Apple: Entwickler von Apps zur elterlichen Kontrolle melden sich zu Wort

Apple hat in den vergangenen Tagen Apps zur elterlichen Kontrolle aus dem App Store genommen. Man begründet sein Vorgehen mit dem Missbrauch der MDM-Funktion und dem damit einhergehenden Verstoß gegen die App Store-Richtlinien. An und für sich ein legitimer Zug von Apple, der laut der betroffenen Entwickler jedoch nicht zu Ende gedacht wurde. Qustodio, Kidslox, OurPact und Mobicip sind allesamt der Meinung, dass Bildschirmzeit sicher nützlich ist, jedoch noch einige Lücken hat, die durch Drittanbieter aufgefüllt werden könnten. Jedoch gibt man diesen Unternehmen gar keine Werkzeuge in die Hand, vorhandene Funktionen zu nutzen und zu verbessern – die Rede ist von einer API.

Vielleicht nimmt sich Apple das Feedback zum Anlass, bis zur WWDC an einem ScreenTimeKit zu arbeiten, damit man nicht einfach nur mit der Keule auf Entwickler losgeht, sondern den Schulterschluss sucht, um gemeinsam Besseres zu schaffen und Mehrwerte im Bereich der Kindersicherung und elterlichen Kontrolle zu erzeugen. Am Ende profitieren nicht nur die Unternehmen davon, sondern auch die Nutzer der Apps. Klassische Win-Win-Situation.

Der Konzern aus Cupertino hat nicht lange gebraucht, um per Pressemitteilung zu reagieren. Vielleicht bekommen wir zu den Entwicklerfeedbacks auch noch eine Reaktion von Apple. Wünschenswert wäre es allemal, ansonsten bleibt ein fader Beigeschmack.

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Oliver Posselt

Hauptberuflich im SAP-Geschäft tätig und treibt gerne Menschen an. Behauptet von sich den Spagat zwischen Familie, Arbeit und dem Interesse für Gadgets und Co. zu meistern. Hat ein Faible für Technik im Allgemeinen. Auch zu finden bei Twitter, Instagram, XING und Linkedin, oder via Mail. PayPal-Kaffeespende an den Autor

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5 Kommentare

  1. Reine Bildschirmzeit ist in der Tat problematisch. Ich bin bei meinen Kindern mit der App Safekiddo für Android und FireTV recht zufrieden. Dort kann ich beispielsweise sagen, dass Spiele nur eine bestimmte Zeit am Tage gespielt werden dürfen, Apps wie z.B. Spotify von der Zeit aber nichts abziehen. Denn Hörspiele und Musik will ich nicht begrenzen. Da ist jede App, die auf die reine Bildschirmzeit des gesamten Geräts aufsetzt, leider nicht so gut.

  2. Black Mac says:

    Wenn es keine offizielle API gibt und die MDM-Funktion nicht verwendet werden darf, dann sollen diese Entwickler gefälligst die Finger davon lassen. Steht bestimmt in den Richtlinien, dass das nicht geht.

    Praktisch jede Anwendung, die sich nicht auf die offiziellen APIs stützt, macht früher oder später Ärger oder wird zu einem neuen System inkompatibel. Und das ist natürlich nicht im Sinne der Käufer.

  3. Typisch Apple eben..

    • Genau, „typisch Apple“! Apple-typisch schützt Apple seine Kunden vor Datenmissbrauch durch Dritte. Genau dies erwarte ich von Apple – und jeder anderen Firma. Besonders wenn Kunden welche kein all zu großes technisches Verständnis besitzen, irgendwelche vermeintlich hilfreichen Dienste nutzen, welche am Ende das Gegenteil bewirken was sie sollen – die Kinder ausspionieren und auf deren persönliche Daten zugreifen!

      Die MDM-Funktion ist eine Enterpricelösung wo die Daten firmenintern durch einen Admin kontrolliert werden. Diese Funktion ist nicht als Wanze für Dritte auf fremden Servern, irgendwo auf der Welt, gedacht.

      Was passiert wohl wenn die Server unzureichend geschützt sind oder mit krimineller Energie verwendet werden? Wer würde dann geteert und gefedert werden? Richtig: Apple!

      Daher hat Apple das gemacht was ich von diesem Konzern erwarte und für was sie einen Vertrauensbonus von mir haben: Daten der Kunden schützen!

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