„Anmelden mit Apple“ – Entwickler sollen die Login-Möglichkeit anbieten

Auf der gestrigen Keynote zur Eröffnung der WWDC stellte Apple neben vielen Neuigkeiten auch eine neue Login-Option vor. „Anmelden mit Apple“ soll sich das Ganze nennen und eine Alternative zum Google- oder Facebook-Login sein, nur eben mit dem Fokus auf Privatsphäre. Die Apps, die diesen Login nutzen, bekommen nämlich gar nicht eure echte Mail-Adresse genannt, sondern eine von Apple generierte, die eine Weiterleitung zu eurer richtigen Mail-Adresse ist. Löscht ihr die generierte, verliert die App automatisch jegliche Rechte. So wird eine sichere Trennung von Account und App ermöglicht, aber auch der Login gewährleistet.

In den App Store Review Guidelines macht man die Entwickler nun darauf aufmerksam, dass „Anmelden mit Apple“ in dem Fall zur Pflicht innerhalb der Apps wird, sofern der Anbieter bereits Facebook- oder Google-Logins anbietet. Am Ende gut für den Nutzer, wenn man eine weitere Option hat und hilft dabei, das Feature schnell zu verteilen.

Sign In with Apple will be available for beta testing this summer. It will be required as an option for users in apps that support third-party sign-in when it is commercially available later this year.

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Oliver Posselt

Hauptberuflich im SAP-Geschäft tätig und treibt gerne Menschen an. Behauptet von sich den Spagat zwischen Familie, Arbeit und dem Interesse für Gadgets und Co. zu meistern. Hat ein Faible für Technik im Allgemeinen. Auch zu finden bei Twitter, Instagram, XING und Linkedin, oder via Mail. PayPal-Kaffeespende an den Autor

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8 Kommentare

  1. Super! Für mich die beste Neuerung gestern, zusammen mit dem iOS DarkMode!

  2. Klasse Idee. Wieder viel Firmen nicht gefallen.

  3. Alle eMails über Apple umzuleiten, damit die die mitlesen können, ist natürlich sehr hilfreich für dir Privatsphäre …

    • Ich bin mir ziemlich sicher, dass Apple da die nötigen Vorkehrungen treffen wird. Abgesehen davon, laufen die Mails jetzt auch schon über Apple, wenn man zum Beispiel wie ich als primäre Adresse eine iCloud-Adresse nutzt.

      Für mich eine prima Sache, so wird die Gefahr verringert, dass meine kostbare Mail-Adresse Datenleaks zum Opfer fällt.

      Dass Apple zwingend den Apple-Sign-in voraussetzt zerstreut meinen initialen Gedanken gestern: Ich habe damit gerechnet, dass aufgrund der Informationen, die den Anbietern so durch die Lappen gehen, nur wenige diesen Service anbieten werden.

    • @Jack, WWDC gesehen oder zumindest mal einen Artikel darüber gelesen, was es mit dem anmelden über Apple auf sich hat? Wenn nicht, dann solltest du dieses mal tun. Dann kommen auch nicht solche Kommentare wie deiner.

      • Peter Bruells says:

        Naja, umgeleitet wird aber nun. Wie sollte es auch sonst gehen? Wenn der SMTP-Server eine Art Redirect senden würde, würde die dahinterliegende Adresse nun mal exponiert werden.

        Für mich ist es nicht relevant, ich benutze für jeden Dienst eine eigene E-Mail-Adresse, aber das ist für mich auch trivial, weil ich meine eigene Domain und Catch-All habe. Aber für die Mehrheit der Benutzer ist das keine Option und damit der Dienst von Apple – bezahlt mit der teuren Hardware, in der Tat – schon eine Verbesserung.

        Hängt nun davon ab, dass Entwickler dass nun auch benutzen. Aber da gibt es eben auch genug, die FaceBook und Google nur deshalb anbieten, weil sie keine Ressourcen haben, das alles selbst zu bauen. Und es auch nicht bauen wollen. Und nicht alle von denen wollen unbedingt tracken.

        Wird dann übrigens ein schöner Litmus-Test im nächsten Jahre: Wenn keine Apple Login anbietet, der steckt mit FaceBook in einem Bett und will Dich ggf. über Apps hinweg tracken.

      • @Der Ben
        Doch habe ich, aber scheinbar hast du die Technik dahinter nicht verstanden.

        Technisch wäre es kein Problem für Apple den Inhalt und die Metadaten aller eMails mitzulesen.

        Auch laufen die eMails dann über Server die unter US-Recht stehen könnten, wo letztlich „National Security Letters“ Anwendung finden.

        Daher finde ich es ziemlich fragwürdig, bloß weil Apple beteuert das sie die eMail nur weiterleiten, den Service für pauschal für unbedenklich erklären kann.

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