Vorwerk Kobold SP530 ausprobiert

24. Dezember 2016 Kategorie: Hardware, Smart Home, geschrieben von: caschy

vorwerk-logoWir haben hier schon im Blog einiges getestet, von Smartphones, Notebooks, Tablets bis hin zu diversen Smart Home-Lösungen. Auf Zuruf meiner Frau kam aber ein anderes Testgerät ins Haus, nämlich ein Staubsauger mit Wisch-Funktion. Dieses von der Frau gewünschte Gerät – denn diese hat die Führerscheinklasse 7 (Bügeleisen und andere Gleitfahrzeuge) – habe ich mal als Testgerät angefragt und war dann auch vier Wochen damit unterwegs – mit einigen Anfangsschwierigkeiten.

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Konkret haben wir die Kombination aus Vorwerk VK200 und SP530 entschieden. Das ist einmal ein klassischer Sauger und einmal ein Saug- / Wischaufsatz. Gerade in Hinblick auf den zuletzt genannten Punkt war das Ganze dann auch für mich interessant. Warum? Als wir hier einzogen, wollte ich bereits nach wenigen Minuten wieder ausziehen. Wir haben eine sehr große Wohnfläche, die hauptsächlich aus schwarzen Hochglanzfliesen besteht – der Rest ist dann Laminat. Schwarze Fliesen sind nicht unschick, reinigungstechnisch aber der blanke Horror, wenn du noch Haustiere oder Kinder hast. Du siehst wirklich JEDEN Dreck.

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Und du siehst es auch, wenn du nicht ordentlich gewischt hast. Wasserflecken, Schlieren oder was weiß ich. Ich bin weder kleinlich, noch notirischer Ordnungsfanatiker – aber Unordnung oder Dreck in der Bude nerven mich schon gewaltig. Und dann eben diese schwarzen Fliesen, die im Laufe der Jahre mit verschiedenen Dingen bearbeitet wurden. Staubsaugern normaler Art, Staubsaugerrobotern. Ja – sogar Wischroboter testete ich. Letzten Endes blieb bei der Größe der Räume und so immer nur das manuelle, recht anstrengende Wischen für vernünftige Ergebnisse, wenn es auch mal festerem Schmutz ans Leder sollte.

Hier sollte dann mal der Kobold SP530 Saugwischer getestet werden. Vorwerk bewirbt das Gerät für Parkett, Laminat, Fliesen und Steinböden. Das hört sich erst einmal ganz einfach an. Der Kobold SP530 Saugwischer saugt den normalen Schmutz auf, des Weiteren kommt ein Reinigungstuch zum Einsatz.

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Hier gibt es verschiedene, je nach Bodenart. Starte man das Gerät, wird also gesaugt, dazu mit oszillierender Bewegung des Reinigungstuchhalters gewischt – und das wirklich fast von allein. Wie eben erwähnt: Es gibt verschiedene Reinigungstücher. Diese werden vorher angefeuchtet, entsprechende Reinigungsflüssigkeit verkauft Vorwerk selbst – welch Wunder. Man kann aber auch pures Wasser nehmen, oder eigenes Reinigungsmittel. Die Verwendung ist ein Kinderspiel: In unserem Fall das Tuch mit 100 ml Flüssigkeit befeuchten, dieses Tuch wird unten einfach angeklippt. Paar Sekunden Sache, easy gemacht. Selbst ich bekomme das hin.

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Der erste Test war….enttäuschend. Sehr enttäuschend. Meine Fliesen sahen einfach ganz schlimm aus. Matt. Seifig. Schlierig. Schuld war aber nicht der Kobold SP530 Saugwischer, das verwendete Tuch oder die Reinigungsflüssigkeit, sondern die Behandlung in den Vorjahren. Die diversen Mittelchen sind oftmals noch auf den Fliesen und den Fugen vorhanden, werden herausgewischt und verbleiben auf der Oberfläche. Daran denkt man initial aber gar nicht.

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Das Gute war, dass ich einen direkten Draht ins Entwicklerteam habe. Erst habe ich dann mit diversen Tüchern meinen Flur getestet. Diesen habe ich mehrere Male bearbeitet – und in jedem Gang ein frisches Tuch genommen. Und tatsächlich kam mit jedem Vorgang noch Restreinigungsmittel oder Dreck der vergangenen Jahre aus der Fuge. War schon erstaunlich für mich, denn offensichtlich war es ja sauber, wenn auch nicht glänzend.

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Nach dieser initialen Grundreinigung war die Fliese dann tatsächlich sauber wie nie und hatte den Glanz ohne Schlieren. Zwar habe ich nun das generelle Ergebnis schon etwas vorweg genommen, gehe aber dennoch mal ein wenig auf das Gerät und die Bedienung ein.

Vorwerk liefert eine Dokumentation mit, der SP530 ist lediglich ein Unterbau, den man auf Geräte wie den VK150 oder VK200 steckt. Vorwerk verbaut den Tuchträger mit einem seitlich zu öffnenden Clipverschluss.

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Das ist schnell gemacht und praktisch. Je nach Raumgröße muss man nämlich häufiger ran, denn ein automatisches Nachfeuchten wird nicht vorgenommen. Wir setzen dann bei uns immer ein separates Tuch ein, welches noch einmal frisch mit der Reinigungsflüssigkeit versehen wird. Bei 40 Quadratmetern im Wohnzimmer müssen wir zwei Tücher einsetzen. Ein automatisches Nachfeuchten wäre vielleicht schön gewesen. Aber dafür entfällt halt das Herumlaufen mit einer anderen Wischlösung und einem Eimer. Kein Wringen mehr – und kein Reinigen des Bodens mit altem Wischwasser. Nach dem Wechsel kommen die Tücher in die Waschmaschine – fertig.

Und ja, es ist auch in Sachen Kraftanstrengung ein anderes Erlebnis, denn eigentlich schiebt man den Sauger einfach nur durch die Gegend – Stichwort „Gleitfahrzeug“. Was natürlich der Fall ist: In Ecken, die kleiner als der Aufsatz sind, kommt auch der SP530 nicht, hier müsste man immer manuell nacharbeiten.

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Auch bei Sofas, die einen freien Raum unter rund 10 Zentimeter haben, kommt das Gerät eher nicht hin. Hier hat der klassische Mop oft noch einen Vorteil. Treppen? Prinzipiell machbar, doch aus meiner Sicht nicht empfehlenswert.

Eine Art Fazit: Ja, der Kobold SP530 Saugwischer ist eine echte Erleichterung. Er ersetzt aber nicht völlig euren Mop oder wie ihr sonst immer wischt, Stichwort Ecken und Treppen. Die Ergebnisse sind definitiv auf allen von uns getesteten Oberflächen als sehr gut zu bezeichnen, selbst in unserem „schwierigen Haushalt“. Der Saugwischer ist lediglich ein Aufsatz und liegt bei rund 369 Euro. Laut meiner Frau, die das beurteilen sollte, ist das nicht teuer. Die Hardware erscheint sehr wertig, der Clip-Mechanismus ist sehr gut gelöst. Bedenken sollte man aber, dass man einen kompatiblen Sauger benötigt.


Über den Autor: caschy

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