Amazon Alexa und Amazon Echo: Routinen nutzen

Zack – es ist Ende 2018 und nun hat man sich auch einen smarten Assistenten für die eigenen vier Wände geholt. Und da Amazon am aggressivsten über den Preis seine Amazon Echo-Geräte in den Markt drückt, ist eben jener bei euch eingezogen.

Nicht nur ein smarter Assistent soll der Echo mit seiner Amazon Alexa sein, auch die Haussteuerung soll er automatisiert oder auf Zuruf übernehmen. Und weil man eben nicht alles immer ansagen möchte – oder dies aus Gründen der Abwesenheit vielleicht auch gar nicht kann – richtet man sich eine Routine ein.

Eine Routine ist ein automatisierter Ablauf, den ihr über eure Alexa-App einrichten könnt. Hier habt ihr die Möglichkeit, verschiedene Dinge automatisiert zu steuern, auch an festzulegenden Tagen zu bestimmten Uhrzeiten. Die Anwendungsfälle sind natürlich vielfältig, kaum aufzuzählen – und Anfang Dezember kam beispielsweise noch die Möglichkeit hinzu, Audio zu stoppen oder Wartezeiten anzulegen.

Routinen befinden sich in der Alexa-App in der Sidebar. Ruft man den Punkt auf, so kann man über das Pluszeichen oben rechts eine neue anlegen.

Bevor ich hier auf die Erstellung einer Routine eingehe, noch einmal eine Warnung. Während ich diesen Text schreibe (5.12.18), hat Amazon in der Alexa-App seit mehreren Wochen einen Fehler. Erstellt man Routinen, so sieht man in der Übersicht leider nicht die Geräte, um die es sich handelt.

Eine meiner Außenlampen geht beispielsweise um 5 Uhr morgens aus, das „weiß“ aber nur ich, die App zeigt es derzeit nicht an, die Namen der Geräte fehlen derzeit einfach – nicht nur bei mir, sondern auch bei anderen Nutzern.

Doch zurück zu den Routinen.

Erstellt man eine neue Routine, so kann diese auf unterschiedliche Arten ausgelöst werden. So kann man einen Befehl nutzen, um die Routine auszulösen, einen Zeitplan, den Status eines Gerätes – oder man kann einen Echo Button drücken:

Quasi: Wenn folgendes passiert, dann mache dieses. Im Falle des Sprachdienstes ist das eben eine gesprochener Befehl – und wenn man das Ganze planmäßig macht, dann greift der Faktor Zeit. Zu einer bestimmten Uhrzeit kann diese Routine ausgeführt werden, täglich, an Wochentagen, an Wochenenden oder eben an bestimmten Tagen, auch wiederholend:

Besser verständlich ist das Ganze sicher mit Beispielen. Da eine Routine auch eine Wecker-Funktion sein kann, hier einmal ein Beispiel für eben jenes:

Wenn Folgendes passiert > Plan > Um 7 an den Wochentagen:

Dann folgende Aktion hinzufügen: Alexa sagt > (zufälliger Satz aus Guten Morgen) >Nachrichten abspielen > Wetterbericht > Radio abspielen.

Ganz wichtig! Solltet ihr mehrere Echos haben, so müsst ihr in der Übersicht der Routine noch wählen, wo diese abgespielt werden soll. Im folgenden Screenshot seht ihr das über dem Button „Erstellen“.

Wie ihr im linken Teil des Screenshots über diesem Absatz seht: Routinen können viele Dinge auslösen, die miteinander verknüpft werden können. Ob es nun automatisierte Sätze sind, oder ob Geräte, Gruppen und sogar Szenen in einen bestimmten Zustand gebracht werden – vieles ist machbar. Was leider schade ist: Mit einem Update am 4. Dezember fügte man auch Wartezeiten hinzu. Quasi: Befehl > Wartezeit > Ausführung. Das hätte man toll nutzen können, um Lampen AN/AUS-Regeln zu erstellen. Momentan sind dafür in der Alexa-App auf Zeitbasis jedoch zwei Routinen vonnöten. Mit der Wartezeit hätte man machen können, dass eine Nachtlampe X Stunden an ist. Problem: Die längste Wartezeit beträgt 4 Stunden, so ist das also nur bedingt machbar.

Sollte man sich auf jeden Fall mal anschauen, denn so lassen sich durchaus nützliche Dinge automatisieren, die man vielleicht früher umständlich per Hand gemacht hat.

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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23 Kommentare

  1. Kann man auch irgendwie in einer Routine eine App auf den Firestick starten lassen?
    Es soll der TV und der AV-Receiver angehen und die App Zattoo auf dem Stick gestartet werden.
    Die ersten beiden Teile klappen schon.

  2. Was mich persönlich beim erstellen von Routinen und auch so manch anderer Funktion von Alexa stört, ist Tatsache das man dafür immer die App braucht. Es kann doch nicht so schwer sein das auch über das Web-Interface (alexa.amazon.de) zugänglich zu machen. Ich habe mich diesbezüglich schon relativ Erfolglos an den Amazon-Alexa-Support gewandt.

    Vielleicht kennt ja irgendwer einen Trick wie man Alexa weitgehend vollumfänglich vom PC/Notebook bedienen kann? Aber bitte nicht den „Umweg“ über die Installation von irgendwelchen Android-Simulatoren.

  3. Wann kann man dise rosinen kaufen?

    • Sobald auf deinem Echo-Gerät die Funktion „Spracheinkauf“ aktiviert ist. Dann sagst du, „Alexa, setze Rosinen auf meine Einkaufsliste“ und schon kannst du sie bestellen 😉

  4. Was ich gerne hätte, wäre die Möglichkeit eine Zeit zwischen 2 befhelen einzufügen.
    Mein Versuch: “ Alexa, Heimkehr“, jetzt schalten sich 5 smarte Steckdosen ein, mit 3 Lautsprechern,1 Echo Show und der kaffeemaschine. Eigendlich, aber es kommt ein „klack“ aus dem Sicherungskasten. besser wäre also die Routine: Plug 1 einschalten, 2 sec. warten, Plug 2 einschalten, 2 sec. warten Plug 3……

    • Warten gibt es doch seit letzter Woche, aber ich glaube es gehen nur volle Minuten.

    • Seit kurzem kann man auch wartezeiten in Routinen einbauen. Allerdings ist das kürzeste was man einstellen kann eine Minute.

      Bei Routinen – Aktion hinzufügen wählen und dann ganz nach unten scrollen.

  5. Seit heute zeigt die Android App bei den Routinen auch (wieder) an welches Gerät geschaltet wird.
    Ob das vor dem Bug schon mal so war, kann ich nicht sagen, da ich meine Echos erst 2 Wochen besitze.
    Routinen sind auch perfekt für ioBroker u.ä. freie Smarthome Lösungen mit Alexa Anbindung.
    So kann ich sagen „Alexa, Status Haus“ und ioBroker generiert eine Sprachausgabe mit den offenen Fenstern/Türen.
    Dazu dient ein virtuelles Gerät welches bei dieser Routine geschaltet wird und ein Skript triggert, das den Rest übernimmt.

  6. An Alexa ist noch so einiges schräg. Warum integrieren sie z.B. Skills nicht vernünftig. Starten/stoppen über die App wäre mal ein Anfang. Austauschen der Standard Einkaufsliste durch einen Skill (z.B. Bring) wäre auch eine gute Erweiterung. Skills in Routinen? Fehlanzeige. Naja, zumindest reicht es fürs Licht an und aus machen.

  7. hm, der Artikel passt irgendwie wie die Faust aufs Auge. Denn genau aus diesem Grund lebt bei mir nun auch eine Alexa.
    Was ich nur noch nicht herausbekommen habe, ich habe einen wiederkehrenden werktags Wecker. Irgendwann habe ich auch einmal Urlaub, so dass ich diesen dann via Sprache deaktiviere. Nun wie das mit Urlaub so ist, ist der leider auch mal wieder vorbei. Kann ich nun meinen deaktivierten Wecker via Sprache einfach wieder aktivieren (z.B. aktiviere meinen Wecker eins – das geht natürlich nicht sonst würde ich nicht Fragen) oder muss ich den Wecker wenn ich ihn genau mit diesen Einstellungen wieder haben möchte über die APP reaktivieren.

    Danke falls jemand einen Tipp hat.

  8. Zitat von Caschy: „…. Eine meiner Außenlampen geht beispielsweise um 5 Uhr morgens aus …..“ Zitat Ende.

    Caschy, wie realisiert man denn sowas? Man braucht doch sicher spezielle Lampen bzw. entpr. Zubehör.

  9. Andere Frage …
    Ich möchte nicht nur eine Routine für „Wenn Folgendes passiert“ !
    sondern eine „Aktion hinzufügen“ … Beispiel … das heisst wenn ein
    SmartHome Sender ( Taster , Schalter , Sensor ) ausgelöst wird soll
    Alexa meinen Wunschtext / Info / Hinweis sagen !!!
    das ist ja unter der Routine „Aktion hinzufügen“ zu verstehen …
    aber wenn ich ein Gerät als Auslöser hinzufügen möchte ist nicht
    ein einziges SmartHome Gerät zu finden ! Liste leer …?!

    Aber für die andere Routine … Sprachbefehl … „Guten Morgen“
    sind dann alle meine SmartHome Geräte da und verfügbar …

  10. Seit Jahren wird versucht, die Alexa-Verantwortlichen zu bewegen, einen klitzekleinen Befehl in den Routinen zu ermöglichen, nähmlich „Alexa verbinde“. Damit würde nach einer passiven vorbereiteten Bluetoothverbindung gesucht und der Lautsprecher auf den Bluetoothkanal umgeleitet. Viele wünschen und brauchen das, um Ihre Stereoanlage z.B. mit Amazon Music zu versorgen. Die Mitarbeiter finden das ständig hochinteressant, aus irgendeinem nicht nachvollziehbarem Grund will man das aber anscheinend nicht, obwohl das eigentlich eine Basisfunktion darstellt und wichtiger als mancher Humbug wäre..

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