Facebook Messenger wird schneller und kleiner

Neulich wurde bekannt, dass Facebook den Messenger wieder entschlacken wolle. Wobei sich dies wohl offensichtlich nicht auf den kompletten Mumpitz bezieht, den man in der näheren Vergangenheit reingeballert hat, sondern lediglich auf Geschwindigkeit und Größe. Die Messenger-App für iOS wurde demnach von Grund auf neu aufgebaut. Sobald die Einführung abgeschlossen ist, wird die iOS-App ein Viertel der bisherigen Größe haben und doppelt so schnell laden, so Faceboook. Den Core-Code hat Facebook von mehr als 1,7 Millionen auf 360.000 Code-Zeilen um 84 Prozent reduziert. Die meisten Funktionen bleiben erhalten und im Laufe der Zeit werden weitere Features eingeführt. Weniger Codezeilen vereinfachen die Anwendung und machen die App reaktionsschneller.:

Schneller: Eine schnellere Startzeit ist vielleicht nicht so wichtig, wenn Sie eine App nur ein- oder zweimal am Tag öffnen, um ein Spiel zu spielen oder einen Film anzusehen, aber es macht einen großen Unterschied, wenn Sie eine App mehrmals am Tag öffnen, um auf Nachrichten von den Menschen zu reagieren, die Ihnen am wichtigsten sind.

Kleiner: Eine kleinere App bedeutet, dass Messenger schneller gestartet, heruntergeladen und aktualisiert wird, und zwar für alle, auch für Menschen, die die App auf älteren Geräten oder in Gebieten mit geringerer Konnektivität nutzen, wo jedes Kilobyte zählt.

Einfacher: Wir haben die Anwendung gestrafft und gleichzeitig mit vielen Funktionen ausgestattet, damit unsere Ingenieure leichter bessere Erfahrungen machen können. Beispielsweise haben wir die Kontaktliste von 40 Versionen auf eine Liste reduziert, die in der gesamten App einheitlich funktioniert. Das hilft nicht nur bei der kognitiven Belastung der Menschen, sondern bedeutet auch, dass die Ingenieure nicht von Grund auf neue Erfahrungen aufbauen müssen.

Die Verteilung beginnt direkt, allerdings spricht Facebook derzeit nur von der iOS- nicht von der Android-Version.

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei LinkedIn, Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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13 Kommentare

  1. Ist der richtige weg. Dient ja nur zur kommunikation, der Rest ist Ballast.

  2. Der mit dem Aluhut says:

    Ich bin sowieso verwundert darüber, dass Messenger inzwischen so aufgebläht sind. Mein Conversations Messenger benötigt nur 17,5 MB. Als Telegram noch neu war, benötigte er nur 12 MB. Heute ist Telegram auch schon aufgebläht wie ein Mastschwein.

  3. Es gibt doch bereits länger den Messenger Lite?

    • Zumindest offiziell nicht in allen Ländern und auch nicht auf jeder Plattform.

    • Abgesehen davon bin ich der Meinung, dass es sowas wie spezielle „Lite-Versionen“ gar nicht geben sollte. Stattdessen sollte grundsätzlich jede App ressourcenschonend programmiert sein.

      • Das Lite bezieht sich in diesem Fall allerdings auf den Funktionsumfang.

        Das ist wie der normale Messenger nur ohne Spiele, Stories & Werbung.

  4. Das passiert, wenn die Entwickler zu viel auf einmal wollen. Ich könnte jetzt an dieser Stelle so viele Apps aufzählen, die so aufgebläht sind, dass man teilweise den Überblick verliert. Wäre schön, wenn sich die Entwickler mehr auf ihre Kernkompenten konzentrieren bzw. die Kernaufgaben/Basics der App in den Vordergrund stellen würden. Egal ob FB, FB Messenger, DB Navigator, Twitter usw. usw. Die Apps sind viel zu aufgebläht mit zu viel Spielerei – meine Meinung.

    • Es geht nicht nur um das Aufblaehen, sondern auch um die effiziente Umsetzung. Die Software-Unternehmen machen halt alles schnell-schnell dann mit bloss nicht zu viele Mannstunden anfallen. Die Kosten, die der Endnutzer fuer hoehere Hardware-Anforderungen hat, muss man ja schliesslich nicht selbst bezahlen.

      Man schaue nur einmal, mit wie wenig Rechenleistung die Mondmissionen dank durchdachter Programmierug ausgekommen sind.

      • @Max
        Da hast du absolut Recht!

      • So ist das eben, das ist aber auch kein Phänomen der jüngeren Zeit. Zumindest gefühlt haben Softwareentwickler schon vor vielen Jahren aufgehört, ihren Code zu optimieren. Stattdessen wurde und wird darauf gesetzt, dass neue Geräte mit besserer Hardware gekauft werden, wo das natürlich dann nicht so auffällt. Aber vielleicht ist sowas auch Ausfluss der wirtschaftlichen Anforderungen, Optimierung kostet eben Zeit, und Zeit ist bekanntlich ja auch Geld.

  5. „Den Core-Code hat Facebook von mehr als 1,7 Millionen auf 360.000 Code-Zeilen um 84 Prozent reduziert.“

    Das sind keine 84 Prozent.

    • Vielleicht schon, denn „mehr als 1,7 Millionen“ kann ja vieles sein. Und bei so vielen Zeilen Code kann man beim Zählen ja schon mal durcheinander kommen, da fallen dann u.U. schon mal 500.000 unter den Tisch … 😉

    • sunworker says:

      Das sind rund 80% Reduzierung. Ob 84% oder 80% ist aber unwichtig.

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