Googles Werbegeschäft steht eine Untersuchung durch die EU bevor

So wie es aussieht, stehen Google neue Schwierigkeiten mit der EU ins Haus, wenn man den Quellen der Nachrichtenagentur Reuters vertrauen darf. Demnach soll die EU wohl noch in diesem Jahr formelle Untersuchungen gegen den Internetgiganten ins Rollen bringen, die die komplette Werbe-/Anzeigensparte des US-Konzerns unter die Lupe nehmen.

Im Kern geht es – wie so oft in der Vergangenheit – darum, dass Google mit seiner aktuellen Marktmacht wohl andere Werbetreibende, Verleger, Vermittler und andere Konkurrenten blockiert und seine Stellung im Markt dazu ausnutzt, sich selbst zentral zu positionieren. In der vergangenen 10 Jahren hat die EU dem Konzern schon etliche Milliarden Dollar an Strafzahlungen abgerungen, Frankreich hat erst in der vergangenen Woche einen Prozess gegen Google abgeschlossen, bei dem es um 268 Millionen US-Dollar und andere Verpflichtungen geht.

Mitbewerber beschweren sich, dass der Internet-Riese mit all seinen Diensten, Android und Co. überhaupt nicht zu umgehen sei und das einer monopolistischen Stellung im Markt gleich kommt, auch wenn die Zahlen nicht unbedingt nach Monopol aussehen. Google wird Marktforschern zufolge in diesem Jahr rund 27 Prozent aller globalen Werbe-Ausgaben steuern, 57 Prozent davon soll auf Werbung in Suchen 10 Prozent auf andere Anzeigen fallen.

Reuters bat sowohl Google als auch die EU um eine Stellungnahme, beide haben sich noch nicht dazu geäußert.

 

In diesem Artikel sind Partner-Links enthalten. Durch einen Klick darauf ge­lan­gt ihr direkt zum Anbieter. Solltet ihr euch dort für einen Kauf entscheiden, erhalten wir ei­ne kleine Provision. Für euch ändert sich am Preis nichts. Danke für eure Unterstützung!

Gefällt dir der Artikel? Dann teile ihn mit deinen Freunden.

Hauptberuflich im SAP-Geschäft tätig und treibt gerne Menschen an. Behauptet von sich den Spagat zwischen Familie, Arbeit und dem Interesse für Gadgets und Co. zu meistern. Hat ein Faible für Technik im Allgemeinen. Auch zu finden bei Twitter, Instagram, XING und Linkedin, oder via Mail. PayPal-Kaffeespende an den Autor

Neueste Beiträge

Mit dem Absenden eines Kommentars stimmst du unserer Datenschutzerklärung und der Speicherung von dir angegebener, personenbezogener Daten zu.

Ein Kommentar

  1. Da kommt doch wieder nichts bei raus. Google bekommt wieder nur einen lächerlichen Kleinstbetrag an Strafe aufgebrummt, den es locker flockig aus der Portokasse bezahlt, und das war es dann wieder. Wie immer.

    Wann haut da eigentlich endlich mal jemand richtig mit der groben Kelle dazwischen?

Es werden alle Kommentare moderiert. Lies auch bitte unsere Kommentarregeln:

Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen. Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte - gerne auch mit Humor.

Du willst nichts verpassen?

Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den Hauptfeed abonnieren.