Starbucks filtert nicht nur Kaffee: Schwulen-Magazine lassen sich nicht über WLAN-Zugang abrufen

6. März 2014 Kategorie: Internet, geschrieben von:

Eine interessante Meldung macht gerade die Runde. Der hippe Kaffeeröster Starbucks hat diverse Internet-Magazine gesperrt, die sich mit der Schwulen-Szene beschäftigen. Nun wird versucht, Starbucks Homophobie anzudichten, schließlich zeigen die betroffenen Seiten kein pornographisches Material. Dass es sich schlichtweg um einen Filter-Fehler handeln könnte, zieht „Siegessäule“-Chefredakteur Jan Noll (eine der betroffenen Seiten), nicht in Erwägung. Aber anscheinend ist Starbucks lesbischen Magazinen gegenüber weniger homophob eingestellt, so mutmaßt Noll nämlich: „Offenbar werden lesbische Inhalte als weniger bedrohlich angesehen.“

starbucks_paris

Richtig ist, dass in Starbucks-Filialen (genauso wie bei anderen großen Ketten mit WLAN-Zugang) eine Filter-Software eingesetzt wird. So sollen Kinder vor nicht geeigneten Inhalten geschützt werden, wenn sie die Internetverbindung von Starbucks nutzen. Dass es bei solchen Filtern auch immer wieder Fehler gibt, kann nicht ausgeschlossen werden. Das erklärt vielleicht auch, warum es tatsächlich mehrere zugängliche Seiten mit „schwulen“ Inhalten gibt, während ein paar wenige eben nicht aufgerufen werden können.

Eine Starbucks-Sprecherin erklärt dies ebenso. In solchen Fällen können sich Kunden auch an Starbucks wenden. Es werde dann überprüft, ob eine entsprechende Seite daraufhin freigegeben wird oder nicht. Hätte Noll vielleicht auch einmal probieren sollen, anstatt direkt die Homophobie-Keule zu schwingen und von Zensur zu reden.


Du entscheidest mit! Wir suchen das Smartphone des Jahres 2017! Jetzt abstimmen!

 

Quelle: Tagesspiegel |

Über den Autor:

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

Sascha hat bereits 9407 Artikel geschrieben.