Sony ?7 II ist die erste Profi-Kamera mit Fünf-Achsen-Bildstabilisator

20. November 2014 Kategorie: Hardware, geschrieben von:

Sony hat in dieser Woche mal wieder im Bereich Fotografie von sich hören lassen. Zunächst präsentierte man mit dem Sony Exmor RS IMX 230 einen weiterentwickelten Bildsensor für Smartphones und nun folgt neue Hardware im Bereich der Vollformatkamera. Die neue ?7 II (ILCE-7M2) sorgt vor allem durch eine interne Fünf-Achsen-Bildstabilisierung für Aufsehen. Zudem soll die Kamera deutlich schneller fokussieren und auch im Video-Bereich eine dicke Schippe drauflegen.

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Mittlerweile ist die optische Bildstabilisation im Smartphone-Bereich ein Muss geworden und wurde erstmals im Nokia Lumia 920 in den Fokus gelegt. Bei Vollformatkameras ist dies zwar längst keine Novum mehr, doch eine Fünf-Achsen-Bildstabilisation wie die der neuen ?7 II hingegen schon. Diese soll in alle Richtungen Vibrationen auffangen und dadurch drastisch längere Verschlusszeiten ermöglichen. Insgesamt soll der Bildstabilisator laut Sony bis zu 4,5 Blendstufen ausgleichen können, was ziemlich beeindruckend ist. Der wohl größte Vorteil der Kamera liegt jedoch darin, dass sie jegliche Bewegungen ausgleicht, selbst wenn das Objektiv einen eigenen Stabilisator besitzt. Die Kamera kombiniert einfach clever beide Bildstabilisationen und soll dadurch, ob mit oder ohne Zusatzobjektiv, für 100% unverwackelte Bilder sorgen.

Der 24,3 Megapixel Exmor CMOS Vollformat-Sensor soll laut Sony zudem über 117 Phasen- und 25 Kontrastfokuspunkte verfügen. Ein neuer Algorithmus zur Schärfeberechnung soll zudem die Fokussierung um bis zu 30 Prozent schneller machen als beim Vorgängermodell ?7. Ebenfalls hat man stark daran gearbeitet den Autofokus und die Belichtungskorrektur schneller nachzuführen, was bei Sportmotiven ein großer Vorteil ist.

Der BIONZ X Prozessor in der ?7 II Kamera soll bei der Videoaufnahme außerdem für eine gute Rauschunterdrückung und eine reduzierte Beugungsunschärfe sorgen, was mehr für schärfere Details und weniger störende Körnung sorgt. Videoaufnahmen sind mit der neuen ?7 II in den Formaten AVCHD Ver. 2.0 Full HD (1920×1080) 60p, (50p)/60i oder (50i)/24p sowie XAVC-S möglich. Dies wird von Sony als „kleine Schwester“ des professionellen XAVC Formats bezeichnet und soll Full HD Aufnahmen mit Bitraten von bis zu 50 Megabit pro Sekunde ermöglichen. Auch die Video Codecs MPEG-4 AVC/H.264 sind bei der ?7 II mit an Bord. Audioseitig setzt Sony weiterhin unter anderem auf linear „PCM“.

Sony verspricht bei der ?7 II des Weiteren mehr Handlichkeit im täglichen Umgang für Profis. Der leicht vergrößerte Auslöser ist demnach weiter Richtung Kamera Vorderseite gewandert und dadurch besser erreichbar. Dies soll vor allem bei der Verwendung von großen Tele-Objektiven für einen verbesserten Handgriff sorgen. Der XGA OLED Sucher verfügt nun über eine Auflösung von 2,36 Millionen Bildpunkten und hohe Kontraste. Das LC-Display auf der Rückseite ist schwenkbar und soll auch bei direktem Sonnenlicht gut erkennbar sein.

Außerdem können geschossene Bilder der Sony ?7 II Kamera via WiFi und NFC an Smartphones, Tablets oder PCs gesendet werden. Selbstredend, dass Sony auch den Zugang zur PlayMemories Camera App möglich macht, um Bildbearbeitung „on the fly“ zu machen.

Der denkbar unangenehmste Teil der neuen Sony ?7 II (ILCE-7M2) ist der Preis. Sony ruft folgende UVPs für die Kamera auf:

  • ?7 II Gehäuse (ILCE-7M2) von Sony: 1.799,00 Euro
  • ?7 II Kit mit SEL-2870 (ILCE-7M2K) von Sony: 2.099,00 Euro

Die ?7 II von Sony soll ab Januar 2015 erhältlich sein.


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