WebRTC: Firefox und Chrome sprechen miteinander

4. Februar 2013 Kategorie: Firefox & Thunderbird, Google, Internet, geschrieben von: caschy

Bereits Mitte 2011 hatte ich hier im Blog Informationen über Chrome und WebRTC veröffentlicht. WebRTC ist ein offener Standard für Echtzeitkommunikation (VoIP, Chat & Video-Telephonie) innerhalb eines Browsers. Mittlerweile ist auch Firefox auf den Zug aufgesprungen und sowohl Google als auch Mozilla treiben die Entwicklung des offenen Standards nach vorne.

Der Traum ist natürlich, dass wir offene und von Software unabhängige Voice- und Videochats nutzen können – Mitarbeiter von Mozilla und Google demonstrieren in einem Video, dass der Traum vielleicht in nicht allzu ferner Zukunft erfüllt werden kann. In der Betaversion von Chrome und in der Nightly von Firefox ist es bereits möglich, miteinander zu kommunizieren. Nein,natürlich ist diese Technologie noch weit von Skype und Co weg – doch da wächst was heran, jede Wette. (via)


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7 Kommentare

webchen 4. Februar 2013 um 22:08 Uhr

So weit ist die Technologie NICHT von Skype entfernt. Warum? Es gibt bereits einige Startups die in diesem Bereich Applikationen entwickeln.

zhet 4. Februar 2013 um 22:12 Uhr

Da Skype seit einiger Zeit nicht (mehr?) in der Lage ist, zumindest auf dem Mac eine überzeugende, brauchbare Clientsoftware zu liefern ist jede Alternative mehr als Willkommen…

Chesspoint 4. Februar 2013 um 22:39 Uhr

@ zhet
Haha Skype gehört ja schliesslich auch zu Microsoft. :D

Ne Spass beiseite. Die Technologie könnte Zukunft haben. Warum Google das vorantreibt dürfte ja allen klar sein, trotzdem interessant.

Sebastian 4. Februar 2013 um 23:21 Uhr

Weit weg? WebRTC nutzt vorhandene Protokolle, wie SIP, was für VoIP usw. bekannt ist. Microsoft bastelt an einem Konkurrenten namens CU-RTC. Dieser soll eben nicht auf den “veralteten” Protokollen basieren. Vor zwei Wochen veröffentlichte Microsoft dazu Demos und weitere Details und bereits vor einem halben Jahr gab es erste Gerüchte darüber, dass man Skype damit neu erfinden könnte.

scinaty 4. Februar 2013 um 23:33 Uhr

Was hat das mit Technologie zu tun? Es gibt freie Encoder und Codecs für alle denkbaren Scenarien im Bereich Bild und Ton, alles was man tun muss ist eine Plattform zu schaffen auf die jeder schnell zugreifen kann. Das hat mit Forschung wenig zu tun, eher mit Marketing und einem guten Konzept (+Geld für Programmierung und Server).

David Welzmiller 8. Februar 2013 um 10:05 Uhr

WebRTC ist zum einen ein Standardisierungsprojekt (W3C, IETF) zum anderen eine Mediabibliothek mit diversen Audio- und Videocodecs (u.a. VP8, Opus, G711). Diese Bibliothek ist bereits in Chrome und Firefox integriert und kann über eine Javascript API angesprochen werden. Das ermöglicht es Webentwicklern recht einfach Kommunikationslösungen auf Webseiten bereitzustellen (HTML5, Javascript). Das einzige Problem was nicht durch den Standard gelöst wird ist die Signalisierung, dafür gibt es aber bewährte Lösungen z.B. XMPP/Jingle oder SIP.

Für alle die das gerne live ansehen möchten haben wir unter https://go.estos.de eine Demo bereitgestellt.


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