von deutlich unter einem Cent pro s/w-Seite. Über 2000 Seiten um Druckerleben gedruckt und man ist definitiv günstiger weggekommen.
    Und wem keine der Optionen gefällt muss halt den Drucker von einem anderen Hersteller kaufen. Mein 70€-Epson hat in den letzten 10 Jahren (laut Bestell-Historie) locker 150 XL-Patronen (Einzelpatronen – Schwarz oder einzelne Farbe) durchgebracht.
    Klar ist das es nicht ideal, was HP hinsichtlich der Patronen-Sperre macht. Meinetwegen sogar fragwürdig. Nur hat jeder Anwender die Option, idealistisch dagegen vorzugehen oder pragmatisch die für ihn passende Lösung zu nutzen.

  14. lässt sich doch easy abschalten: https://youtu.be/bygZAN1Tzcg?t=116

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