Sony ?7 II ist die erste Profi-Kamera mit Fünf-Achsen-Bildstabilisator

Sony hat in dieser Woche mal wieder im Bereich Fotografie von sich hören lassen. Zunächst präsentierte man mit dem Sony Exmor RS IMX 230 einen weiterentwickelten Bildsensor für Smartphones und nun folgt neue Hardware im Bereich der Vollformatkamera. Die neue ?7 II (ILCE-7M2) sorgt vor allem durch eine interne Fünf-Achsen-Bildstabilisierung für Aufsehen. Zudem soll die Kamera deutlich schneller fokussieren und auch im Video-Bereich eine dicke Schippe drauflegen.

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Mittlerweile ist die optische Bildstabilisation im Smartphone-Bereich ein Muss geworden und wurde erstmals im Nokia Lumia 920 in den Fokus gelegt. Bei Vollformatkameras ist dies zwar längst keine Novum mehr, doch eine Fünf-Achsen-Bildstabilisation wie die der neuen ?7 II hingegen schon. Diese soll in alle Richtungen Vibrationen auffangen und dadurch drastisch längere Verschlusszeiten ermöglichen. Insgesamt soll der Bildstabilisator laut Sony bis zu 4,5 Blendstufen ausgleichen können, was ziemlich beeindruckend ist. Der wohl größte Vorteil der Kamera liegt jedoch darin, dass sie jegliche Bewegungen ausgleicht, selbst wenn das Objektiv einen eigenen Stabilisator besitzt. Die Kamera kombiniert einfach clever beide Bildstabilisationen und soll dadurch, ob mit oder ohne Zusatzobjektiv, für 100% unverwackelte Bilder sorgen.

Der 24,3 Megapixel Exmor CMOS Vollformat-Sensor soll laut Sony zudem über 117 Phasen- und 25 Kontrastfokuspunkte verfügen. Ein neuer Algorithmus zur Schärfeberechnung soll zudem die Fokussierung um bis zu 30 Prozent schneller machen als beim Vorgängermodell ?7. Ebenfalls hat man stark daran gearbeitet den Autofokus und die Belichtungskorrektur schneller nachzuführen, was bei Sportmotiven ein großer Vorteil ist.

Der BIONZ X Prozessor in der ?7 II Kamera soll bei der Videoaufnahme außerdem für eine gute Rauschunterdrückung und eine reduzierte Beugungsunschärfe sorgen, was mehr für schärfere Details und weniger störende Körnung sorgt. Videoaufnahmen sind mit der neuen ?7 II in den Formaten AVCHD Ver. 2.0 Full HD (1920×1080) 60p, (50p)/60i oder (50i)/24p sowie XAVC-S möglich. Dies wird von Sony als „kleine Schwester“ des professionellen XAVC Formats bezeichnet und soll Full HD Aufnahmen mit Bitraten von bis zu 50 Megabit pro Sekunde ermöglichen. Auch die Video Codecs MPEG-4 AVC/H.264 sind bei der ?7 II mit an Bord. Audioseitig setzt Sony weiterhin unter anderem auf linear „PCM“.

Sony verspricht bei der ?7 II des Weiteren mehr Handlichkeit im täglichen Umgang für Profis. Der leicht vergrößerte Auslöser ist demnach weiter Richtung Kamera Vorderseite gewandert und dadurch besser erreichbar. Dies soll vor allem bei der Verwendung von großen Tele-Objektiven für einen verbesserten Handgriff sorgen. Der XGA OLED Sucher verfügt nun über eine Auflösung von 2,36 Millionen Bildpunkten und hohe Kontraste. Das LC-Display auf der Rückseite ist schwenkbar und soll auch bei direktem Sonnenlicht gut erkennbar sein.

Außerdem können geschossene Bilder der Sony ?7 II Kamera via WiFi und NFC an Smartphones, Tablets oder PCs gesendet werden. Selbstredend, dass Sony auch den Zugang zur PlayMemories Camera App möglich macht, um Bildbearbeitung „on the fly“ zu machen.

Der denkbar unangenehmste Teil der neuen Sony ?7 II (ILCE-7M2) ist der Preis. Sony ruft folgende UVPs für die Kamera auf:

  • ?7 II Gehäuse (ILCE-7M2) von Sony: 1.799,00 Euro
  • ?7 II Kit mit SEL-2870 (ILCE-7M2K) von Sony: 2.099,00 Euro

Die ?7 II von Sony soll ab Januar 2015 erhältlich sein.

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15 Kommentare

  1. „100% unverwackelte Bilder“ gibt es nicht. Ein Bildstabilisator ist ein Hilfsmittel, aber kein Allheilmittel. Wer zu stark wackelt, den kann auch ein Bildstabilisator nicht retten.

  2. Seit wann ist die A7 II
    1. ne Profikamera? Nur weil sie nen Kleinbildsensor hat???
    2. die erste mit 5 Achsen Stabi? Siehe Olympus EM-1/5

  3. Ganz so neu ist der 5-Achsen Stabi nun auch nicht. Olympus hat ihn bereits 2012 in seiner E-M5 verbaut und später in der E-P5 und E-M1. Im gleichen Jahr wurde auch der Deal zwischen Sony und Olympus verabschiedet bei dem Sony, in Folge des Finanzskandals, Olympus finanziell unter die Arme griff und sie in diesem Zuge eine Kooperation in verschiedenen technischen Bereichen beschlossen.
    Dies trägt nun Früchte.

  4. „Profi-Kamera“ – n a j a, das scheint ja ein weit dehnbarer Begriff zu sein.

    Sony baut schon ganz gute Kameras, leider (und zu Unrecht) kauft die kaum jemand, einfach weil Sony draufsteht, ich schließe mich da auch mit ein 😉

    Ansonsten schließe ich mich meinem Vorposter an. Man kann sich auch präzise ausdrücken, kostet ja nichts 😉

  5. So hätte die Kamera auch schon vor einem Jahr auf den Markt kommen können. Insbesondere die Ergonomie (Auslöserplazierung) war verkorkst.
    Der Sucher hatte bereits in der A7 eine Auflösung von 2,36 M Bildpunkten.

  6. Geile Kamera, schlecht recherchierter Artikel.

  7. @ Axl und warum soll die A7 keine Profikamera sein? Nur weil Sony draufsteht?!
    Die zweite Aussage passt übrigens auch, denn die Olympus ist keine Vollformatkamera, der Satz aus dem Artikel bezog sich darauf, dass es die erste Vollformat Kamera mit dieser Art der Stabilisierung ist, also soweit korrekt.

    Die A7 hat durchaus Profikamera Anspruch und kann dem Auch gerecht werden! Ich kenne viele Profikameras, die auch auf die kleineren NEX Kameras setzen, warum auch nicht? Das die Kameras in dieser größe nicht alle Features einer Vollformat Spiegelreflex mitbringen können sollte klar sein. Gerade wer aber kein 5d Monster mit sich rumschleppen will oder kann (beispielsweise Beschränkte Gewichtsmitnahme bei Gebirgsfotografien o.ä.) dann sind die NEX, bzw. eben die A7 die besten Kameras für solche Einsatzzwecke. Zudem ist hier auch die Objektivauswahl, vor allem an sehr hochwertigen Objektiven in großem Umfang gegeben!

  8. Ich bin Laie auf dem Gebiet. Hier ist doch von einem mechanischen Bildstabilisator die Rede? Optische Bildstabilisatoren sind doch bloß durch automatische Korrektur der Belichtung etc. simuliert, oder nicht? (Was meiner Meinung nach die oftmals schlechte Bildqualität vieler Smartphones und Kompaktkameras erklärt. Inkl. des total überzüchteten Sensors. Aber der Kunde ist ja drauf rein gefallen, dass mehr Megapixel besser sind.)

    Mich irritiert daher nämlich dieser Absatz:

    ‚Mittlerweile ist die optische Bildstabilisation im Smartphone-Bereich ein Muss geworden und wurde erstmals im Nokia Lumia 920 in den Fokus gelegt. Bei Vollformatkameras ist dies zwar längst keine Novum mehr, doch eine Fünf-Achsen-Bildstabilisation wie die der neuen α7 II hingegen schon.‘

  9. Super, dass Sony einen 5-Achsen Stabi un ein Vollformatgehäuse packt.
    Dass Olympus seid herausbringen der OMD-Serie aber eine klasse Arbeit macht und bei der Etablierung der EVILs eine zentrale Rolle spielt, wird leider oft vergessen. Die EM-5 hatte bereits 2012(?) einen solchen Stabi und der ist wirklich klasse! Sony hat das jetzt „lediglich“ auf Vollformat adaptiert. Fairerweise muss man aber auch sagen, dass Sony Olympus dahin gebracht hat wo sie jetzt sind, weil die Sony Sensortechnologie die großen Fortschritte erst ermöglicht hat. Die (m)FT Panasonic-Sensoren konnten den Sonys nicht das Wasser reichen.

  10. @icancompute: Nein, Es gibt tatsächlich mechanische / optische Bildstabilisatoren in Handys. Bildstabilisation durch hochschrauben der Empfindlichkeit, also Inkaufnahme höheren Rauschens, nennt man digitale Bildstabilisatoren.

    Bei normalen digitalen Spiegelreflexkameras, also den großen, gibt es üblicherweise keinen eingebauten Bildstabilisator. Der Bildstabilisator befindet sich bei denen im Objektiv. Das hat den Vorteil, dass der Stabilisator auf das Objektiv angepasst ist und die Verwackelungen, die an der Stelle noch größer sind, besser abfangen kann. Außerdem erhält man ein unverwackeltes Bild in seinem Sucher.
    Nachteil ist allerdings, dass man für Objektive mit Bildstabilisator mehr Geld auf den Tisch legen muss. Wie viel das ist, kann man allgemein nicht sagen, aber die Größenordnung ist 100-300€.

  11. Wie hier die ganzen BILD-Reporter „Profis“ auf einmal aufwachen

  12. Haha hab ich mir auch gedacht @biochem

  13. @S-d: ich glaube kaum, dass allein die Sensorgröße eine Kamera zu einer „Profi“-Kamera macht. Dann schon eher der Objektiv-Park, der bei der alpha 7 sehr bescheiden ist!

  14. Manchmal denke ich das bei vielen eine „Profikamera“ abnormal teuer sein muss und mit möglichst wenig Funktionen ausgestattet sein. Zusätzlich muss sie so groß wie möglich sein, das sie auch ja schön schwer ist, natürlich noch mit Klappspiegel und Optischen Sucher.

    Die Bilder die jetzt schon die α7 macht sind wirklich sehr gut. Die Objektivauswahl ist derzeit noch dürftig aber trotzdem ausreichend für die Meisten. Durch die geringe Größe ist sie auch angenehm zum mitführen für Hofphotographen, der Preis dürfte aber gern sich etwas nach unten korrigieren 😉

  15. Georg Dieter says:

    Die Sony A7II ist keine Profikamera, dazu braeuchte sie einen AF, der zuverlaessig auch im Trackingmodus trifft.
    Eine Nikon D750 oder eine Canon 5DM3, koennen das und sind semiprofessionelle Kameras.