Resynthesizer für GIMP: Objekte im Bild einfach entfernen

22. Januar 2013 Kategorie: Software & Co, geschrieben von: Patrick Meyhöfer

Viele kennen vermutlich die Funktion Content Aware Fill (Inhaltssensitives Löschen), die erstmals in Photoshop CS5 vorgestellt wurde. Damit könnt ihr extrem einfach Objekte im Bild entfernen, als hätte es sie nie gegeben. Dabei werden Personen, Gegenstände oder was auch immer im Bild stört, einfach rausgeschnitten und die entstandene Lücke passend aufgefüllt. Ähnliche Funktionalität kann man auch sehr leicht in GIMP, mit dem Plugin Resynthesizer, nachrüsten.

Resynthesizer Heal Selection Gimp

Nach dem Download (Windows, Ubuntu: sudo apt-get install gimp-plugin-registry) die Dateien in das Plugin Verzeichnis (normalerweise in: C:\Program Files\GIMP 2\lib\gimp\2.0\plug-ins) packen und anschließend GIMP starten.

Die Benutzung ist sehr einfach, aber effektiv. Mit einem Auswahlwerkzeug selektiert ihr das störende Objekt und wählt dann über das Menü folgenden Eintrag aus: Filter – Verbessern – Heal selection

gimp_heal_selection

Oft kann man versuchen zunächst die Standardeinstellungen zu belassen, ab und an sollte man aber ein wenig die Einstellungen anpassen, um die besten Ergebnisse zu bekommen. Dabei stehen euch 3 Einträge zur Auswahl:

  • Context sampling width (pixels) – Umfangsbereich um das Bild
  • Sample from – von welchen Seiten die Daten zum Auffüllen genommen werden sollen
  • Filling order – Füllrichtung bestimmen

Je nach Bild kann es einmal bessere oder schlechtere Ergebnisse liefern. Aufpassen muss man beispielsweise bei scharfen Kanten, oder bei sehr klaren Bildern ohne wenige Details. Für einfache und schnelle Entfernung ist das Plugin aber meines Erachtens für den Hobby-Bildbearbeiter vollkommen ausreichend. Als Beispiel nochmal das Bild von oben nach der Anwendung von Heal selection, welches man sicher noch weiter verbessern könnte. [via]

bearbeitung_gimp_health_selection

 

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Über den Autor: Patrick Meyhöfer

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13 Kommentare

BobGrillen 22. Januar 2013 um 08:45 Uhr

Cooler Tipp, danke. Soeben getestet und für gut befunden.

yorfeix 22. Januar 2013 um 09:36 Uhr

Danke für den Hinweis.
Generell finde ich es gut wenn hier im Blog in letzter mehr auch auf Open Source Software und ihre Anwendung eingegangen wird.

Hermann Herz 22. Januar 2013 um 09:54 Uhr

Unter https://github.com/bootchk/resynthesizer gibts die neuere Version (Version 2.0 is a complete rewrite and is multithreaded. Otherwise, functionally the same except when compiled threaded it is nondeterministic. See ChangeLog for more discussion.)

Vorkompilierte RPMs für openSUSE gibt es zB. auf http://software.opensuse.org/package/gimp-plugin-resynthesizer

draftec 22. Januar 2013 um 10:11 Uhr

Das ist ja echt ein cooles Tool. Hab ich grad mal ausprobiert. Toller Tipp, da man manchmal ein paar Sachen ausbügeln will, aber ich selber bin z.B. keine Grafiker. Da hilft so ein Tool schon ne Menge.

ToMa 22. Januar 2013 um 11:58 Uhr

Dann kann ich ja den mühsamen Kopierstempel wieder einpacken.

KChristoph 22. Januar 2013 um 12:30 Uhr

Danke.

“Generell finde ich es gut wenn hier im Blog wieder mehr auf Open Source Software und ihre Anwendung eingegangen wird.”
-Dito-

Natürlich gibt es auch ein paar kostenpflichtige Anwendungen von feinen Anbietern deren Erwähnung wünschenswert ist.
z.B. http://bauerapps.com/rightnote/ (auch als Freeware u. portabel)

Scrat 22. Januar 2013 um 13:05 Uhr

Wie installiert man denn die Version 2.0? Muss ich dafür alle Dateien von der Seite herunterladen (https://github.com/bootchk/resynthesizer)?

Hermann Herz 22. Januar 2013 um 13:26 Uhr

@Scrat Oben links gibt es ein “Zip Button (Wolke)”, dann entpacken und wie in Readme beschrieben installieren (oder eben nach vorgefertigten Paketen Deiner Distribution schauen)

Keule 22. Januar 2013 um 16:16 Uhr

Finde es auch gut, dass hier dank Patrick vermehrt open-source, wie Gimp und vor allem Linux zu lesen ist.
Daumen hoch!

slette 22. Januar 2013 um 21:56 Uhr

Schließe mich den Vorrednern an. Mach unbedingt weiter Patrick! Linux fetzt 8-)


2 Trackback(s)

24. Januar 2013
Anonymous
29. Dezember 2013
OS X: Foto-Tool Snapheal wieder einmal kostenlos

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