Apple Arcade: Entwicklung einiger Games wird eingestellt

Apple habe laut den Kollegen von Bloomberg einige für Apple Arcade geplante Spiele eingestampft. Die noch in der Entwicklung befindlichen Spiele werden also nicht mehr zu Apple Arcade stoßen. Der Grund soll darin liegen, dass Apple auf Basis der bisherigen Erfahrungen mit der Spiele-Flatrate mittlerweile andere Spiele für zugkräftiger hält.

Für die jeweiligen Entwickler dürfte das starker Tobak sein, sie werden dann fortan ohne Apples finanzielle Unterstützung auskommen müssen. Welche Entwickler und Spiele betroffen sind, wird aktuell nicht mitgeteilt. Apple sucht gezielt nach Spielen mit Langlebigkeit und Wiederspielwert, welche die Abonnenten binden sollen.

Apple Arcade kostet 4,99 Euro im Monat und ist eine Spiele-Flatrate, ähnlich dem Xbox Game Pass. Apple verzichtet bewusst auf Spiele mit Werbung und ausufernder In-Game-Monetarisierung, was man nur loben kann. Allerdings hat sich bisher dennoch keines der enthaltenen Spiele als eine Art System Seller herauskristallisiert. So nimmt man an, dass derzeit viele User nur die kostenlose Trial ausprobieren und sich danach wieder verabschieden.

Apple geht auf diese Gerüchte aber nicht ein und erklärt nur, es sei seit jeher der Plan gewesen das Spieleangebot entsprechend der Rückmeldungen durch Abonnenten anzupassen. Es heißt, dass das Unternehmen aus Cupertino ca. 1 bis 5 Mio. US-Dollar pro Spiel investiere – Kosten, die man erst einmal wieder reinholen muss, auch wenn sie verschwindend gering ausfallen, wenn man mit Triple-A-Konsolenspielen vergleicht, die dreistellige Millionenbeträge kosten können.

Nun wünscht sich Apple mehr Spiele wie „Grindstone“ eine Mischung aus Rätsel- und Actionspiel, das mit vielen Levels die Spieler bindet. Entwicklern deren Verträge gekündigt wurden, bietet Apple weiterhin die Zusammenarbeit für neue Spiele an, die mehr dem entsprechen, was man sich nun für Apple Arcade wünscht. Leider geht es aber in die gleiche Richtung, wie aktuell im Konsolenmarkt: Nicht Qualität scheint zu zählen, sondern eine möglichst lange Spielerbindung – finde ich persönlich schade.

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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8 Kommentare

  1. Grade Grindstone find ich nicht attraktiv. Jenny LeClue, Tangle Tower und derzeit Beyond A Steel Sky sind eher mein Ding. Ocean Horn könnte auch Spaß machen würde es nicht immer mal auf dem Apple TV ruckeln oder die Steuerung besser sein (finde sie trotz Controller grauenhaft). Aber naja, wenns mehr Grindstone wird, kann ich kündigen und darüber abstimmen.

  2. Finde das Konzept immer noch lobenswert, leider sind noch kaum Spiele dabei, für die sich ein Abo für mich lohnen würde.

  3. Scheint ja ähnlich suboptimal zu laufen, wie AppleTV+.
    Vielleicht sollte Apple mal wieder innovativer werden, anstatt immer mehr der Konkurrenz hinterher zu hecheln. Das letzte „Next Big Thing“ ist gefühlt schon mehr als 10 Kahre her. Eine lange Zeit in diesem Geschäft.

  4. Finde ich gar keine so schlechte Entwicklung. Soll Apple doch irgendwelchen endlosen Nintendo Klonen hinterherlaufen und die guten storybasierten Spiele bei Arcade rausschmeißen. Dann kann man die endlich kaufen und ist nicht an dieses dämliche Abo Modell gebunden.

  5. Jenny Le clue war echt klasse!

    Beyond a steel sky geht in die richtige Richtung.

    Wenn die jetzt noch paar geile Games rausbringen wurden die Uber den Familien kack hinausgehen wäre echt Bombe

    Es darf aber auch ein neues monkey island werden

  6. Denke eher etwas für den apple tv dürfte erfolgreich werden. Smartphone Spiele sind sehr sehr schwierig, aber wenn man schon eine art konsole hat die mit controllern funktioniert…warum dann nicht dafür was anbieten.
    Dazu sind 5€ zu teuer für Smartphone Spiele. Mag zwar gerechtfertigt sein, aber der Kunde ist eher überbordende Werbung gewohnt als dafür zu bezahlen. Bei Konsolenspielen ist das anders.

  7. Die Idee ist gut, der Inhalt schlecht.
    Viele Spiele haben einen sagen wir mal künstlerischen Anspruch, und vergessen darüber das Spiel an sich.
    Auch der erhobene Zeigefinger der immer wieder in den Spiele zu finden ist grauenhaft. Ich will spielen und nicht dabei mit Sozialkritik belehrt werden.
    Geil ist auch NeoCab. Muss echt toll sein Uber Fahrer zu sein.

  8. Für den Preis würde ich eher auf Android wechseln und mir Google Stadia holen.

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