Aldi Nord Shop & Go: Autonomer Supermarkt ohne Kassen wird in den Niederlanden erprobt

Der deutsche Discounter Aldi Nord arbeitet nun mit dem israelischen Computer-Vision-Unternehmen Trigo zusammen. Wie das ganze zusammenpasst? Nun, man werkelt da an einem KI-gesteuerten Lebensmittelladen ohne Kasse. Derartige Shops hat Amazon auch schon in Betrieb. Im Falle von Aldi Nord startet man mit einer Filiale im niederländischen Utrecht.

Am Mittwoch, dem 20. Juli, hat man dort die Pforten für den „Aldi Shop & Go“ geöffnet. Auf 370 Quadratmetern bietet man diverse Produkte an. Kunden des Supermarkts betreten den autonomen Supermarkt, packen gewünschte Waren ein und können diesen ohne die Artikel zu scannen oder an einer Kasse anstehen zu müssen wieder verlassen. Die Zahlung erfolgt digital und auch den Bon gibt es nicht auf Papier.

Man setzt da auf diverse Sensoren in den Regalen, Kameraaufnahmen, kombiniert durch Algorithmen. Man betont, dass die Bewegungen der Kunden sowie deren Produktauswahl lediglich anonymisiert ausgewertet und analysiert werden.

Die Filiale in den Niederlanden ist die erste ihrer Art für Aldi Nord und damit auch die größte von Trigo bestückte. Trigo arbeitet mit Rewe und auch Netto bereits an ähnlichen Filialen. Mit Netto auch in München. Schauen wir mal, wann wir derartige Lebensmittelmärkte großflächig hierzulande sehen werden.

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Baujahr 1995. Technophiler Schwabe & Lehrer. Unterwegs vor allem im Bereich Smart Home und ständig auf der Suche nach neuen Gadgets & Technik-Trends aus Fernost. Twitter. PayPal-Kaffeespende an den Autor. Mail: felix@caschys.blog

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28 Kommentare

  1. Nicht mein Weg, shoppen zu gehen. Automatisierung soll gut und schön sein, um vorhandene Arbeitskräfte zu entlasten. Entladen, tragen, stapeln, reinigen und entsorgen… da empfinde ich das als sehr sinnvoll. Dennoch will ich den Kaufprozess zumindest am Rande noch verfolgen können und wissen, dass und was gescannt bzw. erfasst wird. Mag daran liegen, dass ich 20+ bin, immer etwas Bargeld und meine VISA in der Tasche trage und weder mit dem Smartphone, noch meiner Uhr -die ohnehin ein Automatikwerk hat- bezahlen möchte.

    • Jup, du wirst alt. Bin da mit 40 zum Glück wesentlich moderner unterwegs.

      Ab 70 sehe ich das bestimmt aber auch anders.

    • Egal in welchem Supermarkt, die Kasse hält immer am meisten und längsten auf. Von daher finde ich diese Ansätze sehr interessant. Ich bin 50+, aber auch seit über 30 Jahren im IT Bereich tätig. Datenschutz ist hier sicher ein Thema, aber über kurz oder lang wird dies die Zukunft sein. Ob man das nun gutheißen will, oder nicht. Ich habe meinen „Tante Emma-Laden“ um die Ecke auch geliebt als ich noch klein war. Aber sowas gibts halt nicht mehr. Und das wird mit den klassischen Kassen auch passieren.

    • GooglePayFan says:

      Wieso entscheidest du dich bewusst (und nicht etwa aus Unfähigkeit oder Unkenntnis heraus (naja oder vielleicht gerade doch)) dazu, die sicherste Art zu zahlen nicht zu nutzen?

      • Zeitersparnis kann es nicht sein und eine gesteigerte Sicherheit kann ich -noch – nicht erkennen.

        • GooglePayFan says:

          Die Zeitersparnis vom Smartphone gegenüber einer physischen Kreditkarte oder gar Bargeld ist bewiesen. Ist ja auch logisch, wenn ein Fingerabdruck zum Authentifizieren reicht statt einer 4 stelligen PIN oder gar der Rausgabe von Wechselgeld.

          Und die Sicherheit ist natürlich auch höher. Die NFC Schnittstelle einer physischen Karte ist immer aktiv, beim Smartphone nur mit eingeschaltetem Display und Geschichten von Leuten die Bargeld verloren haben, es sogar geklaut wurde oder mal unbemerkt Falschgeld irgendwo angenommen wurde, kennt wohl jeder.

          Wann hast du das letzte Mal gehört, dass jemandem per Apple Pay Geld gestohlen wurde und (falls wirklich so passiert) die Bank dieses nicht wieder erstattet hat?

          • Ich muss das Handy ja genauso aus der Tasche ziehen, wie die VISA. Aber trotzdem mal angenommen, ich spare beim Zahlen mit dem Handy 10 oder besser 15 Sekunden und ich gehe 2x die Woche zum Discounter, dann spart mir das 30 Sekunden pro Woche oder 2 Minuten im Monat bzw. 24 Minuten im Jahr. Ich kaufe natürlich nicht nur beim Discounter, sondern muss auch tanken, gehe zum Späti und zum Baumarkt, ins Kino etc. Um es leichter zu rechnen, spare ich vielleicht 4-5 Stunden im Jahr. Ich weiß gar nicht, was ich damit anfangen soll. Ich kann die gesparte Zeit nutzen und den neuen Avatar ansehen. Das kommt mit Werbung im Kino, Hin- und Rückweg so ca. hin. Wir sehen also, die „vielleicht“ gesparte Zeit ist nichts wert. Einen vierstelligen Code muss ich auch mit der VISA nicht eingeben,

            Dass die NFC „Schnittstelle“ ausgelesen wird, bedarf einiger krimineller Energie und begleitender Technik, die den meisten Konsumenten niemals im Leben begegnen wird. Und ich habe abseits irgendwelcher Artikel in der c’t noch nie davon gehört, dass das ausserhalb einer Laborsituation je praktisch erfolgreich gemacht wurde. Auch nicht hier in Berlin, der Stadt des vermutlich übelsten NFC Betruges.

          • Dein Name verrät das du parteisch bist.
            Ob du Plastik oder ein Handy dagegen hälst oder eine Uhr oder Band macht von der Geschwindigkeit keinen Unterschied außer du arbeitest bei der Formel eins. Und eine Karte kann nicht immer aktiv sein, da darin keine Batterie verbaut ist. Der Chip in der Karte bekommt Strom durch die Spule in der Karte und diese vom Lesegerät. Ein Auslesen von einer Giro oder Kreditkarte scheitert schon wenn zwei Karten mit NFC Spule in der Börse sind. Der neue Perso und eine Girocard hintereinander und schon kann die Girocard nicht mehr ausgelesen werden. Ich weiß nicht wo du dich als aufhälst aber aber ich hatte noch nie Falschgeld oder eine Unberechtigte Abrechnung auf meinem Konto. Und wenn du nach Verlust die Karte innerhalb einer halben Stunde nach verlust sperren lässt. Ist die Bank verpflichtet den Schaden zu ersetzen. Dazu gibt es auch ein Gerichtsurteil.

          • Wirst du von Google dafür bezahlt? Genau das Gleiche hast du hier geschrieben!
            https://stadt-bremerhaven.de/deutsche-bahn-kritik-am-db-navigator-sei-haltlos/

    • Du hast doch auch heute keine effektive Kontrolle bei einem normalen Bezahlvorgang an einer klassischen Kasse für die Du ewig anstehen darfst. Und jetzt erzähle mir nicht, dass Du direkt nach dem Bezahlvorgang neben der Kasse stehen bleibst und jede Position auf dem Kassenzettel mit dem korrekten Artikelpreis aus Deiner Erinnerung abgleichst :).

  2. Die sicherste und anonymste Art zu zahlen ist _Bargeld_ an der Kasse von hand zu Hand. Klar die bank weiß was ich wann abhebe … aber ab da verliert das Geld den „roten Faden“ oder auf neudeutsch das Tracking. Daher mag das hier alles bequem scheinen macht uns aber wieder ein Stück gläserner. Denn „die vierteuelle“ Kasse weiß weer was wann ggekauft hat und wieviel. Ich kaufe auch im Internet , nutze aber auch immer noch gern Bargeld und freue mich daß nicht jeder weiß wenn ich mir z. B. mal – was selten ist – ne Flasche hochpozentigen im Supermarkt gekauft habe. Solange ich nicht Auto nach dem Genuss des Zeugs fahre geht sowas niemand was an. Und außerdem leben auch leute von der Arbeit an der Kasse.

    • GooglePayFan says:

      Die Information WAS du im Supermarkt kaufst, wird nicht an deine Bank, Google oder VISA übertragen, wenn du mit Karte zahlen solltest.
      Am wahrscheinlichsten ist es also immer noch, dass dich jemand in der Schlange hinter dir kennt und dich dann dafür verurteilt, dass du 4 Flaschen Billigfusel gekauft hast…

      • Das kann ich bestätigen! Nicht mal bei der Kassenabrechnung sieht man was gekauft wurde sondern nur den Gesamtbetrag von jeden Einkauf.

    • Die (teilweise) anonyme Art ja, die sicherste natürlich nicht. Bargeld ist mit Abstand die unsicherste Art der Bezahlung.

    • Markus M. says:

      Ich frag mich ja immer, wer genau jetzt einen Vorteil hätte, wenn er wüsste dass ich 5 Flaschen Schnaps bei Edeka gekauft hätte. Gut, ich bestelle Edelbrände meist online und bezahle per Kreditkarte. Hab ich dadurch Nachteile? Welcher Score wird jetzt dadurch nachweislich verschlechtert?

  3. Hoffentlich wird das schnell der Standard in allen Geschäften werden, am liebsten schon gestern. Der Job der Kassiererin ist wirklich der unnötigste auf der ganzen Welt und in den Läden.

    • Die Leute, die diese Jobs brauchen/machen, sehen das nicht unbedingt genauso

      • Meine Frau macht den Job, will aber weg von der Kasse. Ständig hat der Chef Stellengesuche geschaltet, aber diejenigen die bereit sind den Job zu machen sind leider häufig nicht dafür geeignet und überstehen oft die Probezeit nicht… so steigt die Last auf die vorhandenen Kassierer*innen. Es gibt im Supermarkt viel mehr Arbeit, als nur das Abkassieren. Regale auffüllen, Produkte vorrücken, Mindesthaltbarkeitskontrollen usw. Das wird man alle Stück für Stück automatisieren müssen, sonst haben wir bald die ersten Supermarktschließungen aufgrund von Personalmangel.

  4. Ich habe das Prinzip noch nicht ganz verstanden. Woher weiß dieses gaaanz anonyme System denn, dass ausgerechnet ich das und das gekauft habe und genau das von meinem Konto abgebucht wird? Wenn ich was von Sensoren und Kameraaufnahmen lese hilft mir das gerade auch nicht weiter.

    • Könnte mir vorstellen das Du nur Zugang bekommst wenn Du dich vorher per NFC einloggst. (Gleiches System bei Tankstellen die ohne Personal sind) Nach dem Einkaufen wieder mit NFC ausloggen und dann wird bezahlt

      • So etwas ähnliches kenne ich vom Parken. Das war am Anfang der 2000er in Basel. Beim reinfahren ins Parkhaus, statt auf den Knopf drücken, in den gleichen Schlitz die Kreditkarte rein und beim raus Fahren wieder rein und es wurde auf die Minute genau abgerechnet. Keine Ahnung warum damals diese revolutionäre Idee abgeschafft wurde.
        Auf den Balearen gibts das gleiche System, jetzt mit NFC, im Bus.

      • … und beim Verlassen musst du vielleicht durch eine Schleuse, in der du komplett auf deine Entnahmen gescannt und gecharged wirst,

  5. Matthias E. says:

    Ich halte vieles für Heuchelei.
    Immer daran denken, wir Kunden haben die Macht und es ist unsere Entscheidung.
    Denke jeder kennt es in Innenstädten wo Karstadt/Kaufhof eine Filiale geschlossen hat und die Gewerkschaft so gestreikt hat, Passanten ihr Beileid geheuchelt haben und wer ist verantwortlich? Fehlende Kunden und die Gewerkschaften und auch die Kirchen.
    Mehr als die Hälfte der Deutschen gehört keiner Kirche an und trotzdem entscheidet die Kirche, also die Minderheit, dass man gegen verkaufsoffene Sonntage klagen muss.
    Die Gewerkschaften, das selbe Spiel. Sollten die aber nicht Arbeitsplätze sichern und was gutes für die Mitglieder aushandeln? Warum machen die das nicht?
    Das Internet ist Sonntags nicht aus. Warum haben Gewerkschaften etwas gegen verkaufsoffene Sonntage? Ist es Gewerkschaften wirklich lieber, dass Innenstädte aussterben, Geschäfte schließen und Menschen ihren Job verlieren?
    Und warum sollten Menschen im Verkauf nicht Sonntags arbeiten?
    Bei Fastfoodketten geht das auch und was ist mit Pflegenden, Sanitätern, Ärzten, Polizisten usw.?

    Und dann jammern viele über die Preise und ist es dann nicht verständlich, dass Unternehmen wie ALDI sich einer der größten Posten einsparen wollen und das ist nun einmal Personal.
    Wie gesagt, die Macht liegt beim Kunden.
    Es ist aber Heuchelei so etwas zu beklagen weil es schlecht für Angestellte ist, dann aber der Preise wegen dort einzukaufen. Dann muss man es meiden und doch zum kleinen Edeka und höhere Preise bezahlen. Wenn man das macht, dann wird es auch weiterhin solche Läden geben wo noch Menschen an der Kasse sitzen. Das ist eigentlich ganz einfach.

    Das beste Beispiel sind SB-Kassen. Ja, die werden genutzt und trotzdem sind die normalen Kassen noch da und es stehen viele an. Hätten da von Anfang an mehr Menschen die SB-Kassen genutzt, dann würde es davon mehr geben und nur noch 1, 2 Kassen mit Band. Gibt es aber auch nicht, da die Mehrheit doch lieber die normalen Kassen nutzt.

  6. Wie vernichtet man am schnellsten Arbeitsplätze?!
    In meinen Augen ein NoGo!

    • GooglePayFan says:

      Arbeitsplätze für eine Arbeit, die eine Maschine besser, schneller und günstiger erledigen kann, sind nicht erhaltenswert.

      Gleiche Diskussion wie mit der Dampfmaschine…

    • Arbeitsplätze die niemand haben will. Die Supermärkte haben zumindest hier in der Gegend massive Probleme genug Personal zu bekommen.

  7. Hattet ihr schon über Teo von Tegut berichtet?
    -> https://www.tegut.com/teo.html

    Die scheinen ihr Konzept ja ziemlich erfolgreich zu entwickeln.
    Haben gerade einen neuen autonomen Markt hier in Rhein-Main eröffnet.
    Ich war noch nicht da, finde die Idee aber mega!
    Allerdings haben wir hier am Frankfurter Flughafen auch einen 24/7 Rewe, der wird allerdings von Menschen betrieben und hat das viel größere Inventar. 🙂

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