Umfrage Mai 2020: Werdet ihr die Corona-App der Bundesregierung nutzen?

Über die geplante Corona-Tracing-App für Deutschland wurde schon viel diskutiert – auch hier im Blog. Denn erst pochten das Gesundheitsministerium und das Bundeskanzleramt trotz anderer Möglichkeiten auf der technischen Basis PEPP-PT, die eine zentrale Speicherung von Daten vorsieht. Doch mit der öffentlichen Kritik hatte man wohl in dem Ausmaß dann doch nicht gerechnet, und schwenkte letzten Endes um. Die Veröffentlichung der durch die Deutsche Telekom und SAP entwickelten Anwendung könnte nahen, denn Apple und Google geben die notwendigen APIs frei. Das eröffnet die Frage: Werdet ihr die Corona-App nutzen?

Die grobe Funktionsweise kennen wir: Ziel ist es, über die Corona-App Bürgerinnen und Bürger, die Kontakt mit einem Corona-Infizierten hatten, schnellstmöglich über die Kontakte zu informieren. Dadurch soll es möglich werden, die Infektionsketten zu durchbrechen. Zum Einsatz kommt dabei Bluetooth LE, was den Abstand zwischen Personen messen soll und Kontakte zu Personen erkennt, die als infiziert gemeldet wurden. Hierbei tauschen die Apps untereinander temporäre verschlüsselte Identitäten aus.

Allerdings bleibt Freiwilligkeit im Spiel: Werden Nutzer der Corona-App positiv auf das Corona-Virus getestet, können sie auf freiwilliger Basis ihre Kontakte durch die App informieren lassen. Dabei werden im Infektionsfall die verschlüsselten IDs des Infizierten allen Mobiltelefonen der App-Nutzer zur Verfügung gestellt. Diese können daraufhin überprüfen, ob sie mit den übermittelten IDs in Kontakt waren. Im Falle einer Übereinstimmung wird der Nutzer über den kritischen Kontakt gewarnt.

Der Infizierte erfährt dabei nicht, welche Kontaktpersonen informiert wurden und umgekehrt erfahren die Informierten auch nicht, wer der Infizierte gewesen ist, mit dem sie Kontakt hatten. Damit kein Missbrauch stattfinden kann, soll es natürlich hinter den Kulissen technische Maßnahmen geben. Herausgeben wird die App über den Google Play Store und Apples App Store durch das Robert-Koch-Institut.

Nun wollen wir von euch wissen: Werdet ihr die Corona-App der Bundesregierung in Deutschland nutzen? Oder habt ihr weiterhin Bedenken wegen des Datenschutzes bzw. andere Gründe, die für euch dagegen sprechen? Die Nutzung der App soll ja freiwillig sein, es wurden aber auch von Gesundheitsminister Spahn schon Szenarien erdacht, etwa in systemrelevanten Institutionen, in denen die Nutzung Pflicht sein könnte. Unten findet ihr die Umfrage, wir freuen uns im Team schon sehr auf eure Rückmeldungen – natürlich nicht nur durch die Umfrage an sich, sondern auch in den Kommentaren.

Werdet ihr die Corona-App der Bundesregierung nutzen?

  • Nein, ich habe Bedenken bezüglich des Datenschutzes. (41%, 4.303 Votes)
  • Ja, das ist in dieser Krise notwendig. (33%, 3.451 Votes)
  • Nein, ich denke, das trägt nichts zur Eindämmung bei. (13%, 1.330 Votes)
  • Ich bin mir noch unsicher. (12%, 1.270 Votes)
  • Ja, aber nur wenn es für mich zur Pflicht wird. (2%, 227 Votes)

Total Voters: 10.581

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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243 Kommentare

  1. Martin Deger says:

    Ja, auf jeden Fall. Beim dezentralen Ansatz sehe ich keine Probleme beim Datenschutz. Eine App mit zentraler Kontaktidentifizierung hätte ich aber nicht installiert, da mir Datenschutz sehr wichtig ist.

    Ich mache das aus zwei Gründen: erstens möchte ich meine Liebsten so gut es geht schützen – beispielsweise kann ich so eventuell noch rechtzeitig in Quarantäne gehen, statt meine Eltern präsymptomatisch zu besuchen und anzustecken. Und zweitens denke ich, dass eine App gesamtgesellschaftlich mindestens einen kleinen Beitrag leisten kann, die Übertragungen zu verringern.

    Der einzige Grund, warum es nicht funktionieren könnte, ist, wenn die App zu wenige installieren. Zwar hilft es auch ein bisschen, wenn nur vielleicht 25% die App installiert haben, besser wären aber 50% oder mehr. Daher bitte ich darum, dass alle, die ein Smartphone haben, die App auch installieren.

    • Forentroll says:

      Es gibt Bereiche im Krankenhaus, in denen ein Smartphone/Handy unerwünscht ist. Neben der Intensivstation, wo es viele Geräte gibt, die auf EMV reagieren könnten, ist das Tragen eines Handies bei der Arbeit am Patienten eher kontraproduktiv. Wo ist denn da jetzt der Vorteil dieser App zu sehen?

      • Martin Deger says:

        Ich arbeite nicht in einem Krankenhaus, daher weiß ich nicht, wie die Regeln zu Bluetooth sind. Am Arbeitsplatz ist das aber sowieso nicht so kritisch, da man die Kontakte kennt und auch manuell kontaktieren kann. Es geht vor allem um Nutzung im öffentlichen Raum, wo ich Kontakt mit Personen habe, die ich im Fall einer Infektion nicht kontaktieren kann..

      • Das mit der Intensivstation und unerwünschten Handys/Smartphones war einmal und liegt in der Vergangenheit. Heute interessiert das die Geräte kein bisschen mehr. Die Mitarbeiter laufen selbst mit ihren Smartphones in den Taschen durch die Gegend und haben selbst BT aktiviert um ihren Fitnesstracker zu synchronisieren, der sich am Bein befindet.

        • Kann ich nur zustimmen. Ist aber sicherlich schon 10 Jahre her, das das aktuelle war.
          Arbeite auf einer Intensivstation.

          • Und ich habe mich noch letztens gefragt, seit wann auf der Intensivstation Handys erlaubt sind. Gut zu wissen, bin da – zum Glück – höchst selten.

      • Wenn die Geräte in der (Intenisv)-Medizin auf elektromagnetische Strahlung im Leistungsbereich von Smartphones reagieren würden, würden sie keine Zulassung bekommen. Da aber vor vielen Jahren auch bei den Herstellern der Geräte nicht 100% Sicherheit darüber herrschte, und niemand in Haftung genommen werden wollte, gab es diese Verbote, ebenso übrigens im Flugzeug.
        Interessiert heute nicht mehr. Da wo diese Verbote noch herrschen ist es oft der Tatsache geschuldet, dass die Krankenhäuser ihre teuren Systemtelefone an die Patienten vermieten wollen.

  2. Der Chef hat schon angekündigt, dass die App auf dem Firmenhandy zur Pflicht wird. Dann bleibt das Firmenhandy eben zu Hause. Irgendwann wird jedes von dir gespeicherte Datum gegen dich verwendet werden. Um den technischen Datenschutz mache ich mir dabei keine Sorgen. Aber vor den technik-fernen Politikern und ihren schlecht und unausgewogen gemachten Gesetzen habe ich Angst. Was passiert, wenn irgendwann in der Zukunft tatsächlich Extremisten an die Macht kommen?

  3. Ich würde vorschlagen unter all denen die diese Corona-App aktiv nutzen Preise zu verlosen. Wenn die entsprechend attraktiv sind und nur Leute die kontinuierlich dabeibleiben teilnahmeberechtigt sind kommt man sicher auf gute Teilnehmerzahlen. Das wäre dann für die Erreichung höherer Teilnehmerzahlen und damit eine höhere Effektivität hilfreich.

    • Wenn man nicht weiss, um wen es sich handelt, kann man auch nix verlosen.

      • Martin Deger says:

        Das stimmt prinzipiell. Aber man könnte unter die durch den Relay-Server verteilten Infektionscodes einmal an Tag auch ein „Lottoticket“ mischen. Und wer das in der App angezeigt bekommt, kann sich einen Gewinn abholen. Ist natürlich dann nicht davon abhängig, ob die App auch durchgängig benutzt wird.

    • Das ist jetzt aber echt erbärmlich! Los, los, hol das Stöckchen, Pardon die App, dann gibt’s ‘ne Rolle Klopapier… 😀

    • Kann man doch in die Google Suche, Facebook Messenger, Whatsapp oder Siri einbauen. Da haben die Menschen doch sowieso schon zugestimmt, dass alle Daten, die ihr Leben betreffen, gesammelt und verarbeitet werden. Und deinstalliert wegen ein bisschen Privacy-Breach macht ja keiner, wie die vergangenen Jahre gezeigt haben.

  4. westernworld says:

    grundsätzlich ja aber ich werde erst einmal ein oder zwei wochen abwarten ob der hund flöhe hat weil der bundesdatenmurks bei uns doch eine gewisse tradition hat.

  5. Nein, einfach aus Vorsicht.

    • Sehe keine Bedenken, da die App ja nur begrenzt genutzt wird und nach der Krise vom Gerät kommt. Selbst, wenn die App Bewegungsprofile erstellen könnte, würde ich mir da keine Gedanken machen, da mein jetziges Verhalten nun völlig anders ist – wird also keinen was nützen. Das können wahrscheinlich andere, schon jetzt installierte Anwendungen auf meinem Phone noch besser. Ehrlich gesagt, ist es mir auch egal.

    • Datenschutz > Schutz seiner Freunde, Familie und anderen Menschen – bei ner dezentralen Speicherung. Kopf->Tisch

  6. Klaus Mehdorn Travolta says:

    Wenns soweit ist dann werde ich nochmal genau hinschauen. Also derzeit noch ‚unentschlossen‘.
    Bin ansonsten grundsätzlich mehr PRO als Aluhut bei dieser Geschichte.

  7. Klipp und klar nein, da das Ding auf meinem alten BlackBerry Storm 2 gar nicht funktioniert!

  8. absolutes NEIN (!!!) Möchte nicht ausspioniert werden, da sind maßgeblich US Geheimdienste mit im Bunde gewesen…
    Wir haben schon viel zuviele GRUNDRECHTE durch CORONA verloren, so daß man fast(!) nicht mehr von DEMOKRATIE reden kann…Grundsätzlich finde ich Merkels Zaudern richtig , jedenfalls besser wie vom Windfähnchen LASCHET. Wir sind Ex-Rheinländer im Norden heute…und kennen unsere Pappenheimer da unten noch sehr gut. Der kleine Armin hatte immer schon die Arschkarte da unten… So wählt auch unsere Familie und viele Freunde hier oben und auch am Rhein…nur sehen mögen wir sie alle hier in SH momentan nicht mehr an den unverseuchten Küstenstreifen und Inseln hier ganz im Norden…

    • Tja, sowas kommt vom Karnevalfeiern, im Süden eher Starkbierabenden und bei uns auch Skiurlaubheimkehrern. Da lob ich mir tatsächlich den Norden. Die brauchen soetwas garnicht…. 😉

  9. Ist doch lächerlich diese App, mal abgesehen vom Datenmissbrauch der unweigerlich irgandwann entstehen wird, ist die App doch nutzlos bei der Manipulation. Es werden sich massig Leute als Positiv eintragen obwohl Sie es nicht sind und andere werden dadurch panisch gemacht. Genauso wie ja solche Corona Feten gemacht wurden. Also für mich aus verschiedenen Gründen ein NoGo. Jetzt dürft Ihr Befürworter und Aluhut Verteiler euch wieder ausgiebig auslassen.

    • Martin Deger says:

      Bitte erst dann Prinzip verstehen, es liegen keine zu missbrauchenden Daten vor. Und erst recht geht es nicht, sich einfach positiv zu melden. Dazu benötigt man die Bestätigung des Gesundheitsamtes.

      • Du kennst die App noch gar nicht, aber weißt schon, dass da keine missbrauchbaren Daten entstehen werden? 😀

        • Martin Deger says:

          Das stimmt, prinzipiell kann eine App viel machen. Aber sie kann eben nicht die API dafür nutzen, zu überprüfen, mit wem Du Dich getroffen hast. Da die App außer Bluetooth, Exposure Notification API und Internet ohne jegliche Berechtigung funktionieren müsste, kannst Du alle anderen Berechtigungen, die die App anfordert, ablehnen.

          Ich hoffe auch sehr, dass die deutsche App quelloffen sein wird, dann lässt sich das alles überprüfen.

        • Du glaubst doch nicht im Ernst, dass es bei der App dann z.b. einen großen roten Button gibt mit „Corona positiv“ bitte hier drücken!?! ….
          Es wird definitv eine Kontrolle eingebaut wie z.b. ein Code vom Gesundheitsamt oder so, den man bekommt wenn man positiv getestet wurde.
          Die deutsche Regiertung hat vielleicht kein Plan von Technik und Apps etc., aber soviel steht doch fest, dass es eine Kontrollmechanismuss geben wird. Sonst haben am ersten Tag alle Corona, weil Sie testen wollen ob der Button funktioniert…. also bitte….

    • Bitte informieren, wie die App genau funktioniert.

    • Keine Ahnung, aber davon recht viel.

  10. Never ever.

  11. Wenn dann die Kneipen wieder auf machen.

  12. Was nützt es mir zu wissen, dass ich vor ein paar Tagen Kontakt zu einer jetzt positiv gestesteten Person hatte? Dann ist es eh zu spät. Da bin ich lieber vorher klassisch analog vorsichtig mit Maske, Abstand und ohne Panik-App.

    • Es geht darum andere zu schützen.

    • Martin Deger says:

      Es geht nicht darum, Dich zu schützen, sondern dass Du noch rechtzeitig, bevor Du selbst infektiös wirst, gewarnt wirst und Dich dann selbst in Isolation begeben kannst. So kannst Du verhindern, andere anzustecken, insbesondere auch Deine älteren Verwandten und andere Kontakte, die Risikogruppen sind.

      • Sich selbst in Isolation begeben…..das bedeutet, keine Lohnfortzahlung. Wer verzichtet freiwillig auf zwei Wochen Gehalt? Um andere zu schützen? Dieselben „Anderen“ die auf Sicherheitsabstand und Masken verzichten weil sie feiern wollen? Können ja die Großverdiener machen, aber ich nicht

        • Martin Deger says:

          Ich gehe sehr davon aus, dass eine Quarantäne angeordnet wird vom Gesundheitsamt, wenn Du das für den Arbeitgeber benötigst. Und welcher Arbeitgeber würde Dich wirklich zwingen, weiterzuarbeiten, mit dem Risiko, dass ein paar Wochen später die ganze Belegschaft infiziert ist?

    • Offensichtlich kann es anderen nützen. Einfach mal logisch weiterdenken.

    • Ole Wels says:

      Ja, oder du verstehst das Konzept nicht und äußerst dich dann hier dazu…. Achso, das hast du ja jetzt schon erledigt.

    • Du hast nicht durchaus recht. Primär lassen sich hier nur Infektionsketten nachvollziehen und dann kann man versuchen, die irgendwo zu unterbrechen. Mehr geht da auch nicht. Zum Beispiel treffe ich heute einen Infizierten. Der hat noch keine Symptome, ist aber schon ansteckend. Bevor er irgendwie krank wird und im besten Fall schnell getestet wird, können trotzdem Tage, vielleicht sogar ein oder zwei Wochen vergehen. Nun bin ich bis dahin vielleicht selbst offensichtlich erkrankt, hatte aber trotz öffentlichem Social Distancing und Masken sicher schon Kontakt zu meinen Kindern, war vielleicht bei meinen Eltern und habe den Virus weitergegeben, die Kinder haben ihn verteilt, wenn sie schon wieder in der Schule sein sollten usw. Selbst das Unterbrechen der Kette fällt dann schwer bzw. hängt von Zufällen ab. Grundsätzlich würde ich bei einer einwandfreien App helfen wollen, aber an einen wirklichen Nutzen glaube ich auch nicht.

      • Korrektur: Du hast durchaus recht. So sollte das heißen! 😉

      • Martin Deger says:

        Es können nicht alle Infektionen gestoppt werden, aber Deine Vorstellung ist so auch nicht richtig. Man kann „nur“ bis zu 3 Tage vor Symptombeginn infektiös sein. Wenn Du jemanden triffst, der dann 8 Tage später Symptome zeigt, dann weißt Du auch keine Benachrichtigung bekommen, dass eine Infektion stattgefunden hat – die Daten liegen ja mit einer Granularität von einem Tag vor.

        Nicht möglich ist es, die Kette zu unterbrechen, wenn Du mit jemanden Kontakt hast, der infektiös war, der drei Tage später erkrankt, Du selbst aber nur eine sehr kurze Inkubationszeit hast (kann manchmal nur 1-2 Tage sein).

        Aber im Durchschnitt klappt es schon:

        – A steckt sich an Tag 1 an.
        – An Tag 4 und 5 ist A ohne Symptome infektiös und er steckt B an
        – an Tag 6 hat A Symptome und er lässt sich testen
        – an Tag 7 liegt das positive Testergebnis vor und B wird benachrichtigt
        – B geht nach Hause und isoliert sich und wird durchschnittlich an Tag 7 oder 8 infektiös.

        Es würde geschätzt, dass man mit einer sofortigen Benachrichtigung per App 60-80 Prozent der Infektionen rechtzeitig stoppen kann.

  13. Bernhard says:

    Eine Antwort fehlt: JA aber nur, wenn die App -wie zB vom CCC gefordert- OpenSource ist und Datenschutz gewährleistet ist

  14. Ja, wenn die App unter einer freien Lizenz veröffentlicht wird und auf Android Geräten ohne Google Play Services funktioniert.

    • Martin Deger says:

      Ich hoffe auch, dass das gehen wird. In einem ersten Schritt wird die API aber durch die Google Play Services bereitgestellt. Was auch sinnvoll ist, da so schnell eine weite Verbreitung erreicht werden kann. Aber in einem zweiten Schritt soll das auch in Android selbst eingebaut werden. Dann sollte es in AOSP drin sein und auch ohne Play Services laufen.

  15. Ole Wels says:

    Noch ist nichts handfestes verfügbar und trotzdem jammern einige hier, als wären ihre Daten schon weltweit verteilt und geleakt.

    Ich werde diese App wahrscheinlich installieren, weil ich das Konzept stark befürworte. Ich werde aber schon abwarten, was da geliefert wird.

  16. Ja, wenn es die App gibt, dann werde ich sie nutzen. In Frankreich funktioniert das wohl sehr gut, wie ich las. Es geht ja nicht nur um den eigenen Schutz, sondern auch um die Eindämmung und Gesundheit anderer Mitmenschen.

    • Martin Deger says:

      Echt? Hast Du da Infos? Ich glaube nicht, dass es in Frankreich schon eine App gibt. Auf dem iPhone funktioniert so eine App auch erst gut, wenn die API freigeschaltet wird (ab heute wohl in Beta).

    • Die App „StopCovid“ ist dort noch nicht in Betrieb! Erst ab den 11. Mai hätte sie laufen sollen, mittlerweile ist der 02. Juni für den Start geplant (aus Technischen Gründen).
      Anders als bei uns sind Google & Apple nicht an Board (keine Partnerschaft zustande gekommen), dennoch zahlreiche nationale Unternehmen. Die Regierung ist stark involviert, es wird „zentral“ sein und obwohl eine unabhängige Institution das Geschehen überwachen soll lässt das Tracing-System auch dort viele Fragen offen… https://www.phonandroid.com/tout-savoir-sur-stopcovid.html

  17. Gibt der Regierung bloß nicht den kleinen Finger, wenn die einmal daran geschnuppert haben, wollen die alles haben!

    • Martin Deger says:

      Die Regierung wollte ja zunächst den zentralen Ansatz. Da gab es massiv Gegenwind von Datenschützern, Informatik-Fachleuten und CCC. Und die Regierung ist eingeknickt; deshalb haben wir jetzt den dezentralen Ansatz, der keine Überwachung erlaubt.

      • Blödsinn. Kritik ist der Regierung doch komplett egal. Apple gesagt, nix da, es wird dezentral. Punkt.

        • Martin Deger says:

          Kommt alles zusammen. Aber Apple und Google haben sich laut eigenen Aussagen sehr stark an DP3T orientiert. Ohne diesen Einsatz weiß ich nicht, ob die API so gekommen wäre.

  18. Nein, ich habe garkein Handy.
    Von den vorgefertigten Antworten passt nichts.
    Hätte ich ein Handy, wäre meine Meinung auch nicht unter den vorgefertigten Antworten.

    • Also im Grunde „Datenschutz“?

      • Jein.
        Ich sag mal so, es hat einen Grund das ich kein Handy (mehr) habe.
        Es gibt so tolle Dinge wie z.B. F2A, wozu ein Handy prima zu nutzen wäre. Und es gibt Firmen wie z.B. Facebook und weitere, die die Daten die im Rahmen von z.B. F2A hinterlegt werden schamlos missbrauchen und nach Anfrage schamlos lügen bis das Gegenteil bewiesen ist. Letzlich werden die Nutzer von Handys zur Ware bzw. zum Melkvieh gemacht, was nur sicher zu unterbinden ist, wenn man kein Handy hat.
        Soweit ist da ein Stückchen Datenschutz mit dabei, wobei die Erhebung mancher Daten durchaus sinnvoll bis sogar notwendig ist. Man sollte das Datenschutzargument daher nicht überstrapazieren.
        Was (mir) aber wirklich fehlt, ist das Vertrauen in die Branche. Zu dem Vertrauensverlust trägt dann auch der Umstand bei, dass ich seit gut 3 Dekaden in der Softwareentwicklung tätig bin und was da so von den Chefetagen an Funktionalität gefordert wurde, da dreht sich mir zyklisch der Magen um. Wenn Vertrauen erstmal zerstört ist …

        Auf der anderen Seite ist da die Technik. Es ist nicht so einfach die Entfernung von 2 oder gar mehreren Geräten zueinander festzustellen. Die Hardware ist recht unterschiedlich, die Umgebungsbedingungen ebenso. Was bei Markengeräten noch irgendwie machbar ist, ist dann bei den Chinafones zum Teil ein Glücksspiel. Man kann die ermittelten Werte bestenfals als Näherung, eher als Glaskugelsehen betrachten.
        So eine App kann natürlich eine Unterstützung bieten um die eigene Situation einzuschätzen, valide Werte liefert sie jedoch in keinem Fall. Eigentlich kann die App nur aussagen. „Es war jemand, der infiziert ist, für eine gewisse Zeit in Reichweite.“ Und das auch nur dann, wenn der jenige die App auch nutzt und die App entsprechend konfiguriert hat.
        Diese App kann helfen, muss aber nicht, man kann aber auch bewusst auf Abstand achten.
        Am Ende des Tages bietet solch eine App nur eine Pseudosicherheit und ist verzichtbar.

  19. Warum dauert die Entwicklung eigentlich so lange? Und warum müssen die Staaten alle das Rad neu erfinden? In Singapur beispielsweise gibt es die App schon seit 3-4 Wochen. Die hätte man doch kaufen und abändern können.

    • Martin Deger says:

      Die App in Singapur hat erstens große Datenschutzprobleme (zentraler Ansatz) und zweitens funktioniert die auf iPhones nur sehr schlecht (nur während die App offen im Vordergrund ist und der Bildschirm an ist und das Telefon noch gesperrt), und auf Android auch nicht so gut, weil es keinen Support durch Apple und Google gibt.

      Durch die API von Apple und Google wird das alles möglich, ohne Datenschutzprobleme und effizient. Diese wurde soweit ich weiß heute als Beta aktiviert (war zumindest der Plan).

      Zur Zeit wäre es in Deutschland auch noch fast zu früh, da es noch etwas viele Infektionen gibt pro Tag.

  20. „Ich bin mir noch unsicher.“ Da erstens die App immer noch nicht vorliegt, zweitens mir der allgemeine Nutzen noch unklar ist. Wegen Datenschutz mache ich mir in Krisenzeiten weniger Probleme (Google fragt auch ständig nach Standorten ab, egal ob man es will oder nicht). Wichtiger halte ich eine Art Grunddisziplin einzuhalten (Abstand halten etc pp) was leider auch nicht immer einfach ist. Klar werde ich aber mal die App zumindest mal antesten 😉

    • Martin Deger says:

      Der Nutzen ist, dass Kontakte (auch unbekannte) sehr schnell benachrichtigt werden können. Wenn Du also im Bus neben jemandem gesessen bist, der ein paar Tage später einen positiven Test hat, dann wirst Du sofort gewarnt und kannst Dich in Isolation begeben, bevor Du infektiös wirst. Da Du infektiös sein kannst, bevor Du Symptome hast, hättest Du ohne diese Warnung vielleicht Deine Kollegen, oder ältere Verwandte angesteckt.

      • Mir völlig unverständlich, was daran so schwer zu verstehen ist und noch unverständlicher, was man dagegen haben kann. Vielelicht einfach mal seinen Egoismus und seine Bedenken für ein paar Monate (bis es einen wirksamen Impfschutz gibt) zurückstellen und so wieder früher ein erträglichen Miteinander ermöglichen?

        • Hat mit Egoismus nichts zu tun, gibt etwa auch Leute die mehr oder weniger freiwillig in Quarantäne leben, die brauchen eine solche App dann aber auch nicht 😉 Und ja, ich etwa übernehme etwa Einkaufsdienste für solche Betroffene. (Muss dazu aber auch ehrlicherweise sagen, dass insbesondere auch älteren Leute die Problematik nicht ganz bewusst wird…)

      • Bin das letzte mal Bus vor etwa 3 Jahren gefahren, Zug okay Dezember letzten Jahres. Würde diese Verkehrsmittel momentan auch grundsätzlich meiden. Wer darauf angewiesen ist, okay. Trage natürlich auch Maske in Läden etc pp. Ich habe ja diese Bedenken auch, dass die App generell wenig genutzt werden wird. Und ja wie gesagt ich werde sie mal testen 😉

      • Und wie schaut es aus, wenn ein jeden Tag 2 Stunden im Bus und Bahn pendelnder Scherzbold eine eigene Corona-Infektion meldet, die er aber nicht hat?

        Müssen dann hunderte Mitpendler für 2 Wochen für nichts in Quarantäne?

      • Super Truper Martin Deger, wenn das der sinn sein soll gute Nacht Marie. Wie du selber schon schreibst “ ein paar Tage später“. Heißt aber wohl auch, daß der Jenige zu dem Zeitpunkt vlt noch garnicht infiziert war. Das wäre dann eine PankmachApp!!!

        • Martin Deger says:

          Man ist bis zu 3 Tage vor den Symptomen infektiös. Es werden natürlich nur die Codes der Tage hochgeladen, an denen man infektiös hätte sein können.

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