Hawkeye Access erlaubt Surfen im Netz via Eye-Tracking auf neueren iPhone-Modellen

Man kann von Apple halten, was man möchte, aber die Produkte des Herstellers sind vor allem für Menschen mit Behinderungen oftmals die erste Wahl. Gerade für Nutzer mit massiven Sehbeeinträchtigungen können iPhone und Co. eine echte Hilfe im Alltag sein. Für jene ist eine neue App namens Hawkeye Access aber eher nicht gedacht. Denn es geht bei der App darum, per Augensteuerung im Web zu browsen.

Die App macht sich dabei das durch die TrueDepth-Kamera ab iPhone X verfügbare Eye-Tracking zunutze. Am Anfang muss man das Ganze kalibrieren, dazu schaut man einfach die jeweils auftauchenden Punkte an. Ist das erledigt, kann man innerhalb der App einfach durch Augenbewegungen die Steuerung vornehmen. Für das „Anklicken“ von Dingen kann man ein Lächeln oder Blinzeln verwenden.

Texte können per Sprache eingegeben werden, ebenso kann man natürlich die App selbst per Siri aufrufen. Nachteil hier: Die Spracheingabe ist nur auf Englisch möglich. Spricht man deutsch, wird versucht, aus dem Verstandenen englische Wörter zu bilden. Es ist also möglich, das Ganze komplett ohne Berührung des iPhone zu nutzen.

Das funktioniert auch alles sehr gut – besser als die Rezensionen vermuten lassen. Vielleicht nicht von der Sicht eines Nutzers aus, der nicht auf eine solche Steuerung angewiesen ist, denn natürlich ist es logischerweise sehr viel effektiver, solche Dinge per Touch zu erledigen. Aber für Nutzer, die das eben nicht können, kann dies eine sehr nette Alternative sein.

Außerdem zeigen solche Apps sehr schön, was eigentlich bereits mit der vorhandenen Technik möglich ist. Normalerweise wäre es an den Herstellern, solche Möglichkeiten zu promoten, so übernehmen es eben eifrige App-Entwickler. Falls Ihr das Ganze ausprobieren wollt oder jemanden kennt, der davon profitieren würde, Hawkeye Access kann kostenlos im App Store geladen werden.

https://itunes.apple.com/app/id1439231627

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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3 Kommentare

  1. Der erste Absatz ist so eine unnötige Einleitung. Blablabla… Apple ist super für Menschen mit Sehbehinderung, blablabla… aber jetzt geht es um das komplette Gegenteil…

  2. Bei jedem Start muss ich leider neu kalibrieren, aber danach funktioniert es erstaunlich gut!

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