Cyber-Kriminalität: Angeblich jeder Zweite betroffen

bitkom cyberAus einer Befragung des Branchenverbandes Bitkom soll hervorgehen, dass jeder Zweite in den vergangenen 12 Monaten einmal Opfer von Cyber-Kriminalität wurde. Da das Feld der möglichen Taten breit gefächert ist, hat man seitens des Bitkom das Ganze einmal aufgebröselt und versucht zu visualisieren. Schadprogramme in Form von Viren rechnet man auch mit in den Oberbegriff „Cyber-Kriminalität“ und jener Punkt ist auch der meist genannte. Demnach verzeichneten 37 Prozent der Befragten eine Infektion ihres Computers mit Schadprogrammen. 

Mit Computerviren gehen häufig nicht nur technische Defekte, sondern weitere Delikte wie Erpressung oder Datendiebstahl einher“, sagt Susanne Dehmel, Bitkom-Geschäftsleiterin Sicherheit und Datenschutz.

Laut Umfrage sind zudem 16 Prozent der Internetnutzer beim Online-Handel oder beim Online-Banking betrogen worden. 15 Prozent der Befragten berichtet ferner, dass ihre Zugangsdaten zu Online-Diensten wie soziale Netzwerke, Online-Shops oder Banking-Services ausspioniert wurden.

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Insbesondere der Diebstahl sensibler Daten oder der digitalen Identität sei eine Gefahr für die Betroffenen. So berichten 15 Prozent der Befragten, dass in ihrem Namen unerwünschte Spam-E-Mails versendet wurden. 8 Prozent gaben in der Umfrage an, dass ihre persönlichen Daten illegal genutzt wurden, zum Beispiel, indem sie an Dritte weitergegeben wurden. 3 Prozent sagen, dass sich eine andere Person im Internet unter ihrem Namen ausgegeben hat.

Wie immer ist bei der Bitkom-Umfrage eine überschaubare Anzahl von Personen befragt worden, die man dann als repräsentativ hinstellt. Die große Frage ist doch, wie die Umfrage zu bewerten ist. So geben lediglich 4 Prozent der Befragten zu, dass sie nicht wissen, ob sie ein Opfer wurde. 45 Prozent sind der Meinung, dass sie kein Opfer wurden – aber wie viele mögen es wohl sein, die mit „Nein“ antworten und nicht wissentlich Opfer von Cyber-Kriminalität wurden?

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caschy

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6 Kommentare

  1. ?????

  2. Wie du schon im letzten Absatz sagst caschy, ich möchte auch nicht wissen, wie viele bei den „Nein“ dabei sind, die hier immer groß anpreisen „benutze Windows aber keine Anti-Viren-Software, hab ja brain.exe“…

  3. Na ja, ich sag mal so: Sicher sein kann man sich auch mit einer Sicherheitslösung nicht. Persönlich habe ich nur noch nie mit irgendwelchen Problemen zutun gehabt, die aus dem Diebstahl irgendwelcher meiner Daten resultieren würden. Sprich: Kein Spam in meinem Namen, keinen Accountdiebstahl, kein Betrug im Netz, nichts.

    Vor einigen Wochen habe ich im Radio übrigens mal was drüber gehört, dass es noch viel schlimmer sein kann, wenn dir jemand deinen Perso klaut und im realen Leben die Identität stiehlt. Mit einer Kopie bzw. einem Scann eines Persos kann man ja fast alles anstellen. Es ging dabei darum, dass Betrüger auf Immobilienportalen die gescannten Persos von Interessenten für bestimmte gefakte Angebote dazu genutzt haben, in deren Namen weitere Fake-Angebote online zu stellen und mit einer bestimmten Masche vorab Geld zu kassieren, für Wohnungen, die so nie existiert haben. Die Post vom Anwalt bekommst jedenfalls du als Inhaber des Persos. Und dann kümmere dich mal darum, deine Unschuld zu beweisen, wenn dauernd wegen solcher Sachen Post von irgend welchen Anwälten kommt. Ein Konto kannst du sperren, deinen Perso nicht. Und wie willst du in dem Fall beweisen, dass du eben nicht derjenige bist, der andere Leute abzockt? Der Perso ist ja echt und deiner. Wie will man beweisen, dass der gestohlen ist oder jemand die Kopien bzw. Scanns missbraucht? Kann schließlich jeder behaupten, dass das wer anders ist.

  4. @Max
    Die Frage ist wohl eher, wie viele der Neinsager eine AV-Lösung nutzen und denken, sie wären dadurch vor allen Gefahren sicher und könnten ihre brain.exe in den Papierkorb befördern.
    Genau solche Leute sind es dann nämlich, die jeden Mist herunterladen und auf jeden Link klicken, nach dem Motto „bin ja geschützt“.

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