Spotify und Telekom im Bundle ab heute möglich

2. Oktober 2012 Kategorie: Internet, Mobile, Software & Co, geschrieben von: caschy

Heute, am 02. Oktober ist es soweit – die Zusammenarbeit der Deutschen Telekom mit Spotify, dem Streaming-Anbieter von Musik, startet. Ich berichtete hier schon im August darüber. Der genannte Vorteil ist, dass der von Spotify genutzte Traffic nicht auf das Volumen angerechnet wird. Gerade die, die unterwegs per 3G oder LTE streamen, können die Partnerschaft für diesen einen interessanten Vorteil nutzen, rein preislich ändert sich  ja nichts.

Kritiker sehen in dieser Tatsache zurecht die Netzneutralität bedroht, denn die Telekom filtert hier ganz klar Musik und Daten, vielleicht um den Konsumenten daran zu gewöhnen, dass es für unterschiedliche Datenarten unterschiedliche Abrechnungen gibt. Vielleicht heißt es dann irgendwann: YouTube “in schnell” kostet 2.99 Euro im Monat extra und und und – ihr kennt die Informationen und Diskussionen sicherlich.

Bislang können anscheinend nur Neukunden den Dienst nutzen, der auf den Namen „Special Complete Mobil Music“ hört. Für 29.95 Euro im  Monat gibt es dann den vollen Zugriff auf Spotify, 200 MB Datenvolumen mit bis zu 7.2 MBit (Rest dann wieder Drosselung ahoi), 50 Freiminuten in alle Netze und eine SMS-Flatrate.

Was die Telekom bislang nicht geschafft hat: Spotify für Bestandskunden – denn diese müssen sich bis Dezember gedulden. 200 MB Datenvolumen erscheint mir arg wenig, ich habe auf die Schnelle auch keine Möglichkeit gefunden, mehr zu buchen. Mal schauen, wie die Tarife im Dezember aussehen.

Was sagt ihr zum Angebot, was zum angesprochenen Kritikpunkt bezüglich Netzneutralität?

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26 Kommentare

ChackZz 2. Oktober 2012 um 12:01 Uhr

“200 MB Datenvolumen erscheint mir arg wenig, ich habe auf die Schnelle auch keine Möglichkeit gefunden, mehr zu buchen.”

Vermutlich wird es auch in den neuen Tarifen die sehr geniale SpeedOn-Option geben? Damit kann man ja innerhalb von Sekunden den Datenzähler wieder auf 0 stellen – für 4,95€ versteht sich.

Matze_B 2. Oktober 2012 um 12:06 Uhr

Tja, wenn das Datenvolumen aufgebraucht ist und man stark reduziert surft, dann kommt aber die Musik mit deutlich schnellerer Geschwindigkeit wenn ich das richtig sehe. Wohlgemerkt von der selben Firma (Provider). Eigentlich sollte die Regulierungsbehörde so etwas grundsätzlich verbieten. Denn in Zukunft werden sich Provider bei anderen Diensten darauf berufen das die Telekom es hier auch macht.(bzw. machen darf!)

kikbde 2. Oktober 2012 um 12:10 Uhr

Wahrscheinlich kann man, wie in allen Complete Tarifen, LTE als Zubuchoption für 9,95 € dazubuchen, damit verdoppelt man dann auch sein Inklusivvolumen (also in dem Fall auf 400 MB).
Im Dezember soll dann Spotify ebenfalls als normale Zubuchoption für 9,95 € funktionieren. Falls man schon Spotify Premiumuser ist, muss man das wohl kündigen und neu buchen, die Listen sollen aber übernommen werden. Gab da die Tage eine PM der Telekom zu.

Rivoid 2. Oktober 2012 um 12:17 Uhr

200MB? Lol, bisher dosselt die Telekom ab 300MB! Also doch nur ne Mogelpackung?

Björn 2. Oktober 2012 um 12:20 Uhr

Kann auch in Kombination mit einer VVL gebucht werden, hab’s grad gemacht. Nur die Zubuchoption gibt’s wohl erst ab Dezember.

Thomas Hansen 2. Oktober 2012 um 12:33 Uhr

die neuen tarife sind auch eine frechheit..
ich habe noch einen älteren tarif von vodafone mit 1gb inklusivvolumen..
seit monaten rufen die mich bezüglich einer vertragsoptimierung an.. —> im endeffekt hätte ich dann auch nur noch 500 mb.. finde es schon arg schade mit den tarifen.. mir hat aber ein vodafonemitarbeiter / freund verraten, dass es in absehbarer zeit in der richtung einige veränderungen geben wird..

Tom 2. Oktober 2012 um 12:33 Uhr

Die 200 MB sind – jedenfalls im Bezug auf das Spotify-Streaming – ja kein Problem, denn das Streaming belastet ja nicht das Datenvolumen. Ende des Jahres kommt dann für die Bestandskunden die Option “Music Streaming” für voraussichtlich 9,95 Euro, die man dann zum bestehenden Tarif hinzubuchen kann.

Alexander Simon 2. Oktober 2012 um 12:42 Uhr

Wie bekommt man den Tarif ?

kOOk 2. Oktober 2012 um 12:45 Uhr

Wenn die Serviceprovider keine Services mehr zu bieten haben ausser dem reinen Netzzugang, dann erfinden sie halt neue, irgendwie muss man dem Kunden ja das Geld aus der Tasche ziehen. Heute wird der “Mehrwert” im Mobilfunknetz von anderen Inhalteanbiertern geliefert (google, apple, amazon…), die verdienen das Geld und schneiden die Provider langsam aber sicher von diesen Märkten ab. Und da die sich das nicht gefallen lassen wollen begrenzen und segmentieren sie halt ihr Angebot. Wenn irgendwann mal jemand eine weder zeitlich noch im Daten- und Sprachvolumen limitierte “Alles”-Flatrate für einen akzeptablen Preis bietet hat der ganze Spuk ein Ende – das wird aber nach dem Willen der Provider so schnell nicht passieren :-).

rattapp1 2. Oktober 2012 um 13:10 Uhr

Ich finde es weiter ein Unding, dass einer vieler (ziemlich 1:1) gleicher Mitbewerber eine so sündhaft hohe Menge Risikokapital bekommt und dann so verfährt – und ich sehe keinen großen Zweck für die Investoren, die günstiger bei einem anderen Marktteilnehmer einsteigen könnten.

Spotify mach krasses Minus, wie ja immer mal wieder kundgetan werden muss. Dennoch bietet es monatelang kostenlose Musik an – was sich keiner der anderen leisten kann, und was auch bei Spotify nichts als Ausnutzung seiner Finanzkraft und Bekanntheit ist.

Schade, dass die Telekom auf den Spotify-Wahn aufgesprungen ist. Die Alternativen hätten es viel mehr verdient…. Am meisten weiß etwa Rdio zu gefallen.

Erwin Schröder 2. Oktober 2012 um 13:12 Uhr

So wie jetzt wird es wahrscheinlich nicht weitergehen (können). Wenn die Daten stimmen die man so liest, dann verdoppelt sich derzeit jedes Jahr das Datenaufkommen in den mobilen Netzen. Man muss kein Rechenkünstler sein um zu sehen, dass da auf Dauer auch die Netzneutralität auf der Strecke bleiben wird. Was LTE aber bei 200 oder 500 MB für einen Sinn haben soll, das weiß ich beim besten Willen nicht. Unterwegs Musik hören ist ja auch ganz toll, so lange man überhaupt ein vernünftiges Netz hat. Hier bei mir im Westerwald kann ich im Umkreis von 20 Km unterwegs gar kein Spotify nutzen, selbst wenn ich das wollte. Es gibt einfach nur EDGE, egal bei welchem Provider.

Julian 2. Oktober 2012 um 13:13 Uhr

Hm, aus dieser Perspektive hab ich das noch gar nicht betrachtet. Leider ist mit IPv6 dafür ja der Grundstein gelegt… Wird nur eine Frage der Zeit sein, bis Premiumdienste die besseren/schnelleren Verbindungen bieten, leider.

rattapp1 2. Oktober 2012 um 13:14 Uhr

Wie das (bisher) die Netzneutralität einschränken soll, finde ich an den Haaren herbeigezogen. Eine “Filterung” dieser Art erfolgt heute schon bei jedem Tarif mit Telefonflatrate, in dem das Netz “gefiltert” wird für die Abrechnung.

Im Endeffekt ist das Paket eben nur ein solches, in dem man einen Großteil für das Streaming von Musik zahlt – würde man sinnvollerweise bevorzugt Offlinenutzung verwenden, so köme man wohl mit deutlich weniger Geld (und reinem “allgemeinen” Internetvolumen) aus…

Julian 2. Oktober 2012 um 13:16 Uhr

Tja, dafür dann unbegrenzt Streaming. Für Instagram-wütige Teenies reichen die 200MB warscheinlich aus, um 7 mal die Woche Fotos vom Essen und/oder Bubbletea hochzuladen…

Joko 2. Oktober 2012 um 13:18 Uhr

Hallo Caschy,
ich hatte dich in deinem alten Beitrag so verstanden, dass ich mir diese “Spotify”-Option dazubuche und ich mit “3G” die Musik auf mein Handy bekomme, diese Musik aber nicht auf mein Datenvolumen geht? Ich muss mich eh bis Dezember gedulden, aber grade lese ich es so, als wenn ich Musik zwar bekomme, diese aber dennoch auf mein Datenvolument angerechnet wird. Das wäre natürlich, schade.

Julian 2. Oktober 2012 um 13:19 Uhr

Nee, hast du schon richtig verstanden, dass das getrennt wird.

Abraham Betamax 2. Oktober 2012 um 13:20 Uhr

ich hätte es besser gefunden, wenn die Anbieter einfach über ihren Schatten springen würden und nicht auf 64kbit/s drosseln würden sondern auf 128kbit/s. Dann würde z.B. Spotify mit 96kbit/s laufen und die Sache ist erledigt. Und für Unterwegs mit Kopfhörern (wo man die mobile Datenverbindung nutzen würde) reichen die 96kbit/s locker aus

Carsten Knobloch 2. Oktober 2012 um 14:05 Uhr

Ne Spotify knabbert da nicht dran, das soll ja der Vorteil sein.

Stephan Sc 2. Oktober 2012 um 17:24 Uhr

Ich frage mich gerade, ob die “Zubuchungs-Option”, die im Dezember kommen soll, auch für Kunden von Telekom Reseller-Tarifen geht. Hab meinen Vertrag bei Mobilcom-Debitel, bin jedoch im Telekom-Netz. Weiß da jemand näheres dazu?

Zum Thema Netzneutralität: Jetzt wo vor allem die SMS-Umsätze wegbrechen, und die Provider immer mehr auf das Thema “Bandbreiten-Bereitstellung” reduziert werden, ist es zumindest verständlich dass man neue Geschäftsideen sucht und Alleinstellungsmerkmale einführt. Davon abgesehen ist das auch ein toller Tarif – Premiumuser bei Spotify bin ich eh, und für den gleichen Preis noch das Datenvolumen dazu – klasse!

Georg 2. Oktober 2012 um 21:29 Uhr

Irgendeine Neutralität wird ja auch erst dann eingeschränkt wenn diese Angebote soweit Überhand nehmen das der TK-Anbieter sich entscheiden muss: Soll ich auf die verbliebene Restbandbreite erst die “Premium”-Pakete verteilen oder alle gleichwertig? Natürlich wird er sich in dieser Situation für das Paket entscheiden wo mehr Geld dahintersteht – das heißt das wenn in deinem Dorf zu viele Leute den Spotify-Deal in Anspruch nehmen du im Zweifel Streaming bei Rdio knicken kannst, obwohl es vorher prima funktioniert hat. Soviel zu “an den Haaren herbeigezogen”. Und glaub mir, diese Situation wird kommen bei der Geschwindigkeit des hiesigen Netzausbaus (auf dem Land oft genug nur GPRS verfügbar…).

@cashy: Nimm lieber IntenseDebate statt Disqus. Warum? Es speichert deine Kommentare auch lokal in deiner WP-Datenbank. Wenn der Dienst also mal off ist, deaktivierst du das WP-Plugin und alles *sollte* wie davor funktionieren. Viel sicherer als Disqus, wo du dich einem einzelnen Anbieter áuf Gedeih und Verderb anvetrauen musst. Wobei es doch für WP auch genug Plugins gibt die bequeme Antworten auf andere Kommentare erlauben und auch solche die einen Login mit sozialen Netzwrken ermöglichen, z.B. http://wordpress.org/extend/plugins/oa-social-login/ . Wozu sich in die Abhängigkeit von Disqus treiben lassen? Den Dienst finde ich nur bei Tumblr-Blogs wirklich sinnvoll (mangels Alternativen).

Jan 4. Oktober 2012 um 11:38 Uhr

Ich möchte an dieser prominenten Stelle und alle berechtigte Diskussion zu und um Spotify ergänzend, einmal lobende Worte über die Unternehmung anbringen.
Für einen Auslandsaufenthalt habe ich mir letzten Monat Premium zugelegt um die von mir ausgesuchte Musik auch offline verfügbar zu haben.
Heute sehe ich, dass Paypal im Auftrag von Spotify abermals 10€ von meinem Konto abbucht und ein schneller Blick in meine Kontoeinstellungen verrät mir, dass ich vergessen habe, das bei Kauf eingerichtete Abo, keine schöne Einrichtung, heutzutage aber wohl leider Standard im Internet, direkt wieder aufzukündigen.
Eine Mail an den Kundenservice, dass ich das Angebot momentan nicht nutzen kann/möchte und ob man einem ansonsten zufriedenen Kunden mit Aussicht auf zukünftige Buchungen des Dienstes in sofern entgegen kommen könnte, als dass die Buchung der Premiumoption ungültig gesetzt und das Geld zurücküberwiesen wird.
Keine paar Stunden später sehe ich eine Rückbuchung des Betrags und eine kurze freundliche Mail in meinem Postfach, dass man sich für das Feedback bedankt und meiner Bitte nachgekommen ist.
Ich bin mit diesem kulanten Umgang mit meiner Unachtsamkeit gänzlich zufrieden und somit in der Tat bereit bei entsprechenden Umständen auch zukünftig wieder zu buchen.

Jan 4. Oktober 2012 um 11:38 Uhr

Ich möchte an dieser prominenten Stelle und alle berechtigte Diskussion zu und um Spotify ergänzend, einmal lobende Worte über die Unternehmung anbringen.
Für einen Auslandsaufenthalt habe ich mir letzten Monat Premium zugelegt um die von mir ausgesuchte Musik auch offline verfügbar zu haben.
Heute sehe ich, dass Paypal im Auftrag von Spotify abermals 10€ von meinem Konto abbucht und ein schneller Blick in meine Kontoeinstellungen verrät mir, dass ich vergessen habe, das bei Kauf eingerichtete Abo, keine schöne Einrichtung, heutzutage aber wohl leider Standard im Internet, direkt wieder aufzukündigen.
Eine Mail an den Kundenservice, dass ich das Angebot momentan nicht nutzen kann/möchte und ob man einem ansonsten zufriedenen Kunden mit Aussicht auf zukünftige Buchungen des Dienstes in sofern entgegen kommen könnte, als dass die Buchung der Premiumoption ungültig gesetzt und das Geld zurücküberwiesen wird.
Keine paar Stunden später sehe ich eine Rückbuchung des Betrags und eine kurze freundliche Mail in meinem Postfach, dass man sich für das Feedback bedankt und meiner Bitte nachgekommen ist.
Ich bin mit diesem kulanten Umgang mit meiner Unachtsamkeit gänzlich zufrieden und somit in der Tat bereit bei entsprechenden Umständen auch zukünftig wieder zu buchen.


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