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Amazon verkauft manche Artikel nur noch an Prime-Kunden

artikel_amazonEin Prime-Abo von Amazon, das kann sich für bestimmte Personengruppen lohnen, aber sicher nicht für alle. Nicht jeder benötigt kostenlosen Premiumversand, nicht jeder greift auf das inkludierte Musik- und Videostreming-Angebot zu, nicht jeder profitiert von der Kindle Leihbücherei oder dem unbegrenzten Cloudspeicher für Bilder. Ein typisches Mischkalkulationsprodukt, das Amazon nun anscheinend auf noch aggressivere Art und Weise an den Mann oder die Frau bringen möchte. Denn Amazon verkauft nicht mehr alle Artikel an alle Kunden, versieht sein Onlinekaufhaus mit einer VIP-Area, die nur von Prime-Mitgliedern genutzt werden kann. Gucken dürfen selbstverständlich alle, sonst sähe auch niemand den Hinweis, dass es ein Produkt nur mit Prime gibt.

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Gucken, aber nicht anfassen, das erinnert fast an die Spielzeugabteilung großer Kaufhäuser in meinen frühen Jahren. Aber die Strategie dahinter ist klar, Amazon möchte mehr Prime-Mitgliedschaften verkaufen. Ob das allerdings auf diese Weise gelingt? Wäre ich kein Prime-Kunde, würde aber auf einen solchen Artikel stoßen, ganz schnell würde ich mir einen anderen Onlineshop suchen, statt deshalb nun eine Prime-Mitgliedschaft abzuschließen. Also quasi genau der gegenteilige Effekt.

Entsprechende Artikel tragen einen „exklusiv für Prime-Mitglieder“-Hinweis, der auch noch einmal genauer erläutert wird (siehe Screenshot). Wer bereits Prime-Nutzer ist, den braucht die Änderung nciht interessieren, er hat ja sowieso freie Auswahl im Amazon-Kaufhaus. Lasst mal Eure Meinung hören, ich kann mir echt nicht vorstellen, dass ich der einzige bin, den so eine Methode eher davon abhalten würde, ein Prime-Abo abzuschließen. Ein Beispiel für ein solches Produkt findet Ihr hier. (Danke für die Tippmails!)

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Sascha Ostermaier

*Mitglied der Redaktion 2013 bis 2019* Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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84 Kommentare

  1. Henry Jones Jr. says:

    @petr „Und wer bis heute kein Prime nutzt ist selbst schuld, nirgendwo gibt es so ein Angebot (Video, Bücher, Musik, SameDay Lieferung) für 4 EURO/Monat.“

    Sorry, aber das ist echt Quatsch, wer daran keinen Bedarf hat, ist an nichts schuld, wenn er Prime nicht nutzt (auch wenn der Preis mehr als gut ist).

    Ich finde den Schritt (und auch einige andere) von Amazon sehr bedenklich und werde mein Prime Abo erstmal nicht verlängern

  2. Ich sehe es wie Du Sascha. Selten kaufe ich unter 30 Euro, habe also keine Versandkosten. Video übers Internet nutze ich nicht. Kindle habe ich ich zwar, aber die Leihbibliothek wäre nichts für mich, da ich aus Zeitmangel gar nicht dazu komme so schnell zu lesen. Und Musik? Dafür ist mein Musikgeschmack zu spezifisch, als daß sich das lohnen würde. Und am gleichen Tag liefern (alleine schon das als Sameday Lieferung zu bezeichnen ist für mich ein Grund darauf zu verzichten, da der Zwang alles auf englisch ausdrücken zu müssen zum kotzen ist (wohlgemerkt, ich unterhalte mich sehr gerne auf englisch!)).
    Von daher versteh ich nicht die Leute, die sagen, daß es sich lohnt. Nein, es lohnt sich nicht für jeden. Für die anderen ist es toll, keine Frage.

  3. Leute kommt mal runter ….

    was spricht dagegen seinen STAMMKUNDEN einen Vorteil zu geben.

    das gibt es seit es Händler gibt und wird glaube ich schon ein bisschen von jedem Stammkunden erwartet.

    Warum soll ich als Händler Einmalkunden genau so behandeln wie Vielkunden.

    hat hier keiner mal im handel gearbeitet ? 😉

  4. Ich bin Amazon.de Kunde schon länger als es Amazon.de überhaupt gibt (mein Account stammt noch von Telebuch…) und auch langjähriger Prime-Kunde.

    Aber mir gefällt gar nicht, wie immer mehr in Prime reingepackt wird und so nebenbei der Preis ja auch steigt. Ja, Instant Video ist mit 49€/a ein Schnäppchen, aber ich habe ja keine Wahl. Leihbücherei? Music? Alles Sachen, die ich nun mitbezahle und offensichtlich wird es mehr.

    Auf jeden Fall haben sie mich auf die Art in den letzten rund zwei Jahren schon von „zufrieden ohne wenn und aber“ zu „ist ein guter Service, aber …“ gebracht

  5. Amazon wurde mir sowieso immer unsympathischer. Der Service ist spitze, aber es ist halt eine weitere riesige Datenkrake geworden (sieht man auch gut an den Kindle-Statistiken). Ich kaufe auf Amazon zwar eher wenig, hatte mir aber schon eine Prime-Mitgliedschaft überlegt. Das ist damit definitiv gestorben. Ich zahl doch nichts monatlich/jährlich, damit ich mir bestimmte Artikel kaufen darf…

  6. Genau deswegen bin ich auch kein Prime-Kunde mehr, ich pfeife auf diese Mischkalkulation, denn ich will nur für etwas bezahlen, was ich auch wirklich nutze. Für mich war die Erhöhung von 30 auf 50 Euro der Anlass zum Ausstieg. Das Filmangebot hat mich weder angesprochen noch interessiert, ich hatte Prime nur zum Einkaufen. Dafür kalkulierte und bezahlte ich. Warum sollte ich anderen ihre Services subventionieren?

    Klar, wenn ich auf sowas stoße, dass Artikel nur für Prime-Kunden zugänglich sind – zack, bin ich weg. Amazon ist bei weitem nicht der einzige auch auch schon lange nicht mehr der günstigste Online-Händler. Es gibt dort viel und meist relativ günstig, das ist bequem, mehr aber auch nicht.

  7. Es steht doch jedem frei ob er prime braucht oder nicht und auch ob er bei Amazon kauft oder woanders!
    Der Markt ist voll mit irgendwelchen ‚Clubs‘ die nur für ihr Mitglieder nutzbar sind! Also, wo liegt das Problem? Warum dürfen andere das machen, aber Amazon nicht? Sehe da kein Problem, aber der Geiz ist geil Kunde ist mal wieder schnell mit seinem mimimi da! Wem nicht passt, einfach weiterziehen!

  8. @max
    Genau. Amazon wird den Gegenwind schon merken. Dem deutschen Verbraucher ist auch der Arbeitskampf (ob berechtigt oder nicht) noch im Ohr.
    Und ist der Ruf erst mal ruiniert…

  9. Marcus Liebich says:

    Mein Gott ist das Armselig !!!

    Amazon ist mir sowieso schon zu groß und zu mächtig geworden.
    Bei Büchern läuft das bei mir mittlerweile so: Ich habe ein Firefox Plugin a la Mail This Website to …

    Da drücke ich drauf, Mein Mailclient geht auf, die ersten 2 Buchstaben getippt, die Mailadresse meiner ortsansässigen Buchhänderin taucht auf, die weiß dann auch schon ohne großen Kommentar das sie das bestellen soll. Ich bekomme ne Mail wenns da ist und hole es auf dem Nachhauseweg ab.

    So was müsste es für allgemeine „Buy Local“ Initiativen geben. Du drückst nen Button, das Plugin checkt, ob ein lokaler Händler das hat und gibt dir kurz eine Rückmeldung a la 5 Händler mit Ortsangeben und Preisen. Du drückst dann auf einen und der Händler kriegt eine Mail/SMS/Nachricht, das er Dir das Teil bis 18:00 Uhr zurücklegen soll. Den Rest dealt man vor Ort aus. Von mir aus soll der lokale Händler auch ruhig seine 10% – 15% mehr nehmen können, der hat ja auch Unkosten wie Miete etc und sitzt nicht auf der grünen Wiese und zahlt Steuern im Luxemburg Tarif.

    Wenn die Innenstädte irgendwann leergefegt sind und Amazon sich so richtig schön als Gatekeeper etabliert hat dann werden die Amazon Preise auch ganz gewiss wieder nach oben gehen . . .

  10. Ich soll ein Abo für diesen Artikel über 49 € abschließen, wegen 1,20 € Ersparnis gegenüber einem anderen bei Idealo gelisteten Online-Shop, wo ich dazu noch per Rechnung zahlen könnte?
    Ja klar… Wo kann ich unterschreiben?!?!?

  11. Martin Bischof says:

    dieser Gigant wird mir von Tag zu Tag unsympatischer. Nicht nur superschlechte Arbeitesbedienungen, sodern jetzt auch noch Einschränkung auf Artikel.

    Versuche schon seit 2 Jahren auf Alternative Shops zuzugreifen und wo es geht auch den lokalen Einzelhandel zu unterstützen.

  12. Ich gestehe, ich bin auch ein „Prime“ Kunde und mehr als zufrieden damit. Zum einem ist die Auswahl gigantisch, das Angebot bei Prime Video erheblich besser, als so manches Fernsehangebot und dann noch der kostenlose Versand, was will man heutzutage mehr ?

    Dann noch nun Prime Musik, ach, den Kindle hab ich ganz übersehen, da ist man mehr als bestens versorgt. Und das Preisleistungverhältnis ist ehrlich gesagt, unglaublich Kundenfreundlich. Was ich alleine an Frachtkosten spare, vorbei die Zeiten, wie ein Bekloppter alle möglichen Geschäfte abzuklappern, um dann am Ende doch nur bei Amazon und deren eingebundenen Händler fündig zu werden.

    Apropos „buy local“ ist auch für mich eine Option, nur leider ist oft das Angebot mehr als dürftig. Selbst Mediamarkt oder Saturn sind oft in der Auswahl mehr als bescheiden.

  13. Ich finde ja mit dem einführen von Marketplace hatte Amazon seinen Zenit überschritten.
    Total undurchsichtig was da von Amazon und was von dritthändlern angeboten wird,
    bzw. kann man das nicht bei der Suche ausschließen. Und dann geht der Limbo mit Versandkosten los. Also ehrlich, da geh ich lieber gleich zu eBay.
    Ausserdem sind die Produktseiten und die technischen Daten meist so dermaßen schlecht und unzureichend dass es ein Krampf ist. Und dann soll man noch als Kunde bei Fragen zum Produkt Support für andere Kunden spielen und wird ständig per Email genervt.
    Und Prime? Das ist für mich der Gipfel der Dreistigkeit.
    Mag sein dass wenn man andere Services von denen nutzt das irgendwie Sinn macht, für mich aber nicht. Mir kommt das vor wie das ebenso unerträgliche Payback ohne back, nur pay.
    Da ist man als normaler Kunde ohne Kundenkarte dann auch der gearschte der mehr bezahlt, weil irgendwo muss der Rabatt für die Idioten ja heekommen. Nur bei Amazon zahlt man dann halt selbt noch mal drauf. Auch ok. Nur wird mann hier dann anderweitig künstlich beschränkt (Versanddauer).

  14. Ich finde es richtig, wenn Prime-Kunden einen gewisse Vorteile haben. Ich finde es aber nicht richtig, wenn nicht-Prime-Kunden Nachteile erlangen.

  15. „naja der service ist der Unterschied. zwei jahre lang bei jedem problem ein neues produkt (ersatz) zu bekommen sit schon nicht ohne.“

    Ist das bei nicht Prime nicht so?

  16. Drum prüfe wer sich bindet. Hier geht es um Kundenbindung. Wenn du erstmal Prime hast bist du geneigt erst bei Amazon zu schauen und zu bestellen. Ist sicherlich nicht allgemein, aber der Mensch ist ein Gewohnheitstier. In den USA ist der Mindestbestellwert für Sendungen ohne Versandkosten angehoben worden. Kommt sicherlich auch in Deutschland. Damit Prime einen noch schmackhafter erscheint.

    Immer mal bei anderen schauen. Gute Preise gibt es auch woanders.

  17. Was sagen denn die Hersteller der betroffenen Produkte dazu? Denen brechen doch geschätzt 40-60% potentielle Kunden weg.

  18. Ich finde es nicht schlimm. Man kann ja woanders bestellen, wird ja keiner zu Amazon gezwungen. Ich finde Prime ein Super Angebot, auch wenn ich nur den Versand und das Streaming Angebot nutze. Und die hier so gelobte Konkurrenz hat noch einiges aufzuholen nach meinen Erfahrungen. Meistens dauert der Versand länger, kostet mehr und vom Service/Garantie-Support ganz zu schweigen.
    Offline sind die Läden für mich keine Option, da erstens die Öffnungszeiten sich mit meiner Arbeitszeit überschneidet und ich dafür immer einen Umweg fahren müsste.

  19. @Fraggle
    Die Bücher in der Leihbibliothek (kindle) kann man Monate oder auch Jahre behalten. Es gibt dort keine Rückgabefrist. Du brauchst daher nicht schnell zu lesen.

  20. Endlich mal ein Schritt in die richtige Richtung! Bei vielen anderen Unternehmen werden Stammkunden ja nur verarscht und den Neukunden werden „Geschenke“ angeboten …

    Ich bin absolut und uneingeschränkt dafür!
    Danke amazon!

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