Netto: Ab sofort mit erster Pick&Go-Filiale in München

Einige Shops sind bereits mit entsprechenden Testfilialen gestartet, die ein Einkaufen ohne Anstehen an der Kasse erlauben. Mit einer ersten Pick&Go-Filiale in München (Schwabing) springt nun auch Netto auf den kassenlosen Einkauf per Smartphone auf.

Beim Betreten der Filiale checkt ihr euch per QR-Code für den Pick&Go-Service im Netto-Markt ein. Die Produkte können dann direkt in die eigene Einkaufstasche gepackt werden. Durch Sensoren an den Decken registriert die Filiale eure entnommenen Produkte. Jene werden euch durch Computer-Vision von Trigo Vision auch DSGVO-konform zugeordnet.

Es findet keine Gesichtserkennung statt und auch sonst werden keine biometrischen Daten gespeichert. Bewegungsdaten bleiben zudem anonym. Nutzt ihr Pick & Go, dann könnt ihr am Ende des Einkaufs die Filiale durch einen erneuten QR-Code-Scan durch einen Expressausgang verlassen. Der Betrag wird über die in der App hinterlegte Zahlungsart automatisch abgezogen. In Zeiten von Corona in Sachen Kontaktreduzierung sicherlich ein weiterer Pluspunkt. Zudem spart ihr euch das erneute Aus- und Einpacken von Produkten. Jene sind ja direkt in euren Taschen verstaut.

In besagter Netto-Filale in München fährt man derzeit ein Hybrid-Konzept. So können Personen ohne Smartphone auch weiterhin herkömmlich ihre Einkäufe erledigen. Bedeutet auch: Weiterhin sind hier Mitarbeiter an den Kassen und für den Kundenservice vertreten. Schauen wir mal wie schnell sich die Pick&Go-Konzepte allgemein verbreiten werden.

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Baujahr 1995. Technophiler Schwabe & Studienreferendar. Unterwegs vor allem im Bereich Smart Home und ständig auf der Suche nach neuen Gadgets & Technik-Trends aus Fernost. Twitter. PayPal-Kaffeespende an den Autor. Mail: felix@caschys.blog

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22 Kommentare

  1. Für die Kunden und die Unternehmer ein Traum, für die bald überflüssigen Mitarbeiter ein nicht aufzuhaltender Alptraum.

    • Genau – die Waren kommen ja von allein in die Regale, abgelaufene Ware verbleibt bis zur vollständigen Verwesung am Platz und die Reinigung, die bei Netto bisher durch die MA vorgenommen wird, geschieht auch vollautomatisch …
      Kassentätigkeit ist letztlich der geringste Teil der Aufgaben der MA in den Supermärkten.

      • @Slow mo: +1
        Ich kann es auch nicht mehr hören bzw. lesen! Wie Du schon korrekt geschrieben hast: Kassentätigkeit ist letztlich der geringste Teil der Aufgaben in den Märkten. Besser kann man es nicht in einem Satz auf den Punkt bringen!

        • Ja, die Diskussion von dem Wegfall der Arbeitstätigkeiten ist schon Jahrhunderte alt.
          Das hat der Hufschmied und der Köhler damals auch kritisiert. 😉
          Zeiten ändern sich mit dem Fortschritt und damit auch die Betätigungsfelder.

          Bei uns im Globus gibt es schon das Scan & Go. Da scannt man die Artikel mit nem Handscanner ein, bevor man sie in den Einkaufswagen legt. Ich nutze das nur noch ausschließlich.
          Kein Schlange stehen an der Kasse, kein vollen Einkaufswagen mehr auf das Kassenband entladen, um alles 5 Min später wieder einzusortieren usw.
          Ich liebe es und schaue immer beim Bezahlen mit einem inneren Grinsen zu den langen Kassenschlangen nebenan! Schöne neue Zukunft!

          • Ich hoffe Du bekommst dann die Produkte auch günstiger, wenn Du selbst für die Abrechnung zuständig bist. Nein? Ach, dann ist das ganze System gar nicht für den Komfort des Kunden gedacht, sondern dient eigentlich zur Gewinnmaximierung? Gut zu wissen.
            Und ja, genau aus diesem Grund ist es traurig, dass Arbeitsplätze entfallen und genauso traurig ist es, dass Leute das gut finden, dass andere ihren Arbeitsplatz verlieren, weil es für sie selbst von Vorteil ist und sei es nur weil sie ein wenig Zeit bei ihrem Einkauf sparen. Aber man sieht es ja an jeder Stelle: Egoismus ist heute auf Platz 1.

            • Aber Jobs nur zu erhalten das Leute was zu tun haben ist ja auch nicht der Sinn. Es fallen zwar Jobs an der Kasse weg aber es gibt neue weil das System muss entwickelt und betrieben werden und das sind hochwertigere und besser bezahlte. Das es scheinbar solche Jobs braucht und man diese Leute nicht in andere Jobs bekommt ist ein anderes Problem aber wir brauchen diese Automatisation weil did Arbeitskräfte bei uns wegfallen.

              Es ist okay das Jobs durch Technik besser werden keine schweren Türen in der Automobilfertigung zum Beispiel.

            • Warum sollte ein Unternehmen/r jemanden beschäftigen, den es nicht braucht? Edeka, Netto, Aldi usw. sind gewinnorientiere Unternehmen und nicht die Wohlfahrt. Wenn ich als Unternehmer Kosten einsparen und damit meinen Gewinn steigern kann, wäre ich ja blöd, wenn ich es nicht tun würde. So funktioniert unser kapitalistisches System nun einmal. Alles andere sind Träumereien oder ist bereits gescheitert.

      • Ich gehe davon aus, dass die Kassenkräfte mehr bekommen, als die Menschen, die die Regale auffüllen. Letzteres wird meinen Beobachtungen nach meistens von 450 €-Jobbern und/oder externen Dienstleistern gemacht, während die Kassenfeen und -zauberer bei meinem EDEKA und Netto fest angestellt sind. Die Reinigung wird bei meinem lokalen Netto hauptsächlich von einer Mitarbeiterin durchgeführt, die ich noch nie an der Kasse gesehen habe. Ich vermute, dass sie ausschließlich für die Reinung dort beschäftigt ist und auch weniger Lohn bekommt als ihre Kollegen an der Kasse.

      • JEEZ!
        Mit der Online-Bestellung und -warenauslieferung fällt eben genau das „Regale einräumen“ weg.
        Man kann ganz andere, /weit/ effizientere Lagerformen betreiben.

    • So viele sind das bei Netto nicht: Ich geh da zwangsweise öfter einkaufen. Eine zweite Kasse machen die generell erst auf, wenn der Laden wirklich voll ist. Die dritte scheint zu 100% zur Dekoration des Ladens zu dienen.

  2. Ich freue mich drauf. Selbstbedienungskassen bzw. shop&go sind mir sowas von lieber als genervte Verkäufer:innen an den Kassen, die mich beim Einkaufen am band stressen. Dann lieber so und mit möglichst wenig Kontakt, hilft auch in diesen Zeiten. Arbeitsplätze müssen nach unserer heutigen Gesellschaft eh wegfallen, denn die Gesellschaft wird älter und nicht alles muss ersetzt werden.

    • Meist bin ich der, der gemervt ist. 😉
      Wir packen die Waren wie oft hin und her? Von Regal in den Wagen, vom Wagen aufs Band, vom Band wieder in den Wagen, vom Wagen in Taschen und Kisten und Kofferräumen.
      Dann steht man sowieso wieder an der falschen Schlage und dass obligatorische „Ham’se ne Paybackkarte?“ „Nein …“, „woll’n se noch Bargeld abheben?“ „Nein …“

      • Ja der absolute Horror und super ineffizient. Bei uns haben sie den rewe renoviert und direkt Selbstbedienungskassen aufgestellt. Wird meiner Beobachtung sehr gut angenommen und gleichzeitig werde ich noch die Mengen an Kleingeld von vor der Pandemie los, ohne dass jemand doof zählen müsste 😀

  3. Alle einfachen Jobs werden in naher Zukunft durch Technologie substituiert, daher ist das ein Wandel der nicht mehr aufzuhalten ist. Tut mir leid für die Mitarbeiter an der Kasse aber ich als Kunde nutze schon jetzt nur noch SB-Kassen wenn vorhanden und wünsche mir das in allen Bereichen…

  4. In München-Schwabing gibt es mehrere Netto-Filialen; Es wäre hilfreich zu wissen, welche davon. (Möchte nicht alle abklappern, um das mal ausprobieren zu können). Hat jemand die genaue Anschrift?

    • Ist die Filiale in der Karl-Theodor-Straße 55. Ich wohne ganz in der Nähe und Pick&Go ist mir gestern schon aufgefallen.

  5. „Sogenannte digitale Kleinstsupermärkte dürfen künftig rund um die Uhr aufmachen“. Ich frage mich, ob so ein Supermarkt unter die neue Regelung fällt. Es wäre jedenfalls wünschenswert, wenn ich in Bayern nicht immer dieser antiquierten Öffnungszeiten ertragen müsste.

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