Google TV: Funktionen für Fitness und Smart Home im Gespräch

Bei Google blickt man mittlerweile unter Umständen nur noch schwer durch. So gibt es ja Google TV und Android TV. Wo ist der Unterschied zwischen Android TV und Google TV? Angefangen hatte alles mit dem neuen Chromecast. Da hatte das Unternehmen Google TV vorinstalliert. Grundsätzlich kann man Google TV als eine angepasste Oberfläche beschreiben, die im Zusammenspiel mit dem darunterliegenden Android TV arbeitet. Über die Oberfläche hat man eine große Auswahl der Streaming-Dienste und einige optische Finessen. Bei reinen Beamern mit Android TV sieht es da anders aus, sie kommen oftmals karg daher.

Zukünftig könnte es bei Google TV noch mehr „abgehen“. In einem Gespräch mit Rob Caruso, Google TV Director of Product Management, erfuhr das US-Medium Protocol (mittlerweile ein Teil des Springer-Verlags), welche weiteren Funktionen das Unternehmen auf Google TV  bringen möchte. Google möchte beispielsweise eine bessere Unterstützung für Smart Home-Steuerung einführen.

Gleichzeitig versuche Google laut Bericht immer noch, das richtige Gleichgewicht zwischen systemweiten Funktionen und Funktionen auf App-Ebene zu finden. „Nicht alles, was sich auf der App-Ebene befindet, sollte unbedingt in das System integriert werden, während alles, was sich auf der Systemebene befindet, nicht unbedingt eine Funktion auf App-Ebene sein sollte“, so Caruso.

Neben den Smart-Home-Funktionen könnte Google auch noch Fitness-Funktionen in die Oberfläche von Google TV einbauen, heißt es weiter. „Fitness ist ein weiterer großer Bereich, der erforscht wird“, sagte Caruso. Dies könnte sowohl eine Integration von Googles eigenen Diensten und Geräten (z. B. Google Fit, Fitbit) als auch von Diensten Dritter umfassen.

Google versuche auch, die Videokommunikation im Wohnzimmer zu verbessern. Das Unternehmen hat 2020 seinen Duo-Dienst auf Android TV eingeführt, und Caruso nannte Zoom als einen möglichen Kandidaten für eine weitere Expansion.
Das Unternehmen arbeitet aktiv an der Erweiterung der Integration kostenloser Live-TV-Kanäle in Google TV, die im Dezember durch eine Partnerschaft mit Viacoms Pluto TV eingeführt wurde. Ein Grund für die Einführung von kostenlosem Live-TV auf der Plattform war, dass die Nutzer so auch dann etwas sehen können, wenn sie noch kein Videoabonnement haben. „Wir wollen, dass diese Fernsehgeräte sofort nach dem Auspacken begeistern“, so Caruso.

Konkrete Termine und Pläne nannte man natürlich nicht. Als jemand, der die gängigen Oberflächen und Dienste kennt, erlaube ich mir einen Kommentar. Google hat extrem viel zu tun, wenn man nur ansatzweise das erreichen möchte, was Apple da vorgelegt hat. Apple ist mit den Möglichkeiten des Apple TV in Sachen Smart Home und Fitness-Angebot einfach absoluter Benchmark. Und wenn Google das stemmen will, muss man mal ordentlich arbeiten und auch dafür vom Kunden Geld fordern. Sonst sehen wir bald weitere Google-Dienste auf dem Friedhof. Aber wer weiß: vielleicht ist Googles Benchmark bisher auch Amazon. Aber selbst gegen die sieht man bislang sehr trostlos aus.

In diesem Artikel sind Partner-Links enthalten. Durch einen Klick darauf ge­lan­gt ihr direkt zum Anbieter. Solltet ihr euch dort für einen Kauf entscheiden, erhalten wir ei­ne kleine Provision. Für euch ändert sich am Preis nichts. Danke für eure Unterstützung!

Gefällt dir der Artikel? Dann teile ihn mit deinen Freunden.

Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

Neueste Beiträge

Mit dem Absenden eines Kommentars stimmst du unserer Datenschutzerklärung und der Speicherung von dir angegebener, personenbezogener Daten zu.

Ein Kommentar

  1. Das sollte man meiner Meinung nach erstmal deutlich fundamentalere Dinge angehen.
    Etwa dass die Apps nicht nur in einer endlosen Zeile angezeigt werden, sondern auch entsprechend Platz einnehmen können.
    Außerdem wäre mehr Personalisierung schon wünschenswert. Dass beispielsweise eines der Kernfeatures, die zentrale Watchlist, ganz am Ende der Menüs sitzt ist einfach umständlich.

Es werden alle Kommentare moderiert. Lies auch bitte unsere Kommentarregeln:

Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen. Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte - gerne auch mit Humor.

Du willst nichts verpassen?

Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den Hauptfeed abonnieren.