Google und Apple teilen den Gesundheitsbehörden ihre Datenschutzanforderungen für die Verfolgung von Coronaviren mit

Apple und Google bauen bekanntlich eine Schnittstelle, die es Gesundheitsbehörden erlauben soll, Infektionswege nachzuverfolgen, bzw. besser gesagt: Nutzer zu warnen, wenn diese mit einem Erkrankten in Berührung kamen – oder sich in dessen Nähe aufhielten. Auf die Schnittstelle darf nicht jede App zugreifen, logisch. Die Tracing-App, um die sich auch unsere Umfrage des Monats dreht, soll hierzulande mithilfe von Deutsche Telekom und SAP realisiert werden.

Zum Einsatz kommt dabei Bluetooth LE, was den Abstand zwischen Personen messen soll und Kontakte zu Personen erkennt, die als infiziert gemeldet wurden. Hierbei tauschen die Apps untereinander temporäre verschlüsselte Identitäten aus.

Allerdings bleibt Freiwilligkeit im Spiel: Werden Nutzer der Corona-App positiv auf das Corona-Virus getestet, können sie auf freiwilliger Basis ihre Kontakte durch die App informieren lassen. Dabei werden im Infektionsfall die verschlüsselten IDs des Infizierten allen Mobiltelefonen der App-Nutzer zur Verfügung gestellt. Diese können daraufhin überprüfen, ob sie mit den übermittelten IDs in Kontakt waren. Im Falle einer Übereinstimmung wird der Nutzer über den kritischen Kontakt gewarnt.

Mitte Mai soll der Spaß offiziell auf die Android- und iOS-Geräte kommen, in der Beta hat man schon seitens Apple und Google die Funktion eingearbeitet.

Aktuell haben Apple und Google gezeigt, wie sich eine solche App in die jeweiligen Betriebssysteme iOS und Android einfügen könnte. Die App wird in Beispielen gezeigt, die späteren Anwendungen können davon durchaus abweichen, so Michael Spehr von der F.A.Z.

Ebenso wurden Richtlinien für die Warn-Apps erweitert. Demnach müssen besagte Apps von einer oder für eine staatliche Gesundheitsbehörde erstellt werden und können ausschließlich für das Covid-19-Tracing eingesetzt werden. Die Apps dürfen auch nicht auf Ortungsdienste wie GPS zugreifen. Nicht nur die Zustimmung des Nutzers zur Nutzung sei einzuholen, sie ist abermals fällig, um ein positives Testergebnis mitsamt der auf dem Gerät gespeicherten IDs der Kontakte der Vergangenheit an Gesundheitsbehörden zu übermitteln.

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei LinkedIn, Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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69 Kommentare

  1. Na, das geht doch in die richtige Richtung, werde ich auf jeden Fall unterstützen!

  2. Heisenberg says:

    Staatstrojaner API wurde wohl schon ausgerollt, habe vergessen Guthaben aufzuladen, und draußen hatte ich dann ein Pop-up „im Netzwerk anmelden“, von da kommt man dann auf eine Seite um Volumen zu buchen, jedoch kommt man nicht „kostenlos“ auf die Auflade Seite der Telekom.
    Also wird jetzt schon getrackt, und vorsichtig dazu gedrängt immer online zu sein, die Daten werden ja auch ohne App verarbeitet, die App macht das ja nur für den skla… äh Kunde sichtbar!

  3. Und auf tagesschau.de wurde gerade gemeldet, dass Apple und Google nur 1 App pro Land unterstützen wollen, um einen Flickenteppich zu vermeiden. Es sei denn ein Statt möchte nach sinnvollen Regionen unterscheiden.

  4. Habt ihr keine anderen Argumente als immer wieder eure Alut Scheisse?

    Was haben die Menschen seinerzeit über die ehmalige DDR und deren Überwachung gemeckert, und heute alles normal.

    • Aluhut meinte ich

    • Falls du mich meinst: Um sachliche Kritik am Kommentar von @Heisenberg äußern zu können, müsste bei ihm ein grundlegendes Verständnis für APIs vorhanden sein. Ist es leider nicht und stattdessen argumentiert er, dass „die Überwachung bereits begonnen hat“, weil er seine Prepaid-Karte nicht aufgeladen hat und auf ne Seite zum Aufladen umgeleitet wird. Kopf->Tisch

    • Leider ist Verfolgung gängiger Alltag. Ob durch den eigenen oder fremde Staaten ob durch Nationale oder Internationale Firmen x-fach in der Stunde wirst überall getrackt.
      Möglichkeit zu minimieren ist es wenn du alles was mit i-net zu tun hat meidest. Kein Phone oder PC, nix was eben iNet-Anschluss hat.
      Ideal am Anus der Welt wo maximal Satelliten ab und an was aufnehmen, oder du gehst unter die Erde, aber da auch ohne iNet…
      Meine Empfehlung: Zeitmaschine (aber fraglich ob die Vergangenheit oder die Zukunft besseres verspricht???)

      • Provokante Frage:
        Warum ist diese Überwachung denn so schlimm?
        Bitte einmal konkrete Beispiele nennen, die WIRKLICHE Nachteile nach sich ziehen.

        • Sowas kann sich wirklich nur ein Wessi fragen 😀

          • Das beantwortet nicht die Frage.
            Unabhängig davon, warum sollte dies nur ein Wessi fragen können?

            • Wenn Du Ossi wärst oder zumindest eine Weile dort gelebt hättest (auch nach der Wende, wie ich) mit Kontakten zu DDR Bürgern die auch einfach mal so einsotzen mußten, dann hättest Jannik verstanden.

          • Ole Wels says:

            Nicht alles, was ein Vergleich ist, hinkt und nicht jeder, der auf Antworten klickt, hat auch eine Antwort.

        • Ich bin echt erstaunt über so ein Kommentar. Was Angst aus einem Menschen machen kann.

        • Es war damals zu der Zeit, so 38, als ein Reichsinnenminister namens Frick eine Kennkarte einführte.
          Heute nennen wir das Personalausweis. Ja was war denn so schlimm daran dass Name, Fingerabdruck, Religion etc. darin vermerkt wurde.
          Es war doch zum Wohl des Volkes…

          Genug Leute wie Bruce Schneier haben schon gezeigt das so eine App rein garnicht bringt, schon allein technisch bedingt, aber das missbrauchspotenzial enorm ist. Wo ein Trog ist, sind eben die Schweine.
          Und es braucht nur einen Regierungswechsel und man hat Leute an der Macht die eben nicht die Infrastruktur gegen eine Pandemie benutzen, sondern gegen Systemkritik.

          Man erinnere sich an den Staatstrojaner der nur gegen schwerste Verbrechen benutzt werden sollte und dann letztendlich gegen kleine Dealer eingesetzt wurde.

          Eine Regierung muss ihre Arbeit machen, aber sie ist prinzipiell nicht vertrauenswürdig, denn da arbeiten immer Menschen mit eigenen Interessen. Dementsprechend muss eine Regierung kontrolliert werden können und keinesfalls darf man ihr die Mittel geben das Volk kontrollieren zu dürfen.
          Es gibt genug Totalitäre Staaten die ihr Volk überwachen und man darf sich nicht der Illusion hergeben das hier sowas nicht passieren kann.
          Man sollte immer im Hinterkopf haben das die NSDAP vom Volk demokratisch gewählt wurde.

          • Ole Wels says:

            Du ignorierst aber, dass hier die Gewaltenteilung – anders als zwischen 1919 und 1945 – funktioniert und auch nicht mir-nichts-dir-nichts außer Kraft gesetzt werden kann.

            Und Bruce Schneier ins Feld zu führen klingt ja erstmal ziemlich cool, aaaber er ist auch nur einer von vielen Experten und „Experten“, die sich zu diesem Thema geäußert haben und genau wie viele andere hat auch er keine Vorschläge, wie man es besser machen kann, oder gar Abwägungen zwischen verschiedenen Positionen geliefert.

  5. Angenommen ich erhalte von der App die Info, das ich Kontakt hatte und eventuell positiv bin. Was passiert dann? Drück ich (freiwillig) auf „Termin-Anfrage“ und es gibt dann endlich einen Corona-Test, oder einen gelben Schein für 14 Tage Quarantäne. Für den reinen Verdacht, ohne Bestätigung (durch Test), brauche ich keine App.

  6. Dass Apple den Mailbug-Patch zurückhält bis die Corona-API fertig ist, obwohl der Patch seit min 14 Tage fertig ist und Apple früher Sicherheitslücken die weniger kritisch waren sofort gepatcht hat, hat für mich Geschmäckle… :/

  7. Die App ist totaler Quatsch. Die erkennt ja die Umwelt nicht. Wenn man mit dem Auto neben dem Bus herfährt, und da sitzt ein Infizierter drin, dann darf man 2 Wochen in Quarantäne. Oder eben umgekehrt der ganze Bus, wenn ein infizierter Autofahrer nebenher gefahren ist.

    In Gebäuden/Mietwohnungen das gleiche. Meine Wohnung grenzt an eine spiegelverkehrte Nachbarwohnung, die Mietshäuser sind aber getrennt. Wenn mein Nachbar und ich abends auf der Couch sitzen, wird das als Kontakt gewertet, obwohl da ne Wand zwischen ist.

    Die App erkennt auch nicht oben und unten. Die Idee ist an sich schon völliger Murks, dass so ein Quatsch mit Bundesmitteln finanziert wird, ist lächerlich. Wir werden von Idioten regiert, dass ist mittlerweile erwiesen.

    Das Spahn jetzt den Coronarierausweis durch den Bundestag peitscht, stört auch niemanden. Alle nur noch irre!

    • Machs halt besser: sei ein besserer Virologe, ein besserer App-Entwickler und gleichzeitig eine bessere Regierung, die bessere Entscheidungen fällt!
      Dann wird Allen geholfen, und alles wird gut! Und besser!

      • Wen man nur dürfte….

        Menschen die gegen das System sind will man garnicht an gewissen Positionen.

        So eine App wird nicht von irgendwem entwickelt.

    • Was soll ich sagen, dass zwei amerikanische IT-Konzerne -die sonst selber Daten sammeln- uns jetzt Datenschutztechnisch vor der eigenen Regierung schützen müssen, hätte nie für möglich gehalten… :/

      • RiffRaff says:

        Ist das denn so?
        Wird sich ein eventueller Einfluss gesichert?
        Wer glaubt es geht um die Menschen an sich, wird noch bitter enttäuscht werden.
        Ein Krähe hakt der anderen Krähe kein Auge aus eher wird die Beute aufgeteilt.

        Wo ist eigentlich M$, können die dank Windows 7+ & Office doch genug Daten beisteuern?
        Will Redmon nichts mit den Impfstudien von Familie Gates und dessen Begleiterscheinungen in Verbindung gebracht werden?

    • Wenn du den Artikel, inkl. die Texte in den Fotos, gelesen hättest, wüsstest du, dass die Signalstärke mit in Betracht gezogen wird. Eine Wand oder 2 Autotüren plus die Geschwindigkeit der Fahrzeuge hat dabei drastische Auswirkungen auf die eben genannte Signalstärke.

      Also Panik um nichts.

      • Es ist aber eben einfacher im Internet rumzukrakelen, das sei alles „totaler Quatsch“, als mal ein paar Hintergrundinfos zu lesen (und womöglich gar zu verstehen).

        Wer es doch versuchen möchte: https://nshipster.com/contact-tracing/

      • Moment, ein Handy das in einer hippen Handtasche mit Metallpailetten aufbewahrt wird, wird mit hoher Wahrscheinlichkeit als „sicher“ deklariert, obwohl der Besitzer einer Gefahr ausgesetzt war bzw andere gefährdet haben könnte. Die Genauigkeit der Datenerhebung ist alles andere als zuverlässig. Um zuverlässigere Daten zu erheben, muss man mehrere Daten kombinieren, zB zusätzlich noch WLAN, GPS und Funkzellen …. und um es dann noch genauer zu machen, wird bestimmt noch irgendwas erfunden, dass man ständig sichtbar tragen muss.

    • Naja, eigentlich sind Kommentare wie Deine Wasser auf den Mühlen derer, die einen Internetführerschein fordern. Lesen hilft, dann denken und dann erst schreiben. Neben dem, was M schrieb gilt auch: es muß nicht alles korrekt erfaßt werdenm selbst mit wenigen false positives kann man leben.

    • Ole Wels says:

      Übrigens wird das System (keine konkrete App) seit Wochen mit richtigen Menschen getestet, um so viele Situationen, wie möglich, auch richtig zuordnen zu können. Und leider bist du wirklich nicht der erste, der auf den Trichter gekommen ist, dass es Busse, Autos und Häuser gibt. Du bist also nichts besonderes, kannst dich wieder verkriechen.

      • Weißt du wie lange man Testen müsste, dass man zuverlässige Werte bekommt?

        Beispiel (Bus/Auto und Fahrradfahrer):
        – hat das Auto/ der Bus bedampfte Scheiben?
        – wie lange sind die Handys schon in „Nichtbenutzung“ (Deepsleep)
        – wer hat welches Handy und wie hoch ist die Sendeleistung
        – wo wird das Handy getragen? ist es eventuell auf der abgewandten Seite der Kontaktperson?
        – Worin will man ähnliche Werte unterscheiden, wenn zB ein abschrimtes Handy in der Handtasche ähnliche Werte liefert wie ein vorbeifahrender Bus (das eine ist gefährlich das andere nicht). Die Kombination aus verschiedenen Gegebenheiten lässt die zu testenden Situation in die Unendlichkeit schnellen.

        Schier unmöglich verlässliche Werte auf Basis von Bluetooth-Daten zu bekommen. Es müssen noch andere Werte hinzugezogen werden, um es zuverlässiger zu machen (zB WLAN, GPS, Funkzellen und auch die Lokalisierungsdienste, die erkennen, wie schnell man unterwegs ist). Das geht dann aber auch nicht mehr dezentral und nur mit KI … und da kommen wir dann zur einem Überwachungsgrad, der nicht herbeizuwünschen ist.

        • Ole Wels says:

          Ok, welcher „Wert“ untscheidet sich denn, wenn ich zehn Minuten neben einer Person sitze, während mein Telefon in einer gepanzerten Tasche liegt im Vergleich zum vorbeifahrenden Bus, der mein BT-Feld etwa 5 Sekunden tangiert?

          Und als zweites, welches Rolle spielt die Geschwindigkeit?

          • Dein Beispiel zeigt genau wieder eine Situation, die man testen muss. Was ist wenn der Bus an der Ampel steht und genauso lange Kontakt hat wie eine vorbeilaufende Person? Wie willst du das unterscheiden? Oder wie willst du einen an der Ampel stehenden Bus von einem an der Haltestelle mit offenen Türen unterscheiden? Nope, schier unmöglich jede Situation zu testen.

            Geschwindikeit: Um zu erkennen, das man zB in einem Auto sitzt oder auf dem Fahrrad oder zu Fuß unterwegs ist.

            Das effektivste Mittel gegen Corona ist Abstand und Mundschutz…. und der Wille das auch einzuhalten.

            PS.: wenn die App Pflicht wird: Wie wäre es mit automatisch erfassten Strafen, wegen Nichteinhalten von Abständen. Aber wer bezahlt die Strafe, derjenige der an der Kasse vor einem steht und der einen Schritt zurückmacht oder sogar beide, da beide den Sicherheitsabstand unterschritten haben?

            • Man kann alles zerreden. Ist doch ganz einfach: Installiere die App halt nicht. Dann gibts aber auch keine zeitnahe Nachticht über eine evtl. Infektion duuch einen anderen. Das muss halt jeder für sich entscheiden. Und du entscheidest das dann halt für dich. Ist dann dein Problem.
              PS: Die, die die App machen sind mit Sciherheit keine Idioten und wissen was sie machen. Die werden aus allen Bereichen Berater haben. Mach dir da mal keine Sorgen. Die sind mit Sicherheit mindestens genau so schlau wie du.

              • mir macht nicht diese App Angst. Ich habe Angst vor den Apps, die danach kommen, weil die erste App nicht so effktiv ist, wie man sie sich als Laie so vorstellt. Ich beschäftige mich mit WLAN und Bluetooth-Tracing/-Tracking schon etwas länger als erst seit der Coronapandemie und lote schon etwas länger aus, was machbar ist. Eine scheinbar ganz einfach Aufgabe im Smarthomebereich: Ich will genau erkennen, wann ich vor der Haustür stehe und nicht hinter der Haustür und das auch noch sehr zeitnah, um eine Statusmeldung vom Haus auszulösen. Es gibt einfach zu viele Variablen, auf die man stößt, die man vorher nicht bedacht hat. Man muss mit einer Datensammlung arbeiten, um Wahrscheinlichkeiten zu errechnen… oder ein automatisches Einschalten des Gast-WLANs wenn Gäste vor der Tür stehen (ok, das klappt schon).

                zum PS: Und oft sind die Beratenden Consultants, die zwar vor Ewigkeiten mal was Technisches gemacht haben, aber nicht mehr so dicht an der Technik sitzen, wie es eigentlich nötig wäre. Dort wird auch gerne mal was verschwiegen, nur um einen Auftrag zu bekommen. Auf der anderen Seite wurde ja auch schon auf Berater gehört und von einer zentralen Datenerfassung auf eine dezentrale Datenerfassung geschwenkt. Die Gefahr ist halt, dass bei einem Misserfolg der dezentrale Datenerfassung, wieder auf eine zentrale Datenerfassung setzt und die rote Linie überschritten wird (für einen Hauch mehr Sicherheit).

                • Das sind mir bei dir aber zu viele wenns und abers. Warum gehst du einfach davon aus, dass die Berater „zwar vor Ewigkeiten mal was Technisches gemacht haben, aber nicht mehr so dicht an der Technik sitzen, wie es eigentlich nötig wäre.“????

                  Lass die mal amchen, guck dir das fertige Produkt an und entscheide dann für dich mit allen möglichen Konsequenzen.

                  • aha, ich darf also erst Bedenken anmelden, wenn der Weg schon beschritten wird und es eigentlich kein Umkehren mehr gibt?

                    Ich bin in der IT tätig und weiß wie beraten wird …. und manchmal versteht der Consultant etwas ganz anderes als ihm der Techniker vorher erklärte und dann wird das falsche verkauft. Hinterher wird dann gerudert, bis der Kunde das bekommt, was ihm versprochen wurde. Siehe auch Datenspende-App des RKI. Dem Programmierer darf man keinen Strick drehen, der hatte eine Idee, wie man es lösen könnte, ist dann auf Schwierigkeiten gestoßen, musste es anders Lösen und zwischenzeitlich hat die Marketingabteilung propagiert, die App macht das das und das und lag völlig daneben … und es fehlte einfach die Zeit es richtig auf die Füße zu stellen.

            • Ole Wels says:

              Das Grundprinzip ist doch, dass auch die Entfernung via Signalstärke geschätzt werden soll. Dann kommt die Dauer ins Spiel und sobald eine bestimmte Entfernung für eine bestimtme Zeit unterschritten wird, wird die Verbindung „vermerkt“.

              Alles, was das Signal zusätzlich schwächt, ist also schonmal aus der Überlegung raus (wird dann wohl auch den Bus betreffen). Wenn dadurch das Telefon in der gepanzerten Handtasche nicht richtig getrackt wird, ist das halt so, denn es wird sicher keine Regel darstellen.

              Ob ich mit 10 km/h an jemandem vorbeilaufe oder mit 50 km/h vorbeifahre, wird aufgrund der Dauer keine Relevanz haben. Wenn wir jedoch 20 Minuten zusammen in die selbe Richtung laufen, dann wird Dauer und Abstand wohl passen.
              Ich glaube schon, dass die meisten Fälle damit sinnvoll abgedeckt werden können. Zumal es ja nicht darum geht, möglichst viel zu erfassen, sondern ganz spezielle Fälle über die genannten Beschränkungen.

              Dein PS ist hinfällig, Strafen sind gesetzlich bisher nicht abgedeckt und wenn sie es wären, würde das BVG die in Kürze wieder kassieren.

              • Gefährlich sind nicht die Situation, wo du mit deinem Handy zusammen abgeschirmt bist, sondern die Situation, wo ein Kontakt nicht erfasst wird, weil zB ein Schminkspiegel (oder auch eine Geldbörse in der RFID-blockende Kartenhüllen stecken) vor dem Handy liegt und das Signal so weit abschwächt, dass dieser Kontakt als „Nichtkontakt“ gewertet wird. Die Kette wird dadurch unterbrochen und kann nicht nachverfolgt werden. Mit einer hohen Wahrscheinlichkeit kollidieren diese Messwerte mit Messwerten von Situationen, die als unproblematisch gelten.

                • Ole Wels says:

                  Yupp und je mehr das System nutzen, desto weniger Relevanz haben diese – jetzt Achtung – Ausnahmefälle.

                  • Die Ausnahmefälle werden die Regel sein und die sind zu vielfältig, um „sicher“ ausgewertet zu werden.

                    Weißt du wie das Handy in den Handtaschen der Frau verstaut ist? In welche Richtung die Strahlen senden (in Richtung Display dürfte die Sendeleistung geringer sein)? In welcher Hosentasche die Kontaktperson das Telefon trägt? Von dir entfernt oder hingewandt? Wie lange das Telefon im Rucksack schon im Tiefschlaf ist und die Sendeleistung verringert hat? Oder ob der Energiesparmodus aktiviert ist. Für mich sieht das Bluetooth-Tracing nach einer Lösung aus die nur geschätzte 70% richtig liegen würde.

                • „Die Kette wird dadurch unterbrochen und kann nicht nachverfolgt werden.“

                  Dir ist aber schon bewusst, dass es hier keine Kette gibt? Wenn du dir über die App keine Updates der Keys holst, erfährst du es ja nicht mal selbst.

  8. Ole Wels says:

    Eine Schande … da suchen eine Menge Leute weltweit Lösungen, entwickeln, forschen, arbeiten unter Hochdruck und andererseits verhallen die Lösungen der Experten in den Kommentarspalten deutscher Techblogs ungehört.

    Eigentlich wollte ich ja was sinnvolles schreiben, aber da einigen Kommentatoren hier die Stanniol-Haube zu fest sitzt, kann man echt nur noch drauf hinweisen, dass die Hobby-Virologen, Hobby-Bundestrainer, Hobby-App-Entwickler und Hobby-Fachminister hier ’nen deftiges Sendungsbewusstsein mit Wissen verwechselt haben und man sich ab und an fragen sollte, wer hier eigentlich mit welchen Interessen versucht, den Diskurs zu crashen.

    • Vielleicht sollten ungare Lösungen auch nicht gleich als Allheilmittel dargestellt werden.

      Apple und Google haben ihre Lokalisierungsdienste nicht umsonst die letzten Jahre so weit kastriert, dass sie gerade noch so nutzbar sind, aber für eine präzise Nutzung nicht mehr zu gebrauchen sind. Es spart Akku wenn diese Dienste nicht ständig im Hintergrund priorisiert laufen. Wenn ich das so richtig in Erinnerung habe, kann die Aktualisierung von Lokalisierungs-Daten (GPS, WLAN und Bluetooth) bis zu 10min dauern. Jedenfalls kann man diesen langen Intervalle für Geofencing und für Bluetooth-Tracking (iBeacon) vergessen. … und jetzt in Corona-Zeiten soll sowas mit einer hohen Genauigkeit ausgeführt werden? Wenn sich die Akkulaufzeiten verschlechtern, werden zukünftig diese Akkusauger schnell mal ausgeschaltet. Schützen tut eine Corona-Tracing-App dann nicht mehr. Dann hilft nur noch wieder Abstand und Atemschutz … und dann kann man sich solche ungaren Lösungen, die potentiell auch missbraucht werden können, auch sparen.

      • Ole Wels says:

        Es geht überhaupt nicht um Lokalisierungsdaten, aber: Danke für deinen Beitrag.

        • Die passiven Bluetooth-Daten sind zu den Lokalisierungsdiensten gewandert. Dass ein Tracing nichts mit Lokalisierung zu tun hat, weiß ich. Gutes Beispiel ist zB die Tile-App, die ähnlich wie die zukünftigen Corona-Tracing-App auf passive Bluetooth-Daten hören muss. Wenn ein „Tile“ längere Zeit außer Reichweite war, dauert es ewig bis sich „Tile“ und „Handy“ wieder verbinden. Es wird passiv auf Anfragen vom „Tile“-Beacon gehorcht und nur in einem bestimmten Intervall landet diese Information auch bei der Tile-App. Bei der Corona-App wird dieser Intervall extremst verkürzt, so dass die App genauere Daten liefern kann. … Ich habe auch ein Bluetooth-Tracing hier zu Hause laufen und das funktioniert eher schlecht als recht. Man muss diese Bluetooth-Tracing-Daten mit anderen Daten kombinieren, damit sie zu besseren Ergebnissen führen. Das liegt erstens daran, dass Android diese Dienste im Standby extrem niedrig priorisiert und zweitens die Geräte durch Taschen, Decken, Jacken und und und immer andere Werte liefern, als dass man erwartet. Die reinen Bluetooth-Daten sind alles andere als gut auswertbar.

          • Ole Wels says:

            Und du denkst, dass du dir jetzt Gedanken gemacht hast, auf die man bei Google / Apple / PEPP-PT / DP-3T nicht gekommen ist?
            Wie ich vorhin schon schrieb, ist es eine Schande, wie die Expertise der deutschen Kommentarspalten so ungehört verhallt.

            • Bemerkenswert wie konstruktiv Du mit anderen Meinungen umgehen kannst. Oder mit Deinen eigenen Worten gesagt: „Du bist also nichts besonderes, kannst dich wieder verkriechen.“

              • Ole Wels says:

                Hier geht es nicht um „Meinungen“. Hier geht es darum, dass unfundiert gegen eine unveröffentlichte Lösung geschossen wird, weil man sich „Gedanken“ dazu gemacht hat. Da besteht keine Diskussionsgrundlage. Wie soll man damit umgehen, wenn einer mit vermeintlich fachlicher Kritik, die aber im Grunde nur die offensichtlich vorher schon bestehende Ablehnung untermauern soll, so gegen ein Projekt schießt? Noch dazu, wo die Grundlagen des Konzepts ignoriert werden. Diskutieren? Nope, Trolle werden getrollt.

                • und du ignorierst „Bedenken“ anderer. Technisch bin ich beeindruckt was Google und Apple dort machen, aber dieses Werkzeug darf nicht in die falschen Hände geraten. Auch ohne diese Schnittstelle ist es schon möglich zu schauen, wer wann bei einem zu Hause vorbeischaut (regelmäßig Fahrradkontrollfahrten macht)…. und das ohne dass eine App bei demjenigen installiert sein muss. Man muss nur etwas Hardware(zB einen Raspberry Pi) hinstellen, die in die Umgebung lauscht.

                  Als erstes Ergebnis wird kommen, dass die App von zu wenigen benutzt wird, wenn 60% gebraucht werden und die Zustimmung jetzt bei 50/50 liegt. Wenn die App dann „Zwang“ ist, kommt als nächstes „Die Daten der dezentralen Lösung sind zu ungenau, wir brauchen eine zentrale Datensammlung“ … und dann kommt „jetzt wo die Daten ziemlich genau sind und die Pandemie ja eigentlich vorbei ist, könnten wir die Infrastruktur zum Zwecke der Arbeitsplatzsicherung, ja zum Beobachten von Unregelmäßigkeiten nutzen“ …. nein Danke, hier wird gerade getestet, wie weit man an die rote Linie kommt und ob man sie überschreiten kann.

                  • Ole Wels says:

                    Woaaah … du vermischst hier aber einiges. Illegales privates Tracking hat ziemlich wenig mit der App zu tun. Auch geht es nicht darum, welchen coolen technischen Spezialfälle aktuell geliefert werden können, sondern um ein massentaugliches Projekt für einen ganz bestimmten Fall und ganz bestimmten Zweck.

                    Der staatlich verordnete Zwang wird hier aktuell zwar massiv herbeifantasiert, dafür gibt es aber weder eine rechtliche Grundlage, noch eine technische Machbarkeit. Wenn so eine App „zwangsweise“ kommt, dann nicht, weil Spahn das will, sondern weil Googel und Apple das wollen und mir wäre neu, dass die sich von deutschen Ministern was sagen lassen.
                    Auch sehe ich bspw. die zentrale „Datensammlung“ nicht pauschal derart kritisch. Es hat einen Grund, warum der größte Tracking-Konzern das ganze abhängig von seinem System und nicht auf „fremden“ Servern haben möchte.

                    • privates Tracking greift auf die gleichen Dienste zu, wie diese Bluetooth-Tracing-API. Mit einer Außnahme, die Pollingfrequenz für Bluetooth muss extremst erhöht werden, damit man auch lückenlos Kontakte erkennen kann. Das wird am Akku zerren. Wenn von diesen 50%, die die App befürworten, 10% die App wieder deinstallieren, weil sie einen Deepsleep verhindert, dann bleiben nicht mehr viele übrig, die zu einem erfolgreichem Funktionieren benötigt werden. Dann kommen von Regierenden immer neue Ideen, bis wir bei einem Zwang sind. Später dann erfolgt eine automatisierte Meldung an die Behörden usw … Mir macht nicht diese App Angst, sondern die die danach kommen, bis ein lückenloses Tracing sauber funktioniert.

                    • > privates Tracking greift auf die gleichen Dienste zu, wie diese Bluetooth-Tracing-API.

                      Nope. Mit dem Satz sind eigentlich alle deine „Argumente“ hinfällig. Das ist schlicht nich so.

    • Aus Nächstenliebe mach sie das aber nicht, auch soll man die Ergebnisse der tollen Arbeit nicht allen aufzwingen. Habe grundsätzlich etwas gegen Zwangsbeglückung, so bin ich halt!

      • Ole Wels says:

        Nächstenliebe? Du hast nicht zufällig die letzten Wochen verpasst? Die (weltweite) Politik versucht den Balanceakt zwischen Lock-Down und Öffnung zu bewerkstelligen, um den Kollaps des Gesundheitssystem zu verhindern und gleichzeitig das mehr oder weniger normale Leben laufen zu lassen, und setzt dabei eben auch auf technische Lösungen als Teil des Maßnahmenpaketes.

        Aus welchen Gründen sollte man – deiner Meinung nach – so eine Lösung (egal ob PEPP-PT oder DP-3T) denn nun umsetzen?

  9. Der mit dem Aluhut says:

    Ich werde weder freiwillig, noch unter Zwang solch eine App installieren!

    Der ganze Corona-Mist ist nur von der Herrschaft inszeniert, um die Menschen in Angst zu versetzen!

    Es gibt keine Corona-Sterbefälle. Das ist Betrug!

    Der zukünftige Impfstoff könnte sogar eine Biowaffe sein, mit dem Ziel die Bevölkerung zu reduzieren!

    Den ganzen Hoax nehmen doch eh nur Schlafschafe und Sklaven ernst!

    WACHT AUF!!!

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