Smarter will die Küche vernetzen

14. Januar 2016 Kategorie: Smart Home, geschrieben von: caschy

smarter camSensoren sind in den letzten Jahren viel günstiger geworden. Dies hat vor allem eines zur Folge: Sie werden auch dort verbaut, wo es erst einmal keinen Sinn ergibt – quasi Probleme lösen, wo vorher keine waren. Das hat man besonders auf der diesjährigen CES gesehen. Dass das Ganze abnimmt, das sehe ich noch nicht, die Hersteller werden sich noch eine ganze Weile austoben und schauen, was sie wo einbauen können. Einer dieser Hersteller ist Smarter, die auch schon eine smarte Kaffeemaschine in petto haben. Mit neuen Produkten für die vernetzte Küche kommt man nun ums Eck.

smarte kueche

Eine dieser Lösungen hört auf den Namen „Smarter Fridge Cam„. Die Smarter Fridge Cam wurde entwickelt, um jeden Haushaltskühlschrank einfach zu vernetzen. Dadurch möchte Smarter dem Nutzer ermöglichen weniger zu verschwenden und mehr zu sparen. Sicher mit einer Saugnapfhalterung angebracht, nimmt die Cam Schnappschüsse vom Kühlschrankinhalt auf und vermittelt via App Einblicke an die mobilen Endgeräte. Ganz ehrlich – findet sich unter unseren Lesern jemand, der dies brauchen würde? Es würde mich interessieren – denn so eine Cam nimmt ja auch nur Teilbereiche auf. Bekommt auf meiner persönlichen Mumpitz-Skala glatte 8 von 10 Punkten.

Einen Schritt weiter gehen die Smarter Mats. Die smarten Matten geben mit Gewichtsmessung live Auskunft über aktuelle Bestände. Mit der Smarter App bekommen Anwender Bescheid, wenn sich ein Produkt, wie zum Beispiel die Milch, dem Ende neigt und aufgefüllt werden muss. Die App kann außerdem passend zum aktuellen Vorratsstatus Rezepte zur Verfügung stellen und Einkauflisten schreiben. Auch hier sehe ich nicht den persönlichen Bedarf, gebe so einer Lösung allerdings mehr Chancen, als einer Cam. Prinzipiell ist mir egal, wenn die Milch alle ist – denn wir wissen ja, das Schlimmste ist….

Nummer Drei der smarten Küchengeräte ist Smarter Detect. Drahtlos an der Wand befestigt, bringt Smarter Detect einzelne Küchengeräte in ein gemeinsames Netzwerk. Das Gerät stellt sich individuell auf seine Umgebung ein und lernt dazu. Zum Beispiel erkennt Smarter Detect, wenn der Ofen bereit ist, wenn der Trockner fertig durchgelaufen ist oder, wenn jemand die Kühlschranktür offen gelassen hat und sendet entsprechende Signale an ein Smartphone.

Alle Smarter Produkte sind mit iOS- und Android-Geräten kompatibel. Die neue Serie wird ab Sommer 2016 verfügbar sein. Genauere Angaben zu Preisen und Bezugsquellen folgen noch, wie der Hersteller mitteilt.



Über den Autor: caschy

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17 Kommentare

me 14. Januar 2016 um 08:24 Uhr

„Bekommt auf meiner persönlichen Mumpitz-Skala glatte 8 von 10 Punkten.“

Herrlich 😀
Ich bin mit 7 von 10 Punkten dabei… Irgendwie steh ich einfach oft genug im REWE und überlege ob wir noch Milch daheim haben…

caschy 14. Januar 2016 um 08:29 Uhr

Ja komm, dann nimmste 1-2 Liter H-Milch mit und gut. Da guckste doch nicht, ob noch 500 ml drin sind oder so.

Nemo 14. Januar 2016 um 08:33 Uhr

Ich hätte gerne eine WebCam im Backofen… um zu schauen, wann die Pizza fertig ist.

Carsten 14. Januar 2016 um 09:21 Uhr

Ich bin ja echt nerdig… Aber ich glaube, das geht zu weit und am Zweck vorbei. Wenn ich eine Kamera habe, sehe ich auch nur eine „Ebene“ im Kühlschrank. Soll ich also für jede Etage eine Kamera einbauen? Und die Matte sagt mir, wie viel noch in einem Paket ist – die 10 Liter Milch im Vorratsschrank berücksichtigt die Lösung natürlich nicht – wie auch.

Den Sinn oder vielmehr den Anwendungszweck seh ich noch nicht. Gibt bei mir vollen Ausschlag auf der Mumpitz-Skala…

Joe 14. Januar 2016 um 09:56 Uhr

Auch wenn ich zu den Menschen gehöre, die sich aus technischer Leidenschaft oft genug einen use-case zusammenargumentieren: Ich schaffe es nicht zu glauben, dass ich so ein Ding brauchen könnte.

Michael Br 14. Januar 2016 um 09:58 Uhr

@Carsten: Im Vorratsschrank musst du für die Milch natürlich auch 10 Matten verteilen. Und die App sagt dir dann, wann du die nächste Milch in den Kühlschrank packen musst damit du immer min. 150 ml kalte Milch hast.

Die Geräte gehen nun echt zu weit.

Carsten 14. Januar 2016 um 10:22 Uhr

@Michael Br

Das setzt nun voraus, dass ich Milch nebeneinander stehend / liegend lagere und nicht übereinander stapel… Sonst hätte ich ja plötzlich einen 3-Liter-Stapel Milch… Brauche dann aber auch weniger Sensoren…

Nein, auch ich sehe da noch keinen wirklich vernünftigen Usecase. „Haben ist besser als brauchen“ hilft selbst hier nicht, um sowas anzuschaffen.

kOOk 14. Januar 2016 um 11:09 Uhr

Das Detect hört sich interessant an. Mit etwas googlen findet man heraus, dass das Ding auf Töne reagiert und auf bestimmte Töne trainiert werden kann. Wäre was für die Waschmaschine und den Wäschetrockner im Keller, dann müsste man nicht andauernd runterlaufen um nachzusehen. Allerdings ist anderswo von angepeilten 100$ dafür die Rede, das wäre mir zu teuer. Vielleicht kann man sowas aber mit ’nem Raspberry realisieren.
Die Dinger für den Kühlschrank, naja. Bräuchte ich nicht wirklich. Zudem hab ich meine Zweifel, dass der Funk aus dem geschlossenen Edelstahl-Kühlschrank funktionieren kann.

Johnboy 14. Januar 2016 um 11:11 Uhr

Ich erinnere an den die tollen Kühlschränke die automatisch neue Lebensmittel bestellen können, wenn etwas leer ist im Kühlschrank. Wer hat es gekauft ? Wer hat es genutzt ? Niemand. Und jedes Jahr erfindet jemand neues diesen Mist, nur etwas anders. Kokolores.

Garage_7 14. Januar 2016 um 11:22 Uhr

@kOOk
Genau an diesen Fall hab ich auch gedacht. Bei uns stehen Trockner und Waschmaschine auch im hintersten Kellerraum und es wäre echt cool, wenn man benachrichtigt wird, sobald eines der Geräte fertig ist. Aber ich glaube nicht so recht daran, dass nur über Geräuscherkennung der Zustand richtig erkannt wird – da kommen ja noch diverse Pumpen oder Heizgeräusche dazu. Oder sind noch andere Sensoren im Spiel?

Marc 14. Januar 2016 um 12:17 Uhr

@Garage_7 und kOOk das mit der Waschmaschine/Trockner kann man recht einfach und günstig per Fritzbox und passender schaltbarer Steckdose lösen http://avm.de/ratgeber/smart-h.....mart-home/

Robin 14. Januar 2016 um 14:24 Uhr

Das Ding ist Quatsch.
@Garage_7
Fhem installieren, dann eine PCA 301 Steckdose kaufen, und in Fhem so programmieren, das wenn eine lange Zeit kein Strom mehr fließt, Fhem eine Message per Telegram/ email / Pushover an Dich schickt, oder irgendwo im Haus eine Signal-Lampe anschließt. Bei der Gelegenheit zeigt er dir auch noch im Plot an, wieviel Strom die Waschmaschine gezogen hat. Andere Alternative: Falls auf der Maschine irgendwo eine LED bei Beendigung des Waschvorgangs leuchtet, einen LDR (Lichtabhängigen Widerstand) über die LED kleben, dann einen Arduino und MySensors Logik nehmen und Statusänderung (=fertig) zu Fhem schicken. Das wieder wie oben auch eine Telegram / Pushover Message schicken lassen oder ein anderes Signal (Klingel, Lampe usw.) aktivieren. Über ähnliche Sachen habe ich in meinem Blog öfter geschrieben. Die Bauteile sind vergleichsweise preiswert und Du bist mit Fhem herstellerunabhängig.

Uli 14. Januar 2016 um 14:38 Uhr

@Garage_7 und kOOk und Marc: Oder mit einem aurangierten Smartphone und einer Nanny/Babyphone-App. 😉

hab ich glaub einen 14. Januar 2016 um 17:53 Uhr

Na das ist doch mal was… endlich kann ich rausfinden wer meinen mit meine gekennzeichneten Joghurt aus dem kühlschrank nimmt

Voo 14. Januar 2016 um 19:21 Uhr

Wie verblödet sind wir eigentlich? Blick in den Kühlschrank, Kammer oder Keller reicht und einen Notiz Zettel auf dem handy. nicht alles was technisch machbar ist ist auch sinnvoll.

Voo 14. Januar 2016 um 22:20 Uhr

Ähem. Waschmaschine und Trockner. Was braucht es da eine weitere Steuerung? Ich sehe zum Start, wie lange das Programm laufen wird. Nach der entsprechenden Zeit, die man sich gerade noch merken kann, geht man wieder ans Gerät.Mit bisschen Puffer eine sichere Sache und kostenlos.

Icancompute 15. Januar 2016 um 13:30 Uhr

Mumpitz-Skala made my day! 😀
Ja, die Kamera gehört da ganz oben mit bei. Eine Matte für die Milch wäre cool. Ich habe nämlich meist dann vergessen, eine neue Tüte Milch in den Kühlschrank zu stellen, wenn meine bessere Hälfte kalte Milch trinken will. Da gibt’s von mir also Need drauf. 😉

Ansonsten warte ich mit dem Kauf eines smarten Kühlschranks, bis der beim Befüllen automatisch den Inhalt samt Menge und MHD erfassen kann.


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