Smart Meter: vzbv spricht sich gegen Zwangsdigitalisierung aus

18. November 2015 Kategorie: Internet, Smart Home, geschrieben von: Sascha Ostermaier

artikel_vzbvNeu ist die Erkenntnis nicht, dass sogenannte Smart Meter einen recht geringen Nutzen haben. Für Technik-Fans sind sie natürlich eine tolle Sache, jederzeit sehen, wann welches Gerät wie viel Strom benötigt. Strom gespart wird dadurch aber noch lange nicht, denn das können die digitalen Messgeräte trotz der Verwendung von „Smart“ in der Bezeichnung selbst noch nicht. So überraschte es auch wenig als eine Studie genau dies besagte. Umso überraschender ist es hingegen, dass die Bundesregierung Pläne schmiedet, solche Smart Meter ab 2017 zur Pflicht zu machen. Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) lehnt eine solche Zwangsdigitalisierung ab und stellt sich damit hinter die Bürger.

vzbv_smartmeter

70 Prozent der Befragten einer vom vzbv in Auftrag gegebenen Umfrage lehnen ein Smart Meter ab. Die Gründe sind unterschiedlich. 38 Prozent fürchten sich vor den damit verbundenen Kosten, immerhin soll ein Smart Meter rund 100 Euro pro Jahr an Kosten verursachen. 50 Prozent machen sich hingegen sogar Gedanken um die Sicherheit ihrer Daten, wie der vzbv in seinem Statement mitteilt.

Die Umfrage und die Tatsache, dass Smart Meter keinen Nutzen für das Einsparen von Energie und somit auch keinen Kostennutzen für die Verbraucher ergeben, veranlasst den vzbv dazu, sich gegen diese Pflicht zu stellen. Das Ganze müsse auf Freiwilligkeit basieren und könne auch nicht mit der Energiewende begründet werden. Deshalb müsse der vom Kabinett beschlossene Gesetzentwurf „Digitalisierung der Energiewende“ noch einmal überarbeitet werden. Im Dezember wird im Bundesrat darüber abgestimmt, im Januar 2016 dann im Deutschen Bundestag.



Anzeige: Infos zu neuen Smartphones, Tablets und Wearables sowie zu aktuellen Testberichten, Angeboten und Aktionen im Huawei News Hub.

Über den Autor: Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

Sascha hat bereits 7924 Artikel geschrieben.