Angeschaut: Ring Stick Up Cam Wired

Das Unternehmen Ring kennen mittlerweile auch viele Nutzer in Deutschland. Ring stellt diverse Sicherheitssysteme her, darunter Klingeln mit Kameras – aber auch reine Kameralösungen. Die Arbeit von Ring hat auch Amazon überzeugt, sodass man seinerzeit nicht nur Blink als Hersteller von Sicherheitskameras übernommen hat, sondern auch Ring. Eines der neueren Produkte von Ring ist die Ring Stick Up Cam.  Zwei Modelle gibt es, einmal die kabelgebundene Lösung und einmal die mit Batterie.

Für beide Modelle werden jeweils 199 Euro fällig. Beide Kameras bieten natürlich Bewegungserkennung und zeichnen Videos mit bis zu 1080p auf. Auch Nachtsicht, eine Gegensprechfunktion, eine Sirene und einen weiten Betrachtungswinkel offerieren die Sicherheitskameras, die für den Innen- als auch Außeneinsatz gedacht sind.

Die Ring Stick Up Cam Wired versorgt ihr über ein Micro-USB-Netzteil oder über Power over Ethernet (PoE) mit Strom (PoE + eben auch LAN). Wie der Name schon sagt, so arbeitet die Battery-Variante stattdessen mit einem Akku. Außerdem unterstützen beide Modelle auch die Sprachsteuerung über Amazon Alexa, bzw ein Amazon-Gerät mit Bildschirmanbindung. Etwa lässt sich so per Kommando „Alexa, zeige uns die Wohnzimmerkamera“ auf den Feed zugreifen. In den kommenden Monaten will der Hersteller da noch reichlich Features ergänzen.

Ausstattungsmerkmale der Stick Up Cam Wired

  • Flexible und eigenhändige Installation im Innen- und Außenbereich
  • Gegensprechfunktion
  • 1080p HD-Video, 150 Grad horizontal, 85 Grad vertikal Sichtfeld
  • Sirene
  • Nachtsicht
  • Bewegungserkennung mit benutzerdefinierbaren Bewegungszonen
  • Wetterfest (gemäß IPX5)
  • Power over Ethernet (PoE) und Micro-USB

Ausstattungsmerkmale der Stick Up Cam Battery

  • Flexible und eigenhändige Installation im Innen- und Außenbereich
  • Gegensprechfunktion
  • 1080p HD-Video
  • Nachtsicht
  • Sirene
  • Bewegungserkennung mit anpassbaren Bewegungszonen
  • Wetterfest (gemäß IPX5)
  • Akkubetrieben (Laufzeit des Akkus abhängig von der Nutzung)
  • Kompatibel mit dem Ring Solar Panel

Die Ring Stick Up Cam Wired habe ich mir mal für einen kurzen Test angeschaut. In der Box findet man erst einmal alles, was man für den Betrieb benötigt. Und damit meine ich wirklich alles – Kabelschellen, Schraubendreher, Anleitungen, natürlich die Kamera, zwei Netzteile (das normale und eben das für Power-over-Ethernet), das LAN-Kabel (6m) und auch „Warn-Aufkleber“, dass der Bereich mit Kameras überwacht wird. Angebracht werden kann die Cam über den festen Halter mit Gelenk stehend, an der Decke oder an einer Wand.

Den Aufbau überspringe ich mal, denn das ist sicher selbsterklärend. Wie bei den anderen Lösungen von Ring wird ein Benutzerkonto benötigt. In der App wird die Kamera in wenigen Augenblicken eingerichtet, sie muss quasi nur mit dem Konto verbunden und ins Netzwerk gebracht werden. Hier werden 2,4-GHz-Netze sowie 5-GHz-Netze unterstützt. Dann könnte man theoretisch schon loslegen. Ich erwähne es schon recht früh: Natürlich lässt sich die Ring „so“ nutzen, Ring versucht aber einen Mehrwert über Abos zu erreichen, so wie es viele Dienste mittlerweile machen – beispielsweise Netgear oder Nest auch.

Ring Protect Pläne sind ein optionales Abonnement, welches Überwachungs- sowie Videoaufzeichnungsservices für Ring-Geräte abdeckt. Das muss immer jeder für sich entscheiden, ich bin kein Fan dieser Abos. Ich würde es gut finden, wenn Hersteller wenigstens optional lokale Speicherung anbieten, vielen reicht dies ja. Klappt beispielsweise bei Netatmo, Anker (Eufy Cam) sowie den Lösungen von Yi. Ich habe für einen Test die Ring Stick Up Cam in unserem Garten platziert, sodass diese die Rückseite des Hauses abdeckt, zudem mal auf der Terrasse getestet.

Das wäre so der Platz, den Einbrecher wählen würden – ist man bei Facebook, so findet man ja häufig in Dorf- oder Stadtgruppen Fotos oder Videos, die zwielichte Gestalten in fremden Gärten zeigen. Aus diesem Grunde haben wir direkt einige Kameras und Sensoren verbaut, allerdings nur mit Blick auf unser Grundstück. Die Ring Stick Up Cam macht auch bei diesigem Wetter, wie man es im Februar oder in der Nacht und am Morgen oft sieht, einen guten Eindruck beim Bild.

Dies sowohl am Tage als auch in der Nacht, ich lasse dann einfach mal ein paar Bilder sprechen. Was man in der Dunkelheit aber klar merkt: Je weiter ein Objekt weg ist, desto unschärfer erscheint es – und Gegenlicht ist die Hölle, egal ob man den Farb-Nachtischtmodus nutzt oder nicht. Bin tatsächlich ich zu sehen oder jemand anderes? Logo: Ihr erkennt mich vielleicht nun aufgrund der Fotos aus dem Hellen – aber könnte jemand jemanden aus weiter Entfernung identifizieren? Schwierig, schwierig!

Am Tag, kein Zoom

Nachts, kein Zoom, Color-Nachtmodus

Nachtmodus

Color-Nachtmodus, Zoom

Die App erlaubt etwas Zoom, was man aber wohl erkennen kann, das ist die Tatsache, dass man nun nicht komplett 20 -30 Meter abdecken kann im Detail.

Im heimischen Netzwerk hatte ich so circa nach 3 Sekunden einen Aufbau zur Kamera, unterwegs via 3G dauerte das Ganze dann schon so um 5 Sekunden. Das war für mich ausreichend, kann aber natürlich aufgrund von Netzverhältnissen variieren.

Wie weiter oben erwähnt, kommt die Ring Stick Up Cam mit der Unterstützung für Bewegungszonen.  Die kann man sehr einfach in der App einrichten, auch mehrere. Hierbei hat man die Möglichkeit, eine Zone mit neun definierbaren zu ziehen, ideal für temporäre oder nur ab und an genutzte Zonen ist der Schalter „Aktiv“. So muss man keine Zonen bei Nichtgebrauch löschen, stattdessen werden sie deaktiviert.

Logo: Bewegungen außerhalb von Zonen werden somit nicht als Alarm erkannt und auch nicht ausgelöst. Ebenso kann man in der App die Empfindlichkeit einstellen. Wer Katzen im Garten hat, der will die Empfindlichkeit vielleicht mal testweise herunterschrauben, um nicht dann immer eine Benachrichtigung zu bekommen, wenn der Stubentiger als Freigänger herumstrolcht.

Die Benachrichtigungen als solches kommen wie erwartet schnell reingepusht, sodass man schnell nachschauen kann, was los ist. Das kenne ich schon von meiner Ring Doorbell so und habe diesbezüglich nichts zu meckern. Ebenfalls gut verständlich – auch via Mobilfunknetzwerk – ist die Kommunikation über die Kamera, bzw. das Smartphone. So kann man direkt mit dem Menschen vor der Kamera sprechen – ihr seht diesen, er euch aber nicht. Alternativ, falls man nicht sprechen möchte: Einfach die Sirene der Ring Stick Up Cam aktivieren. Die macht einen Einbrecher zwar nicht taub, ist aber laut genug, um Aufsehen eurer Nachbarn zu erregen.

Ein erstes Fazit? Die Ring Stick Up Cam Wired kostet 199 Euro. Das ist natürlich viel Geld. Pluspunkte gibt es für den umfangreichen Lieferumfang, sodass man schnell ans Ziel kommt. Die Pläne sind nicht mein Fall, dürften aber preislich in Ordnung gehen. Bildqualität des Tages ist top, lediglich in der Nacht hätte ich mir mehr erhofft. Rein funktionell ist die Kamera klasse, die Erkennung in den Bereichen inklusive Benachrichtigung ist super. Benutzer in der Ring-Welt finden eine solide Lösung vor, als reine Einzelkamera wäre es wohl nicht meine persönliche Wahl.

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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9 Kommentare

  1. Welche Alternativen (günstigere?) für Überwachungskamera gibt es den, die ohne Abo laufen, nicht ständig nach Hause telefonieren & die sicher mit den Daten umgehen?
    Bin nämlich auf der Suche nach einer Kamera für Vorgarten und eine für den Garten.

  2. Silberknie says:

    Ich habe nur die Kameraklingel von ring. Wenn der Laden sowieso zu amazon gehört verstehe ich als Prime-Kunde nicht, warum ich für das Speichern der Kameravideos u.a. Ereignissen extra zahlen soll. Die Bodycam-Videos der BP speichert amazon doch auch.

    • Erik Schumann says:

      Das ist doch eigentlich gar nicht die Frage. Das eine kostet eben, das Andere nicht. Wenn ich nichts zusätzlich zahlen will muss ich mich eben für ein anderes Produkt entscheiden. So einfach ist es

  3. Herrengedeck says:

    „[…] als reine Einzelkamera wäre es wohl nicht meine persönliche Wahl.“

    Welche Einzelkamera wäre denn Deine persönliche Wahl? Ich kann mich nämlich einfach nicht entscheiden… :-/

  4. FranXZaver says:

    Geht mir auch so. Ich möchte mein neu erstandenes Haus mit Kameras „abdecken“. Dafür brauche ich mindestens 5 Kameras um alle zugangsmöglichkeiten abzudecken. Man muss sich also schon gut überlegen auf welches System man sich festlegt.
    Mit der Türklingel bin ich recht zufrieden.

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