Amazon Fire TV & Fire TV Lite (2020): Ein erster Blick

Amazon hat zahlreiche neue Hardware vorgestellt. Neue Echos und auch zwei Modelle des beliebten Fire TV. Da gibt es einmal den Fire TV Stick 2020 und einmal den Fire TV Stick Lite (2020). Weiterhin im Angebot hat Amazon den Fire TV Cube sowie den Fire TV Stick 4K. Das ist auch ganz gut so, denn die beiden neuen Sticks unterstützen lediglich eine maximale Auflösung von 1080p. Das dürfte wohl auch immer noch weit verbreitet sein und reicht vielen erst einmal. Was die genauen Unterschiede der einzelnen Modelle sind, das muss ich nicht in vielen Worten niederschreiben. Da reicht der flotte Blick in die Tabelle der derzeitigen vier Modelle – da seht ihr gleich, dass es beim Fire TV Stick Lite in Sachen Audio-Decoder und Fernbedienung etwas weniger gibt.

Fire TV Stick Lite Fire TV Stick 3 Fire TV Stick 4K Fire TV Cube
Videoauflösung 1080p @ 60fps 1080p @ 60fps 4K @ 60fps 4K @ 60fps
HDR HDR10,
HDR10+,
HLG
HDR10,
HDR10+,
HLG
HDR10,
HDR10+,
HLG,
Dolby Vision
HDR10,
HDR10+,
HLG,
Dolby Vision
Video-Decoder H.265 (HEVC),
H.264 (AVC),
VP9,
VP8,
MPEG-4,
MPEG-2
H.265 (HEVC),
H.264 (AVC),
VP9,
VP8,
MPEG-4,
MPEG-2
H.265 (HEVC),
H.264 (AVC),
VP9,
VP8,
MPEG-4,
MPEG-2
H.265 (HEVC),
H.264 (AVC),
VP9,
VP8,
MPEG-4,
MPEG-2
Audio-Decoder Stereo,
PCM
Stereo,
PCM,
Dolby Digital,
Dolby Digital Plus,
Dolby Atmos
Stereo,
PCM,
Dolby Digital,
Dolby Digital Plus,
Dolby Atmos
Stereo,
PCM,
Dolby Digital,
Dolby Digital Plus,
Dolby Atmos
Audio Passthrough Stereo,
PCM,
Dolby Digital,
Dolby Digital Plus,
Dolby Atmos,
DTS (Various)
Stereo,
PCM,
Dolby Digital,
Dolby Digital Plus,
Dolby Atmos,
DTS (Various)
Stereo,
PCM,
Dolby Digital,
Dolby Digital Plus,
Dolby Atmos,
DTS (Various)
Stereo,
PCM,
Dolby Digital,
Dolby Digital Plus,
Dolby Atmos,
DTS (Various)
CPU-Modell MediaTek
MT8695D
MediaTek
MT8695D
MediaTek
MT8695
Amlogic
S922Z
CPU-Kerne 4 4 4 6
CPU-Geschwindigkeit 4x 1.7 GHz
Cortex A53
4x 1.7 GHz
Cortex A53
4x 1.7 GHz
Cortex A53
4x 2.2GHz
Cortex A73,
2x 1.9GHz
Cortex A53
GPU (Grafikchip) IMG PowerVR
GE8300
IMG PowerVR
GE8300
IMG PowerVR
GE8300
Mali
G52 MP4
Arbeitsspeicher 1 GB DDR4 1 GB DDR4 1,5 GB DDR4 2 GB DDR4
WLAN 802.11 b/g/n/ac
2×2 MIMO
802.11 b/g/n/ac
2×2 MIMO
802.11 b/g/n/ac
2×2 MIMO
802.11 b/g/n/ac
2×2 MIMO
Ethernet 10/100 extern
(separat erhältlich)
10/100 extern
(separat erhältlich)
10/100 extern
(separat erhältlich)
10/100 extern
Bluetooth 5.0 5.0 5.0 5.0
interner Speicher 8 GB 8 GB 8 GB 16 GB
externer Speicher Nativer Support
via USB OTG
Nativer Support
via USB OTG
Inoffizieller Support
via USB OTG
Nativer Support
via USB OTG
Fernbedienung Alexa Lite Alexa Remote Alexa Remote Alexa Remote
Fernbedienungs-Funktionen D-Pad, Select, Home, Back, Menu, Play/Pause, RWD, FFWD D-Pad, Select, Home, Back, Menu, Play/Pause, RWD, FFWD D-Pad, Select, Home, Back, Menu, Play/Pause, RWD, FFWD D-Pad, Select, Home, Back, Menu, Play/Pause, RWD, FFWD
Fernbedienungs-Sondertasten Power,
Volume Up,
Volume Down,
Mute
Power,
Volume Up,
Volume Down,
Mute
Power,
Volume Up,
Volume Down,
Mute
Sonder-Knöpfe Voice,
Live Channel Guide
Voice Voice Voice
Betriebssystem Fire OS 7
(Android 9)
Fire OS 7
(Android 9)
Fire OS 6
(Android 7.1)
Fire OS 7
(Android 9)
zusätzlich enthalten: HDMI Extender HDMI Extender HDMI Extender Ethernet Adapter,
IR Repeater
Extras Mikrofone, Lautsprecher, Infrarot

Die Sticks haben die gleichen Maße und auch das Zubehör ist identisch: Netzteil, USB-Kabel und HDMI-Verlängerung, falls man einen Monitor betreibt, der vielleicht den HDMI-Slot ungünstig hat. Ansonsten ist halt bis auf die Fernbedienung in Sachen der Optik nichts unterschiedlich. Rechts die Bedienung für den „normalen“ Fire TV Stick, links die Lite-Fernbedienung mit Schaltknopf für Live-Channels, allerdings ohne Lautstärkensteuerung für den TV.

Nichts Neues werden die Besitzer auch feststellen, wenn sie die Sticks das erste Mal in Betrieb nehmen. Die neue Oberfläche, die von Amazon bereits für fast alle Modelle angekündigt wurde, ist nämlich nicht mit an Bord. Die kommt aber noch im Laufe des Jahres, erst auf die beiden neuen Sticks, dann auf die anderen Geräte – Ausnahme sind die 2014er- und 2015er-Modelle. Von daher heißt es abwarten.

Die Einrichtung unterscheidet sich kaum, außer dass ihr eben beim Fire TV Stick die Möglichkeit habt, die Lautstärke des TV direkt über die Fernbedienung zu nutzen. Ansonsten tun sich beide Sticks nichts, angenehm flott in der Oberfläche und beim Starten von Apps. Gefühlt reagiert Alexa etwas flotter im Vergleich zu älteren Modellen (nicht 4K und TV Cube). Schon angenehm, so wie es eben sein sollte. Bild und Ton passt auch, quasi: geliefert wie bestellt.

Kodi auf dem neuen Amazon Fire TV & Fire TV Lite (2020)? Geht mittlerweile noch leichter als bis vor ein paar Jahren. Man muss gar nicht mehr groß rumhampeln – außer eben nach der Installation von Kodi seine Quellen einbinden. Dreh- und Angelpunkt einer Kodi-Installation kann der Einfachheit halber weiter die App „Downloader“ sein. Sie wird installiert und ausgeführt. Auf der Startseite kann man einen Link zur Kodi-APK angeben, doch auch dies muss man nicht mehr wie früher machen. Es reicht einfach, ins Suchfeld „Kodi“ einzugeben – dann öffnet sich die Google-Suche und an zweiter oder dritter Stelle wird direkt die aktuelle Kodi-18-Version angeboten. Die kann man auswählen, herunterladen und installieren.

Die beiden neuen Sticks arbeiten mit Fire OS 7 (Android 9), fehlende Rechte an Download-Ordnern und der Installation werden angemahnt und können von euch abgenickt und somit erlaubt werden. Tatsächlich nur eine 5-Minuten-Sache, habe ich eben parallel an zwei Sticks gemacht.

Was bleibt? Absolut kein spektakuläres Update für Leute, die eh einen 4K-Stick haben – wäre ja fast albern, zu aktualisieren. Wer allerdings noch einen alten Stick einsetzt – und diesen eh lahm findet – der kann guten Gewissens aktualisieren. Je nachdem, wie es bei euch daheim in Sachen des Sounds aussieht, könnt ihr zum Lite oder zum normalen Stick greifen – letzterer hat halt noch die bessere Fernbedienung. Wer allerdings schon mit 4K-Equipment ausgestattet ist, der greift besser zum Modell, das auch 4K bietet.

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei LinkedIn, Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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13 Kommentare

  1. Das sieht wie fette Kratzer auf der Lite FB aus. Kam die so?

  2. Ich hab einen normalen 1080p Fire Stick (ausreichend da kein 4k TV). Läuft soweit auch gut, nur Disney+ ist hakelig in der Wiedergabe.
    Mal ausprobiert ob Disney+ mit dem Stick hier flüssig wiedergibt?

    Ansonsten hab ich schon nur für die neue Fernbedienung Lust den zu kaufen, ist doch einfacher.

    Oder der neue Google TV Chromecast.. hmm

  3. Wurde schon im Kommentar vom letzten Beitrag angemerkt, der Fire TV 4K hat laut Amazon Produktdaten nur Bluetooth BT 4.2 nicht 5!
    Wäre schön, wenn die Daten korrigiert werden, sonst zieht sich der Fehler noch ewig durch und führt evtl. zu falschen Eindrücken.

  4. Kommt ein Fire OS 7 eigentlich auch für Fire TV Stick 4K raus?

  5. Kann man mit der Fernbedienung des Fire TV Stick 4K auch die Lite bedienen?

  6. Eigentlich sind die Daten der Sticks fast gleich. Also scheint da Softwareseitig eine Sperre zu sein. Ob es wohl möglich die Funktionen freizuschalten?

  7. Würde mich auch interessieren. Auf Fire OS 6 laufen nämlich die Apps von ARD und ZDF ausgesprochen hakeklig mit Mikrorucklern. Wenn das mit dem 7er OS flüssiger läuft, wäre ein Wechsel für mich keinesfalls albern, sondern sehr sinnvoll.

  8. Ich hab zwar keinen einzigen 4K-Fernseher, aber von den vier genutzten FireTV-Sticks sind drei Stück 4K-Modelle. Nicht weil ich 4k bräuchte, sondern weil die einfach spürbar flüssiger zu bedienen sind als ein FireTV-Stick der zweiten Generation.

    Das sollte sich nach den technischen Daten bei den neuen Sticks jetzt doch erledigt haben – der einzige Unterschied in der Technik ist ja scheinbar die Größe des RAM. Oder konntest ihr da noch Unterschiede zwischen dem 4K-Stick und den neuen Modellen feststellen?

  9. Ich kann einfach nicht aufhören, mir dieses Schreibtisch-Setup anzusehen. Das Bild würde ich mir so einrahmen und ins Wohnzimmer hängen. Das Trikot setzt dem ganzen noch die Krone auf… herrlich!

    Offtopic Ende

  10. Schöne Tabelle, danke dafür!
    Aber kann mir mal jemand erklären, was bei einem Gerät, welches nur digitalen Ton überträgt, der Unterschied zwischen „Audio-Decoder“ und „Audio Passthrough“ sein soll? Im Speziellen verstehe ich nicht, wie der Lite „passthrough“ alle Tonformate unterstützt, „Decoder“ aber nur Stereo? Dekodiert wird doch normalerweise im tonausgebenden Gerät (sprich TV, AVR…)!?

  11. Klappt beim neuen Stick jetzt auch Mehrkanalton bei Disney+?
    Ging bisher ja nur mit dem 4K Stick…

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