Ubuntu möchte auf den Fernseher – SmartTV-Konzept auf der CES

8. Januar 2012 Kategorie: Google, Hardware, Internet, geschrieben von: Lars

Die CES in Vegas dürfte dieses Jahr ziemlich im Zeichen von SmartTV stehen, Caschy hatte euch ja bereits von Googles erneutem Versuch geschrieben im TV-Bereich Fuß zu fassen. Mitspielen will eh jeder in dem Rennen, scheinbar neuerdings sogar Ubuntu:

Ubuntu kennt man bisher eigentlich eher als leicht belächeltes (und daher fast immer unterschätztes) Linux-System für Laptops und PCs. Auf der CES will man das aber ändern und ein SmartTV-Konzept präsentieren, klingt erstmal interessant, kommt in meinen Augen aber reichlich spät.

Vor zwei, drei Jahren, wo jeder die Idee eines SmartTVs im Kopf hatte, aber keine guten Lösungen zu sehen waren, wäre ein Ubuntu SmartTV mit offenem System wahrscheinlich groß beachtet worden. Vor einem Jahr, wo Samsung, LG und Co. mit ihren SmartTVs noch eher am Anfang standen und Apple oder Google noch wenig erfolgreich waren, hätte Ubuntu als allgemeine Plattform vielleicht auch noch eine Chance gehabt. Heute sind die Branchengrößen wie LG und Samsung mit ihren eigenen Systemen schon ziemlich weit, wobei man jetzt an einem Punkt angekommen ist, wo die proprietären Systeme wieder stark verlieren werden. Der Apple-TV scheint ein offenes Geheimnis und viele trauen nur Google TV die Rolle des Konkurrenten zu. Also setzt man zur Sicherheit künftig auf SmartTVs mit zwei Optionen – herstellereigenes SmartTV und Google TV, Google dürfte die Chance nutzen und könnte eine ähnliche Marktstellung bei TVs bekommen wie derzeit im Smartphone-Bereich mit Android. Zum jetzigen Zeitpunkt also in dem total zersplitteten Markt auf ein neues SmartTV-System zu setzen dürfte … Unsinn mutig sein.

Ich gebe dem Ubuntu SmartTV keine größeren Chancen – mal schauen, ob Caschy das Teil vor die Linse bekommt, vielleicht irre ich mich ja …

via TheVerge

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Über den Autor: Lars

Socke voll Popcorn, seit drei Jahren auf Android unterwegs. Eigentlich angehender Jurist, Medienrecht und so. Auch zu finden bei Twitter und Google+

Lars hat bereits 39 Artikel geschrieben.


21 Kommentare

FreakyNo1 8. Januar 2012 um 10:33 Uhr

Wäre interessant zu wissen, was das Teil alles kann.
Könnte man dann ja auch, weil offenes System, @Home auf eine Kiste packen…

sebweber 8. Januar 2012 um 10:34 Uhr

@Lars: Du bist eigentlich der einzige hier in Caschys Blog der die Tags von WordPress benutzt ;) Siehe graue Leiste unter dem Beitrag.
@Caschy: Eigentlich ist das gar keine so schlechte Idee, ich könne das dir auch empfehlen, bzw. wenn nicht, dann sollte das ganze einheitlich sein …

Ach ja, noch was zum Thema: Mir gefällt Ubuntu richtig gut, ich würde das S-TV davon sicher mal testen. Nur bin ich genau mit dir einer Meinung, das ist wirklich mutig das jetzt noch rauszubringen.

Teo 8. Januar 2012 um 11:01 Uhr

Was bei Smart-TVs traumhaft wäre, wären einheitliche Standards, die es dem Nutzer ermöglichen die Firmware aufzuspielen, die er gerade möchte, ohne dabei z.B. Garantieansprüche zu verlieren. Aufgrund der Entwicklung im Smartphone-Markt glaube ich da allerdings eher weniger dran.
Am Ende bleiben für mich persönlich also immer noch nur die zwei Möglichkeiten: Ich schließe eine Set-Top-Box oder einen Rechner an den Fernseher an, damit ich nicht alle 2 Jahre einen neuen TV kaufen muss, so wie das bei Handys üblich ist.

Lars 8. Januar 2012 um 11:05 Uhr

@Sebweber :D jetzt wo du es sagst fällt es mir auch auf. Bin’s halt von meinem eigenen Blog gewöhnt – schreibe hier ja “nur” bis Caschy Hangover 3 fertig abgedreht hat ;-)

Alex 8. Januar 2012 um 11:26 Uhr

ich hoffe, dass ubunut eine chance hat, denn da könnte man dann alles selbst installieren was man braucht wenns sein muss.
p.s.: schreibe diesen beitrag hier sogar von ubuntu aus :P

Henry 8. Januar 2012 um 11:49 Uhr

Mich würde mal interessieren, ob man da etwas in Zusammenhang mit dem Raspberry Pi machen kann. Google TV soll jetzt auch für ARM’s optimiert worden sein.

Lars 8. Januar 2012 um 12:45 Uhr

Ich persönlich finde Ubuntu ja auch gut – aber die Verwendung und Akzeptanz der breiten Masse hat es wohl eher nicht ;-)

Lars 8. Januar 2012 um 12:46 Uhr

@Teo klar, das wäre ein Traum – allerdings haben da die Hersteller was gegen ;-) die wollen ja grade alle 2 Jahre etwas neues verkaufen.

hoschi 8. Januar 2012 um 12:52 Uhr

und was ist dieses ubuntu smart-tv nun genau? Es ist ja eigentlich Blödsinn darüber zu diskutieren ohne genau zu wissen was es eigentlich ist.

Entweder es wird ein für TV geeignetes und direkt im Receiver laufendes Linux-System wie es z.B. auf der Dreambox eingesetzt wird. Das wäre natürlich perfekt und genau das was eigentlich viele wollen.
Oder es wird wieder so eine Medienzentrale ala google tv, apple tv, eigenbau HTPC mit win/linux und einer speziellen media-software.
Aber gerade letztere sind zwar an sich schön und gut und machen optisch auch was her.Aber sie taugen meiner Meinung nach nichts im täglichen Umgang mit dem TV, weil es spereate Systeme sind die von der ursprünglichen Funktion eines TVs, nämlich Fernsehprogramme über einen Receiver anzuzeigen, völlig entkoppelt sind.

Axute 8. Januar 2012 um 13:41 Uhr

Ich würde mir das zulegen und xbmc drauf haun ;-)

Tarek 8. Januar 2012 um 13:56 Uhr

@Henry
-> http://www.raspberrypi.org/faqs

“What Linux distros will be supported at launch?
Debian, Fedora and ArchLinux will be supported from the start. We hope to see support from other distros later. We will be selling SD cards with the distros preloaded. (Sept 4 2011 – originally, this FAQ suggested that Ubuntu would be supported. Because of issues with newer releases of Ubuntu and the ARM processor we are using, Ubuntu can’t commit to support Raspberry Pi at the moment.)”

Dieser Beitrag wurde btw. von Arch Linux aus geschrieben. ^^ Hab ein Jahr lang sehr zufrieden Ubuntu genutzt, bin jetzt aber umgestiegen, weil mir nach nem System zum mehr “Selberbauen” (bzw. zusammenstellen/konfigurieren) war.

Mo 8. Januar 2012 um 15:09 Uhr

Also würde jemand den kram in meiner Samsung C Serie als “Smart Tv” bezeichnen, dann müsste ich lachen.

Zumindest für mich macht es kaum einen Sinn das zu benutzen. Keine wirkliche Konkurenz zu einem anständigen HTPC.

Mal sehen wir sich das da noch entwickelt.

FlyingT 8. Januar 2012 um 15:33 Uhr

@Teo

Naja gerade im Handybereich ist diese “alle 2 Jahre neu Kaufen” noch ein altes Relikt aus der Handysubventionszeit. Durch die 2 Jahre Vetraglaufzeit ist natürlich bei vielen immer noch im Hinterkopf “oh 2 Jahre sind um ich krieg wieder nen günstiges Handy”, aber in Zeiten wo Prepaid genauso teuer oder sogar günstiger als ein Vetrag ist und einem extrem starken Rückgang der Subvention sind die “alle 2 Jahre Neukäufer” eigentlich nur die “Geeks” die nen neues Gerät haben wollen weil es neu ist.

Und die letzte Gruppe hat man in jedem Bereich, es wird ja schliesslich immer was neues erfunden. Auch wenn man es nicht braucht. Aber wer redet bei technik schon brauchen? Da geht es ums Haben!

Namerp 8. Januar 2012 um 17:09 Uhr

Ist das nicht das gleiche wie XBMC + PVR (DVB Empfang) jetzt schon kann ?
Wenn ich mir OpenElec anschaue ist das doch 1:1 das selbe was man mit Ubuntu erreichen würde. Naja Konkurrenz belebt das Geschäft.

ballsy 8. Januar 2012 um 18:34 Uhr

Ich kann Ubuntu ja nicht wirklich leiden, da sind die Fanb0is ja schlimmer als die von Win/OSX, aber wenn Ubuntu schon in der Überschrift steht, warum steht dann Apple in den Tags und Ubuntu gar nicht?

Lars 8. Januar 2012 um 18:56 Uhr

@ballsy habe die Tags entfernt, war eine Gewohnheit von meinem eigenen Blog, Caschy nutzt die nicht, hatte ich vergessen ;)

Realist 8. Januar 2012 um 19:33 Uhr

Ich denke, dass Ubuntu in Technik interessierten Kreisen doch stärker verbreitet ist als – möglicherweise – gedacht!?
Eine Umfrage hier im Blog wäre sicher spannend.

PS. Von Ubuntu aus geschrieben ;-)

Lars 9. Januar 2012 um 09:06 Uhr

@Buchinhoda check mal die Veröffentlichungstage ;-) dein Post ist um einiges neuer, die Bilder auch. :) werde darüber später schreiben, bin nur grade an etwas von Lenovo dran


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