WhatsApp kostenpflichtig? Die ersten Zahlungsaufforderungen schlagen ein

19. November 2012 Kategorie: Android, iOS, Social Network, geschrieben von: caschy

WhatsApp ist seit ein paar Jahren erhältlich und der Star unter den mobilen Messengern. Über 100.000.000 Installationen zeigt alleine der Google Play Store an. Bislang war es so, dass iOS-Benutzer die App für kleines Geld kaufen mussten, die Android-Benutzer bekamen ein Gratis-Jahr angeboten, mit der Aussage verbunden, dass die App nach Ablauf eines Jahres nur funktioniert, wenn man die Jahresgebühr von derzeit 0.99 US-Dollar bezahlt.

Bislang war es aber so, dass wohl nie jemand aufgefordert wurde. WhatsApp war quasi unbegrenzt kostenlos. In den letzten Wochen trudelten dann wohl bei einigen Benutzern die ersten Zahlungsaufforderungen ein. Und eigentlich muss ich schon fast ungläubig mit dem Kopf schütteln, wenn ich daran denke, was ich heute so alles in Bezug auf WhatsApp lesen musste. Von Abzocke und Abofalle ist die Rede. Ist ja nicht so, dass alle Nutzer bislang kostenlos ihre Nachrichten verschicken durften.

Bereits im Juni erklärte man im WhatsApp-Blog, warum man keine Werbung einsetzt. Und ganz ehrlich? Ich finde es gut und richtig, dass man bei WhatsApp Geld verlangt. Im Gegenzug hoffe ich nämlich, dass der Dienst sich transparenter und offener für Kritik zeigt. WhatsApp ist weit verbreitet und sehr beliebt, aber die Macher müssen an der Sicherheit feilen und mal etwas gegen die Negativpresse machen, die zurecht verbreitet wurde.

Die Zahlungsaufforderungen bieten eine riesige Chance: man finanziert sich bei WhatsApp und steckt die Kohle in Entwicklung und Sicherheit. Win Win-Situation.

Andere Chance? Die Geizknochen zahlen alle nicht und ziehen wie die gute alte Heuschrecke zum nächsten Messenger, der mit Kostenlos-Modell wirbt. Doch wie heißt es so schön: wenn ein Dienst nichts kostet, dann bist du die Ware.

Spannend wird sein, wie WhatsApp die Benutzer auseinanderhält. iOS-Benutzer zahlten immer vorab, Android-Nutzer nun anscheinend erst hinterher. Hier wird dann wohl mal bei iOS ein Update fällig, welches In-App-Purchase realisiert. Ich habe kurioserweise (wie ganz viele andere auch) einen Account, der bis zum 16.10.2022 bezahlt sein soll.

Hier einmal der Ausschnitt aus der FAQ:

Unten finden Sie eine genaue Erläuterung zu den WhatsApp-Abos. Bitte beachten Sie, dass WhatsApp nie automatisch die Kosten für Ihr Abo berechnet. 

Beim iPhone muss man nur einmal bezahlen, wenn Sie die Anwendung herunterladen. Apple lässt Sie WhatsApp danach so oft wie nötig herunterladen. Bitte beachten Sie, dass Sie jedes Mal die gleiche Apple-ID verwenden.

Für alle anderen Telefone (Android, BlackBerry, Windows Phone und Nokia) ist WhatsApp für ein Jahr kostenlos. Nach diesem Jahr haben Sie die Möglichkeit, das Abo um ein weiteres Jahr für $ 0,99 zu verlängern. 

Abos sind kumulativ, das heißt, wenn Sie für ein weiteres Jahr bezahlen, wird es zu Ihrem jetzigen Abo oder kostenlosen Jahr hinzugefügt. Es gibt keine Unterschiede zwischen der kostenlosen und der bezahlten Version von WhatsApp außer der Gültigkeitsdauer.

Lange Rede, kurzer Sinn: wer fleißig nutzt aber diskutiert, dass der Dienst kostenpflichtig wird und nicht gewillt ist, die knapp 80 Cent im Jahr zu zahlen, der hat einen an der Waffel. Ich denke nicht, dass es generell die WhatsApp-Sparfüchse sind, die so denken. Eher die Generation Kostenlos, die nicht gewillt ist, für gute Dienste Geld auszugeben. Denn das Smartphone hat ja schon über 300 Euro gekostet…. (via, via)

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Über den Autor: caschy

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